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. 2023 Aug 22;85(08-09):786. [Article in German] doi: 10.1055/s-0043-1770518

Gesundheitsförderung in der teilstationären und stationären Jugendhilfe am Beispiel GUT DRAUF – Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung

Dörte Kaczmarczyk 1, Vivien Mielenbrink 1, Janna Leimann 1, Patricia Tollmann 1, Maja Kuchler 1, Eike Quilling 1
PMCID: PMC11248828

Einleitung  Für Heranwachsende, die ihren Alltag in staatlicher Obhut in stationären bzw. teilstationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe verbringen, stellen die coronabedingten Herausforderungen eine zusätzliche Belastung zu ihrer ohnehin schwierigen Lebenslage dar. Mittels des Gesundheitsförderungsprogramms GUT DRAUF sollte in den Einrichtungen eine Gesundheitsförderungskultur implementiert und Wohlbefinden sowie Gesundheitsverhalten der Jugendlichen gestärkt werden.

Methoden  Die Umsetzung des Projekts erfolgte mittels Qualifizierungs- und Beratungsangeboten für Fachkräfte und unter der Beteiligung der Kinder und Jugendlichen. Zur wissenschaftlichen Begleitung wurden insgesamt 20 Interviews mit Fachkräften zu zwei Erhebungszeitpunkten geführt und inhaltsanalytisch nach Kuckartz ausgewertet.

Ergebnisse  Die Mitarbeiter*innen haben im Hinblick auf ihre eigene Rolle ein klares Bewusstsein über die eigene Vorbildfunktion für die Kinder und Jugendlichen. Im Hinblick auf gesundheitsförderliche Einstellungen und entsprechendes Verhalten gelingt es den Fachkräften nur unzureichend, dies auch in der Alltagspraxis zu leben.

Schlussfolgerung  Bei der Konzeption von Schulungen für Fachkräfte der (teil-)stationären Jugendhilfe sollte die Möglichkeit eigener Selbstwirksamkeitserfahrungen in Bezug auf das eigene Verhalten und die Rolle vermehrt in den Blick genommen und durch Supervision unterstützt werden. Das ist die Voraussetzung für den gelingenden Transfer in die Alltagspraxis und die Implementierung einer Gesundheitsförderungskultur in den Einrichtungen.


Articles from Gesundheitswesen (Bundesverband Der Arzte Des Offentlichen Gesundheitsdienstes (Germany) are provided here courtesy of Thieme Medical Publishers

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