Invasive Pneumokokken-Erkrankungen (IPD) wie rupturierte Otitis media, Sepsis und Meningitis betreffen am häufigsten Kinder im Alter unter 5 Jahren. Besonders gefährdet seien Kleinkinder im ersten Lebensjahr und Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen, berichtete PD Dr. Mark van der Linden, Leiter des Nationalen Referenzzentrums für Streptokokken in Aachen.
Die Lockdown- und Hygienemaßnahmen während der COVID-19-Wellen führten in Deutschland zu einem deutlichen Rückgang der IPD-Fallzahlen bei Kindern und Jugendlichen. Seit der Lockerung der Maßnahmen sei aber fast wieder das alte Niveau erreicht, so der Infektiologe.

Für einen vollständigen Impfschutz sind drei Impfungen erforderlich. Empfohlen wird, alle drei Impfungen bei Kleinkindern mit einem Pneumokokken-Konjugatimpfstoff bereits im ersten Lebensjahr durchzuführen.
Als Alternative zur bisherigen Standardvakzine, dem 13-valenten Prevenar®, steht seit Kurzem eine 15-valente Vakzine zur Verfügung. Zudem wurde inzwischen die Zulassung des 20-valenten Konjugatimpfstoffs Apexxnar®, der kürzlich für Erwachsene eingeführt wurde, auch für Kleinkinder und Jugendliche beantragt.
Quelle: Fachpressegespräch "Die Pneumokokken-Impfung für Säuglinge und Kleinkinder vor und während der COVID-19-Pandemie: Erfolge und Umsetzung in der Praxis", 2. November 2022 (Veranstalter: Pfizer)
