Einleitung Studien zeigen seit vielen Jahren, dass die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sich abhängig der sozioökonomischen Ressourcen unterscheidet. Die COVID-19-Pandemie hat die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen indirekt und direkt beeinflusst. Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich seit Beginn der COVID-19-Pandemie verschlechtert, wobei Familien mit geringeren sozioökonomischen Ressourcen durch beispielsweise beengte Wohnverhältnisse oder vermehrte Kurzarbeit vor besonderen Herausforderungen standen. Unklar ist wie sich die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aktuell in unterschiedlichen sozioökonomischen Gruppen gestaltet.
Methoden Die Analysen wurden mit Daten der Studie „Kindergesundheit in Deutschland aktuell“ (KIDA) durchgeführt. Mit gewichteten Regressionsanalysen wurden die Analysen zum Zusammenhang von sozioökonomischen Determinanten (z.B. Einkommen und Bildung der Eltern) und der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (z.B. subjektive psychische Gesundheit und Lebensqualität) durchgeführt.
Ergebnisse Die Ergebnisse geben einen aktuellen Überblick zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlicher sozioökonomischer Situation. Die Ergebnisse werden für Alter kontrolliert und nach Geschlecht stratifiziert dargestellt.
Schlussfolgerung Die Betrachtung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher sozioökonomischer Situation nach der fünften COVID-19-Welle ist vor dem Hintergrund persistierender gesundheitlichen Ungleichheiten sehr relevant. Die differenzierte Darstellung trägt dazu bei Präventionspotenziale und gezielte Unterstützungsangebote für junge Menschen mit besonderen Bedarfen abzuleiten.
