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. 2022 Aug 22;84(08-09):756. [Article in German] doi: 10.1055/s-0042-1753694

Effektivität von intersektoralen Kooperationen in der Primärprävention und Gesundheitsförderung – Systematisches Review

D Röding 1, R Brender 1, U Walter 1
PMCID: PMC11248740

Einleitung  Da die sozialen Determinanten der Gesundheit quer zu den Bereichen des Lebens liegen, sind intersektorale Kooperationen (ISK) ein Kernkonzept von Gesundheitsförderung. Erst durch eine integrierte Strategie können Bevölkerungsgesundheit und gesundheitliche Ungleichheit effektiv, effizient und nachhaltig beeinflusst werden. Der Health-in-All-Policies-Ansatz bietet hierfür eine Grundlage. In Deutschland werden ISK für Gesundheitsförderung vor allem im Rahmen der Ansätze (i) Frühe Hilfen, (ii) Präventionskette, (iii) Gesunde Stadt und (iv) Communities That Care aufgebaut und weiterentwickelt. Bislang liegen nur wenige Evidenz-Synthesen zur Effektivität von ISK für Gesundheitsförderung vor. Diese sind teilweise veraltet und zeigen gemischte Ergebnisse. Der Beitrag untersucht die neuere Evidenz zur Effektivität von ISK für Gesundheitsförderung.

Methoden  Am 17.12.2021 wurde eine Recherche über PUBMED/MEDLINE, Web of Science und LIVIO durchgeführt. Einschlusskriterien nach dem PICO-Schema waren P: Allgemeinbevölkerung, I: ISK zur Gesundheitsförderung oder Primärprävention, C: kein Kriterium, O: Morbidität, Mortalität, Lebensqualität, soziale Ungleichheit, Einstellungen, Kompetenzen, Verhaltensweisen, Lebensbedingungen (z.B. Policies, soziale und physische Umwelt). Es wurden nur Originalstudien in deutscher oder englischer Sprache mit Publikationsjahr ab 2010 berücksichtigt, deren Ergebnisse eine gewisse Übertragbarkeit auf den deutschen Kontext zulassen. Ausgeschlossen wurden Studien (i) aus Ländern, deren Ergebnisse nicht sinnvoll auf den deutschen Kontext übertragbar sind, (ii) mit rein qualitativem/explorativem Ansatz, (iii) mit Limitation auf Gelingensbedingungen oder Outputs, (iv) zu ausschließlich gesundheitswesensbezogene ISK, (v) mit Fokus auf kurative, therapeutische oder rehabilitative Maßnahmen oder (vi) mit Fokus auf erkrankte Personen. Die Selektion und Analyse der Literatur erfolgte durch zwei unabhängige Personen. Bei Abweichungen zwischen diesen beiden Personen, wurde eine Konsertierung durchgeführt.

Ergebnisse  Die Recherche brachte 5.093 Treffer. Nach Ausschluss von 28 Dubletten wurden 5.065 Titel gesichtet, von denen 4.798 ausgeschlossen wurden. Somit gingen 267 Publikationen in das Abstract-Screening ein. Hierbei wurden 166 ausgeschlossen und 101 in die Volltextsichtung einbezogen. Von den Volltexten wurden 70 ausgeschlossen, sodass nach aktuellem Stand (05.04.2022) 31 in die Evidenz-Synthese einfließen. Diese Zahl ist vorläufig, da noch eine Handsuche geplant ist.

Schlussfolgerung  Die qualitative Evidenz-Synthese zur Effektivität von ISK wird differenziert nach ISK-Merkmalen, Outcome-Klassen, Studiendesign, -größe und -dauer präsentiert werden. Es wird zudem eine quantitative Evidenz-Synthese (Meta-Analyse) angestrebt.


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