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editorial
. 2020 Jun 25;162(Suppl 2):5–6. [Article in German] doi: 10.1007/s15006-020-0632-3

Akte AIDS 2020: „Gesund bleiben mit HIV“

Editorial

Johannes R Bogner 1,, Stefan Esser 2, Tim Hollstein 3, Ulrich Seybold 1, Heike Künzel 4, Michael Nürnberg 5, Ulrich Kastenbauer 6, Julia Hafner 1, Petra Spornraft-Ragaller 7, Eva Wolf 8
PMCID: PMC7313646  PMID: 32583262

Abstract

Unser Motto versammelt Fachbeiträge zu Komorbiditäten und zur Vorsorge bei HIV-Infizierten. Das Großthema COVID-19-Pandemie konnte bei der Planung dieser „Akte AIDS“ zwar noch niemand absehen, doch spüren wir der Frage, ob HIV hier einen Risikofaktor darstellt, in aktuellen Beiträgen nach.


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Momentan sieht es so aus, als berge die gut kontrollierte HIV-Infektion kein spezielles Risiko in Bezug auf COVID-19. Auch bei HIV-Patienten sind es die Komorbiditäten und das Geburtsdatum, die einen schlechten Verlauf bedingen.

Die Fortbildungsbeiträge zu Komorbidität und Vorsorge befassen sich u. a. mit dem kardiovaskulären Risiko genannt (S. Esser, S. 20). Die Risikoeinschätzung und die Behandlung der Risikofaktoren sind essenziell. Im engen Zusammenhang damit steht die richtige Einstellung der Lipidwerte (CME-Beitrag von T. Hollstein et al., S. 54). Daneben lohnt sich in der Betreuung von HIV-Infizierten immer wieder der Blick auf die Niere (U. Seybold, S. 28). Das rechtzeitige Erkennen von Hinweisen auf psychische und psychosoziale Störungen ist ein Thema, bei dem der Hausarzt in seiner Kooperation mit dem Spezialisten sicher besonders gefordert ist (H. Künzel, S. 34).

Zur Prävention gehören die Malignom-Früherkennung im Gastrointestinaltrakt (M. Nürnberg et al., S. 37) und Impfungen (U. Kastenbauer et al., S. 39). Für die Detektion sexuell übertragbarer Erkrankungen stehen immer mehr zuverlässige schnelle Tests zur Verfügung (P. Spornraft-Ragaller, S. 44).

Ein Fallbeispiel beschreibt einen Patienten, der seit 30 Jahren trotz Komorbiditäten mit einer HIV-Infektion lebt (J. Hafner, S. 16). An der medikamentösen Therapie wird derweil ständig weiter geforscht und weiter entwickelt. So werden in Kürze injizierbare, lang wirksame Medikamente eingeführt (E. Wolf et al., S. 50).

An dieser Stelle sei aber einmal ganz besonders all den Freundinnen und Freunden gedankt, die in der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter (DAGNÄ) und der Deutschen AIDS-Gesellschaft (DAIG) organisiert sind und sich jedes Jahr hier mit Beiträgen beteiligen.

Johannes Bogner

Ein erfülltes Leben

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Titelbild -- Marcel D. ist 30 Jahre alt und lebt in Köln. Die HIV-Diagnose vor zehn Jahren hat er dank hilfreicher Freunden, Ärzte und Berater gut verarbeitet. Heute steht er mitten im Leben: Er arbeitet bei der Aidshilfe, ist sexuell aktiv und unterhält sogar einen kleinen YouTube-Kanal.


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