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editorial
. 2020 May 15;17(5):3. [Article in German] doi: 10.1007/s11298-020-7941-9

"Der Mensch ist, was er isst"

Redaktion API 1,
PMCID: PMC7203712  PMID: 32390787

Bereits 1850 brachte Philosoph und Anthropologe Ludwig Feuerbach die Bedeutung der Ernährung mit diesem Zitat zum Ausdruck. Dass unsere Ernährungsweise maßgeblich die Gesundheit beeinflusst, wird auch in aktuellen Forschungsarbeiten immer deutlicher. Ob Chilipfeffer in der Kardiologie oder ketogene Diät bei Asthma - mehr über die interessanten Zusammenhänge lesen Sie in unserem Schwerpunkt "Ernährung" ab Seite 18. Viel Spaß dabei wünscht Ihnen

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Alessandra Böck

Redakteurin

Online-Dossier zu COVID-19.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Springer Medizin informiert Sie kostenfrei über die wichtigen Fakten und neuesten Entwicklungen online in einem eigenen Dossier unter www.springermedizin.de/covid-19

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Zudem finden Sie freizugänglich in englischer Sprache die neuesten Forschungsergebnisse unter www.springernature.com/gp/researchers/campaigns/coronavirus

Weitere wichtige Informationsquellen:

Vitamin B3 bei schwerem COVID-19-Verlauf?

Mangelernährung könnte ein Risikofaktor für einen schweren COVID-19-Verlauf sein. Forscher des Universitätsklinikums Kiel (UKSH) hoffen, dies mit einer Ergänzung von Vitamin B3 zu lösen. Sie haben daher die Studie "CoVit" gestartet. Bereits eine frühere Studie zeigt, dass sich eine Mangelernährung negativ auf das Immunsystem auswirkt, besonders auf die Aminosäure Tryptophan. "Der Körper baut Tryptophan ab und wandelt es in entzündungsfördernde Stoffwechselprodukte um. Ebenso wird Lunge und Darm lebenswichtige Energie entzogen", so Prof. Schreiber, Leiter von CoVit. Ein Tryptophan-Mangel sei bei SARS- oder MERS-CoV-Infizierten beobachtet worden, auch SARS-CoV-2-Patienten könnten betroffen sein. Der Körper kann Vitamin B3 selbst synthetisieren; aber nur in Abhängigkeit von Tryptophan. Eine Vitamin B3-Ergänzung könnte das Immunsystem stärken und schwere COVID-19-Verläufe verhindern. SARS-CoV-2-Infizierte mit Symptomen und COVID-19-Patienten werden als weitere Studienteilnehmer gesucht.

Weitere Informationen unter www.covid19trial.de

Der Lebensstil teilt Deutschland.

Zu den Kennzeichen eines ungünstigen Lebensstils zählen laut einer Forschergruppe um Josefine Atzendorf, München, Rauchen, ungesunde Ernährung, riskanter Alkoholkonsum und mangelnde Bewegung. Wie sich diese Faktoren über das Land verteilen, haben Atzendorf und Kollegen in einer Studie dargelegt. Verglichen wurden in einer Stichprobe von mehr als 9.000 Bürgern nicht nur Ost und West, sondern auch Nord und Süd. Hinsichtlich des Rauch- und Bewegungsverhaltens ergaben sich keine signifikanten Unterschiede. Vielschichtiger sah es beim Thema Alkohol aus: Hier lag der Osten in Führung, der Süden vor dem Norden. Auch hinsichtlich der Ernährung ergab sich ein markanter Ost-West-Unterschied. Die Menschen in den östlichen Landesteilen ernährten sich gesünder oder zumindest weniger ungesund als die Menschen im Westen. Süd und Nord hingegen glichen einander. "Um den Alkoholkonsum zu reduzieren, sollte der Ost-West- und Süd-Nord-Gradient ins Kalkül gezogen werden; die Prävalenz ungesunder Ernährungsweise ist allgemein so hoch, dass das Land als Ganzes in den Fokus gestellt werden sollte, und nicht spezifische Regionen.", so Atzendorf und Kollegen.

doi.org/10.1186/s12889-020-8352-2

Gibt es eine Diät gegen Lungenkrebs?

Ballaststoffe und Joghurt könnten vor Lungenkrebs schützen, so die Ergebnisse einer Analyse. In dieser wurden Daten von ca. 1,4 Millionen Erwachsenen ausgewertet. Dabei stellten US-Forscher des Vanderbilt University Medical Center in Nashville fest: In der Quintile mit dem höchsten Konsum von Ballaststoffen und Joghurt war das Lungenkrebs-Risiko um 33% geringer als in der Quintile mit dem geringsten Konsum dieser Nahrungsmittel. Der Einfluss bereits bekannter Risikofaktoren für Lungenkrebs war berücksichtigt worden. Das lege einen potenziellen Schutzeffekt der Präbiotika aus Ballaststoffen und der Probiotika in Joghurts durch Veränderungen des Mikrobioms nahe, so die Forscher.

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doi.org/10.1001/jamaoncol.2019.4107


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