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. 2021 Feb 11;65(2):6–7. [Article in German] doi: 10.1007/s12614-020-0015-2

In Kürze

PMCID: PMC7843883  PMID: 33531730

IT-Richtlinie beschlossen.

KZBV-- Einer "Richtlinie zur IT-Sicherheit in der vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung" hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) zugestimmt. Laut dem Digitale-Versorgung-Gesetz sind sowohl die KZBV als auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) dazu verpflichtet, die IT-Sicherheitsanforderungen für Zahnarzt- und Arztpraxen in einer speziellen Richtlinie verbindlich festzulegen. Die KZBV hat sich eigenen Angaben zufolge dafür eingesetzt, dass die gesetzlichen Vorgaben für Zahnarztpraxen "mit vernünftigem und vertretbarem Aufwand" umsetzbar seien und die Anforderungen auf das tatsächlich notwendige Maß reduziert würden. Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) begrüßte die IT-Sicherheitsrichtlinie, die zum 1. Februar in Kraft getreten ist. "Für eine solche schlank gehaltene Sicherheitsrichtlinie hat sich der Freie Verband immer eingesetzt", sagte der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader. Kritisch sieht er allerdings, dass der den Praxen entstehende Aufwand nach wie vor nicht ausfinanziert sei. Der FVDZ fordert deshalb eine IT-Pauschale für den administrativen Mehraufwand.

Infos über die IT-Sicherheitsrichtkinie unter www.kzbv.de red

51 %.

der Zahnärztinnen und Zahnärzte, die sich 2019 niedergelassen haben, waren Frauen. Damit gab es erstals mehr Existenzgründerinnen als Existenzgründer. Das ergab eine Analyse des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank. red

8 %.

weniger Ausbildungsverträge mit Zahnmedizinischen Fachangestellten sind im vergangenen August abgeschlossen worden. Während laut Landes- und Bundeszahnärztekammern 2019 noch rund 13.800 eine Ausbildung zur ZFA begonnen haben, waren es im vergangenen Jahr nur 12.700. Der Grund: die Corona-Pandemie und ihre Folgen. red

3.500.

Erhebungsbögen sind allein im Jahr 2019 beim Zahnärzte-Praxis-Panel (ZäPP) eingegangen. Das hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) mitgeteilt und betont, dass diese positive Resonanz substanzielle Auswertungen zu den Rahmanbedingungen der vertragszahnärztlichen Versorgung erlaube. red

Erneut keine kongresse.

Alternative Online-Seminare-- Wegen der Coronabedingten Kontakt-Beschränkungen mussten der Praxis-Ökonomie-Kongress auf Sylt und der Usedomer Sommer-Kongress des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte leider erneut abgesagt werden. Infos über alternative Online-Fortbildungen unter: www.fvdz.de/seminarkalender RED

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Erstmals Ins Bild gesetzt.

DZG eG-- Mit einer Online-Pressekonferenz hat sich die neu aufgestellte Servicegenossenschaft DZG eG im Januar in Berlin der Fachpresse präsentiert. "Die Idee ist, Zahnärztinnen und Zahnärzten alles, was sie für die Organisation ihrer Praxis brauchen, aus einer Hand zu liefern", sagte Dr. Frank Wuchold, DZG-Vorstandsvorsitzender und FVDZ-Bundesvorstand, über das Konzept. Mit ihm auf dem Podium saßen die Vorstandskollegen Dr. Hartmut Ohm und Christian Brendel, der aus dem Homeoffice zugeschaltet war.

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Unter www.dzg-eg.de bietet die DZG seit Jahresbeginn betriebswirtschaftliche Dienstleistungen und juristische Beratung für alle Praxisphasen an: bei Gründung, Expansion oder Abgabe, aber auch für Praxen, die einfach effizienter arbeiten wollen. mey

Boom der Videosprechstunden.

Corona-Schub-- Die Zahl der Videosprechstunden ist in den ambulanten Arztpraxen in Baden-Württemberg seit Beginn der Corona-Pandemie geradezu explosionsartig gestiegen. Die Techniker Krankenkasse erklärte, sie habe im ersten Halbjahr 2020 bei ihren Versicherten im Südwesten rund 26.700 Videosprechstunden abgerechnet. Im gesamten Jahr 2019 waren es 19 Stunden. Vom ersten auf das zweite Quartal 2020 habe sich die Zahl fast versechsfacht: von rund 3.950 auf 22.750 Stunden. "In diesem Thema steckt eine immense Dynamik", sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. "Die Videosprechstunde wird zunehmend zu einem anerkannten Behandlungsweg." Laut dem Arzt-Such-System der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg bieten derzeit 7.110 Ärzte und Psychotherapeuten im Südwesten Online-Sprechstunden an. Diese Entwicklung werde auch bei der Etablierung des elektronischen Rezepts helfen, sagte Voigt. Das e-Rezept soll in diesem Jahr eingeführt und ab 2022 verpflichtend für verschreibungspflichtige Medikamenten im GKV-Bereich werden. änd/mey

SchnellTests beim Zahnarzt?

ÖGD entscheidet-- Meldungen über Corona-Schnelltests durch Zahnärzte und Apotheker sorgten im Januar für Unruhe. Etliche Zeitungen hatten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit den Worten zitiert: "Schnelltests helfen, Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko zu schützen". Nun könnten im Auftrag der Gesundheitsämter "auch Zahnarztpraxen und Apotheken in Schulen, Kitas oder Pflegeheimen testen". Das gehe aus der geänderten Coronavirus-Testverordnung des Gesundheitsministeriums hervor, meldete die Deutsche Presse-Agentur. Damit werde der Kreis der beauftragungsfähigen Personen und Einrichtungen konkretisiert, um die für die Stellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) erforderliche Rechtssicherheit zu schaffen, habe das Bundesministerium für Gesundheit auf Nachfrage erklärt. Mit der Verordnung wurde auch die Anzahl der Tests für ambulante Pflegedienste, insbesondere solche der ambulanten Intensivpflege, auf 20 Tests pro Betreuten und Monat erhöht. Auch Bewohnerinnen und Bewohner von Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe können künftig getestet werden.

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Die Bundeszahnärztekammer hat darauf hingewiesen, dass die Berechtigung zur Testung durch einen Zahnarzt eine entsprechende Beauftragung durch den ÖGD zwingend voraussetzt. Trotz anders lautender Presseberichte sei es Zahnärzten ohne einen entsprechenden Auftrag durch den ÖGD weiterhin nicht möglich, Patienten mittels Antigen- oder PCR-Test auf das Corona-Virus zu testen. Davon unberührt bleibe die Testung des eigenen Praxispersonals. JH


Articles from Der Freie Zahnarzt are provided here courtesy of Nature Publishing Group

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