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. 2023 Aug 22;85(08-09):756. [Article in German] doi: 10.1055/s-0043-1770411

Deskriptive Analyse der medizinischen Rehabilitationen der Deutschen Rentenversicherung in Zusammenhang mit COVID-19 mit besonderem Fokus auf Post-COVID

Tanja Trefzer 1, Silke Brüggemann 1, Susanne Weinbrenner 1, Axel Schlitt 2,3
PMCID: PMC11248416

Einleitung  Von Post-COVID-Syndrom (PCS) spricht man, wenn zwölf Wochen nach einer SARS-CoV-2 Infektion weiterhin Symptome bestehen, die durch keine andere Ursache erklärt werden können und diese die Alltagsfunktion einschränken. Rehabilitation ist ein möglicher Therapiebaustein.

Methoden  Querschnittsstudie aller medizinischen Rehabilitationen, bei denen an erster oder zweiter Diagnosestelle im einheitlichen Entlassungsbericht eine Folgeerkrankung von COVID-19 verschlüsselt wurde.

Ergebnisse  Analysiert wurden 9.666 Rehabilitationen (55,8 % Frauen 43,2 % Männer), medianes Alter: 54 /55 Jahre (Frauen/Männer). 64,4 % der Rehabilitationen wurden in einer Fachabteilung für Pneumologie durchgeführt. In den somatischen Indikationen verblieben knapp 50% der Versicherten über die reguläre Bewilligungsdauer hinaus in der Klinik. Häufigste weitere Diagnosen waren Krankheiten des Atmungssystems. Bei 80,7 % der Betroffenen führte die Rehabilitation zu einer Verbesserung der Post-COVID-Syndrom-assoziierten Symptomatik. 30,5 % der Rehabilitanden hatten eine Beschäftigung im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung. 63,8 % der Betroffenen waren bei Aufnahme arbeitsunfähig, 63,0 % bei Entlassung. Hinsichtlich des Leistungsvermögens erhielten über 90,0 % eine Prognose für 6 Stunden und mehr.

Schlussfolgerung  Die Bedeutung des Post-COVID-Syndroms im Kontext medizinischer Rehabilitationen hat im Verlauf des Jahres 2021 deutlich zugenommen. Bezüglich des Leistungsvermögens ergibt sich in den vorliegenden Analysen ein positives Bild.


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