Neue Kooperation, neue Schriftleiter.
Weitere Stärkung der Hausarztmedizin in der MMW
Ab sofort kooperieren MMW und die Arbeitsgemeinschaft der hausärztlichen Internisten in der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Die hausärztlichen Internisten stellen sich in dieser Ausgabe auf S. 32 vor. Sie werden künftig regelmäßig Beiträge zu praxisrelevanten Themen beisteuern, etwa zur nachhaltigen Arztpraxis (S. 33).



Zudem werden die Sprecher der AG der Schriftleitung der MMW beitreten und die hausärztliche Fraktion mit Blick auf die praxisrelevanten Themen weiter verstärken. Wir heißen herzlich willkommen:

Dr. Irmgard Landgraf, die in Berlin Steglitz eine internistische Hausarztpraxis leitet.
Dr. Marcel Schorrlepp, der in Mainz-Gonsenheim in einer internistischen Hausarzt-Gemeinschaftspraxis tätig ist.
Dr. Dieter Burchert, Facharzt für Innere Medizin und Allgemeinmedizin, der in Mainz-Ebersheim eine diabetologische Schwerpunktpraxis betreibt.
Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und viele interessante Beiträge aus hausärztlicher Feder.
Corona-Impfung: Praxen bevorzugt.
BAH-Umfrage -- Als hätten wir es nicht geahnt: 87% der Menschen in Deutschland möchten sich am liebsten beim Haus- oder Facharzt gegen SARS-CoV-2 impfen lassen. Das geht aus dem Gesundheitsmonitor des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH) hervor. Impfzentren erhalten der Umfrage zufolge 73% Zustimmung, Kliniken 68%, Apotheken nur 42%. BAH-Chef Dr. Hubertus Cranz hält die Vorliebe für die Vakzinierung in der Arztpraxis für verständlich, denn hier sei über lange Zeit ein besonderes Vertrauensverhältnis aufgebaut worden.
Während die Zustimmung zu den Coronamaßnahmen deutlich abnimmt (66% vs. 80% im Monitor 2020), steigt die Impfbereitschaft der Bevölkerung: 72% signalisierten eine grundsätzliche Zustimmung (+6%), 57% würden sich "lieber heute als morgen" impfen lassen. 21% gaben an, noch abwarten zu wollen und 12% möchten sich gar nicht impfen lassen.
Das Vertrauen in die Impfstoffe sei insgesamt hoch, so Cranz. Doch 72% würden gerne selbst entscheiden, mit welchem Vakzin sie geimpft werden.

Quelle: https://www.bah-bonn.de/presse/bah-gesundheitsmonitor/
Geringeres KV-Risiko .
GLP-1-RA und SGLT-2-Hemmer sind bei älteren Typ-2-Diabetikern mit einem verringerten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse assoziiert, zeigt eine Metaanalyse von 11 Studien mit 93.502 Patienten.
Quelle: Karagiannis T et al. doi: 10.1016/j.diabres.2021.108737
Depressionsauslöser?
Betablocker sind nicht, wie oft befürchtet, mit einem erhöhten Depressionsrisiko verbunden. Das ist das Ergebnis einer Metaanalyse von 285 Studien zu den psychiatrischen Effekten der Inhibitoren.
Quelle: Riemer T et al. doi: 10.1161/HYPERTENSIONAHA
Tuberkulose-Inzidenz in Deutschland sinkt um 14 Prozent.
Erfolgreiche Maßnahmen -- Deutschland ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) auf gutem Weg, die Tuberkulose(Tb)-Eliminationsziele der Weltgesundheitsorganisa-tion (WHO) zu erreichen. In Niedriginzidenzländern sollen die Fallzahlen bis 2035 unter 1/100.000 Einwohner sinken. Im vergangenen Jahr wurden 4.127 Erkrankungen gemeldet (5/100.000), ein Rückgang im Vergleich zu 2019 um 14%. Wie bei SARS-CoV-2 leistet auch bei der Tb-Bekämpfung die Genomsequenzierung einen wesentlichen Beitrag, so das RKI. Wichtig sei zudem die integrierte molekulare Surveillance, also die Verknüpfung von Genom- und Meldedaten sowie die Aufmerksamkeit der Ärzte. Bei Symptomen wie länger bestehendem Husten, Nachtschweiß, Fieber und Gewichtsverlust sollte an Tuberkulose gedacht werden.
Quelle: RKI; https://bit.ly/3cbrgb2
