Zusammenfassung
Ziel der Arbeit Der Öffentliche Gesundheitsdienst kann als administrativer politiknaher Akteur essenziell für die Umsetzung von Health in All Policies auf kommunaler Ebene sein. Die landesgesetzlich verankerte kommunale Gesundheitsberichterstattung als Grundlage für Planungsprozesse kann hierfür eine potenziell zentrale Rolle spielen. Untersucht werden soll, inwieweit kommunale Gesundheitsberichte durch Integration weiterer Themenfelder und administrative Intersektoralität einer solchen übergreifenden Rolle gerecht werden.
Methoden Auf Basis einer bundesweiten nonreaktiven Datenerhebung zur kommunalen Gesundheitsberichterstattung wird eine quantitative Dokumentenanalyse veröffentlichter Berichte durchgeführt (Zufallsstichprobe; n=53). Der Integrationsgrad wird hinsichtlich methodisch-inhaltlicher und intersektoraler Aspekte eingeordnet. Eine stratifizierte Analyse erfolgt nach Gebietskörperschaftstyp, administrativer Ansiedlung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sowie Berichtstyp.
Ergebnisse Integration in Form von Daten mindestens zweier weiterer Themenfelder findet sich in 29 Berichten (55%). Intersektoralität ist in neun Berichten (17%) explizit erkennbar und dabei überdurchschnittlich häufig in kreisfreien Städten und Kinder-/Jugendberichten. Berichte zum Infektionsschutz/Impfen sind unterdurchschnittlich integriert. Die organisationale Ansiedlung mit den Handlungsfeldern Soziales und/oder Jugend ist positiv mit dem Integrationsgrad assoziiert.
Schlussfolgerung Integrationsgrad und Intersektoralität der kommunalen Gesundheitsberichterstattung sind aus der Perspektive von Health in All Policies bisher als zu gering einzuschätzen. Entwicklungspotentiale ergeben sich durch eine günstige organisationale Ansiedlung sowie die Themenwahl, speziell im Feld Kinder- und Jugendgesundheit.
Schlüsselwörter: Öffentlicher Gesundheitsdienst, Gesundheitsberichterstattung, Health in All Policies, Kommune, Intersektorale Zusammenarbeit
Abstract
Objectives The Public Health Service, as an administrative policy-oriented actor, can be essential for the implementation of Health in All Policies at the county level. Local Public Health Reporting, anchored in the federal state laws, as basis for planning processes can play a potentially central role in this regard. This study will investigate to what extent local health reports fulfill such an overarching role through integration and administrative intersectorality.
Methods A quantitative document analysis of published reports (random sample; n=53) was conducted based on a nationwide nonreactive data collection of Local Public Health Reporting. The degree of integration was classified in terms of methodological, content and intersectoral aspects. A stratified analysis was performed according to the type of regional authority, the administrative location of the Public Health Service and the type of report.
Results Integration in the form of data from at least two other subject areas was found in 29 reports (55%). Intersectorality was explicitly recognizable in nine reports (17%), and with an above-average frequency in district-free cities and children/youth reports. Integration of reports on infection protection/vaccination was below average. The organizational location with the social and/or youth fields of action was positively associated with the degree of integration.
Conclusions From the perspective of Health in All Policies, the degree of integration and intersectorality of Local Public Health Reporting assessed so far is too low. There is potential for development through a beneficial organizational structure and the choice of topics, especially in the field of child and youth health.
Key words: Public Health Service, Public Health Reporting, Health in All Policies, Municipality, Intersectoral Collaboration
Hintergrund
Gesundheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Entstehung und Erhaltung von Gesundheit sind durch unterschiedliche Einflussebenen geprägt, die eng mit politischen Entscheidungen und Rahmensetzungen zusammenhängen. Neben der Gesundheitspolitik selbst tangieren diverse andere Politikfelder implizit die Gesundheit der Bevölkerung 1 2 . Bereits in der Ottawa-Charta wird daher für eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik plädiert 3 . Aufbauend formuliert die Weltgesundheitsorganisation in der Helsinki-Erklärung 2013 den Ansatz Health in All Policies (HiAP): „HiAP is an approach to public policies across sectors that systematically takes into account the health implications of decisions, seeks synergies, and avoids harmful health impacts in order to improve population health and health equity [4, S. 7]“ Gesundheit soll demnach ein handlungsfeldübergreifendes Querschnittsthema darstellen, da rein sektorale Perspektiven aufgrund der Verzahnung der Einflussebenen gesundheitlicher Determinanten zu kurz greifen 4 .
Bezüglich der Umsetzung von HiAP-Ansätzen sind Kommunen als “Vorreiter” zu sehen 5 . Sie vereinen gesundheitsrelevante Lebensbereiche und sind zugleich selbst eine „wenig institutionalisierte“ Lebenswelt. Die gesetzliche Pflicht zur Daseinsvorsorge impliziert den kommunalen Auftrag für Gesundheit 6 , örtliche Bedarfslagen können auf kommunaler Ebene adäquat aufgegriffen und Kooperationen funktional gestaltet werden 7 . Um der Gesundheit der Menschen im kommunalen Raum bestmöglich gerecht zu werden, ist integriertes Verwaltungshandeln notwendig. Dieses schließt u. a. die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg, themenfeldübergreifendes Agieren und Planen sowie die Ressourcenbündelung ein 8 .
Kommunale Gesundheitsberichterstattung
Der kommunale Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) kann infrastruktureller Knotenpunkt für die Realisierung des HiAP-Ansatzes sein. Seine Tätigkeitsbereiche weisen starke Überschneidungen etwa zu Jugend- und Altenhilfe, Bildungseinrichtungen, Stadtentwicklung und Umwelt auf 8 9 . Von besonderer Bedeutung dabei ist die Gesundheitsberichterstattung (GBE), die wie folgt definiert ist: „ Population health monitoring is the regular and institutionalized production and dissemination of information and knowledge about the health status of a population and its determinants, aimed at informing policy-making [10, S.4].“ Die kommunale GBE des ÖGD dient u. a. als Assessment im gesundheitspolitischen Planungszyklus und damit der Steuerung zielgerichteter Gesundheitsförderung sowie der Identifikation komplexer kommunaler Bedarfe und Bedürfnisse 11 . Durch politische Einbettung und Einbindung sozialer Determinanten kann GBE dazu beitragen, Gesundheit auf die kommunalpolitische Agenda zu verhelfen, planungsbereichsübergreifende Kooperationen anzustoßen und an HiAP ausgerichtete Strategien zu ermöglichen 12 13 .
Rahmenbedingungen kommunaler Gesundheitsberichterstattung
In allen Gesundheitsdienstgesetzen der Bundesländer ist kommunale GBE als Aufgabe des ÖGD benannt, wobei Spezifizierung und Verbindlichkeit variieren. Nur in wenigen Ländern ist ein kommunalpolitischer Planungs- und Gremienbezug der GBE verankert 14 . Vernetzung und Kooperation sind zwar gesetzliche Aufgaben des ÖGD, werden jedoch u. a. aufgrund mangelnder Ressourcen und konkurrierender Gesetzgebung unzureichend umgesetzt 9 .
Die GBE ist in der Umsetzung abhängig von Ressourcen und kommunalen Interessen 14 16 . Eine systematische GBE und gesundheitsförderliche Koordinierung scheint in kreisfreien Städten einfacher umsetzbar als in Landkreisen 17 18 19 . Heterogenität ergibt sich auch aus den Berichtstypen. So sind Basisberichte durch Breite und Periodizität charakterisiert, demgegenüber wird in Spezialberichten auf spezielle Themen bzw. Zielgruppen fokussiert.
Gesundheitsberichterstattung aus der HiAP-Perspektive
Aus HiAP-Perspektive sind im Kontext der GBE v. a. Vernetzung, Austausch und Intersektoralität hochrelevant. International zeigt sich, dass Gesundheit insbesondere dann einen hohen Stellenwert erhält, wenn sie als fachbereichsübergreifende Querschnittsaufgabe in der Verwaltungsorganisation etabliert und politisch getragen wird 20 . Die hiesige Einbettung des ÖGD in die kommunale Verwaltungsorganisation erfolgt zumeist in Abteilungen oder Dezernaten gemeinsam mit anderen Verwaltungsfachbereichen. Abhängig von der kommunalen Einbettung kann gesundheitliche Planung dadurch etwa mit sozial- oder jugendbezogenen Themen Synergien generieren 21 . Fachbereichsübergreifende Ansätze der kommunalen GBE, die den HiAP-Gedanken aufgreifen, finden sich u. a. in integrierten Berichtsvorhaben im ÖGD.
Integrierte Gesundheitsberichterstattung
Eine integrierte GBE deckt nach Süß 22 zumindest zwei wesentliche Dimensionen ab: die methodisch-inhaltliche Integration und die intersektorale Kooperation . Erstere beschreibt den Einbezug weiterer Determinanten neben den gängigen Gesundheitsindikatoren der GBE, d. h. die Berücksichtigung anderer Themenfelder. Die intersektorale Kooperation bezieht sich primär auf die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungsfachbereichen. Süß schlägt für die Einordnung des Integrationsgrades die Stufenleiter der Integration vor ( Tab. 1 ). Die achtstufige Skala soll Berichterstattenden zur Orientierung und Weiterentwicklung dienen. Stufe 1 stellt einen isolierten Standardbericht dar, Stufe 8 eine normative Idealvorstellung 22 .
Tab. 1 Stufenleiter der Integration zur Einordnung der Integration in der Gesundheitsberichterstattung im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Beschreibung der Stufen und Zuordnung der analysierten Berichte (n=53).
| Stufe | Beschreibung | Anzahl der Berichte n (%) | |
|---|---|---|---|
| Stufe 8 | Gesundheitsbericht mit umfassender Verknüpfung (zu mindestens zwei anderen Themenfeldern), Beteiligung von Akteur*innen aus mindestens zwei anderen Fachbereichen, kleinräumige Analyse, nachhaltigkeitsorientierte Indikatoren, Ableiten von Maßnahmen und Zielen (Handlungsempfehlungen) | 0 (0) | |
| Stufe 7 | Gesundheitsbericht mit Verknüpfung der Daten und Akteursbeteiligung | 1 (1,9) | |
| Stufe 6 | Gesundheitsbericht mit Datenverknüpfung zu anderen Themenfeldern auf individueller oder sozialräumlicher Ebene | 6 (11,3) | |
| Stufe 5 | Gesundheitsbericht mit mindestens zwei Kapiteln anderer
Themenfelder
|
4 (7,5) | |
| Stufe 4 | Gesundheitsbericht mit einem Kapitel eines anderen
Themenfeldes
|
19 (35,8) | |
| Stufe 3 | Gesundheitsbericht mit Indikatoren aus mindestens einem anderen Themenfeld | 10 (18,9) | |
| Stufe 2 | Gesundheitsbericht mit Verweis auf Berichte anderer Themenfelder | 13 (24,5) | |
| Stufe 1 | Standardgesundheitsbericht |
Stufenleiter der Integration angelehnt an Süß 22 .
Fragestellung
Integrierte GBE ist bisher zu wenig beforscht und das Wissen darüber, wie Rahmenbedingungen des ÖGD sie beeinflussen könnten, ist begrenzt. Im Rahmen einer Bestandsaufnahme integrierter GBE auf kommunaler Ebene soll analysiert werden, inwiefern methodisch-inhaltliche Integration sowie intersektorale Kooperation als für HiAP wesentliche Dimensionen in der GBE etabliert sind. Folgende Forschungsfragen werden aufgestellt:
Wie ist der Integrationsgrad angesichts des HiAP-Ansatzes in der kommunalen GBE insgesamt und für verschiedene Berichtstypen einzuordnen?
-
Zeigen sich Assoziationen zwischen dem Integrationsgrad und
dem Typ der Gebietskörperschaft?
der Ansiedlung des ÖGD innerhalb der Kommunalverwaltung?
Methodik
Dokumentenstichprobe
Datengrundlage dieser Untersuchung ist ein Ende 2019 durchgeführtes systematisches Screening der Internet-Auftritte aller 358 kommunalen Einheiten des ÖGD zur GBE. Das Screening erfolgte unabhängig durch zwei Personen, ergänzt durch offene Stichwortsuche per Suchmaschine. Zudem wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Sofern möglich, wurden mindestens die letzten drei verfügbaren Berichte seit dem Jahr 2010 als Download archiviert. Ebenfalls erhoben wurden Informationen zur kommunalen Einbindung des ÖGD (z. B. Verwaltungsorganigramm).
Die Berichte wurden als Basis- oder Spezialberichte systematisiert. Berichte zur Kinder- und Jugendgesundheit (inkl. Zahngesundheit), Infektionsschutz/Impfen und Basisberichte finden Eingang in die Untersuchung. Eingeschlossen werden nur gesundheitliche Lagebeschreibungen unter federführender Verantwortung des ÖGD. Berichte in der Hauptverantwortung anderer Fachbereiche werden im Sinne einer Homogenisierung der Stichprobe ausgeschlossen. Berichte aus Stadtstaaten werden aufgrund deren verwaltungsbezogenen Besonderheiten exkludiert. Es wird der jeweils aktuellste Bericht des jeweiligen Berichtstyps in einer kommunalen ÖGD-Einheit ausgewählt. Aus dem anhand der Ein- und Ausschlusskriterien generierten Berichtspool (N=130) erfolgt die Stichprobenziehung. Berichte, die isoliert die Thematiken Infektionsschutz oder Impfen behandeln, werden vollzählig eingebunden. Durch ein Oversampling von Berichten aus kreisfreien Städten und kumulierten Kreisen wird die Anzahl untersuchter Berichte an jene aus Landkreisen angeglichen, die in Deutschland die häufigste Gebietskörperschaft darstellen. Dies dient der Vergleichbarkeit des Berichtswesens nach kommunalen Strukturen 23 . Auf diese Weise erfolgt eine disproportional geschichtete Zufallsauswahl nach Berichtstyp für Basisberichte und Berichte zur Kinder- und Jugendgesundheit 24 .
Erhebung des Integrationsgrades
Die Stufenleiter der Integration nach Süß 22 dient als Instrument zur Einordnung des Integrationsgrades ( Tab. 1 ). Als Voraussetzung für einen Stufenaufstieg wird festgelegt, dass sowohl die Kriterien vorheriger Stufen als auch die Anforderung der nächsthöheren Stufe erfüllt sind. Anforderungen, die von Süß als optional angeführt werden, müssen nicht zwingend erfüllt sein. In Anlehnung an Süß werden die Berichte als integriert gewertet, wenn sie mit Stufe 4 mindestens eine „gewisse Qualitätsstufe“ erreichen 22 25 26 . Dies entspricht der Klassifizierung innerhalb der Datenbank Kommunaler GBE des Landeszentrums Gesundheit NRW 27 . Die intersektorale Kooperation wird erst ab Stufe 7 explizit ersichtlich. Zur spezifischen Abgrenzung methodisch-inhaltlicher Integration und intersektoraler Kooperation wird daher in Anlehnung an Süß ein Dreistufenmodell konzipiert ( Tab. 2 ). Aufgrund der Bedeutung des Kontexts der Berichtserstellung für die prozessuale und inhaltliche Umsetzung der GBE unter HiAP-Perspektive fokussiert dieses Modell die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit. Durch sie fließen Expertisen, Arbeitsweisen, Normen und Ressourcen unterschiedlicher Fachbereiche zusammen, z. B. auch in Form von Daten. Informationen unterschiedlicher Themenfelder sollten innerhalb des Berichts in Bezug zur gesundheitlichen Lage der Bevölkerung gesetzt werden können, idealerweise als verknüpfte Daten 10 14 22 . Voneinander abgegrenzte thematische Kapitel werden daher nicht als Maßstab für Integration operationalisiert.
Tab. 2 Dreistufenmodell zur Einordnung der Integration in der kommunalen Gesundheitsberichterstattung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Zuordnung der analysierten Berichte (n=53).
| Integrationsgrad | Dimensionen der Integration | Anzahl der Berichte n (%) | |
|---|---|---|---|
| Methodisch-inhaltliche Integration (Daten) | Intersektorale Kooperation (Fachbereiche Verwaltung) | ||
| Hoch integriert | Gesundheit und mindestens zwei weitere Themenfelder | Im Bericht ersichtlich (z. B. im Impressum, Autorenverzeichnis) | 9 (17,0) |
| Mittel integriert | Gesundheit und mindestens zwei weitere Themenfelder | 20 (37,7) | |
| Nicht integriert | Ausschließlich Gesundheit/maximal ein weiteres Themenfeld | 24 (45,3) | |
Datenerhebung und Auswertung
Die Erhebung und Auswertung der Daten erfolgt mittels quantitativer Dokumentenanalyse 28 unter Anwendung eines deduktiv erstelltes Kategoriensystem, welches induktiv ergänzt und im Pretest mit 12 nicht in der Stichprobe enthaltenen Berichten geprüft wird. Die Datenerhebung erfolgt durch zwei am Forschungsprozess beteiligte Codierende, die parallel codieren und bei Unstimmigkeiten konsensuell entscheiden. Die Inter-Codier-Reliabilität, geprüft anhand der ersten zehn Berichte, wird angesichts der großen Heterogenität der GBE als akzeptabel bewertet (93,9% – 96,8%). Die Auswertung erfolgt mittels SPSS 26. Der Integrationsgrad wird operationalisiert und berechnet. Aufgrund des explorativen Designs und der kleinen Stichprobe wird auf das Prüfen empirischer Hypothesen und Berichten statistischer Werte verzichtet.
Ergebnisse
Stichprobencharakteristik
Die Stichprobe enthält 53 Gesundheitsberichte mit ziehungsbedingt teils geringeren Fallzahlen in den stratifizierten Analysen. Die Charakteristik der Berichte wird u. a. durch die heterogene Berichtsaktivität, die Größe der Bundesländer und deren kommunale Strukturen beeinflusst ( Tab. 3 ). Bei 28 Berichten ist der verantwortliche ÖGD an einem gemeinsamen Dezernat mit den Fachbereichen Soziales und/oder Jugend angesiedelt. Alternativ am häufigsten zeigt sich eine strukturelle Zuordnung mit den Bereichen Ordnung und Veterinärwesen. Als Spezialberichte zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen werden auch sechs Berichte eingebunden, die ausschließlich auf die Zahngesundheit fokussieren.
Tab. 3 Charakteristik der analysierten Gesundheitsberichte nach Gebietskörperschaft, Berichtstyp und Bundeslandzugehörigkeit (n=53).
| Landkreis | Kreisfreie Stadt | Kumulierter Kreis | Gesamt | Bundesland (absteigende Häufigkeit) | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| n | n | n | n | n | ||
| Basisbericht | n | 7 | 7 | 7 | 21 | 9 BY; 8 NRW; 2 TH; 1 MV; 1 SA |
| Kinder-/Jugendbericht | n | 8 | 8 | 5 | 21 | 5 BW; 4 NRW; 3 NDS; 2 BB; 2 BY; 2 HE; 1 RP; 1 SH; 1 TH |
| Infektionsschutz/Impfen | n | 7 | 4 | 0 | 11 | 3 BW; 3 HE; 3 NDS; 1 BB; 1 NRW |
| Gesamt | n | 22 | 19 | 12 | 53 | |
| Bundesland (absteigende Häufigkeit) | n | 6 NRW; 5 BW; 3 HE; 3NDS; 2 BB; 2 BY; 1 TH | 7 NRW; 2 BY; 2 NDS; 2 TH; 1 BB; 1 BW; 1 HE; 1 MV; 1 SA; 1 SH | 7 BY; 2 BW; 1 HE; 1 NDS, 1 RP | ||
Gesamt: 13 NRW (Nordrhein-Westfalen); 11 BY (Bayern); 8 BW (Baden-Württemberg); 6 NDS (Niedersachen); 5 HE (Hessen); 3 BB (Brandenburg); 3 TH Thüringen; 1 SH (Schleswig-Holstein); 1 RP (Rheinland-Pfalz); 1 SA (Sachsen-Anhalt); 1 MV (Mecklenburg-Vorpommern); n Anzahl
Dimensionen der Integration
Methodisch-inhaltliche Integration ( Tab. 4 ): In drei Vierteln der untersuchten GBE (n=53) werden Daten zur Bevölkerung/Demografie eingebunden. Häufig wird die gesundheitliche Lage nach Alter und Geschlecht differenziert. Sozialindikatoren sind in weniger als der Hälfte der Berichte vorhanden, weitere Themenfelder sind selten.
Tab. 4 Methodisch-inhaltliche Integration nach Themenfeldern und stratifiziertem Dateneinbezug in den untersuchten Gesundheitsberichten (n=53).
| Nicht eingebunden | Eingebunden | Eingebunden als isoliertes Kapitel | |
|---|---|---|---|
| Themenfelder | n (%) | n (%) | n (%) |
| Bevölkerung/Demografie | 13 (24,5) | 40 (75,5) | 25 (47,2) |
| Gesundheit stratifiziert nach Alter | 24 (45,3) | 29 (54,7) | – |
| Gesundheit stratifiziert nach Geschlecht | 13 (24,5) | 40 (75,5) | – |
| Gesundheit stratifiziert nach Migrationshintergrund | 38 (71,7) | 15 (28,3) | – |
| Gesundheit stratifiziert nach Familiensituation | 52 (98,1) | 1 (1,9) | – |
| Soziales | 28 (52,8) | 25 (47,2) | 13 (24,5) |
| Gesundheit stratifiziert nach Sozialindikatoren (Bildung, Einkommen, Beruf) | 36 (67,9) | 17 (32,1) | – |
| Umwelt | 49 (92,5) | 4 (7,5) | 4 (7,5) |
| Gesundheit stratifiziert nach Indikatoren mit Umweltbezug | 51 (96,2) | 2 (3,8) | – |
| Wohnen/Infrastruktur | 43 (81,1) | 10 (18,9) | 2 (3,8) |
| Gesundheit stratifiziert nach Indikatoren mit Bezug zu Wohnen/Infrastruktur | 52 (98,1) | 1 (1,9) | – |
| Kommunale Wirtschaft/Finanzen | 49 (92,5) | 4 (7,5) | 1 (1,9) |
| Gesundheit stratifiziert nach Indikatoren mit Bezug zu Wirtschaft/Finanzen | 53 (100) | 0 (0) | – |
n=Anzahl
Intersektorale Kooperation : Fachbereiche der Verwaltung werden in neun Berichten (17,0%) ersichtlich an der Berichtskonzeption beteiligt. Der Fachbereich Jugend und/oder Soziales ist in fünf Berichten (9,4%) eingebunden, der Fachbereich Umwelt zweimal, je einmal die Stadtplanung und unkonkret „Ämter der Stadtverwaltung“.
Einordnung des Integrationsgrades
Stufenleiter der Integration ( Tab. 1 ) Auf der Stufenleiter der Integration werden 19 Berichte (35,8%) Stufe 4 zugeordnet (ein Kapitel eines weiteren Themenfeldes, v. a. zu Bevölkerung/Demografie) . Die elf Berichte (20,8%) auf höheren Stufen integrieren mindestens zwei Kapitel. Auf Stufe 7 mit obligatorischer intersektoraler Kooperation wird ein Bericht eingeordnet. Nach der dichotomisierten Anwendung der Stufenleiter gelten 30 Berichte (56,6%) ab Stufe 4 aufwärts als integriert nach Süß.
Dreistufenmodell ( Tab. 2 ) Nach dem Dreistufenmodell werden 20 Berichte (37,7%) mit methodisch-inhaltlicher Integration als mittel integriert identifiziert (Daten mindestens zweier weiterer Themenfelder). In neun Berichten (17,0%) zeigt sich intersektorale Kooperation zu mindestens einem Fachbereich der Verwaltung. Diese Berichte werden als hoch integriert eingeordnet.
Rahmenbedingungen und Integrationsgrad
Aufgrund der Spezifität bezüglich intersektoraler Kooperation erfolgt die stratifizierte Analyse zur Einordnung des Integrationsgrades anhand des Dreistufenmodells. Die Ergebnisse sind grafisch dargestellt ( Abb. 1 ; Abweichung der Fallzahlen in Subgruppen aufgrund Stichprobencharakteristik).
Abb. 1.

Integrationsgrad nach Gebietskörperschaftstyp ( a ), Ansiedlung des ÖGD in der Kommunalverwaltung ( b ) und Berichtstyp ( c ) anhand des Dreistufenmodells.
Gebietskörperschaftstyp ( Abb. 1a ) Sieben Berichte (41,2%) aus kreisfreien Städten weisen einen hohen Integrationsgrad auf. In kumulierten Kreisen überwiegt ein mittlerer (n=6; 50,0%), in Landkreisen ein geringer (n=14; 63,6%) Integrationsgrad.
Ansiedlung des ÖGD innerhalb der Kommunalverwaltung ( Abb. 1b )) Ist der verantwortliche ÖGD an gemeinsamen Dezernaten mit dem Fachbereich Soziales und/oder Jugend angesiedelt, gelten zwölf Berichte (42,9%) als mittel und sechs Berichte (21,4%) als hoch integriert. Bei anderweitiger kommunaler Verwaltungsorganisation sind sechs Berichte (28,6%) als mittel und drei Berichte (14,3%) als hoch integriert eingeordnet.
Berichtstyp ( Abb. 1c ) Je sieben Basis- und Kinder-/Jugendberichte (33,3%) gelten als nicht integriert. Kinder-/Jugendberichte sind am häufigsten hoch integriert (n=6; 28,6%). Berichte mit dem Schwerpunkt Infektionsschutz/Impfen sind überwiegend nicht integriert (n=10; 90,9%).
Diskussion
Für den HiAP-Ansatz auf kommunaler Ebene kann die integrierte GBE durch Intersektoralität und Datenintegration ein wesentlicher Motor sein. Eine methodisch-inhaltliche Integration v. a. zu Bevölkerung/Demografie scheint etabliert zu sein, wohingegen intersektorale Kooperation nur in 9 Berichten (17,0%) benannt wird. Rosenkötter und Borrmann 26 zeigen im Rahmen der systematischen Nutzung der Stufenleiter der Integration in NRW 27 auf, dass nur ein geringer Anteil der dortigen GBE eine höhere Stufe als 4 erreicht. Das bestätigt die vorliegende Analyse. Auf Basis der Stufenleiter kann ab Stufe 7 gesichert von intersektoraler Kooperation ausgegangen werden. Das Dreistufenmodell spezifiziert intersektorale Kooperation daher als Voraussetzung für einen hohen Integrationsgrad. Es weist über ein Drittel der Berichte als methodisch-inhaltlich integriert (mittel integriert) aus, Intersektoralität besteht jedoch nur bei jedem sechsten Bericht (hoch integriert).
Eine zentrale Rolle für die Dateninklusion spielt ihre routinemäßige Verfügbarkeit 14 15 . Weitgehend werden amtliche Statistiken sowie im ÖGD verfügbare Erhebungen, u. a. der Schuleingangsuntersuchungen, Meldedaten und zahnmedizinischen Gutachten genutzt. Die heute teils gängige Integration von Daten anderer Themenfelder sowie deren Stratifizierung sind darüber hinaus bedeutsam, damit GBE eine fundierte Grundlage sektorenübergreifender politischer Entscheidungen darstellen kann. Um über den Fachbereich Gesundheit hinausgehend Wirkung zu erzielen und Synergieeffekte bzgl. Akzeptanz und Reichweite zu generieren, ist es zudem hilfreich, Berichte intersektoral, d. h. in Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen zu konzeptionieren und umzusetzen 21 29 . Dem ÖGD kann diesbezüglich eine wichtige Rolle zukommen und Kooperation und Koordination sind schon heute wesentliche Schwerpunkte im Leitbild für den ÖGD 30 . Die seltene fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit in den untersuchten Berichten zeigt hier jedoch weiteren Entwicklungsbedarf auf.
Rahmenbedingungen und Integrationsgrad
Hohe Integration und Intersektoralität sind auffällig häufig in kreisfreien Städten zu verzeichnen. Dies ist erwartungskonform und könnte mit den bevölkerungsnahen administrativen Strukturen und Kommunikationswegen, die sich aus dem Zusammenfallen von Kreis- und Gemeindeebene ergeben, sowie mit städtischen Schwerpunkten bzw. Problemlagen zusammenhängen 8 18 19 . In kreisfreien Städten werden gleichzeitig vermehrt Spezialberichte zu Kindern und Jugendlichen erstellt, was auch für die Stichprobe gilt.
Eine integrierte GBE scheint begünstigt zu sein, wo der ÖGD an gemeinsamen Dezernaten mit den Fachbereichen Soziales und/oder Jugend angesiedelt ist. Dies wäre schlüssig, da u. a. aufgrund der Bedeutung sozialer Determinanten für Gesundheit und teils etablierter Schnittstellen zwischen ÖGD und dem Planungsfeld Kinder und Jugendliche bessere Integrationsbedingungen erwartbar sind 2 21 .
Die häufige methodisch-inhaltliche Integration in den Basisberichten kann mit Routinen und Unterstützungsangeboten z. B. der Landesbehörden zusammenhängen. Kinder-/Jugendberichte zeigen am häufigsten eine intersektorale Kooperation, was durch die häufige Kleinräumigkeit, die Schnittstellen zu anderen Fachbereichen und das starke kommunale Interesse an Themen des Schulwesens und der Jugendarbeit nicht unerwartet ist 31 . Die deutschlandweit verbindlichen Schuleingangsuntersuchungen stellen wertvolle Informationen bereit, die jährlich fortgeschrieben sowie durch Befragungen ergänzt werden können 14 32 . Auffällig ist der geringe Integrationsgrad der Berichte zum Infektionsschutz/Impfen. Dies ist bedeutsam, da sich nicht nur in der COVID-Pandemie die infektiologische Relevanz sozialer Determinanten zeigt und die Datengrundlage einen höheren Integrationsgrad grundsätzlich zulassen würde 33 34 . Fachbereichsübergreifende Kooperation ist auch im Rahmen von Infektionskrankheiten sinnvoll. Nicht auszuschließen sind hier interprofessionelle Hindernisse für übergreifende Kooperationen.
Limitationen
Das explorative Forschungsvorhaben dient als Bestandsaufnahme bundesweiter integrierter GBE unter der HiAP-Perspektive. Das genutzte nonreaktive Screeningverfahren ermöglicht eine bundesweite Vollerhebung, kann jedoch ebenso wenig wie reaktive Verfahren eine Exhaustivität der Berichtsfunde gewährleisten. Berichte können trotz des doppelten Screenings z. B. dann unentdeckt bleiben, wenn sie als interne Papiere oder aus sonstigen Gründen nicht digital veröffentlicht wurden, nach kürzerer Zeit komplett entfernt wurden oder den Suchalgorithmen entgehen.
Die in der Analyse identifizierten Muster müssen hypothesengeleitet überprüft werden. Die untersuchten Faktoren, die den Integrationsgrad beeinflussen könnten, interagieren vermutlich, weshalb mit einer Konfundierung zu rechnen ist. Einzelne Berichtstypen könnten je nach verwaltungsorganisatorischen Ansiedlungen des ÖGD in der Kommune beispielsweise priorisiert werden. Wiederum könnte der Typ der Gebietskörperschaft mit thematischen Schwerpunkten assoziiert sein oder die Ansiedlung des ÖGD prägen. Zudem wäre es möglich, dass nicht in der Analyse berücksichtigte Rahmenbedingungen der GBE, z. B. die Landesgesetzgebung, einen entscheidenden Einfluss auf den Integrationsgrad haben. Da aufgrund des geringen Stichprobenumfangs keine tiefergehende Stratifizierung bezüglich möglicher Konfundierung möglich ist, kann somit lediglich auf Tendenzen geschlossen werden.
Details, Qualität, Ursprung oder Aggregationsebene eingebundener Indikatoren wurden nicht bewertet. Zudem wird im Rahmen der Dokumentenanalyse nur explizit Benanntes codiert. Das nonreaktive Vorgehen ist sinnvoll, um befragungstypische Verzerrungen zu vermeiden, jedoch kann nur das Vorliegen intersektoraler GBE und nicht das Ausmaß intersektoraler Kooperation beurteilt werden. Der Fokus lag auf den administrativen Fachbereichen, d. h. potenziell HiAP-relevante verwaltungsexterne Akteur*innen und Prozesse der GBE bleiben unbeachtet.
Für die Realisierung von HiAP sind darüber hinaus integrierte Berichtssysteme wie z. B. Sozialberichte anzuführen, die nicht vom ÖGD verantwortet werden und bei denen es sich nicht um GBE nach traditionellem Verständnis handelt. Der Ausschluss dieser Berichte in der Analyse wird aufgrund des methodischen Vorgehens und der notwendigen Homogenisierung als sinnvoll erachtet. Dennoch könnten solche integrierten Berichte einer Sensibilisierung für Gesundheit in allen Politikfeldern zuträglich sein 21 . Sie sollten zukünftig in Überlegungen einbezogen werden, da Gesundheit u. a. im Rahmen der integrierten Stadtentwicklung bislang eine untergeordnete Rolle zu spielen scheint 35 .
Schlussfolgerung
Die HiAP-Potentiale integrierter kommunaler Berichtskonzeptionen werden bisher nicht ausgeschöpft. Eine methodisch-inhaltliche Integration von Daten, insbesondere zu Bevölkerung/Demografie, ist zwar recht häufig. Intersektorale Kooperationen als eigentlicher Schlüssel zur Umsetzung von HiAP-Ansätzen sind hingegen wenig etabliert. Die Rahmenbedingungen im ÖGD scheinen relevant für den Integrationsgrad zu sein. Erwartungskonform zeigen sich ein Stadt-Land-Gefälle sowie Vorteile einer Ansiedlung des ÖGD an gemeinsamen Dezernaten mit Soziales bzw. Jugend. Kinder- und Jugendthemen erscheinen besonders geeignet, um HiAP-Ansätze umzusetzen.
Im Rahmen der Pandemie wurden die Defizite im ÖGD auch in der öffentlichen Wahrnehmung offensichtlich. Damit der ÖGD seiner Rolle als Stakeholder kommunaler Gesundheit besser gerecht werden kann, sollten Interdisziplinarität, Kooperation und entsprechende Strukturen gestärkt werden 36 . Eine spezifische Verankerung von GBE und Koordination in den Gesundheitsdienstgesetzen könnte integrierte Arbeitsansätze stärken. Aufgrund der Bedeutung integrierter GBE für die kommunale Realisierung des HiAP-Ansatzes gilt es, eine Evidenzbasis dafür zu schaffen, welche Faktoren zu einer erfolgreichen Etablierung von Intersektoralität beitragen und wie Integration in der GBE weiterentwickelt werden können. Wichtig hierfür wird ein möglichst einheitliches Verständnis integrierter Berichterstattung wie auch ein verbesserter Wissensstand über vorhandene, durchaus heterogene Ansätze unterschiedlicher Fachbereiche sein 37 .
Footnotes
Interessenkonflikt Die Autorinnen/Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Literatur
- 1.Rosenbrock R. Was ist New Public Health? Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2001;44:753–762. [Google Scholar]
- 2.Dahlgren G, Whitehead M. Policies and strategies to promote social equity in health. Background document to WHO – Strategy paper for Europe; 2007.
- 3.Weltgesundheitsorganisation Europa (WHO) . Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung. Erste Internationale Konferenz zur Gesundheitsförderung. Ottawa; 1986.
- 4.World Health Organization (WHO) . Genf: World Health Organization; 2014. Health in All Policies. Helsinki Statement. [Google Scholar]
- 5.Böhm K, Lahn J, Köckler H, Geene R, Bräunling S. Wiesbaden: Springer Fachmedien; 2020. Health in All Policies: Wo stehen wir und was braucht es für die weitere Entwicklung? In: Böhm K, Bräunling S, Geene R, Köckler H, Hrsg. Gesundheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Konzept Health in All Policies und seine Umsetzung in Deutschland. 1. Aufl; pp. 427–434. [Google Scholar]
- 6.Walter U, Volkenand K. Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland: Pflichten, Rechte und Potenziale im Kontext der kommunalen Daseinsvorsorge. Gesundheitswesen. 2017;79:229–237. doi: 10.1055/s-0042-113129. [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
- 7.Geene R, Kurth B-M, Matusall S. Health in All Policies – Entwicklungen, Schwerpunkte und Umsetzungsstrategien für Deutschland. Gesundheitswesen. 2020;82:e72–e76. doi: 10.1055/a-1138-0389. [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
- 8.Böhme C, Dilger U, Quilling E. Hannover: Verl. der ARL; 2018. Integriertes Verwaltungshandeln für eine gesundheitsfördernde Stadtentwicklung. In: Baumgart S, Köckler H, Ritzinger A, Rüdiger A, Hrsg. Planung für gesundheitsfördernde Städte; pp. 135–144. [Google Scholar]
- 9.Kuhn J, Trojan A. Wiesbaden: Springer Fachmedien; 2017. Daten bereitstellen, Vernetzen, Koordinieren. Der Beitrag des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zu regionaler Kooperation und Integration. In: Brandhorst A, Hildebrandt H, Luthe E-W, Hrsg. Kooperation und Integration – das unvollendete Projekt des Gesundheitssystems; pp. 353–372. [DOI] [Google Scholar]
- 10.Verschuuren M, van Oers H. Cham: Springer International Publishing; 2019. Population Health Monitoring. Climbing the Information Pyramid. [DOI] [Google Scholar]
- 11.Rosenbrock R. Public Health als soziale Innovation. Das Gesundheitswesen. 1995;57:140–144. [PubMed] [Google Scholar]
- 12.Weth C. Wiesbaden: Springer Fachmedien; 2020. Das Gesunde Städte-Netzwerk. In: Böhm K, Bräunling S, Geene R, Köckler H, Hrsg. Gesundheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Konzept Health in All Policies und seine Umsetzung in Deutschland. 1. Aufl; pp. 305–312. [Google Scholar]
- 13.Starke D, Tempel G, Butler J, Starker A, Zühlke C, Borrmann B. Gute Praxis Gesundheitsberichterstattung – Leitlinien und Empfehlungen 2.0. Journal of Health Monitoring. 2019;4 doi: 10.25646/6058. [DOI] [PMC free article] [PubMed] [Google Scholar]
- 14.Rosenkötter N, Borrmann B, Arnold L, Böhm A. Gesundheitsberichterstattung in Ländern und Kommunen: Public Health an der Basis. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2020;63:1067–1075. doi: 10.1007/s00103-020-03190-z. [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
- 15.Stockmann S, Kuhn J, Zirngibl A, Mansmann U. Kommunale Gesundheitsberichterstattung in Deutschland: eine empirische Erhebung. Gesundheitswesen. 2008;70:679–683. doi: 10.1055/s-0028-1100402. [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
- 16.Starke D, Tempel G, Butler J, Starker A, Zühlke C, Borrmann B. Gute Praxis Gesundheitsberichterstattung – von der Idee bis zur Version 2.0. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2020;63:1094–1098. doi: 10.1007/s00103-020-03200-0. [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
- 17.Hamm R, Kreutzer F. Pilotprojekt für eine integrierte, kommunale Umwelt-, Gesundheits- und Sozialberichterstattung. Masterplan Umwelt und Gesundheit NRW. 2019.
- 18.Böhm K, Klinnert D, Weidtmann J. Krankenkassen als Partner der kommunalen Gesundheitsförderung und Prävention. Erfolgsbedingungen der Umsetzung des Präventionsgesetzes durch die Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf. 2018.
- 19.Szagun B, Kuhn J, Starke D. Kommunale Gesundheitsförderungspolitik und das Präventionsgesetz. Prävention und Gesundheitsförderung. 2016;11:265–270. doi: 10.1007/s11553-016-0563-0. [DOI] [Google Scholar]
- 20.Geene R. Wiesbaden: Springer Fachmedien; 2020. Health in All Policies – Internationale Entwicklungen, Umsetzungsbeispiele und Perspektiven für Deutschland. In: Böhm K, Bräunling S, Geene R, Köckler H, Hrsg. Gesundheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Konzept Health in All Policies und seine Umsetzung in Deutschland. 1. Aufl; pp. 37–51. [Google Scholar]
- 21.Maykus S, Hensen G. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden; 2013. Kommunale Gesundheitsberichterstattung. In: Luthe E-W, Weatherly JN, Hrsg. Kommunale Gesundheitslandschaften; pp. 69–86. [Google Scholar]
- 22.Süß W. Aachen: Shaker Verlag; 2007. Integrierte Gesundheitsberichterstattung: Konzeptionelle Ideen und normative Anforderungen. In: Süß W, Schäfer I, Trojan A, Hrsg. Integrierte (Gesundheits-) Berichte. Konzeptionelle Überlegungen und Umsetzungserfahrungen. 1. Aufl; pp. 67–80. [Google Scholar]
- 23.Kiesl H. Wiesbaden: Springer Fachmedien; 2019. Gewichtung. In: Baur N, Blasius J, Hrsg. Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung. 2. Aufl; pp. 405–412. [Google Scholar]
- 24.Häder M, Häder S. Wiesbaden: Springer Fachmedien; 2019. Stichprobenziehung in der quantitativen Sozialforschung. In: Baur N, Blasius J, Hrsg. Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung. 2. Aufl; pp. 333–348. [Google Scholar]
- 25.Szabo B, Schnabel F, Gollner E.Integrierte Gesundheitsberichterstattung als konzeptionelle Grundlage für intersektorale Zusammenarbeit. Am Beispiel des Burgenländischen Gesundheitsberichts 2012. Prävention 2014: 18–21
- 26.Rosenkötter N, Borrmann B. Entwicklungsstand einer integrierten kommunalen Gesundheitsberichterstattung in Nordrhein-Westfalen. Gesundheitswesen. 2015;16 doi: 10.1055/s-0035-1546890. [DOI] [Google Scholar]
- 27.Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG) Datenbank Kommunale GesundheitsberichterstattungIm Internet:https://www.lzg.nrw.de/gbe/ Stand: 22.12.2020
- 28.Döring N, Bortz J. Berlin, Heidelberg: Springer; 2016. Forschungsmethoden und Evaluation in den Sozial- und Humanwissenschaften. [DOI] [Google Scholar]
- 29.Verschuuren M, van Oers H. Population health monitoring: an essential public health field in motion. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2020;63:1134–1142. doi: 10.1007/s00103-020-03205-9. [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
- 30.Länderoffene Projektgruppe „Leitbild ÖGD“ . Leitbild für einen modernen Öffentlichen Gesundheitsdienst: Zuständigkeiten. Ziele. Zukunft. – Der Öffentliche Gesundheitsdienst: Public Health vor Ort. Gesundheitswesen. 2018;80:679–681. doi: 10.1055/a-0664-9349. [DOI] [Google Scholar]
- 31.Ziemer B, Grunow-Lutter V. Lokale Gesundheitspolitik und Gesundheitsplanung aus der Sicht der EntscheidungsträgerInnen des kommunalen politisch-administrativen Systems. Gesundheitswesen. 2007;69:534–540. doi: 10.1055/s-2007-992767. [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
- 32.Böhm A, Sadowski U. Kommunale Gesundheitsberichterstattung als Planungsgrundlage in der Gesundheitsförderung für Kinder. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2018;61:1215–1224. doi: 10.1007/s00103-018-2804-1. [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
- 33.Wachtler B, Michalski N, Nowossadeck E, Diercke M, Wahrendorf M, Santos-Hövener C, Lampert T, Hoebel J. Sozioökonomische Ungleichheit und COVID-19 – Eine Übersicht über den internationalen Forschungsstand. Journal of Health Monitoring. 2020;5 doi: 10.25646/7058. [DOI] [Google Scholar]
- 34.Hoebel J, Michalski N, Wachtler B, Diercke M, Neuhauser H, Wieler L H, Hövener C. Sozioökonomische Unterschiede im Infektionsrisiko während der zweiten SARS-CoV-2-Welle in Deutschland. Dtsch Ärztebl. 2021:118. doi: 10.3238/arztebl.m2021.0188. [DOI] [Google Scholar]
- 35.Trojan A. Integrierte Stadtentwicklung und Gesundheit: Programmatik und Realität am Beispiel Hamburgs. Eine Dokumentenanalyse. Gesundheitswesen. 2021;83:297–302. doi: 10.1055/a-1152-4609. [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
- 36.2020. Zukunftsforum Public Health (Hrsg.). Der Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Empfehlungen für Umsetzung und Ausgestaltung. [Google Scholar]
- 37.Trojan A. Integrierte Gesundheitsberichterstattung auf Landes- und kommunaler Ebene: Initiativen und Ansätze der letzten 20 Jahre. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2020;63:1084–1093. doi: 10.1007/s00103-020-03196. [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
