Skip to main content
Springer logoLink to Springer
. 2025 Nov 20;97(2):171–179. [Article in German] doi: 10.1007/s00115-025-01916-5

Optimierung der Arbeit von Gedächtnisambulanzen nach „value-based healthcare“ – ein Ansatz aus der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des ZI Mannheim

Optimization of the work of outpatient memory clinics from the perspective of value-based healthcare—An approach from the Clinic for Psychiatry and Psychotherapy of the ZI Mannheim

Lucrezia Hausner 1,✉, Annika Steinmetz 1, Gloria S Benson 1, Milena Kalla 1, Anna Schönberger 2, Ann-Katrin Schild 2, Sabrina Fehrenbach 3, Arne Knudsen 4, Bastian Hennig 4, Frank Jessen 2, Lutz Frölich 1
PMCID: PMC12953413  PMID: 41263958

Abstract

Background

Value-based healthcare (VBHC) is a concept in health economics that aims to improve patient care through needs-oriented treatment approaches while considering the costs incurred. “Value” describes the ratio of patient-centered outcome and experience data to the costs incurred.

Objective

To analyze and optimize the workflows of the Outpatient Memory Clinic of the ZI Mannheim according to VBHC criteria. The aim of the study was to improve the quality of care from the patient’s perspective, to measure the changes in benefits for all involved parties and simultaneously to evaluate the costs and revenues of the diagnostic process.

Methods

The initial diagnostic process was analyzed in 25 dyads (patient + caregiver) using standardized (State-Trait Anxiety Inventory (STAI), Patient Assessment of Chronic Illness Care (PACIC), Euroquol visual analogue scale (EQ-VAS)) and process-oriented questionnaires. After staff training, a modified diagnostic process (VBHC-M) was implemented in a pilot study. This process was then evaluated in a second survey of 17 dyads and 8 additional patients using the same questionnaires. The results from both surveys were compared using t‑tests or Mann–Whitney U tests. A cost and revenue analysis (CRA) was conducted using annual data.

Results

The quality of care (PACIC) for patients (p < 0.001) and caregivers (p = 0.004) improved following VBHC‑M, as did patient satisfaction and expectations (process-oriented questionnaires). The CRA showed that VBHC‑M resulted in a financial disadvantage for the care provider.

Conclusion

The workflows of the outpatient memory clinic could be successfully optimized in the sense of patient-centered care, leading to an increased number of patients treated, higher patient and caregiver satisfaction and cost savings. This shows that VBHC can be implemented in outpatient memory clinics; however, the accelerated diagnostic process is reimbursed at a lower rate under the current flat-rate quarterly payment system, highlighting the need for adjustments to reimbursement models.

Keywords: Value-based healthcare, Outpatient memory clinic, Process optimization, Patient care, Dementia

Hintergrund

„Value-based healthcare“ (VBHC) ist ein Konzept der Gesundheitsökonomie [1], das patientenzentrierte medizinische Abläufe und effiziente Versorgungsstrukturen priorisiert [2]. Die Qualität der Versorgung und der Nutzen für Patienten in Relation zu entstehenden Kosten („value-based“) werden über die Quantität durchgeführter Maßnahmen („volume-based“) gestellt [3] und der Ressourceneinsatz wird sinnvoll gestaltet. Dies kann gesamtwirtschaftliche Kosten reduzieren [2].

Die medizinische Versorgung und der subjektiv empfundene Gesundheitszustand der Patienten werden durch „patient reported experience measures“ (PREM) und „patient reported outcome measures“ (PROM) erfasst [4].

Eine Herangehensweise nach VBHC-Konzept findet in unserem Gesundheitssystem kaum Beachtung [5]. Für Gedächtnisambulanzen als spezialisierte Einrichtungen zur Früh- und Differenzialdiagnostik neurodegenerativer Erkrankungen kann VBHC hoch relevant sein. In der S3-Leitlinie Demenz wird die Biomarkerdiagnostik der Alzheimer-Krankheit (AK) empfohlen, um Patienten und Angehörige in Anbetracht der neuen Therapiemöglichkeiten adäquat beraten und behandeln zu können [6]. Diese wird nach Experteneinschätzung zu erheblichen Wartezeiten im diagnostischen Prozess führen [7]. Amyloid-Targeting-Therapien (ATT) bei AK werden in anderen Ländern bereits angewendet [8, 9]. Mit Lecanemab ist die erste ATT auch in Deutschland verfügbar [10] und Donanemab wurde im September 2025 durch die EMA zugelassen [11].

Dieses wird zu einem weiteren Anstieg der Patientenzahlen in spezialisierten Zentren führen [12]. Zur Indikationsstellung ist eine aufwendige Diagnostik und ein Therapiemonitoring durch regelmäßige zerebrale Bildgebungen notwendig. Die ATT führen daher zu zusätzlichen Kosten durch u. a. erhöhte Personalbindungszeiten, Untersuchungsmethoden sowie Logistik, deren Finanzierung durch die Kostenträger bisher nicht geklärt ist [13]. Dies stellt Leistungserbringer vor Herausforderungen und erfordert eine Anpassung derzeitiger Strukturen und Abläufe [14]. Diese Qualitätsverbesserung kann durch Implementierung des VBHC-Ansatzes in Gedächtnisambulanzen erzielt werden [15].

In einem Pilotprojekt wurden die Arbeitsabläufe in der Gedächtnisambulanz des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim (ZI) analysiert und nach VBHC optimiert. Studienziel war, die Versorgungsqualität aus Patientensicht zu modifizieren (VBHC-M) und mittels PREM und PROM die resultierende Veränderung des Nutzens für alle Beteiligten und parallel die Veränderung auf Kosten- und Erlösebene zu erfassen.

Methodik

Mit Unterstützung durch Roche Pharma AG und Roche Diagnostics Deutschland GmbH wurde dieses Projekt von November 2022 bis April 2024 konzipiert und durchgeführt. Wissenschaftliche Mitarbeiter der Firma waren an der Kosten- und Erlösanalyse (KEA) beteiligt, aber nicht an der Dateninterpretation. Die Firma unterstützte das Projekt finanziell, das parallel am ZI Mannheim und am Zentrum für Gedächtnisstörungen der Universitätsklinik Köln (ZfG) durchgeführt wurde. Beratende Voten der Ethikkommissionen Mannheim (Universität Heidelberg, Nr. 2023-601) und Köln (Nr. 23-1291) liegen vor. Ergebnisse des ZfG Köln sowie eine detaillierte Kosten- und Erlösanalyse sind in einem separaten Manuskript publiziert [16]. Die Prozessoptimierung wurde durch die Kartierung der Patientenreise („patient journey mapping“, [17]), Messung von Outcomes und Kosten mittels patienten- und prozessorientierter Fragebögen [18] sowie die Standardisierung von Prozessen umgesetzt ([19]; Tab. 1).

Tab. 1.

Einschlusskriterien der Patienten

25 konsekutive Patienten der Gedächtnisambulanz (mit Bezugsperson)
Erstvorstellung zwischen August 2023 und Dezember 2023
Alter: ≥ 50 Jahre
Ausreichende Deutschkenntnisse
Einwilligungsfähigkeit und Einwilligung in die Datenerhebung
Zeitliche Verfügbarkeit

Der Ablauf des Pilotprojektes ist in Abb. 1 dargestellt.

Abb. 1.

Abb. 1

Ablauf des Pilotprojekts, Zeitpunkt und Umfang der Befragungen. BZ Befragungszeitraum, STAI‑S State-Trait-Anxiety Inventory, EQ-5D-5L visuelle Analogskala des Gesundheitsfragebogens, PACIC Patient Assessment of Chronic Illness Care

Patienten und Bezugspersonen: Rekrutierung, Stichprobe und Befragung

Patienten und Bezugspersonen wurden aus dem aktuellen Patientenfluss der Gedächtnisambulanz von August 2023 bis April 2024 durch Behandler identifiziert. Vor der Datenerhebung erfolgte eine schriftliche informierte Einwilligung. Für den Befragungszeitpunkt 1 (BZ 1) wurden 25 Dyaden rekrutiert; für den Befragungszeitpunkt 2 (BZ 2) waren es 25 Patienten und 17 Bezugspersonen. Die Anzahl der Dyaden wurde im Sinne einer Pilotstudie anhand der praktischen Machbarkeit und der Kapazitäten der Gedächtnisambulanz festgelegt. Zum BZ 1 wurden Patienten und Bezugspersonen mittels offener Antwortformate zu ihrer Wahrnehmung des Diagnostikprozesses befragt. Zum BZ 2 wurden zusätzlich auch Fachkräfte (Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter, medizinisch-technische Angestellte, medizinische Fachangestellte) der Gedächtnisambulanz anonym mittels offener Antwortformate zu ihrer Wahrnehmung der VBHC-Modifikation befragt. Zur Abbildung der Qualität der medizinischen Versorgung und des Nutzens für Patienten anhand von PREM und PROM wurden die Untersuchungsinstrumente vor und nach dem Abschlussgespräch vor (BZ 1) und nach (BZ 2) der Intervention (VBHC-Modifikation = VBHC-M) eingesetzt (Abb. 1). Zu den PREM gehören der PACIC Short sowie die prozessorientierten Fragebögen; zu den PROM gehören der STAI‑S und die EQ-VAS.

Untersuchungsinstrumente

STAI-S.

Die adaptierte deutsche Kurzversion des State-Trait-Anxiety Inventory (STAI; [20, 21]), bestehend aus 10 Items, erfasst Angst als aktuellen Zustand.

PACIC.

Der Patient Assessment of Chronic Illness Care (PACIC) – Short [22] besteht aus 12 Items und dient der Beurteilung der Versorgungsqualität chronisch kranker Patienten.

EQ VAS.

Die EQ visuelle Analogskala (EQ VAS) des EQ-5D-5L [23] erfasst den selbstberichteten Gesundheitszustand.

MADRS.

Die Montgomery Asberg Depression Rating Scale (MADRS; [24]) besteht aus 10 Items und ist ein Fremdbeurteilungsverfahren zur Einschätzung des Schweregrades einer Depression.

MMST.

Der Mini Mental Status Test (MMST; [25]) ist ein orientierendes Screeningverfahren zur Erfassung kognitiver Defizite und umfasst 30 Items.

Prozessorientierter Fragebogen (FB).

Der prozessorientierte Fragebogen ist ein selbst entwickelter Fragebogen zur Bewertung der Zufriedenheit mit dem erlebten Nutzen, Wünschen und Erwartungen des diagnostischen Prozesses und zur Zufriedenheit mit den zeitlichen Abläufen (Supplement). Die Einschätzungen wurden mit einer numerischen 5‑Punkte-Skala bewertet (ja – eher ja – weder ja noch nein – eher nein – nein) sowie offenen Antwortformaten erhoben. Nach der Intervention (VBHC-M) wurde der FB um vier zusätzliche Fragen, die den modifizierten Diagnostikprozess betrafen, ergänzt.

Soziodemografische und klinische Daten wurden der Patientenakte entnommen.

Statistische Auswertung

Die deskriptive Analyse der demographischen und klinischen Daten erfolgte anhand von Häufigkeiten (n; %) und Mittelwerten mit Standardabweichungen (M ± SD). Die prozessorientierten, selbst konzipierten Fragen wurden unter Berücksichtigung der Gruppenzugehörigkeit mit dem exakten Test nach Fisher-Freeman-Halton (FFH) ausgewertet. Standardisierte FB mit mehr als drei fehlenden Antworten wurden ausgeschlossen. Gruppenunterschiede wurden mittels t‑Test für unabhängige Stichproben bzw. Mann-Whitney-U-Test geprüft. Die Analysen erfolgten mit IBM SPSS® Statistics (Version 29.0.0.0.); ein p < 0,05 wurde als statistisch signifikant gewertet.

Kosten- und Erlösanalyse (KEA)

Die KEA wurde aus Sicht der Gedächtnisambulanz als Leistungserbringer auf Basis von Prozessdaten aus 2023 durchgeführt. Bewertet wurden Personal- und Materialkosten mittels Bottom-up-Kalkulation: Für jeden Prozessschritt wurde der mittlere Personalzeitaufwand minutengenau erfasst und mit den jeweiligen Kostensätzen multipliziert. Bei gesetzlich Versicherten sind die Erlöse durch die quartalsbezogene Hochschulambulanzpauschale gedeckelt, unabhängig vom Ressourcenverbrauch; bei privat Versicherten erfolgte eine fallbasierte Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte. Daten und Ergebnisse sind in einer separaten Publikation dargestellt [16].

Intervention: VBHC-Modifikation

Auf Basis der Fragebogenauswertung wurde der Diagnostikprozess durch verschiedene VBHC-Maßnahmen beschleunigt (Abb. 2):

  1.  effizientere Terminkoordination durch Bündelung aller diagnostischen Maßnahmen am Erstgespräch, Einführung von Blockterminen und Verkürzung der Dauer von LPs;

  2. Erweiterung der MRT- und LP-Kapazitäten in Kooperation mit der Neuroimaging-Abteilung sowie Verzicht auf routinemäßige EEGs;

  3. Zusendung eines Anamnesebogens vor dem Erstgespräch;

  4. Schulung des Ambulanzpersonals in Terminvergabe und Erwartungsmanagement.

Abb. 2.

Abb. 2

Diagnoseprozess vor (BZ 1) und nach VBHC‑M (BZ 2). EG ärztliches Erstgespräch, AG ärztliches Abschlussgespräch, NPU neuropsychologische Untersuchung, LP Lumbalpunktion, MRT Magnetresonanztomographie, EEG Elektroenzephalographie

Dadurch verkürzte sich die Diagnostikdauer um 75 % auf 29 Tage (U = 10,000; Z = −5,884; p < 0,001).

Ergebnisse

Merkmale der Gedächtnisambulanz, Patientenklientel und Häufigkeit der diagnostischen Maßnahmen

Die Erst- und Differenzialdiagnostik folgen der S3-Leitlinie Demenzen [6]. Im Jahr 2023 wurden 651 Patienten zur Erstdiagnostik registriert. In Tab. 2 und 3 sind die Strukturmerkmale der Gedächtnisambulanz aufgeführt. Die Häufigkeit der diagnostischen Maßnahmen ist in Tab. 2 beispielhaft für 196 konsekutive Patienten des Jahres 2023 dargestellt, dabei wurden die in Tab. 3 aufgeführten Diagnosen nach der ärztlichen Erstuntersuchung unter Einschluss eines psychometrischen Kurztests (EG) unter Anwendung von ICD-10-Kriterien vergeben.

Tab. 2.

Häufigkeit der einzelnen diagnostischen Maßnahmen in der GA 2023 (n = 196)

EG NPU Labor MRT LP-Aufklärung LP AG
n = 196; 100 % n = 169; 86 %

n = 159;

81 %

n = 186;

95 %

n = 95;

48,5 %

n = 90;

46 %

n = 192

98 %

EG ärztliches Erstgespräch, AG ärztliches Abschlussgespräch, NPU neuropsychologische Untersuchung, LP Lumbalpunktion

Tab. 3.

Diagnoseverteilung (ICD-10-Kriterien) nach ärztlicher Erstuntersuchung unter Einschluss eines psychometrischen Kurztests in der GA 2023 (N = 651; 100 %)

Leichte kognitive Störungen n = 433; 67 %
Demenzen n = 179; 27 %
Affektive Störungen n = 25; 4 %
Organische psychische Störungen n = 3; 0,5 %
Andere n = 11; 1 %

Leichte kognitive Störungen, F06.7, affektive Störungen, F3XX und F4XXX; Demenzen, G3xx, F03, G2xx, G9xxx, I6xxx, R47, organische psychische Störungen, F06xx (nicht F06.7), F05xxx; andere, F10xx, F20xx, F25xx:, F5xx, F7xx, F8xxx, G8xxx, R4xxx (nicht R47), Sxxx, Txxx, Uxxx, Zxxx

Stichprobe der Pilotstudie (Patienten und Bezugspersonen)

Zur Beschreibung des Diagnostikprozesses vor der Modifikation (BZ 1) wurden 25 Dyaden in die Auswertung eingeschlossen. Nach der Modifikation (BZ 2) wurden Daten von 17 Dyaden und 8 Patienten ohne Bezugspersonen aus einer neuen Stichprobe erhoben (Tab. 4 und 5). Nicht vollständig ausgefüllte Fragebögen führten zu variablen Stichprobengrößen.

Tab. 4.

Soziodemographische und klinische Charakteristika der Patienten der Pilotstudie

N BZ 1
(vor VBHC-M)
N BZ 2
(nach VBHC-M)
Teststatistik p-Werte
Alter: MW (SD), Range 25

68,04 (8,512)

56–83

25

65,36 (7,610)

(50–82)

t = 1,174 0,246
Geschlecht: n (%) 25

m: 9 (36)

w: 16 (64)

25

m: 15 (60)

w: 10 (40)

U = 969,50 0,348
MMST: MW (SD), Range 25

26,36 (2,871)

20–30

25

27,28 (2,685)

21–30

U = 249,50 0,221
MADRS: MW (SD), Range 25

7,44 (6,708)

0–23

25

14,68 (9,569)

0–32

U = 449,00 0,008
Kognitiver Status: n (%) 25

SCI: 9 (36)

MCI: 12 (48)

Demenz: 4 (16)

25

SCI: 10 (40)

MCI: 10 (40)

Demenz: 5 (20)

U = 291,50 0,658
Ätiologie: n (%) 25

AK: 6 (24)

VG: 2 (12)

Depression: 2 (8)

Andere zerebrale Erkrankungen:

8 (32)

Diagnostisch unklar: 7 (28)

25

AK: 4 (16)

VG: 5 (20)

Depression: 6 (24)

Andere zerebrale Erkrankungen:

9 (36)

Diagnostisch unklar: 1 (4)

U = 297,50 0,765

MW Mittelwert, SD Standardabweichung, MMST Mini-Mental-Status-Test, MADRS Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale, SCI subjektive kognitive Störung, MCI leichte kognitive Störung, AK Alzheimer-Krankheit, VG vaskuläre Genese

Tab. 5.

Soziodemographische Charakteristika der Bezugspersonen der Pilotstudie

N BZ 1
(vor VBHC-M)
N BZ 2
(nach VBHC-M)
Teststatistik p-Werte
Alter: MW (SD) 24 63,08 (11,576) 17 63,22 (6,967) t = −0,045 0,964
Geschlecht 25 m: 56 % w: 44 % 17 m: 50 %, w: 50 % U = 211,50 0,763
Verhältnis zu dem Patienten 25

76 % Partner

20 % (Enkel)Kind

4 % Geschwister

17

94 % Partner

6 % Geschwister

U = 186,00 0,209
Leben im selben Haushalt 24 79 % 17 83 % U = 207,00 1,00

MW Mittelwert, SD Standardabweichung. Unterschiedliche Häufigkeiten zu den Angaben ergeben sich über fehlende Antworten („missing values“)

Ergebnisse der prozessorientierten Fragen

In der qualitativen Befragung zu BZ 1 wurde die lange Dauer des Diagnostikprozesses (116 Tage) als Hauptkritikpunkt genannt (Patienten n = 4, 40 %; Bezugspersonen n = 5; 55,56 %).

Nach VBHC‑M stieg die Patientenzufriedenheit mit der Diagnostik und Behandlung signifikant (FFH = 8,733, p = 0,004), und Patientenerwartungen wurden häufiger erfüllt (FFH = 5,871, p = 0,032). Die meisten Patienten (86 %, n = 19) waren mit der Terminplanung zufrieden, alle (100 %, n = 22) mit dem verkürzten Diagnostikprozess (Abb. 3). Ebenso waren 86 % der Bezugspersonen (n = 15) mit der Terminplanung und 100 % (n = 14) mit dem verkürzten Diagnostikprozess zufrieden (Abb. 4).

Abb. 3.

Abb. 3

Ergebnisse der Patienten zu prozessorientierten Fragen vor und nach VBHC‑M auf einer 5‑Punkte-Skala. Unterschiedliche Häufigkeiten zu den Angaben ergeben sich über fehlende Antworten („missing values“)

Abb. 4.

Abb. 4

Ergebnisse der Bezugspersonen zu prozessorientierten Fragen vor und nach VBHC‑M auf einer 5‑Punkte-Skala. Unterschiedliche Häufigkeiten zu den Angaben ergeben sich über fehlende Antworten („missing values“)

Ergebnisse der offenen Antworten von Patienten und Bezugspersonen

Die Zufriedenheit mit Diagnostik und Behandlung stieg nach VBHC‑M durch die gesteigerte Effektivität des Diagnostikprozesses (Patienten: vor 21,43 %, n = 3; nach 23,08 %, n = 3; Bezugspersonen: vor 50 %, n = 7; nach 72,73 %, n = 8). Patienten schätzten zu beiden Befragungszeitpunkten die Freundlichkeit des Personals (vor: 28,57 %, n = 4; nach: 38,46 %, n = 5). Bezugspersonen nannten zudem das verbesserte Wohlbefinden der Patienten durch optimierte Abläufe in der Gedächtnisambulanz (27,27 %, n = 3). Der lange Diagnostikprozess, zuvor kritisiert (Patienten: 40 %, n = 4; Bezugspersonen: 55,56 %, n = 5), wurde nach VBHC‑M nicht mehr erwähnt. Diagnosegewissheit blieb der wichtigste Nutzen (Patienten: vor 69,23 %, n = 9; nach 63,16 %, n = 12; Bezugspersonen: vor 57,14 %, n = 8; nach 50 %, n = 7), gefolgt vom Nutzen für die Lebensführung (Patienten: vor 23,08 %, n = 3; nach 26,32 %, n = 5; Bezugspersonen: vor 42,86 %, n = 6; nach 50 %, n = 7).

Ergebnisse standardisierter Fragebögen Patienten und Bezugspersonen

Die wahrgenommene Versorgungsqualität (PACIC) für Patienten (p < 0,001) und Bezugspersonen (p = 0,004) stieg nach VBHC‑M. Das Angsterleben der Patienten (STAI-5) sowie der Gesundheitszustand von Patienten und Bezugspersonen (EQ-VAS) wurden nicht beeinflusst (Tab. 6).

Tab. 6.

Standardisierte Fragebögen

Patienten N

BZ 1

(vor VBHC-M)

N

BZ 2

(nach VBHC-M)

Teststatistik p‑Werte
STAI-5: MW (SD) 21 36,95 (14,496) 21 39,19 (17,183) t = 0,456 0,651
PACIC: MW (SD) 18 2,08 (0,538) 21 2,89 (0,518) t = −4,761 < 0,001
EQ VAS: MW (SD) 21 70,52 (18,234) 23 60,59 (22,500) t = 1,600 0,117
Bezugspersonen N

BZ 1

(vor VBHC-M)

N

BZ 2

(nach VBHC-M)

Teststatistik p‑Werte
PACIC: MW (SD) 14 1,87 (0,438) 13 2,55 (0,649) t = −3,191 0,004
EQ VAS: MW (SD) 19 80,58 (10,074) 14 71,43 (18,546) t = 1,823 0,078

STAI-S-Wert State-Trait Anxiety Inventory, PACIC-Wert Patient Assessment of Chronic Illness Care, EQ VAS Visual Analog Scale des EQ-5D-5L, unterschiedliche Häufigkeiten zu den Angaben ergeben sich über fehlende Antworten („missing values“)

Einstellung der Mitarbeiter zum Diagnostikprozess nach VBHC

Insgesamt 13 (100 %) Gedächtnisambulanzmitarbeiter nahmen an der anonymen Mitarbeiterbefragung teil. Für 86,62 % (n = 11) profitierten die Patienten von der schnelleren Diagnostik. Positiv bewerteten sie v. a. verkürzte Wartezeiten, weniger Diagnostikabbrüche, Behandlerkontinuität, eine frühere Diagnosegewissheit und schnellere Einleitung von Therapien.

Kosten- und Erlösanalyse

Aufgrund der auf weniger als ein Quartal verkürzten Diagnostik nach VBHC‑M konnte nach dem pauschalisierten quartalsbezogenen Abrechnungssystem keine kostendeckende Vergütung mehr erreicht werden. Die Personalkosten waren der größte Anteil der Gesamtkosten. Zu wenige Termine in der apparativen und LP-Diagnostik begrenzten auch die Möglichkeit zur Versorgungsanpassung. Gleichzeitig konnten relevante Kosten eingespart werden, da die Dauer des gesamten Diagnostikprozesses verkürzt, das EEG nicht mehr durchgeführt und die Zeit für die Aufklärung zur Lumbalpunktion halbiert wurde. Diese Effizienzgewinne ermöglichten es, mehr Patienten im selben Zeitraum zu versorgen.

Diskussion

Das VBHC-Konzept wurde erstmals im Arbeitskontext von Gedächtnisambulanzen angewendet, analysiert und erfolgreich in die klinische Routine überführt.

Die Analyse des Ist-Zustandes zeigte die Komplexität der Abläufe bei hoher Patientenzahl. Die dreimonatige Dauer des Diagnostikprozesses war Hauptkritikpunkt aus Patientensicht. Die VBHC‑M verkürzte diesen auf einen Monat, was alle Patienten positiv bewerteten und die allgemeine Patientenzufriedenheit, das Wohlbefinden und die Erwartungen an die Gedächtnisambulanz über eine Diagnosestellung erhöhte. Diese Ergebnisse spiegeln den Kerngedanken des VBHC-Konzeptes wider, dass eine Effizienzsteigerung die Qualität der medizinischen Versorgung erhöhen kann und der Nutzen für Patienten steigt. Die Verkürzung einzelner Termine und Terminkopplungen vereinfachte die Terminkoordination. Die bessere Nutzung von Vorinformationen und die Vernetzung der verschiedenen Versorgungsstrukturen [2] sparte Untersuchungen gemäß VBHC [26]. Der effizientere Diagnostikprozess wurde von Bezugspersonen generell positiv bewertet. Auch aus Sicht der Mitarbeiter profitierten die Patienten davon und es konnten mehr Patienten im selben Zeitraum versorgt werden.

Durch die VBHC‑M konnten vier von sechs operationalisierten VBHC-Komponenten [1] adressiert werden: patientenorientierte Gesundheitsversorgung, qualitätsbezogene Vergütung, Vernetzung beteiligter Versorgungsstrukturen und effektiverer Informationsfluss.

Die VBHC‑M minderte allerdings die Erträge im derzeitigen pauschalisierten quartalsbezogenen Abrechnungssystem. Eine adäquate Vergütungsstruktur muss die tatsächlichen Kosten unter VBHC honorieren [27] und gleichzeitig patientenzentrierte Ergebnisse wie Lebensqualität und Patientenzufriedenheit berücksichtigen. Die ambulante spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) für Demenzen wie auch bei anderen chronischen Erkrankungen [28] könnte ein solches Vergütungsmodell bieten. Auch OPS-Codes für „komplexe Diagnostik“ könnten dazu beitragen [29]. Expertenrunden der europäischen Kommission empfehlen, einen Strategieplan zur Ressourcenfreisetzung für Reinvestition in „High-value“-Versorgung zu fördern, und eine wirksame Umverteilung Richtung VBHC [1, 27].

Eine Limitation dieser Pilotstudie ist der kleine Stichprobenumfang, der die Generalisierbarkeit der Ergebnisse begrenzt, sodass diese an mehreren Zentren validiert werden sollten. Weiter schränkt die Verwendung von einigen nicht validierten PROM die Vergleichbarkeit und Generalisierbarkeit der Ergebnisse ein. Die kontinuierliche Erhebung von PROM und Kosten sowie die Bildung spezialisierter Zentren mit demografischer Erreichbarkeit als VBHC-Domänen konnten nicht umgesetzt werden [1]. Auch in vorherigen VBHC-Studien erfolgte die VBHC-Umsetzung nur unvollständig [3].

Die Studienstärke lag in der Umsetzung der sechs operationalisierten VBHC-Komponenten [1]. Ihre Anwendung in der klinischen Routine lieferte wertvolle Daten im Behandlungskontext.

Fazit für die Praxis

  • VBHC in Gedächtnisambulanzen ist besonders relevant angesichts der Veränderungen der Therapie und Diagnostik neurodegenerativer Erkrankungen.

  • Die Beschleunigung des Diagnostikprozesses durch VBHC-Maßnahmen steigert Patientenzufriedenheit und optimiert Ressourcennutzung, was den Kerngedanken von VBHC widerspiegelt.

  • In diesem Projekt konnten Arbeitsabläufe in zwei Gedächtnisambulanzen durch VBHC-Komponenten erfolgreich optimiert werden – als mögliches Modell für weitere Zentren in Deutschland.

  • Eine Anpassung des Abrechnungssystems ist erforderlich, evtl. über Komplexpauschalen (OPS-Codes).

  • Weitere Studien sollten VBHC-Komponenten umfassender mit größeren Stichproben umsetzen, um Wertorientierung, Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit bei steigendem Diagnostikbedarf zu sichern.

Supplementary Information

115_2025_1916_MOESM1_ESM.docx (819.6KB, docx)

Eingesetzte Fragebögen vor Abschlussgespräch

Acknowledgments

Funding

Das Projekt wurde von der Roche Pharma AG finanziell unterstützt.

Data Availability Statement

Patient-related raw data are not publicly available in order to protect patient privacy. Further data can be made available by contacting the corresponding author.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

L. Frölich hat zwischen 2020 und 2025 Honorare für Beratung und Vorträge erhalten von: Biogen, BioVie, Eli Lilly, Eisai, GE Healthcare, Grifols, Janssen, Neurimmune, Noselab, NovoNordisk, Roche, TauRX, Schwabe, Medscape, Medfora und FOMF sowie institutionelle Förderung von Hoffmann-La Roche. Zudem steht LF in Verbindung zur German Society of Psychiatry, Psychotherapy and Nervous Diseases (Guideline committee), European Alzheimer Disease Consortium, German Network of Memory Clinics, Alzheimer Europe, Alzheimer Society Baden-Württemberg. L. Hausner erhielt Honorare für Vorträge von MedTriX (2021, 2022 und 2023), Medfora (2021) und Roche (2021) und Roche-Beratertätigkeit (2022). G.S. Benson hat in 2022 Honorare für Beratung und Vorträge erhalten von Roche Pharma. F. Jessen hat zwischen 2022 und 2025 Honorare für Beratung und Vorträge erhalten von: Abbvie, AC immune, Biogen, Eli Lilly, Eisai, GE Healthcare, Grifols, Janssen-Cliag und Roche Pharma sowie institutionelle Forschungsförderung von Roche Pharma. A.-K. Schild hat zwischen 2022 und 2025 Honorare für Vorträge erhalten von: Novo Nordisk Pharma GmbH und Lilly Deutschland GmbH. S. Fehrenbach steht in einem Beschäftigungsverhältnis zu der Roche Pharme AG und besitzt Aktien der F. Hoffmann-La Roche AG. B. Hennig steht in einem Beschäftigungsverhältnis mit der Roche Diagnostics Deutschland GmbH und besitzt Aktien der F. Hoffmann-La Roche AG. A. Knudsen stand von 2023 bis 2024 in einem Beschäftigungsverhältnis bei der Roche Pharma AG und besaß in diesem Zeitraum Aktien der F. Hoffmann-La Roche AG. Er war von 2024 bis 2025 bei der Novartis Pharma GmbH und ist seit 2025 bei der Roche Diagnostics Deutschland GmbH angestellt. A. Steinmetz, M. Kalla und A. Schönberger geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Das Projekt wurde mit Zustimmung der zuständigen Ethikkommission der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg (Antragsnummer: 2023-601) sowie gemäß der Deklaration von Helsinki von 1975 (in der aktuellen, überarbeiteten Fassung) durchgeführt. Von allen Teilnehmenden liegt eine Einverständniserklärung vor.

Footnotes

graphic file with name 115_2025_1916_Figqr_HTML.jpg

Zusatzmaterial online – bitte QR-Code scannen

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Literatur

  • 1.Porter ME (2010) What is value in health care? N Engl J Med 363(26):2477–2481. 10.1056/NEJMp1011024 [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
  • 2.Porter ME, Lee TH (2016) From volume to value in health care. JAMA 316(10):1047. 10.1001/jama.2016.11698 [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
  • 3.van Staalduinen DJ, van den Bekerom P, Groeneveld S, Kidanemariam M, Stiggelbout AM, van den Akker-van Marle ME (2022) The implementation of value-based healthcare: a scoping review. BMC Health Serv Res 22(1):270. 10.1186/s12913-022-07489-2 [DOI] [PMC free article] [PubMed] [Google Scholar]
  • 4.Porter ME, Larsson S, Lee TH (2016) Standardizing patient outcomes measurement. N Engl J Med 374(6):504–506. 10.1056/NEJMp1511701 [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
  • 5.Krebs F et al (2023) Transforming health care delivery towards value-based health care in Germany: a Delphi survey among stakeholders. Healthcare 11(8):1187. 10.3390/healthcare11081187 [DOI] [PMC free article] [PubMed] [Google Scholar]
  • 6.DGN e. V, DGPPN e. V S3-Leitlinie Demenzen, Version 4. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-013. Zugegriffen: 13. Nov. 2024
  • 7.Mattke S et al (2024) Current capacity for diagnosing Alzheimer’s disease in Germany and implications for wait times. J Alzheimer’s Dis 101(4):1249–1259. 10.3233/JAD-240728 [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
  • 8.Sims JR et al (2023) Donanemab in early symptomatic Alzheimer disease. JAMA 330(6):512. 10.1001/jama.2023.13239 [DOI] [PMC free article] [PubMed] [Google Scholar]
  • 9.van Dyck CH et al (2023) Lecanemab in early Alzheimer’s disease. N Engl J Med 388(1):9–21. 10.1056/NEJMoa2212948 [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
  • 10.European Medicines Agency Leqembi. https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/leqembi. Zugegriffen: 30. Sept. 2025
  • 11.European Medicines Agency Kinsula. https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/kisunla. Zugegriffen: 30. Sept. 2025
  • 12.Deutsche Alzheimer Gesellschaft (2022) Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen. https://www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/Alz/pdf/factsheets/infoblatt1_haeufigkeit_demenzerkrankungen_dalzg.pdf Zugegriffen 04.11.2025
  • 13.Deutsches Ärzteblatt (2023) Neue Alzheimertherapien sind Herausforderung für das Gesundheitssystem. Dtsch Ärztebl
  • 14.Jessen F, Perneczky R, von Arnim C, Schulz JB (2023) Früherkennung von Demenz: Gedächtnisambulanzen mit Kernkompetenz für Alzheimer. Dtsch Ärztebl Int: 816
  • 15.Raspe H (2018) Value based health care (VbHC): woher und wohin? Z Evid Fortbild Qual Gesundhwes 130:8–12. 10.1016/J.ZEFQ.2017.08.002 [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
  • 16.Schönberger et. al. (im Druck) Prozessoptimierung in Gedächtnisambulanzen orientiert an Value-based Healthcare (VBHC). Monitor Versorgungsforschung (06/25):71-77. 10.24945/MVF.06.25.1866-0533.2780
  • 17.Bulto LN, Davies E, Kelly J, Hendriks JM (2024) Patient journey mapping: emerging methods for understanding and improving patient experiences of health systems and services. Eur J Cardiovasc Nurs 23(4):429–433. 10.1093/eurjcn/zvae012 [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
  • 18.Bandurska E (2022) The voice of patients really matters: using patient-reported outcomes and experiences measures to assess effectiveness of home-based integrated care—A scoping review of practice. Healthcare 11(1):98. 10.3390/healthcare11010098 [DOI] [PMC free article] [PubMed] [Google Scholar]
  • 19.Newnam R, Migliore L, Ransom JC (2023) Standardizing evidence-based practice review processes across the defense health agency enterprise. Mil Med 189(Supplement_1):39–44. 10.1093/milmed/usad014 [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
  • 20.Grimm J (2009) State-Trait-Anxiety Inventory nach Spielberger (Deutsche Lang- und Kurzversion) [Google Scholar]
  • 21.Spielberger CD (1970) Manual for the state-trait anxiety inventory (self-evaluation questionnaire). Palo Alto [Google Scholar]
  • 22.Gugiu PC, Coryn C, Clark R, Kuehn A (2009) Development and evaluation of the short version of the patient assessment of chronic illness care instrument. Chronic Illn 5(4):268–276. 10.1177/1742395309348072 [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
  • 23.Herdman M et al (2011) Development and preliminary testing of the new five-level version of EQ-5D (EQ-5D-5L). Qual Life Res 20(10):1727–1736. 10.1007/s11136-011-9903-x [DOI] [PMC free article] [PubMed] [Google Scholar]
  • 24.Schmidtke A, Fleckenstein P, Moises W, Beckmann H (1988) Untersuchungen zur Reliabilität und Validität einer deutschen Version der Montgomery-Asberg Depression-Rating Scale (MADRS) [Studies of the reliability and validity of the German version of the Montgomery-Asberg Depression Rating Scale (MADRS). Schweizer Arch Neurol Psychiatr 139(2) [PubMed]
  • 25.Folstein MF, Folstein SE, McHugh PR (1975) Mini-mental state‘. J Psychiatr Res 12(3):189–198. 10.1016/0022-3956(75)90026-6 [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
  • 26.Ramesh T, Kadakia K, Moura L (2024) Transforming value-based dementia care—implications for the GUIDE model. JAMA Intern Med 184(3):237. 10.1001/jamainternmed.2023.7669 [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
  • 27.E. C. D.-G. for H. and F. Safety, Defining value in ‘value-based healthcare’—Report of the Expert Panel on Effective Ways of Investing in Health (EXPH). Publications Office, 2019. doi: doi/10.2875/35471.
  • 28.Steinbeck V, Fresemann ML, Busse R (2024) Value-based healthcare‘ als Möglichkeit zur PatientInnensteuerung auf individueller und Systemebene. Die Inn Medizin 65(9):890–898. 10.1007/s00108-024-01767-3 [DOI] [PubMed] [Google Scholar]
  • 29.Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Änderungsvorschlag für den OPS 2024. https://multimedia.gsb.bund.de/BfArM/downloads/klassifikationen/ops/vorschlaege/vorschlaege2026/ops2026-127-komplexdiagnostik-demenz.pdf

Associated Data

This section collects any data citations, data availability statements, or supplementary materials included in this article.

Supplementary Materials

115_2025_1916_MOESM1_ESM.docx (819.6KB, docx)

Eingesetzte Fragebögen vor Abschlussgespräch

Data Availability Statement

Patient-related raw data are not publicly available in order to protect patient privacy. Further data can be made available by contacting the corresponding author.


Articles from Der Nervenarzt are provided here courtesy of Springer

RESOURCES