Einleitung Die psychische Gesundheit Studierender in Deutschland hat sich seit der COVID-19-Pandemie weiter verschlechtert. Mit dieser Analyse sollen anhand einer großen Querschnittsstudie die psychische Gesundheit Studierender untersucht sowie vulnerable Gruppen identifiziert werden.
Methoden Im Rahmen des Projekts „Befragung zu Studienbedingungen und (psychischer) Gesundheit an Hochschulen – StudiBiFra“ wurden 20.060 Studierende an 10 deutschen Hochschulen im Zeitraum von Juni 2021 bis Juli 2022 mit dem „Bielefelder Fragebogen zu Studienbedingungen“ befragt. Zur Erfassung der psychischen Gesundheit dienten selbstentwickelte und validierte Skalen. Logistische Regressionen lieferten vorläufige Ergebnisse.
Ergebnisse Jeweils rund ein Drittel der Studierenden machte sich oft/(fast) immer Sorgen um die Gesundheit (36,4 %), konnte sich nicht so freuen wie früher (39,0 %) oder fühlte sich oft/(fast) immer traurig (32,0 %). 44,6 % gaben Konzentrationsprobleme an, 39,4 % fühlten sich durch ihr Studium ausgebrannt. Vulnerable Gruppen sind anhand vorläufiger, nicht-adjustierter Analysen u. a. weibliche und diverse Personen, Studierende jenseits des ersten Studienjahres sowie Studierende an Universitäten (vs. Fachhochschulen). Ältere Studierende (> 25 Jahre) zeigten mit höherer Wahrscheinlichkeit Depressivität und Stress.
Schlussfolgerung Rund ein Drittel bis die Hälfte der befragten Studierenden gaben Einschränkungen im psychischen Wohlbefinden an. Gesundheitsförderung und Prävention sollten besonders vulnerable Gruppen in den Blick nehmen.
