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. 2021 Dec 7;26(10):4–6. [Article in German] doi: 10.1007/s00735-021-1416-4

Panorama

PMCID: PMC8720573  PMID: 35002087

NACHRICHTEN AUS DEM ÖGKV.

Aufklärungskampagne auf Augenhöhe

Die COVID-19-Pandemie hat mit Spitzen von bis zu 15.000 Neuinfektionen einen neuen Rekordwert in Österreich erreicht. Von politischer Seite hat man darauf zu spät reagiert und dies resultiert nun in Maßnahmen wie einem neuerlichen Lockdown für die gesamte Bevölkerung. Der angekündigten allgemeinen Impfpflicht ging eine in Aussicht gestellte Impfpflicht für das Gesundheitspersonal voraus. Dies sorgt in der ohnehin schon angespannten Situation in Pflegebereichen aller Settings für neue Stressfaktoren. Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband bevorzugte hinsichtlich der COVID-19-Impfung immer den Weg des Dialogs und der Information. Diesen Weg der Aufklärung gehen wir nun konsequent weiter. Der ÖGKV hat sich immer für die Impfung ausgesprochen, da die Impfung nach heutigem Wissenstand der einzige Ausweg aus der Pandemie ist. Die Kolleginnen und Kollegen sollen aber doch Möglichkeit haben mit einem guten Gefühl zur Impfung zu gehen. Dass die Impfpflicht unter dem ungeimpften Pflegepersonal, das sich aus verschiedensten Gründen bisher nicht impfen ließ, für zusätzlichen Unmut und Besorgnis sorgt, ist verständlich. Um diesen Ängsten und Zweifeln zu begegnen, arbeitet der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband momentan an einer Aufklärungskampagne. Diese soll Anfang Dezember starten und professionellen Pflegepersonen auf Augenhöhe begegnen. Dabei wird die Möglichkeit zum Austausch und zur Informationsbereitstellung geben, damit ungeimpftes Pflegepersonal sich ohne Druck und mit Verständnis mit dem Thema auseinandersetzen kann. In einem offenen Dialog und Austausch möchte der ÖGKV ungeimpfte Pflegepersonen erreichen und mit ihnen über Ängste sprechen und darüber aufklären, warum eine Impfung gerade für im Gesundheitsbereich tätige Menschen so wichtig ist. Es geht dabei nicht nur um die Bekämpfung der Pandemie und den Solidaritätsgedanken, sondern um den Schutz jeder einzelnen Pflegeperson, die jeden Tag in Ausübung ihres Berufes ihre Gesundheit riskiert.

Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband, Wilhelminenstraße 91/II e, 1160 Wien, Tel.: 01/478 27 10, E-Mail: office@oegkv.at, Internet: http://www.oegkv.at

PATIENTENPERSPEKTIVE

Plattform zur Begleitung von Krebspatienten

Die bestmögliche Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten von der Früherkennung bis zur Reintegration ins Arbeitsleben ist das Ziel der patientenzentrierten Interessens-Plattform All.Can Austria. Die Plattform, die ein eigenständiger Teil eines internationalen Netzwerks ist, vereinigt Vertreter aller relevanten Bereiche, die sich für Effizienz und Nachhaltigkeit der Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten engagieren. Dazu zählen Selbsthilfegruppen, Medizin, Gesundheitspersonal, Gesundheitsökonomie, Forschung, Versicherungen und Industrie. Ein erstes Projekt von All.Can ist, die Tätigkeit der Tumor- Boards in Österreich zu erheben und die Rolle der Patientinnen und Patienten in diesen interdisziplinären Beratungen zu stärken.

Schlüsselfunktionen des Tumorboards

Das Ziel des Projektes ist die Untersuchung und Darstellung der Schlüsselfunktionen von Tumorboards (multidisciplinary tumour boards oder MDTs) und welche Rolle die Boards derzeit und zukünftig in der Versorgung von Krebspatientinnen und Patienten einnehmen Derzeit haben vor allem klinische Informationen eine hohe Relevanz, während patientenrelevante Informationen bzw. Komorbiditäten nur selten im MDT dargestellt werden. Die Ergebnisse des Projekts sollen an die Wissenschaft, die Klinik und die Öffentlichkeit kommuniziert werden. Publikationen in wissenschaftlichen Fachjournals mit Fokus auf Medizin, Pflege, Management und angrenzende Wissenschaften sind geplant.

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Informationen: https://www.all-can.at

PFLEGEALLIANZ

Die Versorgungskrise ist angekommen

Für mehr Tempo und politische Entscheidungen bei der Umsetzung der Pflegereform sprachen sich die Mitglieder der Pflegeallianz im vergangenen Herbst neuerlich und mit Nachdruck aus. Der dramatische Personalmangel im Pflegebereich führt in Form von gesperrten Betten in Pflegeheimen, Wartelisten in der Hauskrankenpflege und geschlossenen Stationen in Spitälern bereits zu realen Versorgungsproblemen.

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Ausbildungskapazitäten in den vergangenen Jahren nicht mit dem Bedarf schrittgehalten. Eine von mehreren Maßnahmen müsse die Unterstützung von Personen sein, die einen Umstieg in den Pflegeberuf erwägen, so Anja Eberharter, Sozialexpertin Alter und Pflege der Diakonie Österreich. Dazu gehöre eine gezielte Ausweitung des bereits bestehenden Fachkräftestipendiums und die Schaffung vergleichbarer Möglichkeiten für Interessierte, die nicht aus der Arbeitslosigkeit, sondern aus anderen Berufen kommen und neue Perspektiven in der Pflege und Betreuung suchen. Darüber hinaus sei es notwendig, die Höher- und Weiterqualifizierung in den Pflege- und Betreuungsberufen zu unterstützen, ergänzte Karin Abram, Leitung Soziales und Anwaltschaft bei der Caritas Österreich: „Die Durchlässigkeit muss fachlich und finanziell gegeben und lebbar sein. Entwicklungsmöglichkeiten binden Menschen im Beruf und schaffen Perspektiven. Dazu braucht es aber auch die Übernahme der Ausbildungskosten und eine Sicherung des Lebensunterhaltes während der Zeit der Qualifizierung.“

Quelle: Presseaussendung Pflegeallianz

HANNA MAYER

Zeit für Veränderung

Sie ist eine der Pionierinnen der Pflegewissenschaft in Österreich und war die erste Inhaberin des zunächst als Stiftung organisierten Lehrstuhls für Pflegewissenschaft an der Universität Wien, wo sie 2010 zur Universitätsprofessorin für Pflegewissenschaft ernannte wurde. Mit 1. Dezember übernimmt Prof. Dr. Hanna Mayer die Professur für Pflegewissenschaft an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften und wird dort das Kompetenzzentrum für Person Centred Care and Dementia Care Research aufbauen und leiten. Mit Konsequenz und Kompetenz etablierte Mayer das Institut für Pflegewissenschaft in Wien, baute dort das Masterstudium auf und setzte ein sehr erfolgreiches PhD Programm um. „Nun ist es Zeit für eine Phase der Veränderung“, sagt Mayer und wird in Krems einen neuen Forschungsstandort aufbauen.

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BUCHEMPFEHLUNG.

Die Sprache des Körpers

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Körpersprache ist die meist gesprochene Sprache der Welt. Sie spielt die Hauptrolle in jedem Kommunikationsprozess, die gesprochenen Worte verkommen dabei zur Nebensache. Der körperliche Ausdruck gilt als echter, als wahrer. Diskrepanzen zwischen verbalem und physischem Ausdruck registrieren wir sofort. Sie machen uns skeptisch. Eine zweite Form von Körpersprache, ist jene, mit der unser Körper zu uns spricht. Durch seine Formen, seine Strukturen, seine Ausprägung. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) als ganzheitliches System geht von einer engen Interaktion zwischen Körper und Geist aus. Vor diesem Hintergrund vermittelt der Autor das Verständnis für den individuellen Weg, um diese Sprache zu verstehen und uns selbst zu erkennen.

Mike Mandl

Unser Körper - Ausdruck, Haltung, Körpersprache

Mit der TCM neu wahrnehmen

Springer Verlag 2021, 167 Seiten

Softcover: ISBN: 978-3-662-63381-6, Preis: 20,95 €

GESUNDHEITSBERUFE

Ab 1. Jänner 2022 gilt wieder die Registrierungspflicht

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Seit 2018 gibt es in Österreich das öffentliche Register für Gesundheitsberufe, die auch die Gesundheits- und Krankenpflege umfassen. Ziel ist die Erfassung der aktiven Berufsangehörigen sowie deren Qualifikationen. Für die Dauer der Pandemie, maximal jedoch bis zum 31. Dezember 2021 konnte und kann die Berufstätigkeit auch ohne Eintragung in das Gesundheitsberuferegister aufgenommen und in Österreich ausgeübt werden. Diese Ausnahmeregelung läuft per 1. Jänner 2022 aus. „Bei Verstoß gegen die Registrierungspflicht droht dem Arbeitgeber und dem Berufsangehörigen jeweils eine Verwaltungsstrafe bis zu 3.600 Euro“, so Monika Hundsbichler, Referatsleiterin für Gesundheit & Pflege in der Arbeiterkammer Kärnten.

Um allen betroffenen Beschäftigten die Registrierung zu erleichtern, bietet die Arbeiterkammer eine Registrierung vor Ort (nach Terminvereinbarung) sowie eine Online-Registrierung (https://gbr-online.ehealth. gv.at/ mittels Bürgerkarte oder Handysignatur) an.

Quelle: Presseaussendung AK Kärnten


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