Pommes frites & Co.: So riskant sind sie fürs Herz .
Ungesunde Ernährung -- Vorsicht heiß und fettig! Mit jeder wöchentlichen Portion von 114 g frittiertem Essen steigt das Risiko für Herzinsuffizienz (HI), koronare Herzkrankheit (KHK) und schwere unerwünschte kardiale Ereignisse (MACE) um 2-3% an. Dies zeigt eine Metaanalyse von Forschern der Shenzen Universität, Abteilung Biostatistik und Epidemiologie.
Um die Gefahren eines übermäßigen Verzehrs von Pommes, Chicken Wings & Co. zu beleuchten, wurden die Daten aus 19 relevanten Studien mit mehr als 1,3 Millionen Teilnehmern ausgewertet. Ergebnis: Der höchste Wochenkonsum frittierter Nahrung war mit einem um 28% erhöhten Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse verbunden. Dabei ergab sich ein um 22% erhöhtes KHK- und ein um 37% erhöhtes HI-Risiko.
Mögliche Erklärung: Die Zubereitungsart erzeugt schädliche Transfettsäuren aus hydrierten Pflanzenölen und chemische Nebenprodukte, die an Entzündungsreaktionen beteiligt sind.

Quelle: Qin P et al. http://dx.doi.org/10.1136/heartjnl-2020-317883
Ärzteresolution gegen Luftverschmutzung.
Warnruf -- Jedes Jahr sterben allein in Europa mehr als 400.000 Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung. Jetzt haben die vier führenden Kardiologen-Vereinigungen - die World Heart Federation (WHF), das American College of Cardiology (ACC), die American Heart Association (AHA) und die European Society of Cardiology (ESC) - in einer gemeinsamen Erklärung Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu verstärkten Maßnahmen zur Reduktion von Luftschadstoff-Emissionen und schädlichen Expositionen aufgerufen, um die globale Last durch kardiovaskuläre Erkrankungen zu senken.

"Schon vor der COVID-19-Pandemie war die Luftverschmutzung aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen ein wachsendes Problem; als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurde sie aber oft übersehen", so Mitautor Michael Brauer von der WHF. COVID-19 sei nun als weiterer tödlicher Faktor hinzugekommen.

Quelle: European Heart Journal 2021; https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehaa1025
Mehr als "die Niere".
73,9% der Senioren mit Nierenschwäche sind nach einer britischen Studie (n = 861, ≥ 60 Jahre) multimorbide. Die häufigsten Begleiterkrankungen: An erster Stelle rangiert Hypertonie (59,3%), gefolgt von Adipositas (30,8%), KHK (16,8%) und Diabetes (15,5%).
Quelle: Hirst J et al. PLoS ONE 16(1); https://doi.org/10.1371/journal.pone.0245131
Apoplex-Prädiktor.
Die transitorische ischämische Attacke (TIA) hat sich in einer US-Studie als signifikanter Apoplex-Vorbote erwiesen. Der Analyse zufolge liegt das 10-Jahres-Risiko für einen Schlaganfall nach TIA um das 4- bis 5-fache höher als bei Patienten ohne TIA in der Vorgeschichte.
Quelle: Vasileios-Arsenios L et al. JAMA 2021; https://doi.org/10.1001/jama.2020.2507
Wegen Corona: Klinische Studien werden drastisch weniger.
Innovationshemmnis -- Experten befürchten schlimme Folgen für die medizinische Forschung und die Patienten: Die Anzahl klinischer Studien ist durch die Corona-Pandemie deutlich gesunken. Während der ersten Welle im Frühjahr 2020 wurden im Vergleich zu den Vorjahren allein im Bereich Onkologie 60% weniger Untersuchungen neu begonnen (76 vs. 190), in den Monaten März bis Mai waren es sogar 75% weniger (38 vs. 143). Hauptgründe sind Lockdown und verschärfte Hygieneregeln. Sie erschweren es, Patienten für neue Studien zu gewinnen und während laufender Untersuchungen zu betreuen.
Quelle: Lamont EB et al. JAMA Netw Open 2021; https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2020.36353
