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2021 Sep 23;37(5):80–81. [Article in German] doi: 10.1007/s00940-021-3204-4

Online oder Präsenz ?

Hardy Gaus 1,
PMCID: PMC8445642

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die weltweite Coronapandemie führt bereits seit über eineinhalb Jahren zu drastischen Einschränkungen der persönlichen Freiheiten jedes Einzelnen und zu schmerzlichen Entbehrungen in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Aus der Not heraus haben sich aber auch Neuerungen etablieren können, so zum Beispiel die Möglichkeit über digitale Techniken von zu Hause arbeiten zu können oder sich fort- und weiterzubilden. Vermutlich hatte bereits jeder von uns die Vorteile von Webinaren über Zoom, Microsoft Teams, Skype und anderen kennen und schätzen gelernt: kein Packen von Reisetaschen, keine ermüdenden Staus bei der zeitaufwendigen An- und Heimreise zu und von Seminarveranstaltungen, kein unbequemes Bett in einem fremden Hotel mit möglichen Warteschlangen beim Ein- und Auschecken, gewohnte häusliche Umgebung mit dem Lieblingsessen im Kreis der eigenen Familie und der Genuss des gewohnten Tees oder Kaffees in den Webinar-Pausen, von der Ersparnis der Hotel- und Reisekosten ganz zu schweigen. Allein schon deshalb wird diese neue Art der Weiterbildung auch sicherlich in Zukunft ihren Platz in der Fortbildungslandschaft behalten.

Darüber hinaus müssen wir davon ausgehen, dass uns auch das Sars-Cov2-Virus mit all seinen Folgen und Gefahren noch lange Zeit erhalten bleiben wird. So wird es auf jeden Fall sinnvoll und richtig sein, das Angebot an webbasierten Fortbildungsveranstaltungen auch in Zukunft fortzuführen und auszubauen.

Jedoch wird es auch künftig nicht möglich sein, auf Präsenzfortbildungen komplett verzichten zu können, weil es Lern- und Wissensbereiche gibt, die nur durch praktische Übungen am Objekt erlernbar sind. So lassen sich beispielsweise Akupunktur, therapeutische Lokalanästhesie oder RAC-kontrollierte Diagnose- und Therapietechniken weder autodidaktisch noch digital in ihrer gesamten Bandbreite vermitteln. Für diese zwingend erforderlichen Präsenzseminare müssen allerdings optimale Hygiene- und Schutzmaßnahmen organisiert werden, damit die Teilnehmer*innen gegen Infektionen geschützt sind.

Auch die Deutsche Akademie Ganzheitliche Schmerztherapie hat sich auf diese neue coronabedingte Situation eingestellt und bietet ihre Seminare falls möglich über einen eigenen Zoom-Account in Form von Webinaren an. Notwendige Präsenzveranstaltungen werden mit einer jeweils begrenzten Anzahl an Teilnehmer*innen unter Berücksichtigung wirksamer Hygiene- und Schutzregelungen durchgeführt (Abstand, Desinfektion, Mundschutz, Schnelltests), sodass ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet bleibt.

Die DAGST e. V.

ist eine originäre Schmerzgesellschaft und setzt sich seit ihrer Gründung 2002 ausschließlich für eine qualitativ hochwertige Ausbildung in ganzheitlicher Schmerztherapie ein.

Unsere Ziele:

  • Bessere Behandlung von Schmerzpatienten durch ganzheitlichen Ansatz

  • Berufsbegleitende qualifizierte Schmerztherapie-Ausbildung mit Zertifikat zum Tätigkeitsschwerpunkt "Ganzheitliche Schmerzbehandlung"

  • Interaktive Vorträge mit Beteiligung des Auditoriums und Demonstration von Behandlungsverfahren

  • Umsetzung der Ergebnisse aktueller Schmerzforschung in die Ausbildung und Therapie

  • Intensiver kollegialer Austausch sowie Bildung von interdisziplinären Netzwerken

Deutsche Akademie für ganzheitliche Schmerztherapie e. V.

1. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Sven Gottschling (Schriftleitung)

2. Vorsitzende: Birgit Scheytt

Weitere Informationen:

Fortbildungsbüro DAGST Amperstr. 20A 82296 Schöngeising Telefon: 08141 318276-0 Fax: 08141 318276-1 E-Mail: kontakt@dagst.de

Redaktion:

Christine Höppner E-Mail: ch@orgaplanung.de

www.dagst.de

Vermittlung falscher Sicherheit

Auch wenn die Politik noch vor dem Sommer über die Medien die Hoffnung verbreitet hat, dass die Coronapandemie mit den Impfungen in den Griff zu bekommen wäre, hat man nunmehr Ende August erkennen müssen, dass uns weitere Infektionswellen bevorstehen werden. Wer nur auf das Pferd Impfung setzt und dabei auch noch suggeriert, dass mit spätestens einer zweiten Impfung nichts mehr passieren könne, vermittelt der Bevölkerung eine völlig falsche Sicherheit. Geimpften und Genesenen werden neue Freiheiten eingeräumt, die mit dazu beitragen, dass sich das Coronavirus weiterverbreiten wird. Verschwiegen wird nämlich, dass Geimpfte und Genesene nur dann geschützt sein können, wenn bei ihnen ein wirksamer Antikörpertiter im Blut nachgewiesen wird. Dieser Nachweis ist logistisch, organisatorisch und aus Kostengründen leider nicht erbringbar. Deshalb sollten auch weiterhin für diese 2 "G" die gleichen Regeln gelten, wie für Ungeimpfte: Einhalten von Hygieneregeln, Tragen von Mund-Nasen-Schutz, Abstand halten und Testpflicht.

Impfstoffentwicklung scheint Priorität zu haben

Nach wie vor scheinen auch immer noch ernsthafte Bemühungen zu fehlen, wirksame Medikamente gegen eine bestehende Coronainfektion zu entwickeln oder deren Entwicklung mit der gleichen Intensität zu unterstützen, wie die Impfstoffproduktion. So hört man zum Beispiel seit Langem nichts mehr von den interessanten Ansätzen mit synthetisch hergestellten ACE2-Receptoren, die das Eindringen von Coronaviren in den Organismus blockieren können (z. B. der Apeiron Biologics in Wien). Genauso wenig werden prophylaktische Ansätze zur Minimierung des Infektionsrisikos und zur Abmilderung des Krankheitsgeschehens an die Bevölkerung weitervermittelt.

Auch die möglichen Langzeitfolgen der Coronaschutzimpfungen sind nicht absehbar und werden gerne verharmlost. Man erinnere sich daran: auch Contergan war mal ein hervorragendes und sicheres Schlaf- und Beruhigungsmittel, selbst für Schwangere.

Ihr

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NEUER TERMIN!

10. Homburger Schmerz- und Palliativkongress

Merken Sie sich bitte den 29. Juni 2022 vor.

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Kursvorschau.

Bitte beachten: Sofern nicht als Online-Termin angegeben, sind die Seminare als Präsenzveranstaltungen (unter Beachtung des jeweiligen geltenden Hygienekonzepts) geplant, Änderungen aufgrund von Kontaktbeschränkungen vorbehalten.

Datum Kursort Weiterbildung
02.10.2021 Online

Neues Format: Seminar ergänzend zum

Fortbildungsartikel

Leitung: Hardy Gaus

06.11.2021 Staßberg

Die RAC-Pulstasttechnik als gewinnbringende

Ergänzung für die Schmerztherapie

Leitung: Hardy Gaus

20.11.2021 Ludwigsburg

Therapeutische Lokalanästhesie

Leitung: Alexander Philipp

Außerdem bieten wir Ihnen weiterhin die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit unseren Experten im Videochat nach vorheriger Anmeldung per E-Mail (kontakt@dagst.de).

Termine:

11.10.2021, 13:00-14:00 Uhr: Prof. Dr. Sven Gottschling: Differenzierte Cannabinoidtherapie - Einsatz in der Schmerz- und Palliativmedizin

14.10.2021, 9:00-10:00 Uhr: Hardy Gaus: Ganzheitliche Zahnmedizin bei chronischen Zahn- und Gesichtsschmerzen

27.10.2021, 15:00-16:00 Uhr: Birgit Scheytt: Neues und Bewährtes in der Migränetherapie

22.11.2021, 13:00-14:00 Uhr: Prof. Dr. Sven Gottschling: Altersübergreifende Palliativmedizin - differenzierte Cannabinoidtherapie

Programmänderung vorbehalten

Alle Kurse können Sie auch bequem online buchen unter www.dagst.de

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