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. 2020 Dec 7;64(12):34–37. [Article in German] doi: 10.1007/s12614-020-9456-x

Digitalisierung - jetzt

PMCID: PMC7686819

FVDZ-Landesverband Berlin Wenn die Mitarbeiterdecke dünn wird, ist es von Vorteil, Arbeitsprozesse zu digitalisieren, um sich und das Team nicht aufzureiben. Um die Digitalisierung unter anderem im Landesverband Berlin voranzutreiben, setzt sich Dr. Lars Eichmann bei den Kammerwahlen 2020 mit seiner Kandidatur in der Liste 7 ein.

Fähige Fachkräfte zu finden, die darüber hinaus noch zum Team passen, kann unter Umständen einige Zeit in Anspruch nehmen. Teams und auch Zahnärztinnen und Zahnärzte geraten durch die personelle Unterbesetzung oft an ihre Grenzen. Durch die Dauerbelastung erhöht sich in Folge von Krankheiten zusätzlich die Ausfallquote, sodass sich die Situation zuspitzt.

Ein Lösungsansatz ist die digitale Prozessgestaltung. Dazu bedarf es einer Analyse, die vorhandene Prozesse auf den Prüfstand stellt. Wie kann der zeitliche Einsatz von Mitarbeiterinnen reduziert werden? Welche technischen Hilfsmittel werden den Mitarbeiterinnen an die Hand gegeben? Weshalb scheuen Praxisleitung oder das Team die digitale Transformation? Sind es Ängste oder Denkblockaden, die den Wandel blockieren?

Arbeiten auch von Zuhause aus möglich

Vereinfachung durch Digitalisierung funktioniert zum Beispiel bei der Material- und Lagerverwaltung sehr gut. Darüber hinaus kann in der heutigen Zeit eine Mitarbeiterin von einem Tag auf den anderen ausfallen, obwohl sie nicht erkrankt ist (Quarantäne). Wäre ein digitaler Arbeitsplatz, der von zu Hause aus bedienbar wäre, in einer solchen Situation nicht von Vorteil? Denn nicht nur die Erstellung von Heil- und Kostenplänen oder Rechnungen ist von zu Hause aus denkbar. Es sind auch Aufgaben wie die Material- und Lagerhaltung, das QM oder das Bedienen der eingehenden Telefonate und Terminvereinbarungen denk- und machbar.

Um diese erweiterten Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen, braucht es eine ausgewählte Infrastruktur und geschultes Personal. Manchmal werden Fördermaßnahmen jedoch aus Unwissenheit nicht in Anspruch genommen, obwohl das Bundesministerium für Wirtschaft schon seit Langem kleine und mittelständische Unternehmen auf ihrem Weg in die Digitalisierung unterstützt.

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Fördermittel beantragen

Viele Praxisinhaber wissen nicht, dass sich die Förderung nicht nur auf die Anschaffung digitaler Infrastruktur bezieht, sondern auch für die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen ins digitale Zeitalter oder für die IT-Sicherheit vorgesehen sind. Fördermittel von "unternehmensWert Mensch Plus" oder "Digital Jetzt" räumen den Antragstellern Förderungen bis zu 50 Prozent und mehr ein.

Wenn solche Fördermittel in Betracht gezogen werden, ist es wichtig, sich zu vergegenwärtigen, dass der Antrag auf Fördermittel als Erstes gestellt oder bewilligt sein muss, bevor entsprechende Investitionen und Qualifizierungsmaßnahmen in die Wege geleitet werden. Wird diese Reihenfolge nicht eingehalten, werden Fördermittel verwehrt. In den Förderrichtlinien können interessierte Praxen nachlesen, ob sie förderfähig sind. Beim Förderprogramm "Digital - Jetzt" ist eines der Kriterien zum Beispiel die Anzahl der Mitarbeiter. Diese muss zwischen drei und 499 liegen.

Um die Digitalisierung unter anderem im Landesverband Berlin voranzutreiben, setzt sich Dr. Lars Eichmann bei den Kammerwahlen 2020 (18.11. bis 2.12.) mit seiner Kandidatur in der Liste 7 ein.

25 Jahre Wagenlenker in Niedersachsen.

FVDZ-Landesverband Niedersachsen Schon seit einem Vierteljahrhundert hält Dr. Eckhard Jung als Geschäftsführer des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) in Niedersachsen die Zügel in der Hand. Seine Mitstreiter möchten sich bei ihm dafür auf diesem Weg bedanken.

Jeder kennt die in Stein gemeißelten Darstellungen der ägyptischen Könige im Streitwagen, gekleidet in Kriegsrüstung mit gespanntem Kriegsbogen. "Ramses der Zweite", sagt der Museumsführer, "in der Schlacht gegen die Hethiter." Und wie heißt der etwas kleiner dargestellte Mann neben Ramses II., der die Zügel in der Hand hält? Tja, sein Name ist nicht überliefert, erfährt man. Obwohl er als Wagenlenker des Pharaos eine überragende Verantwortung für den Ausgang der Schlacht trägt. Denn nur, wenn er den König sicher durchs Schlachtgetümmel laviert und vor allem wieder lebend rausbugsiert, kann dieser siegreich sein. Dieses Bild drängt sich auf, wenn wir hier die Verdienste unseres Landesgeschäftsführers Dr. Eckhard Jung würdigen wollen. Ein Vierteljahrhundert hat er jetzt bereits dem Freien Verband in Niedersachsen und dessen Vorsitzenden als Wagenlenker in allen Belangen der Verwaltung und Geschäfte gedient. Mit ruhiger und sicherer Hand hat er den "Karren" - unbeeindruckt von Schlaglöchern, umgestürzten Bäumen, Unwettern und kaputten Speichen - durch die vergangenen 25 Jahre hindurchgesteuert.

Ruhig, präzise, humorvoll und äußerst sachkundig

Wie in seiner zahnärztlichen Praxis auch, war Eckhard Jung dabei für seine Mitarbeiterinnen im Verbandsbüro nicht nur ein kompetenter und versierter Chef und "Arbeitgeber", sondern bis heute ein immer ruhiger, freundlicher und anerkennender Vorgesetzter. Unvergessen und absolut vorbildlich waren seine Einsätze bei mehreren Umzügen der gesamten Geschäftsstelle, bei denen er nicht nur der Herr der Zahlen, sondern in einer Person auch gleichzeitig Organisator, Möbelpacker, Spediteur und Monteur für Büromöbel und dutzende Regale war. Landesvorstände und Landesversammlungen kennen ihn nun seit "ewigen Zeiten" an der Seite der jeweiligen Landesvorsitzenden und dort mit dem obligatorischen Bericht des Landesgeschäftsführers - ruhig, präzise, humorvoll und äußerst sachkundig. Aber ein bisschen verrückt ist er auch: Vermittelt durch einen ehemaligen Bundeswehr-Kumpel, erhielt er als Student einen Ferien-Job beim Finanzamt Hannover-Mitte. Mit dem Auftrag, dort aus dem Zentralarchiv eine Handakte zu holen, begann eine beispiellose Karriere. Nachdem er die Akte endlich aus einem ziemlichen Ordnungs-Chaos herausgesucht und sich bereits am ersten Tag über diese Unordnung energisch beschwert hatte, schickte man ihn gleich retour, mit dem Auftrag, dort ein bisschen aufzuräumen. Bildlich gesprochen, tauchte er dann sechs Wochen nicht mehr aus dem Keller auf. Danach stand nahezu jede Akte übersichtlich sortiert und nach dem JUNGschen System auffindbar zur schnellen Verfügung.

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Im Finanzamt zur Legende geworden

Eckhard wurde dadurch im damaligen Finanzamt Hannover zur Legende, konnte selbst bestimmen, wann, wie oft und wie lange er dort jobben wollte, und hatte während des gesamten Studiums ein solides, berechenbares und beneidenswertes Zusatzeinkommen. Im Aktenkeller war er übrigens nur noch selten anzutreffen. Das ist natürlich schon mehr als 25 Jahre her. Wir hoffen sehr, dass er noch lange als Landesgeschäftsführer auch unsere Belange "sortiert" und sagen Eckhard Jung im Namen des gesamten Landesvorstandes danke für seinen hervorragenden Einsatz in den vergangenen 25 Jahren!

Mit "Abstand" einstimmig.

FVDZ-Landesverband Bayern Mit "Abstand" war die Landesversammlung 2020 des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) in Bayern in der Stadthalle von Fürth fokussiert und einig wie selten zuvor. Beschlüsse zu den wichtigen Themen wurden einstimmig gefasst, der Landesvorstand mit Dr. Reiner Zajitschek an der Spitze wurde mit einem überwältigenden Votum bestätigt.

In ihrem Leitantrag hoben die rund 50 Delegierten aus allen bayerischen Bezirken einschließlich München die Systemrelevanz der Zahnärzte hervor. "Die bayerische Zahnärzteschaft hat in den schweren Zeiten der COVID-19-Pandemie eindrucksvoll bewiesen, dass auf uns freiberuflich tätige Zahnärztinnen und Zahnärzte Verlass ist. Die flächendeckende zahnmedizinische Versorgung der bayerischen Bevölkerung wurde und wird uneingeschränkt sichergestellt. Wir sind für unsere Patienten/innen da!" Gleichzeitig ging die Forderung an die politisch Verantwortlichen auf Bundesebene, den Zahnärzten für die funktionierende flächendeckende Versorgung Respekt zu zollen, die Freiberuflichkeit für den Berufsstand zu stärken, statt sie durch Vorschriften und Sanktionsandrohungen ad absurdum zu führen, der Selbstverwaltung den notwendigen Spielraum zu lassen sowie den jahrzehntelangen Honorarstillstand bei der GOZ zu beenden.

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Die Landesversammlung zeigte auch bei den folgenden, vom Landesvorstand vorbereiteten Themen Einigkeit. Es ging um die Forderungen:

  • -

    nach Datenhoheit für Patienten bei allen Anwendungen der Telematikinfrastruktur (TI), z. B. elektronische Patientenakte etc.; gleichzeitig werden die TI-Zwangsanbindung sowie die Sanktionierungsmaßnahmen bei Nichtanbindung als staatliche Einmischung in das (Zahn-)Arzt-Patienten-Verhältnis - wie in vergangenen Landesversammlungen - abgelehnt;

  • -

    nach Erstattung des Aufwands für die TI-Anbindung an die Zahnarztpraxen;

  • -

    den pandemiebedingten Mehraufwand für die Praxen rechtssicher zu honorieren.

Der Beschluss "Zahnärzte können Hygiene - Patienten sind sicher" richtet sich an die bayerische Bevölkerung, weiterhin wie gewohnt zum Zahnarzt zu gehen und auch die Vorsorgeuntersuchungen nicht zu verschieben, um die Mundgesundheit zu erhalten. "Zahnärzte stehen an vorderster Front bei der Bekämpfung von Infektionen im Mund- und Rachenbereich - und wissen damit umzugehen."

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Nur eine Änderung im Landesvorstand

Mit überwältigendem Votum stärkte die Landesversammlung dem bisherigen und künftigen Landesvorstand den Rücken und zeigte sich mit dessen Arbeit während der Corona-Pandemie und in den vergangenen zwei Jahren hochzufrieden. Dr. Reiner Zajitschek (Döhlau/Oberfranken) wurde einstimmig zum zweiten Mal in Folge zum Landesvorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreter bleiben Dr. Thomas Sommerer (Marktredwitz/Oberfranken) und Dr. Jens Kober (München). Einzige Änderung im Vorstand: Dr. Fabian Fleischmann aus Deggendorf/Niederbayern setzte sich gegen Dr. Manfred Albrecht aus Schillingsfürst/Mittelfranken durch. Letzterer war viele Jahre im Landesvorstand tätig und wurde mit Standing Ovations verabschiedet. Gewählte Beisitzer: Dr. Andrea Albert (Eichstätt/Oberbayern), Dr. Andrea Jehle (Illertissen/Schwaben), Dr. Jürgen Welsch (Hofheim/Unterfranken), Dr. Ingo Lang (Schwandorf/Oberpfalz) und Dr. Fabian Fleischmann. Der Landesvorstand wird ergänzt durch die jeweiligen acht Vorsitzenden der FVDZ-Bezirksgruppen in Bayern, die als geborene Mitglieder gelten und in ihren jeweiligen Bezirksgruppen gewählt werden.

Weihnachtsaktion: Spende statt Karten.

FVDZ-Landesverband Baden-Württemberg Wie auch in den vergangenen Jahren hat sich der Freie Verband Deutscher Zahnärzte in Baden-Württemberg für die Weihnachtsaktion "SPENDEN statt Weihnachtskarten" entschieden. Zusammen mit dem Verzicht auf das DFZ-Autorengehalt sind in diesem Jahr 400 Euro zu- sammengekommen, die auf zwei Hilfsprojekte aufgeteilt werden.

200 Euro gehen an das Projekt "Tischlein deck dich - gesund ernähren mit dem Kinderkochmobil" der Kinderhilfsaktion "Herzenssache" von SWR, SR und Sparda-Bank. Bei diesem Projekt sollen Kinder mit und ohne Behinderung spielerisch in gesunder Ernährung, Klimabewusstsein und Nachhaltigkeit geschult werden.

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Die andere Hälfte wird an den Förderverein krebskranke Kinder Tübingen e. V. gespendet, der sich um an Krebs erkrankten Kinder, deren Eltern, Geschwister und Großeltern kümmert. Direkte Unterstützung der Familien in den Häusern des Fördervereins und in der Tübinger Kinderklinik, weiterführende psychosoziale Hilfen und das Umsetzen neuer Ideen stehen dabei im Vordergrund.

Bei dieser Gelegenheit möchte sich der Landesvorstand bei allen Mitgliedern bedanken, die dem Landesverband auch in dieser außergewöhnlichen Zeit ihre Treue hielten. Auch allen Ehrenamtsträgern gilt ein besonderer Dank für ihr Engagement im vergangenen Jahr.

Der FVDZ-Landesverband blickt mit Zuversicht auf das Jahr 2021 und wünscht allen schöne und besinnliche Weihnachtsfeiertage und ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr.


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