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. 2022 Jan 11;26(1):9. [Article in German] doi: 10.1007/s00092-021-4788-7

Welche Krebsarten am häufigsten diagnostiziert werden

Anne Bäurle 1,
PMCID: PMC8747875

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat aktuelle Daten zu Krebs in Deutschland veröffentlicht. Demnach erkranken derzeit jährlich fast 500.000 Menschen neu an Krebs. Aufgrund der demografischen Entwicklung werde die Zahl von 2015 bis 2030 um 23 % zunehmen, schätzt das RKI. Bei Männern war rund jede dritte Krebsneuerkrankung 2018 urologischer Natur. Dieser Anteil unterteilte sich auf 24,6 % Prostata-, 5,1 % Harnblasen-, 3,5 % Nieren-, 1,6 % Hoden- und 0,4 % Penis-Karzinome. Bei Frauen war mit 30 % das Mammakarzinom am häufigsten - während nur rund 6 % der Krebsneuerkrankungen urologisch bedingt waren (2,4 % Niere, 2 % Harnblase und 1,4 % Vulva).

Der Berichtszeitraum fällt die Umstellung von der epidemiologischen zur klinisch-epidemiologischen Krebsregistrierung. Statt zum befürchteten temporären Einbruch der Meldetätigkeit führte dies dazu, dass in weiten Teilen Deutschlands nun der international geforderte Wert der Erfassung von über 90 % erreicht wird.

Es zeichnet sich ab, dass sich die COVID-19-Pandemie negativ auf die onkologische Versorgung ausgewirkt hat. So ist ein temporärer Melderückgang während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 und für einige Tumorarten eine ungünstigere Verteilung der Tumorstadien aufgrund verspäteter Diagnosen erkennbar. Über das Jahr 2020 wurden je nach Entität zwischen 2-10 % weniger Krebspatient*innen in der Klinik behandelt. Auch auf das Screening hat sich die Pandemie negativ ausgewirkt. Ob diese pandemiebedingten Effekte einen relevanten Einfluss auf das Überleben nach Krebs und die krebsbezogene Sterblichkeit haben, werde derzeit untersucht, so das RKI.


Articles from Uro-News are provided here courtesy of Nature Publishing Group

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