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. 2024 Jan 19;86(1):49–58. [Article in German] doi: 10.1055/a-2202-3289

Transparenz und Effizienz durch digitale Gesundheitsversorgung? Ergebnisse eines Surveys der Generation Y

Transparency and Efficiency through Digital Healthcare? Results of a Survey of Generation Y

Thea Kreyenschulte 1,, Sabine Bohnet-Joschko 1
PMCID: PMC11248898  PMID: 38242109

Abstract

Background Generation Y represents a special target group in healthcare. Young, healthy and digitally socialized with integration of technologies into everyday life, they have specific needs. In the context of societal challenges such as demographic change and securing a skilled workforce, taking these needs into account, especially for maintaining health, should be the goal of public health as well as specific actors such as health insurers and employers.

Aim of the work The research was intended to test and deepen the findings of two previous stages of work, specifically a qualitative survey. In this way, two research questions were to be answered: I: the importance of transparency and efficiency in the use of digital health innovations by Generation Y and II: the influence of socio-demographic and technology-associated factors on the use of digital health innovations by Generation Y in addition to the needs.

Material and methods As a conclusion of a sequential approach, assessments of transparency- and efficiency-associated needs in context of the use of digital health innovations of persons from Generation Y were collected in a quantitative online survey. 355 fully completed data sets were analyzed using SPSS software. An ordinal regression analysis was used to test the influence of predictors from six previously formulated hypotheses.

Results The study was able to describe influences of the constructs transparency and efficiency on the use of apps and smart devices. The need for a sense of control had a significantly negative effect, while the need for structuring and seamless integration into everyday life had a significantly positive effect. Gender and technology readiness also had an impact. According to the data analysis, efficiency and thus a concrete everyday benefit from digital health innovations seems to be more relevant for Generation Y than autonomous empowerment and thus transparency.

Conclusion By taking into account the needs described as well as corresponding preferences, the target group could be addressed and usage could potentially be increased. Prevention and health promotion, as well as their organization, should be able to be incorporated into everyday life at a low threshold, and everyday life should be positively supplemented and efficiently supported.

Key words: Generation Y, Digitalization, Survey, Transparency, Efficiency, Smart Devices

Einleitung

Die Generation Y rückt als junge, qualifizierte und digital sozialisierte Personengruppe immer mehr in den Fokus gesellschaftlicher Diskussionen – insbesondere im Kontext der Erwerbstätigkeit, speziell der Fachkräftesicherung 1 2 . In diesem Zuge wird auch eine adäquate Berücksichtigung als relevante Gruppe für Public Health und darüber hinaus im Speziellen für Akteure wie Arbeitgeber und Krankenversicherungen relevant. Die große Generation Y ist Teil eines Umbruchs am heutigen Arbeitsmarkt: Mit ihrem Übergang als qualifizierte Fachkräfte in Erwerbstätigkeit scheiden viele Personen aus älteren Generationen aus dem Arbeitsleben aus. Im demographischen Wandel stellt Generation Y daher eine wichtige Ressource dar, die es durch Gesundheitsförderung und -prävention zu erhalten gilt. Sie bestimmt in 2025 geschätzt 75% des Arbeitsmarktes, vielerorts in Schlüsselpositionen 3 4 5 .

Im Sinne der Generation Y wurden in der vorliegenden Arbeit Geburtenjahrgänge von 1985 bis 2000 gewählt, um junge Personen zu berücksichtigen, die sich im Erwerbsleben bei weitestgehend guter Gesundheit befinden. Diese sind im Gegensatz zu Vorgängergenerationen wie Generation X (1965–1984) und den Baby Boomern (1946–1964) mit digitalen Umbrüchen aufgewachsen 4 5 6 7 . Sie werden in der Literatur als digital affin sowie technisch versiert beschrieben 3 6 . In ihrem von Digitalisierung geprägten Alltag haben sie zielgruppenspezifische Bedarfe, die es einzugrenzen gilt, um sie zu charakterisieren 8 . Anhand neuer Rollen werden mehr digitale Zugangspunkte erwartet, ob zu Gesundheits- und Verwaltungsdaten, oder zur mobilen Arbeit 9 . Das Wissen um Bedarfe der Generation Y kann daher in ihrer Berücksichtigung und Angebotsentwicklung maßgeblich unterstützen.

Junge Zielgruppen wie Generation Y erleben vorwiegend Diagnosen zu Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, psychischen Erkrankungen sowie Verletzungen und Vergiftungen 10 . Die subjektive Gesundheit wird in jüngeren Altersgruppen als gut eingeschätzt. Personen im Alter zwischen 18 und 44 Jahren berichten mit 80 Prozent zu einem Großteil über eine gute oder sehr gute subjektive Gesundheit 11 . Erwartungen an die Gesundheitsversorgung entstehen somit weniger aus (chronischer) Erkrankung oder Symptommanagement 12 – so wie es für ältere Kohorten der Fall ist. Vielmehr können Schwerpunkte in Prävention und Gesundheitsförderung, sowie der Organisation und Verwaltung von Alltagsbedarfen und dem eigenen Wohlbefinden liegen 13 . An dieser Stelle könnten aufgrund generationsspezifischer Bedürfnisse und Erwartungen digitale Gesundheitsinnovationen und eine zielgruppenspezifische Nutzung relevant werden 6 14 15 16 . Bekanntermaßen überwachen insbesondere junge, gebildete und gesunde Personen ihre Gesundheit über Apps oder Smart-Devices, um diese zu optimieren 17 . Dennoch wird über die Einflüsse auf das Nutzungsverhalten diskutiert. Soziale Motive und die Verstärkung sozial anerkannter Verhaltensweisen können ebenso eine Nutzung begründen, wie der Wunsch nach Belohnung oder einer Steigerung der Selbstwirksamkeitserwartung 17 18 . Aber was sind Treiber und Erwartungen an die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen, wenn es um den Kontakt mit der Gesundheitsversorgung, z. B. in Form von Prävention oder Gesundheitsförderung, geht? In der vorliegenden Untersuchung wurden ausgewählte Bedürfnisse der Generation Y zur Einschätzung der Nutzung herangezogen.

Inhalte der Erhebung wurden anhand eines sequenziellen Verfahrens in drei Phasen hergeleitet. Ein internationaler Überblick identifizierte in Phase eins innovative digitale Anwendungen der Gesundheitsversorgung für Patient:innen 12 . In Fokusgruppendiskussionen wurden in der zweiten Phase mögliche Bedarfe speziell der Generation Y als Nutzer:innen digitaler Gesundheitsanwendungen erschlossen 13 19 20 21 . In diesen ergab sich ein Fokus auf die Themen Transparenz und Effizienz . Auf dieser Grundlage sollten in der abschließenden dritten Phase anhand einer Online-Befragung die zwei Konstrukte Transparenz und Effizienz , deren Bedeutung für die Generation Y bisher explorativ nicht erhoben werden konnte, geprüft werden. Transparenz kann definiert werden als Verständlichkeit, die nicht allein für eine bestimmte Gruppe zutrifft, sondern möglichst viele Zielgruppen einschließt, sie befähigt und mit Informationen versorgt 22 . Der Begriff wurde in den Fokusgruppen von der Zielgruppe selbst als größtmöglicher Informationsgehalt zu gesundheits- und versorgungsspezifischen Themen und somit als Voraussetzung für eine Steigerung der Eigenverantwortung bzw. Eigenständigkeit in der individuellen Gesundheitsversorgung beschrieben. Effizienz hingegen bedeutete für die qualitativ befragte Zielgruppe eine Aufwandsersparnis und gleichzeitig eine Flexibilisierung der sonst als größtenteils starr empfundenen Verwaltungs- und Versorgungsstrukturen. Klassischerweise wird mit Effizienz ein möglichst geringer (wirtschaftlicher) Einsatz zur Zielerreichung oder aber ein durchschnittlicher Aufwand mit zeitgleich höchstmöglichem Nutzen verbunden 23 . Aufgrund existierender Literatur wurde außerdem angenommen, dass mindestens Technikbereitschaft und Geschlecht Einfluss auf gesundheitsrelevantes Nutzungsverhalten nehmen 11 24 . Daher wurden folgende Fragen formuliert:

I: Welche Bedeutung haben Transparenz und Effizienz für die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen durch die Generation Y?

II: Welchen Einfluss haben neben den Bedarfen darüber hinaus soziodemographische und technikassoziierte Faktoren auf die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen durch die Generation Y?

Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurden Hypothesen formuliert. Sie operationalisierten Inhalte der Konstrukte Transparenz und Effizienz durch die Bedürfnisse nach (T1) Kontrollempfinden, (T2) Gesundheitsinformation und (T3) digitalem Feedback, sowie (E1) Strukturierung, (E2) Integration in den Alltag und (E3) Zeitmanagement .

T1: Das Bedürfnis nach Kontrollempfinden hat einen Einfluss auf die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen.

T2: Das Bedürfnis nach Gesundheitsinformationen hat einen Einfluss auf die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen.

T3: Das Bedürfnis nach digitalem Feedback hat einen Einfluss auf die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen.

E1: Das Bedürfnis nach Strukturierung hat einen Einfluss auf die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen.

E2: Das Bedürfnis einer nahtlosen Integration in den Alltag hat einen Einfluss auf die Nutzung digitaler Gesundheitsanwendungen.

E3: Das Bedürfnis optimierten Zeitmanagements hat einen Einfluss auf die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen.

Methodik

Zur Erhebung wurde ein standardisierter Fragebogen entwickelt und in Lime Survey erstellt. Die sechs Bedürfnisse, die in das Regressionsmodell für die Generation Y eingeflossen sind, wurden auf Basis einer bereits veröffentlichten qualitativen Vorstudie entwickelt 12 13 . Bedingt durch die eingeschränkte Forschung im Kontext der Gesundheitsversorgung für die Generation Y, wurde die Befragung entlang der Forschungsfragen und eigener Vorstudien neu entwickelt, ähnlich wie in Untersuchungen in verwandten Kontexten und weiteren Zielgruppen (z. B. 25 ). Bei der Formulierung technik- und persönlichkeitsassoziierter Items konnte auf bereits validierte Messinstrumente zurückgegriffen werden. Da der Fokus der Forschung zu Generation Y aktuell auf dem Bereich der Erwerbstätigkeit und Beschäftigung liegt, konnten Informationen und Annahmen zur Zielgruppe hieraus integriert werden 16 21 26 27 28 29 .

Der Online-Fragebogen umfasste sieben Frageblöcke. Die etwaigen Items fragten latente Variablen 30 aus den Bereichen: i) Einschätzung der individuellen Gesundheitsversorgung und Nutzung digitaler Gesundheitsanwendungen, ii) Einschätzungen zur Transparenz digitaler Gesundheitsanwendungen und iii) Effizienz digitaler Gesundheitsanwendungen, iv) Technikbereitschaft 31 , v) Selbstwirksamkeit 32 und das vi) Big-Five-Inventory 33 zu Persönlichkeitsdimensionen ab. Darüber hinaus wurden vii) die soziodemographischen Angaben 16 zu Alter, Geschlecht, Bildung und Beschäftigung erfragt. Bei iv), v) und vi) handelte es sich um validierte Frageinstrumente aus der Datenbank der ZIS (Zusammenstellung sozialwissenschaftlicher Items und Skalen) 34 . Da Einstellungen erfragt wurden, kamen Likert-Items zum Einsatz 35 36 . Zur Reduktion inhaltlicher Komplexität und Messungenauigkeiten wurden abgefragte Bedürfnisse ebenso wie validierte Items der ZIS zu Skalen zusammengefasst 37 . Zielvariable der Untersuchung war die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen. Nutzungsfrequenzen konnten als nie, seltener als monatlich, monatlich, wöchentlich, mehrmals wöchentlich, täglich oder mehrmals täglich eingeschätzt werden. Mittels einer Faktorenanalyse wurde überprüft, ob die entwickelten Items die sechs Bedürfnisse der Generation Y sinnvoll abbilden. Die Ergebnisse zeigen, dass die extrahierten Faktoren insgesamt 39,87% der Gesamtvarianz erklären. Die Faktorladungen lagen im Bereich von 0,391 bis 0,932 und sind unter Berücksichtigung der Stichprobengröße und der Variablenzahl größtenteils konsistent mit den erwarteten Konstrukten gemäß dem gewählten Modell 38 . Gütekriterien des Fragebogens wurden durch die Autorinnen und vorab in Pretests bestimmt 35 39 .

Zudem wurden vier Anwendungsbeispiele digitaler Gesundheitsanwendungen vorgestellt, die als Zusatzinformation von Teilnehmenden gelesen werden konnten. Diese dienten der Einordnung digitaler Gesundheitsinnovationen und waren angelehnt an Persona – hypothetische Nutzer-Archetypen, die für die Erwartungen und Wünsche einer Zielgruppe stehen können 40 41 . Im Fragebogen wurden exemplarisch 1) Wearables, 2) Apps, 3) Online-Informationen und Plattformen und 4) Telekonsultation vorgestellt ( Online-Anhang A ).

Die Datenauswertung erfolgte anhand der Software SPSS (IBM 2021, Armonk, NY, Version 28.0). Mit ihr wurde Cronbachs Alpha der Likert Skalen errechnet ( Online-Anhang B ) 42 . Um Zusammenhänge der abgefragten Variablen mit dem Nutzungsverhalten zu explorieren, wurden deskriptive und Inferenzstatistik in Form von Korrelationen nach Spearman und einer Regression, mitsamt Voraussetzungen dieser, gerechnet 43 44 45 . Aufgrund der ordinalskalierten Zielvariable sowie nichtlinearer Daten wurde eine ordinale Regression durchgeführt. Sie beschreibt die Beziehung verschiedener Prädiktoren zu möglichen abhängigen Ereignissen der Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen durch Generation Y 45 46 47 . Zielvariablen waren die Nutzung von Apps, Smart-Devices, Online-Information und Telekonsultation. Die Skalen aus Transparenz und Effizienz wurden als Prädiktoren genutzt. Technikakzeptanz und -kompetenzüberzeugung, das Geschlecht, sowie der höchste erzielte akademische Abschluss wurden als Kontrollvariablen einbezogen. Weitere Kontrollvariablen hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Zielvariable, weshalb sie ausgeschlossen wurden.

Rekrutierung

Die Online-Erhebung fand einmalig über einen Zeitraum vom 10. März 2022 bis zum 10. Juli 2022 statt. Zielgruppe waren alle beruflich oder akademisch qualifizierten Personen der Generation Y in Deutschland, wie sie vorab definiert wurden: zwischen 1985 und 2000 geboren, derzeit Studierende, Auszubildende oder berufstätig. Darüber hinaus wurde der Studieneinschluss nicht weiter limitiert.

Die Rekrutierung von Teilnehmenden erfolgte über das Teilen des Fragebogens auf Social Media (WhatsApp, Facebook, Twitch, Instagram, Twitter, LinkedIn), den Versand per Mail sowie eine Rekrutierung in Person an unterschiedlichen Orten, wie z. B. an verschiedenen Universitäten. Als besonderes Rekrutierungselement kam darüber hinaus ein Chatbot zum Einsatz, welcher bei einer Interaktion direkt zum Fragebogen leitete. Es handelte sich um ein Pop-Up-Fenster, welches auf einer Projekthomepage erschien, sobald Nutzer:innen diese besuchten. Über den Hinweis und das Weiterleiten hinaus hatte der Chatbot keine weiteren Funktionen oder Inhalte.

Ergebnisse

Der Datensatz umfasste 897 Erhebungen, von denen 347 unvollständig waren und ausgeschlossen wurden. Weiter wurden von 549 vollständigen Fragebögen solche ausgeschlossen, die implausible Fälle enthielten und somit als Ausreißer gewertet wurden, Fragebögen von Personen, die nicht der Altersgruppe entsprachen, sowie von Teilnehmenden, die zum Erhebungszeitpunkt arbeitslos oder arbeitssuchend waren. Letztlich gingen 355 vollständige Fragebögen in die Analyse ein. Die Beantwortung des Fragebogens dauerte im Durchschnitt etwa 15 Minuten. Charakteristika der Stichprobe können Tab. 1 entnommen werden.

Tab. 1 Beschreibung der Stichprobe.

Variable N (Gesamt=355)
Geschlecht
Weiblich 192 (54,1%)
Männlich 163 (45,9%)
Alter
22–26 Jahre 105 (29,6%)
27–31 Jahre 137 (38,6%)
32–37 Jahre 113 (31,8%)
Bildungsabschluss
Hauptschule 3 (8%)
Mittlere Reife 21 (5,9%)
Abitur 115 (32,4%)
Bachelor 96 (27%)
Master 96 (27%)
Diplom 9 (2,5%)
Promotion 15 (4,2%)
Hauptberufliche Tätigkeit
Auszubildende 9 (2,5%)
Bachelor-Studierende 60 (16,9%)
Master-Studierende 52 (14,6%)
Angestellte 171 (48,2%)
Beamte 16 (4,5%)
Selbstständige 13 (3,7%)
Sonstiges 34 (9,6%)

Die Bewertung der Skalen ist deskriptiv in Tab. 2 abgebildet. Es gab Unterschiede zwischen Männern und Frauen, insbesondere in Bedürfnissen nach Kontrollempfinden und Gesundheitsinformation. Auch die Mittelwerte in Skalen der ZIS unterschieden sich zwischen den Geschlechtern.

Tab. 2 Einschätzungen der Befragten zu Skalen der Konstrukte Transparenz und Effizienz sowie zu Skalen der ZIS (Bewertungsmöglichkeiten lagen zwischen 1 und 5).

Einschätzungen der Befragten (Mittelwerte) N (Gesamt=355, davon m/w)
Bewertung der Relevanz des Konstruktes Transparenz
T1: Kontrollempfinden 4,0 (3,9 / 4,1)
T2: Gesundheits-Information 3,9 (3,8 / 4,0)
T3: Feedback 3,8 (3,8 / 3,8)
Bewertung der Relevanz des Konstruktes Effizienz
E1: Strukturierung 3,6 (3,6 / 3,7)
E2: Nahtlose Integration 3,3 (3,3 / 3,4)
E3: Zeitmanagement 3,7 (3,6 / 3,7)
Bewertung weiterer Konstrukte aus der ZIS
Technikakzeptanz 3,4 (3,7 / 3,1)
Technikkompetenzüberzeugung 4,5 (4,7 / 4,3)
Selbstwirksamkeit 4,1 (4,1 / 4,0)
Big Five 3,2 (3,0 / 3,4)
Extraversion 3,3 (3,2 / 3,4)
Verträglichkeit 3,5 (3,2 / 3,7)
Gewissenhaftigkeit 2,9 (2,6 / 3,1)
Neurotizismus 3,6 (3,5 / 3,7)
Offenheit

Die Zielvariable Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen wurde von den Befragten niedrig bewertet. In die Analyse gingen die digitalen Gesundheitsinnovationen Apps, Smart-Devices, Online-Informationen und Telekonsultation ein. Die Angabe nie war fast überall die Häufigste ( Tab. 3 ). Aus diesem Grund, und mit Werten in Schiefe und Kurtosis abweichend von Null, waren die Daten nicht normalverteilt.

Tab. 3 Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen unter Befragten der Generation Y.

Apps Smart-Devices Online-Information Telekonsultation
N (%)
Nie 113 (31,8) 216 (60,8) 83 (23,4) 292 (82,3)
Monatlich 109 (30,7) 19 (5,4) 128 (36,1) 50 (14,1)
Mehrmals monatlich 39 (11,0) 8 (2,3) 71 (20,0) 11 (3,1)
Wöchentlich 26 (7,3) 12 (3,4) 39 (11,0) 1 (0,3)
Mehrmals wöchentlich 27 (7,6) 22 (6,2) 25 (7,0) 1 (0,3)
Täglich 28 (7,9) 37 (10,4) 6 (1,7) -
Mehrmals täglich 13 (3,7) 41 (11,5) 3 (0,8) -
Gesamt 355 (100) 355 (100) 355 (100) 355 (100)

Der Einfluss von Transparenz und Effizienz

Nicht alle Bedürfnisse aus Konstrukten zu Transparenz und Effizienz korrelierten signifikant mit der Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen. Es ergaben sich bezüglich des Nutzungsverhaltens von Apps, Smart-Devices und Online-Informationen teilweise signifikante, schwach positive Korrelationen. Somit lässt sich ein Zusammenhang zwischen den Bedürfnissen nach Gesundheitsinformationen, digitalem Feedback, Strukturierung und Integration in den Alltag auf die Nutzung von Apps und Smart-Devices ablesen. Das Bedürfnis nach Zeitmanagement beeinflusst zusätzlich die App-Nutzung und letztlich ein Strukturierungsbedürfnis die Nutzung von Online-Information. Darüber hinaus korrelierten auch Technikakzeptanz und -kompetenzüberzeugung, der akademische Abschluss, sowie das Geschlecht mit der Nutzung (Alle Werte sind dem Online-Anhang C zu entnehmen).

Es folgte eine Regressionsanalyse anhand von vier Modellen. Eine schematische Darstellung des verwendeten Forschungsmodells mit allen Variablen, deren Einfluss auf die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen untersucht wurden, erfolgt in Abb. 1 .

Abb. 1.

Abb. 1

Schematische Darstellung des verwendeten Forschungsmodells. T1, T2 und T3 bilden die Bedürfnisse des Transparenzkonstruktes ab. E1, E2 und E3 bilden die Bedürfnisse des Effizienzkonstruktes ab. Technikakzeptanz, Technikkontrollüberzeugung, Akademischer Abschluss und Geschlecht wurden als Kontrollvariablen verwendet. Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen ist die Zielvariable.

Die Parameterschätzungen der Modellrechnungen sind in Tab. 4 abgebildet. Odds geben die Wahrscheinlichkeiten an, zu denen eine Person der Generation Y beim Anstieg der Relevanz der jeweiligen Prädiktoren oder der Kontrollvariablen eine höhere Nutzungsfrequenz digitaler Gesundheitsinnovationen realisiert. Im Fall negativer Werte nimmt bei jedem Anstieg pro Einheit auf der erklärenden Variable die Wahrscheinlichkeit eines Nutzungsanstiegs ab.

Tab. 4 Parameter der Ordinalen Regression, wobei T – Transparenz und E – Effizienz (Die Signifikanz ist mit **+= signifikant unter einem Wert von 0,01 und *+= signifikant unter einem Wert von 0,05 mit abgetragen).

Apps Smart-Devices Telekonsultation
Schätzer Odds Sig. Schätzer Odds Sig. Schätzer Odds Sig.
Prädiktoren
T1: Kontrollempfinden −0.108 0,90 0.425 −0.389 0,68 0.014*  0.120 1,13 0.558
T2: Gesundheits-Information 0.034 1,03 0.841 −0.076 0,93 0.706 −0.057 0,94 0.821
T3:Digitales Feedback 0.222 1,25 0.157 0.173 1,19 0.371 −0.120 0,89 0.620
E1: Strukturierung 0.499 1,65 0.007**  0.462 1,59 0.040*  0.122 1,13 0.655
E2: Integration in Alltag 0.047 1,05 0.754 0.598 1,82 <0.001**  −0.060 0,94 0.795
E3: Zeitmanagement 0.036 1,04 0.778 −0.232 0,79 0.123 0.150 1,16 0.443
Kontrollvariablen
Technikakzeptanz 0.081 1,08 0.513 0.598 1,82 <0.001**  0.681 1,98 <0.001** 
Technikkompetenz-überzeugung 0.351 1,42 0.026*  0.511 1,67 0.015*  −0.500 0,61 0.021* 
Geschlecht 0.614 1,85 0.004**  0.619 1,86 0.014*  0.732 2,08 0.023* 
Akademischer Abschluss 0.020 1,02 0.814 −0.154 0,86 0.121 0.285 1,33 0.021* 

Tab. 4 zeigt, dass Skalen aus Transparenz und Effizienz im Fall der Nutzung von Apps und Smart-Devices signifikant Einfluss nehmen. Ihre Nutzungsfrequenz wird durch das Bedürfnis nach Kontrollempfinden, Strukturierung und Integration in den Alltag beeinflusst. Demnach werden Personen mit zunehmendem Strukturierungsbedürfnis eine höhere Wahrscheinlichkeit aufweisen, häufiger Apps und Smart-Devices zu nutzen. Befragte mit einem höheren Bedürfnis der Alltagsintegration digitaler Anwendungen, werden sich mit einer höheren Wahrscheinlichkeit höher in der Nutzungsskala von Smart-Devices einordnen. Der signifikant negative Wert bei Kontrollempfinden zeigt, dass Personen mit jeder zunehmenden Einheit im Bedürfnis empfundener Kontrolle mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit häufiger Smart-Devices nutzen. Die Regressionsrechnungen zur Nutzung von Telekonsultationen erzielten keine signifikanten Werte zur Wirkung der Prädiktoren. Da im Fall von Online-Informationen nicht alle Modell-Gütekriterien realisiert werden konnten, wurde dieses im Weiteren ausgeschlossen.

Das Geschlecht der Befragten hat in allen Regressionsmodellen einen signifikant positiven Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer steigenden Nutzungsfrequenz. Für Frauen steigt demnach die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzung von Apps, Smart-Devices, oder Telekonsultation zunimmt. Der akademische Abschluss der Befragten ermöglicht mit signifikant positiven Werten im Falle der Nutzung von Telekonsultation eine Vorhersage steigender Wahrscheinlichkeiten. Zwei weitere Kontrollvariablen, die mit aufgenommen wurden, sind Technikakzeptanz und -kompetenzüberzeugung. Technikakzeptanz als Interesse, mit dem (neue) Technologien genutzt werden, hatte einen signifikant positiven Einfluss in der Vorhersage der Nutzungsfrequenz von Smart-Devices und Telekonsultation. Technikkompetenzüberzeugung erwies sich im Falle der Nutzung von Apps und Smart-Devices als signifikant positiver, in der Telekonsultation als signifikant negativer Prädiktor.

Diskussion

Obwohl bereits Studien zur Generation Y im Kontext der Nutzung von mHealth existieren (z. B. 16 ), liegt nach Wissen der Autoren bisher keine Untersuchung vor, die sich gezielt auf die Bedarfe dieser Generation in Bezug auf digitale Gesundheitsdienstleistungen konzentriert. Daher lagen die in der qualitativen Untersuchung identifizierten Konstrukte Transparenz und Effizienz im Kern der nachfolgenden Analyse.

Diese Studie nutzte ein sequenzielles Verfahren, um die Ergebnisse einer qualitativen Erhebung anhand einer quantitativen Online-Umfrage zu prüfen. Hypothesen konstituierten einen Einfluss der Bedürfnisse nach (T1) Kontrollempfinden, (T2) Gesundheitsinformation und (T3) digitalem Feedback, sowie (E1) Strukturierung, (E2) Integration in den Alltag und (E3) Zeitmanagement auf die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen. Die Datenanalyse konnte dies, wenn auch nur teilweise, bestätigen. Transparenz und Effizienz nehmen Einfluss auf die Nutzungsfrequenz von Apps und Smart-Devices. So konnte E1 für die Nutzung von Apps und Smart-Devices. sowie T1 und E2 für die Nutzung von Smart-Devices angenommen werden. Alle weiteren Hypothesen (T2, T3, E3) wurden abgelehnt.

T1: Kontrollempfinden hat einen signifikant negativen Einfluss auf die Nutzungswahrscheinlichkeit von Smart-Devices.

E1: Die Nutzungsfrequenz von Apps und Smart-Devices steigt mit zunehmendem Bedürfnis nach Strukturierung.

E2: Ein höheres Bedürfnis nach nahtloser Integration in den Alltag erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Nutzungsanstiegs von Smart-Devices.

Die Bedeutung von Transparenz und Effizienz in der Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen

Die Forschungsfrage I: Welche Bedeutung haben Transparenz und Effizienz für die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen durch die Generation Y? konnte im Zuge der Datenauswertung wie folgt beantwortet werden. Obwohl alle abgefragten digitalen Anwendungen selten genutzt wurden, gab es unter den Befragten zwei Gesundheitsinnovationen, die beliebter schienen – Apps und Smart-Devices. Dies deckt sich mit Diskussionen in der Literatur 17 48 . Sie lassen sich leicht in den ohnehin von Apps und Monitoring durchzogenen Alltag von Generation Y integrieren und zahlen auf den stärker gewichteten Effizienzwunsch der Zielgruppe ein. Der Einfluss dieses Wunsches konnte in der Regressionsanalyse bestätigt werden. In der App-Nutzung war jedoch allein das Bedürfnis nach Strukturierung signifikant. Ein möglicher Grund ist, dass in der Befragung spezifisch der Umgang mit digitalen Gesundheitsinnovationen zur Gesundheitsversorgung interessierte. Selbstoptimierung und andere privat motivierte Zwecke wurden nicht abgefragt 17 .

Im Fall der Nutzung von Online-Informationen und Telekonsultation wurden keine signifikanten Einflüsse von Transparenz oder Effizienz festgestellt. Sie könnten eher als Unterstützung im Falle spezifischer Gesundheitsfragen relevant werden, während Apps und Smart-Devices auch abseits spezifischer Diagnosen Daten generieren und bereitstellen 13 .

Im Gegensatz zu Effizienz war Transparenz in der Datenauswertung weniger relevant. In den Fokusgruppen erschien Transparenz sehr wichtig und wurde verstanden als Kommunikation auf Augenhöhe und Möglichkeit der adäquaten Entscheidungsfindung im als intransparent empfundenen Gesundheitssystem. Insbesondere zu Möglichkeiten der Versorgung oder Versicherung sowie Informationen zu Behandlungsformen oder Entscheidungen des Fachpersonals. Effizienz beinhaltete für Teilnehmende den Wunsch, Organisation und Kommunikation der Versorgung flexibler und eigenverantwortlicher zu gestalten. Dies beträfe alltägliche, versorgungsrelevante Gewohnheiten. Eine Verbesserung der Erreichbarkeit oder alternative Kommunikationsmöglichkeiten spielten eine große Rolle 13 .

Entlang der bestätigten Hypothesen könnte die Zielgruppe demnach in ihrem Alltag über eine erhöhte Strukturierung angesprochen werden und nahtlose Integration durch digitale Anwendungen gelingen. Die Nutzung könnte gefördert werden, indem alles zur Organisation der eigenen Gesundheit zusammenläuft, regelmäßig Erinnerungen zu relevanten Themen und Terminen erfolgen, sowie – in Fokusgruppen noch eher getrennt voneinander betrachtet – die Anwendungsmöglichkeit von Gesundheitsinnovationen wie Smart-Devices am Arbeitsplatz besteht, der eigene Gesundheitszustand dokumentiert und potenziell Informationen weitergegeben werden können. So wird der für die Zielgruppe zentrale Beschäftigungskontext berücksichtigt. Generation Y wünscht sich einen stärkeren Fokus auf Förderung der (insbesondere mentalen) Gesundheit durch Angebote ihres Arbeitgebers 13 49 . Weitere Gesundheitsthemen der Zielgruppe könnten Ernährung, Bewegung oder das Angebot individueller Vorsorgeangebote sein 13 . Der vermehrte Einsatz digitaler Technologien bringt jedoch auch am Arbeitsplatz potenzielle Stressoren mit sich. Daher müssten sich diese niedrigschwellig und flexibel in den Arbeitsalltag einfügen 9 . Die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen könnte u. a. von Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen abhängen 31 . Dies spiegelt sich im signifikant negativen Einfluss des Kontrollempfindens auf den potenziellen Nutzungsanstieg von Smart-Devices, welches trotz der Effizienzwünsche von Befragten insgesamt am wichtigsten eingestuft wurde. Es ist die einzige transparenzassoziierte Präferenz der Befragten, welche einen Einfluss auf die Nutzung digitaler Anwendungen hat. Im Fall von Smart-Devices ist keine autonome Entscheidung über die Datennutzung zu exklusiv privaten Zwecken gegeben, während sich Nutzer:innen weder unverbindlich informieren können, noch eine persönliche Ansprechperson haben. Dies strebt insbesondere gegen ein sehr hohes Sicherheitsempfinden bezüglich digitaler Daten. So kann es für die Zielgruppe vermutlich wichtiger sein, bei ihren wenigen Kontakten mit (Fach-)Ärzt:innen Hinweise zu digitalen Möglichkeiten der Gesundheitsunterstützung zu erhalten, als in Interaktion mit Krankenversicherungen Nutzungsmodelle zu Gesundheitszielen zu erarbeiten 17 48 50 .

Die Bedeutung soziodemographischer und technikassoziierter Faktoren für die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen

Durch etablierte Modelle wie beispielsweise das Technology Acceptance Model (TAM) 51 oder die Unified Theory of Acceptance and Use of Technology (UTAUT) 52 ist bekannt, dass neben den Bedarfen der Nutzenden auch andere Elemente individueller Einstellungen und Wertvorstellungen gegenüber der Technologie von essenzieller Relevanz für ihre Nutzung sind. Diese Einflussfaktoren wurden bereits im Zusammenhang mit jüngeren Generationen beleuchtet 53 . Aufgrund des begrenzten Umfangs der vorliegenden Untersuchung wurde jedoch auf eine umfassende Analyse dieser Faktoren verzichtet. Dennoch fanden soziodemographische und technologiebezogene Aspekte Berücksichtigung als zusätzliche potenzielle Einflussgrößen und ihre weitere Erörterung sollte im Interesse zukünftiger Forschung liegen.

Die Datenanalyse gab ebenfalls Aufschluss zu Frage II: Welchen Einfluss haben neben den Bedarfen darüber hinaus soziodemographische und technikassoziierte Faktoren auf die Nutzung digitaler Gesundheitsinnovationen durch Generation Y? Neben den Voraussetzungen, die Generation Y durch ihre digitale Sozialisation mitbringt, ist der signifikante Einfluss des Geschlechts auf die Nutzung aller abgefragten Gesundheitstechnologien hervorzuheben. So haben Frauen laut Datenanalyse stets eine höhere Wahrscheinlichkeit häufiger digitale Gesundheitsinnovationen zu nutzen. Gleichzeitig schätzten sie sich in technikbezogenen Bereichen generell niedriger ein als befragte Männer. Speziell junge Frauen nutzen häufiger Gesundheitsleistungen, insbesondere ambulante fachärztliche Angebote – sie weisen im Alter von 18 bis 29 Jahren beispielsweise die höchste Inanspruchnahme psychiatrischer und psychotherapeutischer Leistungen auf 24 . Darüber hinaus handeln Frauen meist gesundheitsbewusster als Männer, auch wenn die gesamte Altersgruppe junger Erwachsener im Vergleich sensibel für einen gesundheitsförderlichen Lebensstil ist 8 . Ein zentrales Beispiel ist die hormonelle Gesundheit. Diese spielt bei Frauen eine deutlich größere Rolle als bei Männern, sie könnten hier außerdem stärkeren Druck empfinden, die klassische Gesundheitsversorgung zu ergänzen, z. B. durch Tracking über Smart-Devices oder Apps 54 55 .

Zuletzt ist Generation Y innerhalb eines digitalen Alltags aufgewachsen, weshalb Werte in Technikakzeptanz und -kompetenzüberzeugung hoch waren. Auch hier kann Potenzial liegen, durch eine Förderung der Selbsteinschätzung die Nutzung zu fördern. Dafür sollten entsprechende Herausforderungen adressiert werden, die Generation Y tangieren. Ständige Erreichbarkeit und Monitoring über digitale Technologien können als potenziell schadhaft für Psyche und Sozialleben gelten. Dass ebendiese Innovationen einen Beitrag zur Verknüpfung physischen und psychischen Wohlbefindens bzw. der Förderung mentaler Gesundheit haben können 56 , sollte spezifischer an Generation Y adressiert werden.

Limitationen

Diese Arbeit weist mögliche Limitationen auf. Das relativ kleine Sample kann Auswirkungen auf die Datenauswertung haben. Die Teilnehmendenzahl kann insbesondere aus der Greifbarkeit des Themas Gesundheit für die Zielgruppe resultieren, wie es ebenfalls beispielsweise in Studien zu Digitalisierungsthemen unter bestimmten Zielgruppen zu beobachten ist 57 58 . Darüber hinaus kann das Verständnis für die angeführten digitalen Gesundheitsinnovationen sehr unterschiedlich sein. Einmal können Produkte oder Prozesse an sich verschieden interpretiert werden, andererseits können unterschiedlich konnotierte Erfahrungen mit digitalen Innovationen existieren, welche die Einschätzung beeinflussen.

Auf das Forschungsdesign bezogen ergeben sich weitere Limitationen. Die gewählte Skala zur Abfrage der Nutzungshäufigkeit digitaler Gesundheitsinnovationen könnte eine zu starke Differenzierung zwischen den Skalenpunkten aufweisen (von nie bis mehrmals täglich). Auch wenn es sich um eine digital kompetente Zielgruppe handelt, war eine so häufige Nutzung unwahrscheinlich. Zuletzt kann dieser Beitrag nicht die Lebensrealität oder die Bedarfe einer ganzen Generation abbilden.

Schlussfolgerungen

Aktuell nutzt Generation Y digitale Gesundheitsinnovationen wenig. Trotzdem konnten Apps und Smart-Devices als relevante Schnittstellen herausgestellt werden. Insbesondere effizienzorientierte Beweggründe der Generation Y fallen bei der Nutzung ins Gewicht. Kontrollempfinden als Bedürfnis nach Transparenz wurde von Befragten jedoch am stärksten gewichtet. Als Implikationen für Praxis und Forschung wird hiervon ausgehend anhand von Technikkompetenz und -akzeptanz die geschlechtersensible Betrachtung von Prävention und Gesundheitsförderung notwendig, um Präferenzen abseits stereotyper Verhaltensweisen adäquat umzusetzen 8 . Forschende könnten darüber hinaus den Einfluss von Umsetzungserfordernissen und Nutzungsmotiven der Zielgruppe näher betrachten. Im Kontext der Gesundheitsversorgung könnten Aspekte wie die gezielte Empfehlung durch Versorger:innen eine größere Rolle spielen.

Mit Hinweisen auf die Relevanz von Transparenz und Effizienz könnte in der Praxis idealerweise das Angebot digitaler Gesundheitsinnovationen so umgesetzt werden, dass der Alltag der Zielgruppe positiv ergänzt und effizient unterstützt wird. Krankenversicherungen können vom Wissen über Bedarfe unterschiedlichster Zielgruppen, auch der gesunder Versicherten, profitieren. So können nutzerzentrierte Interventionen angeboten, das Gesundheitsverhalten angesprochen und Generation Y in der Versorgung berücksichtigt werden. Arbeitgeber hingegen könnten u. a. Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements erweitern oder den Fokus digitaler Angebote verlagern. Für einen adäquaten Einsatz dieser sollte die Gestaltung der Lebensbereiche möglichst im Kontrollempfinden von Mitarbeitenden liegen 9 . So könnten z. B. eine Flexibilisierung und Work-Life-Balance gefördert und digitaler Stress gemindert werden.

Fundref Information

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen; ITG-1–1

Footnotes

Interessenkonflikt Die Autorinnen/Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht

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