Jede Praxis, die impft, zählt.
Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e. V. (SpiFa) erklärte für seine Mitgliedsverbände, darunter auch der BVOU, dass alle Ärzte für die Coronaimpfungen zur Verfügung stünden. "Jeder Arzt kann impfen, will impfen und wird auch impfen", sagte Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa. Entscheidend für die Durchführung der Impfungen sei die Liefermenge von ausreichend Coronaimpfstoff. Es sei deshalb an der Zeit, dass sich der Bund, die Länder und die Apotheken mit der effizienten Verteilung des im Land vorhandenen Impfstoffes kümmern.
"Wenn alle Arztpraxen von Haus- und Fachärzten eine Impfsprechstunde einrichten, können diese bei guter Organisation mindestens zehn Patienten täglich impfen; dann ist das Thema im Sommer durch", bewertete Heinrich die Situation. Angesichts ungenutzter Impfdosen und der Diskussion um die Wirksamkeit von Impfstoffen appelliert der SpiFa eindringlich an die Bedeutung des Impfens zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie.
Service-Angebot
Das DIFA (Deutsches Institut für Fachärztliche Versorgungsforschung) stellt allen Ärzten und ihren Mitarbeitern, die mit zu den priorisierten Empfängern der neuen Impfstoffe gehören, die DIFA1-App zur einfachen Erfassung von Effektivität und Sicherheit zur Verfügung. In dieser Smartphone-App können nach einer Impfung Begleiterscheinungen und vor allem auch die Effektivität im Schutz vor Erkrankung - gerade auch vor dem Hintergrund der aufgetretenen Virusmutationen - einfach dokumentiert werden.
Fünf Gründe für die DIFA1-App:
Gesundheitsfachpersonal schafft Vertrauen
Optimierung der Datenbasis hinsichtlich der Impfstoffeffektivität
Datenerfassungsmöglichkeit unabhängig vom Impfdatum
Sichere Nutzung dank Zwei-Faktor-Authentifizierung
Verifizierungsfähigkeit im Fall von Impfdurchbrüchen
Mehr Informationen: www.bvou.net, Stichwort DIFA
Patientenportale bei seltenen Erkrankungen.
Wer ist der passende Experte für meine Krankheit? Wo finde ich den richtigen Arzt in der Nähe? Das sind Fragen, die sich Menschen mit seltenen Erkrankungen häufig stellen. Das Patienteninformations- und Arztsuchportal des BVOU e. V. dient als Kompass im Dschungel (Beispiele: Hüftluxation, Morbus Perthes oder Epiphyseolysis) der digitalen Informationen. Darauf machte der BVOU anlässlich des Tages der seltenen Erkrankungen (#rarediseaseday) am 28. Fe-bruar aufmerksam und verwies auf die Website www.orthinform.de.
"Aufgrund der Seltenheit und der Komplexität bestimmter Erkrankungen ist es für viele Betroffene ein langer Weg, bis eine zutreffende Diagnose gestellt wird und die Patienten von einer Therapie profitieren können", sagte Dr. Johannes Flechtenmacher, BVOU-Präsident. Patienten, die an seltenen Erkrankungen leiden, können nicht auf ein breit aufgestelltes Netz optimaler medizinischer Versorgung zurückgreifen.
Weniger Verkehrstote 2020.
Im Jahr 2020 sind in Deutschland 2.724 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 322 Todesopfer oder 10,6 % weniger als im Jahr 2019 (3.046 Todesopfer). Damit erreichte die Zahl der Verkehrstoten den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren. Auch die Zahl der Verletzten ging gegenüber dem Vorjahr zurück und zwar um 14 % auf rund 328.000 Personen. Das kann insbesondere damit begründet werden, dass es wegen der COVID-19-Pandemie auf deutschen Straßen deutlich weniger Verkehr gab als 2019. Den stärksten prozentualen Rückgang in den ersten elf Monaten des Jahres 2020 gab es bei den Getöteten unter den Autofahrern mit -14,3 % (-176 Getötete), den zweitstärksten bei den Motorradfahrern -8,6 % (-51 Getötete), gefolgt von Fußgängern mit -9,1 % (-33 Getötete). Zudem starben 271 Menschen, die auf Fahrrädern (ohne Hilfsmotor) unterwegs waren, das waren 40 Getötete weniger als im selben Zeitraum 2019. Dagegen nahm die Zahl der getöteten Pedelecfahrer um 22 (19,1 %) auf 137 Personen zu.

Mehr Informationen: https://www.destatis.de/pressemitteilungen
Ergonomie im Homeoffice?
Zwischen einem Notebook am Küchentisch und einem professionell ausgestatteten Homeoffice liegen oftmals Welten. Wer auch über die kommenden Monate und Jahre hier genauso leistungsfähig und ergonomisch arbeiten möchte wie im Büro, der muss einige umfangreiche Schritte tätigen. Eine Förderung von Seiten der Rentenversicherung (DRV) kommt jedoch nur in Betracht, wenn bestimmte Arbeitnehmer mit gesundheitlichen Problemen dauerhaft und nicht nur während der Pandemie daheim arbeiten und in der Firma keinen Arbeitsplatz mehr haben. Dann könnten Betroffene für zu Hause die Förderung erhalten, die sie auch für ihren Arbeitsplatz in der Firma bekommen würden, als Unterstützung für den finanziellen Zusatzaufwand des Arbeitgebers.
Mehr Informationen: www.bvou.net Stichwort Homeoffice
Neuvorlage der GOÄ gefordert.
Nach einstimmigem Beschluss des GOÄ-Ausschusses des SpiFa e. V. am 17. Februar 2021 erklärte Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa: "Der SpiFa fordert den Vorstand der Bundesärztekammer auf, die ärztliche GOÄ nunmehr unverzüglich neu vorzulegen. Die Ärzteschaft muss so die Chance bekommen, sich zum Wert und der Bedeutung einer modernen ärztlichen Gebührenordnung im anstehenden Bundestagswahlkampf zu positionieren. Nach drei Jahrzehnten des Stillstandes formulieren wir jetzt in aller Deutlichkeit unseren Anspruch auf eine zeitgemäße GOÄ, die ihren Namen auch verdient. Sie ist für den SpiFa untrennbar mit dem freien Beruf Arzt verbunden", so Dr. Christian Albring, Vorstandsmitglied des SpiFa.
Der 124. Deutscher Ärztetag findet vom 4. bis 5. Mai 2021 in einem zweitägigen Onlineformat statt. SpiFa


