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. 2023 Aug 22;85(08-09):833. [Article in German] doi: 10.1055/s-0043-1770688

Arzneimittelbezogenes Entlassmanagement an der Schnittstelle stationärer und ambulanter Versorgung – Eine Analyse des Öffentlichen Gesundheitsdienstes anhand der in Apotheken verarbeiteten Entlassrezepte

Ilka Fleer 1, Dana-Louisa Weber 2, Alexandra Biermann 3
PMCID: PMC11248840

Einleitung  Sichere Arzneimittelversorgung nach Krankenhausentlassung muss v. a. bei älteren multimorbiden Patienten gewährleistet und mit dem ambulanten Bereich abgestimmt sein, um Risiken zu vermeiden. Seit 2017 existiert eine detaillierte Rahmenvereinbarung.

Ziel  Das Projekt zielte auf die Analyse der Probleme beim aEM.

Methodik  Amtsapotheker des ÖGD NRW wählten ein zweistufiges Verfahren: Apotheken sollten anhand eines Fragebogens über beobachtete Probleme retrospektiv über sechs Monate berichten. Im zweiten, prospektiven Bogen sollten sie Probleme bei Entlassrezepten über sechs Monate dokumentieren.

Ergebnisse  In der ersten Befragung nahmen 685, bei der zweiten 345 Apotheken aus NRW teil. Etwa zwei Drittel der Entlassrezepte konnten sie direkt beliefern. Bei einem Drittel mussten sie vorab Details mit dem Krankenhaus klären, wobei sie Verantwortliche z. T. nicht zeitnah erreichen konnten.

Diskussion  Da in ca. 30% der Fälle Probleme von Apotheken zu lösen sind, kann die Versorgung verzögert sein und zu Risiken führen. Die Ergebnisse zeigen Ansatzpunkte zur Verbesserung des aEM. Die Aussagekraft der Studie ist aufgrund der Teilnehmeranzahl und Auswertbarkeit der Erhebungsbögen limitiert.

Schlussfolgerung  Nach fünf Jahren Rahmenvereinbarung erfüllt das aEM die Vorgaben nicht. Dies führt z. T. zu einer unzureichend sicheren Arzneimittelversorgung. Die Ergebnisse können nun auf kommunaler Ebene, z. B. in Kommunalen Gesundheitskonferenzen, diskutiert werden.

Schlüsselwörter  aEM, Apotheken, ÖGD


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