BERLIN - Die Zahl der gemeldeten Berufskrankheiten ist im Jahr 2020 deutlich gestiegen. Das zeigen die Kennzahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, die die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) veröffentlicht hat. Laut Statistik der DGUV erhielten die Unfallversicherungs- träger 106.491 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit. Das sind fast 33 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon wurden 101.206 Anzeigen entschieden. In 52.956 Fällen wurde das Vorliegen einer Berufskrankheit bestätigt, was ein Plus von 50 Prozent bedeutet.
Bei 6.645 Menschen wurde Hautkrebs infolge von UV-Strahlung als Berufskrankheit festgestellt. 2015 waren es noch knapp 3.900 Fälle. In der Bauwirtschaft ging fast jede fünfte gemeldete Berufskrankheit auf Hautkrebs zurück. So verzeichnete die BG Bau im Jahr 2020 mehr als 2.700 neue Fälle. Des Weiteren wurden 30.329 Anzeigen von Beschäftigten in stationären oder ambulanten medizinischen Einrichtungen im Zusammenhang mit einer Erkrankung an COVID-19 gestellt. Von diesen Verdachtsanzeigen wurden bis zum Jahresende 18.065 anerkannt.
