Einleitung Die Nutzung von Wearables zur Erfassung von gesundheitsbezogenen Daten nimmt stetig zu, so dass die Frage nach der Charakterisierung der Wearable-Nutzenden sowie deren Bereitschaft zur Datenspende an Interesse gewinnt. Derzeit ist jedoch wenig darüber bekannt wer diese Geräte nutzt, aus welchen Gründen und wie hoch die Bereitschaft ist, die Daten zu spenden.
Methoden In einer bundesweit repräsentativen Studie wurden Personen ab 18 Jahren telefonisch zur Nutzung von Wearables befragt. Der Erhebungszeitraum war von Oktober 2021 bis Juni 2022 und die Stichprobe umfasst 4.464 Personen.
Ergebnisse 19,3% der Erwachsenen besaßen ein Wearable, wovon 77,8% diesen nutzten, um gesundheitsbezogene Daten zu erfassen. Personen, die ein Wearable nutzten, waren jünger, hatten einen höheren Bildungsabschluss, schätzten ihre Gesundheit besser ein und waren in höherem Umfang körperlich aktiv. Die häufigsten genannten Gründe für die Nutzung eines Wearables waren „um zu beobachten, wie aktiv bzw. inaktiv ich bin“ (80,8%) und „weil es mir Spaß macht“ (72,4%). 25,9% der Wearable-Nutzenden wären bereit, die erfassten Gesundheitsdaten für wissenschaftliche Zwecke zu spenden (weitere 29,5% wären gegebenenfalls bereit). Personen mit höherer körperlicher Aktivität gaben häufiger ihre Bereitschaft an, Daten zu spenden.
Schlussfolgerung Ein bedeutender Anteil der Bevölkerung erfasst gesundheitsbezogene Daten mittels Wearables. Diese Gruppe scheint jedoch nicht repräsentativ für die in Deutschland lebende Bevölkerung zu sein, was bei der Nutzung und Interpretation dieser Daten berücksichtig werden sollte.
