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. 2021 Apr 29;163(8):3. [Article in German] doi: 10.1007/s15006-021-9867-x

Die Erste Seite

Karl-Heinz Patzer 1,✉
PMCID: PMC8075708  PMID: 33904063

Infertilität ist ein Warnsignal für Männer.

Erhöhte Sterblichkeit

Auf welche Weise männliche Infertilität die Mortalitätsziffern beeinflusst, hat Francesco Del Giudice von der Sapienza-Universität in Rom zusammen mit Forscherkollegen untersucht. Ihre Berechnungen ergaben für infertile Männer eine insgesamt um 26% erhöhte Sterblichkeit verglichen mit fertilen Kontrollen. Doch während infertile Männer eine höhere Sterblichkeit hatten als fertile, ergab ein Vergleich mit ihrer rechnerisch zu erwartenden Mortalität sogar eine Untersterblichkeit. Del Giudice und Mitarbeiter führen das auf eine Art von Healthy Worker Effekt zurück - wobei die "Arbeit" hier in dem Versuch bestünde, ein Kind zu zeugen. Männer, die sich auf dieses Unterfangen einlassen, wären demnach im Allgemeinen gesünder als unselektierte Vergleichspersonen.

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Quelle: Del Giudice F et al. Urology 2021; doi: 10.1016/j.urology.2021.02.041

Wo lauert Gefahr?

Ihre Meinung ist gefragt -- Helfen Ausgangssperren gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie? Nützt es tatsächlich, Freizeitsport im Freien zu untersagen? Ist das Unterbinden von Biergarten- oder Gartenlokalbesuchen eine sinnvolle Maßnahme im Kampf gegen COVID-19?

Nein! Das behaupten zumindest die führenden Köpfe der Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF) und haben dies kürzlich in einem offenen Brief an die Politik deutlich zum Ausdruck gebracht. "Die Übertragung der SARS-CoV-2-Viren findet fast ausnahmslos in Innenräumen statt." Im Freien werde das Virus nur "äußerst selten" übertragen und führe nie zu Clusterinfektionen. Die größte Gefahr hierfür lauere innen - in Altenheimen, Schulen, bei Veranstaltungen oder während einer Bahn- oder Busfahrt.

Eine irische Studie bestätigt die deutschen Aerosolexperten. Danach sind von 232.000 Infektionsfällen nur 260 im Freien aufgetreten. Mit anderen Worten: 99,9% der COVID-19-Ansteckungen erfolgen in geschlossenen Räumen.

Die öffentliche Debatte über Corona-Maßnahmen bilde nicht den wissenschaftlichen Erkenntnisstand ab, sodass viele Menschen "falsche Vorstellungen über das mit dem Virus verbundene Ansteckungspozential" hätten, so die deutschen Aerosolforscher. Durch Maßnahmen wie der Bundesnotbremse entstehe der falsche Eindruck: "Draußen ist es gefährlich."

Sollte Sport im Freien also schnellstmöglich erlaubt werden? Sollten Biergärten wieder öffnen, Ausgangssperren aufgehoben werden? Was sagen Sie als Arzt dazu? Schreiben Sie mir gerne an oben genannte E-Mail-Adresse.

Quelle: Offener Brief der GAeF; https://bit.ly/3dF0BEk

Schlecht fürs ♀-Herz.

Belastende Lebensereignisse (Erkrankungen, Tod des Partners etc.) und Ärger im sozialen Bereich erhöhen das Risiko von Frauen, eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln, um fast 10%. Kommt noch beruflicher Stress hinzu, hat dies offenbar besonders negative Folgen: Die Gefahr für diese Erkrankung liegt dann um 21% höher als bei wenig gestressten Geschlechtsgenossinnen. Das zeigt eine US-Studie mit Daten von mehr als 80.000 Teilnehmerinnen.

Quelle: Wang C et al. J Am Heart Assoc 2021;10:e017780; doi: 10.1161/JAHA.120.017780

Metformin protektiv .

Bei Diabetespatienten, die aufgrund von COVID-19 stationär behandelt werden, deutet eine Metformintherapie in der Vorgeschichte auf eine günstige Pro-gnose hin. Sie verkürzte die Hospitalisierung und senkte das Sterberisiko um 37%. Ungünstig sind dagegen hohe Entzündungswerte, mikrovaskuläre Komplikationen und Atemnot bei der Aufnahme. Dies geht aus einem Update der CORONADO-Studie mit mehr als 1.300 hospitalisierten Diabetikern hervor.

Quelle: Wargny M et al. Diabetologia 2021; doi: 10.1007/s00125-020-05351-w

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In der nächsten Ausgabe finden Sie wieder sechs CME-Beiträge. Sie erfahren alles darüber, welche neuen Therapien für die Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejek- tionsfraktion zur Verfügung stehen, wie Sie Augenerkrankungen richtig einschätzen, welche Thromboseprophylaxe wie lange nach einer Op. indiziert ist, welche Vor- und Nachteile bei Cannabis-basierten Schmerzmitteln zu beachten sind, welche Gefahr von Zecken für den Menschen ausgeht und welche Therapie die Lebensqualität von Patienten mit Mukoviszidose verbessert.

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