BERLIN - Der Corona-Schutzschirm für Arztpraxen soll verlängert werden. Für den Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) sei dies, angesichts der Tatsache, dass 19 von 20 COVID-19-Patienten ambulant behandelt werden, ein wichtiges und notwendiges Signal an die Ärzte. Gleichzeitig fordert der SpiFa wirkungsgleiche Regelungen für pandemiebedingte Ausfälle aller extrabudgetären Leistungen und Präventionsleistungen und diese Ausgleichzahlungen außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung zu finanzieren.

Laut einer Auswertung der KBV seien Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchun- gen im zweiten Quartal 2020 um 97 Prozent eingebrochen und trotz einer langsamen Erholung im dritten Quartal könne von einem Nachholeffekt noch keine Rede sein. Vor dem Hintergrund, dass ein nicht unerheblicher Teil der Fachärzte überwiegend extrabudgetäre vertragsärztliche Leistungen erbringt, sei es nicht hinnehmbar, dass Fachärzte bei nicht von ihnen zu vertretenden Fallzahlrückgängen ohne vergleichbar schützenden Ausgleich bleiben sollen, so Lars Lindemann, Hauptgeschäftsführer des SpiFa.
