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. 2021 May 17;2(2):32–33. [Article in German] doi: 10.1007/s43877-021-0088-4

Schon gewusst?

PMCID: PMC8097121

Pro & Contra zum Schnuller-Einsatz.

Der Schnuller ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet, vom Säugling bis ins Kleinkindalter. Unter Fachkräften wird der Einsatz jedoch kontrovers diskutiert: Stillexpert*innen betrachten ihn meist kritisch, insbesondere wenn er schon in den ersten Tagen nach der Geburt eingesetzt wird. Manche Mediziner*innen halten ihn hingegen für unverzichtbar und die Industrie hat ein großes Interesse am Verkauf und suggeriert, verschiedene Formen oder Größen seien sinnvoller als andere.

In diesem Spannungsfeld bewegen sich junge Eltern, die sich für oder gegen einen Schnuller entscheiden. Das Europäische Institut für Stillen und Laktation hat daher auf seiner Homepage Informationen über den aktuellen Stand der Wissenschaft sowie praktische Tipps und Erfahrungsberichte und fachliche Stellungnahmen für Hebammen und Still-berater*innen zusammengestellt.

stillen-institut.com

Abschluss für Pflegende und Hebammen .

Länderübergreifend, ein Studium, zwei Abschlüsse: Diese Chance bietet sich Pflegenden und Hebammen, die sich für ein Master-Studium interessieren und sich vorstellen können, in Deutschland und in der Schweiz zu studieren und zu arbeiten. Denn die ZHAW und die Universität Witten/Herdecke (UW/H) bieten ab dem Wintersemester 2021/22 einen neuen Doppelabschluss an.

Die ZHAW in Winterthur bietet die Masterstudiengänge MSc Pflege und MSc Hebamme an, die für neue Rollen und erweiterte Aufgaben als Advanced Practice Nurse (APN) oder Advanced Practice Midwife (APM) qualifizieren. Durch das Double Degree mit Witten erwerben die Studierenden eine zusätzliche Qualifikation im Bereich Community Health. Der MSc Community Health Nursing bietet für Hebammen eine grosse Chance, sich mit erweiterten Kompetenzen stärker auf Gemeindeebene zu engagieren und passgenaue integrierte Versorgungsangebote für Frauen, Kinder und Familien zu initiieren.

In Witten studieren die angehenden Pflegeexperten den Masterstudiengang Community Health Nursing (CHN). In diesem Studiengang werden speziell qualifizierte Pflegefachpersonen ausgebildet. Für die Studierenden in Witten ist die Teilnahme am Doppelabschlussprogramm ein großer Mehrwert. Sie können als Advanced Practice Nurse tätig sein und haben zusätzlich außerdem die Möglichkeit, im klinischen Kontext zu arbeiten.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Im Rahmen des Double Degree lernen die Studierenden auch die landesspezifischen Besonderheiten der interdisziplinären Zusammenarbeit kennen. Sie reflektieren die spezifischen Rollen und Aufgaben und integrieren die daraus resultierenden Erkenntnisse in das eigene berufliche Handlungsfeld. Der internationale Austausch wird so zu einer Professionalisierung der Pflegenden und Hebammen beitragen.

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Entwicklung neuer Still-Konzepte .

Muttermilch ist die beste Nahrung für einen Säugling. Wissenschaftlich betrachtet besteht kein Zweifel an dieser Erkenntnis. Aufgrund der zahlreichen positiven Effekte werden Mütter in den Wochenstationen deutscher Frauenkliniken flächendeckend motiviert, Neugeborene so früh wie möglich, idealerweise noch in der ersten Stunde des Lebens an die Brust anzulegen, um den Stillprozess zu initiieren. Doch wie hat sich das Stillmanagement während der COVID-19-Pandemie in Deutschland ein Jahr nach Beginn der Pandemie verändert? Dieser Frage sind jetzt Wissenschaftler der Klinik für Geburtsmedizin am Uniklinikum Jena nachgegangen.

101 Geburtskliniken befragt: Gemeinsam mit der Landesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung Thüringen befragten die Forscher im Januar 2021 im Rahmen einer anonymen Umfrage 101 mitteldeutsche Entbindungskliniken in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Insgesamt übermittelten 37 Kliniken ihre Antworten. Den Ergebnissen zufolge haben fast alle Kliniken ein eigenes hausinternes Konzept zum Umgang mit SARS-CoV-2-positiven Müttern etabliert.

Analog zu den aktualisierten Empfehlungen der deutschen Fachgesellschaften, werden in 97% der befragten Frauenkliniken Mütter auch unter Pandemiebedingungen zum Stillen angeleitet. Auch für SARS-CoV-2-positive Wöchnerinnen wird das Stillen uneingeschränkt empfohlen. "Stillen wird sogar angeraten", erläutert Prof. Ekkehard Schleußner, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin in Jena, der die Studie4 geleitet hat, mit Verweis auf die internationale wissenschaftliche Datenlage: "Auch wenn die Mutter mit SARS-CoV-2 infiziert ist, profitieren die Kinder von den positiven Effekten der Muttermilch", ergänzt der Experte für Geburtshilfe.

dggg.de


Articles from Hebammen Wissen are provided here courtesy of Nature Publishing Group

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