BERLIN - Am Samstag, den 30. April 2022, kommen die Delegierten des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD) zusammen. Der oberste Souverän des BVDD diskutiert dabei aktuelle gesundheits- und berufspolitische Entwicklungen und beschließt Weichen- stellungen für die künftige Ausrichtung des BVDD. Als Grundlage der Debatte dienen die Rechenschaftsberichte des Vorstandes sowie der Referenten und Sonderreferenten. "Der Deutsche Dermatologe" veröffentlicht vorab die bereits vorliegenden Berichte.
Reibungslose Übergabe an den Nachfolger.
Ralph von Kiedrowski
Präsident, Ex-Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Das Jahr 2021 war nicht nur geprägt durch sich ständig ändernde Pandemie-Regeln, sondern auch der Legislatur-Wechsel im BVDD brachte einen Switch zur Jahresmitte. Mit den Neuwahlen auf der Delegiertenversammlung am 4. Juni endete meine achtjährige Verantwortlichkeit für das Ressort "PRÖ" und ich übernahm das Amt des Präsidenten, dessen Bericht traditionell mündlich auf der Delegiertenversammlung erfolgt.
Die fünf Monate "Restdienstzeit" als Referent PRÖ waren einerseits geprägt durch das Tagesgeschäft, bei dem ich wie in den Vorjahren hervorragend durch das Team der Pressestelle und Redaktion unterstützt wurde - anders wäre dies auch im Ehrenamt nicht zu bewältigen. Andererseits galt es, alle Weichen für eine Übergabe an meinen Nachfolger zu stellen und ein Stück auch bereits schon "loszulassen" bei den Projekten, die dann in die neue Amtszeit fallen würden, so beispielsweise die Erweiterung der "Bitte Berühren"-Kampagne um die Sektion Neurodermitis. Der Souverän hat Uwe Schwichtenberg dann ins Amt gewählt und so einen reibungslosen Übergang ermöglicht. Dies lesen Sie an einer anderen Stelle in gebührender Ausführlichkeit. Der "Ex-Referent" dankt hier nur nochmals ausdrücklich und herzlich für die jahrelange und hervorragende Unterstützung.
Weiterbildung: Befugniskriterien im Fokus.
Thomas Stavermann
Vizepräsident, Referat Weiterbildungsordnung, Referat Qualitätsmanagement

Der BVDD ist mit der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) im intensiven, teils kontroversen Dialog, um die sogenannten Befugniskriterien transparent und möglichst flächendeckend zu gestalten. Dabei soll die Zielsetzung der 2018 verabschiedeten (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO), feste Zeitphasen ambulant und stationär zu vermeiden, nicht ausgehebelt werden. Zur Erinnerung: Für jeden Arzt ist immer nur die Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer rechtsverbindlich, deren Mitglied er ist. Gleiches gilt für die (Muster-)Logbücher und die (Muster-)Kursbücher. (Muster-)Richtlinien sind ab der MWBO 2018 nicht mehr vorgesehen. Die Umsetzung erfolgt jetzt in den einzelnen Landesärztekammern.
Außerdem bringt der BVDD im engen Dialog mit der DDG und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) seine Ideen zur Qualitätsoffensive im gesetzlichen Hautkrebsscreening ein.
DermaMed
Die DermaMed eG wächst weiter. Nach einer Restrukturierung und Fokussierung auf den Praxisbedarf konnten in 2021 die Mitgliederzahlen und auch die Angebots- palette zu günstigen Konditionen gesteigert beziehungsweise erweitert werden.
Die Angebotspalette ist in drei große Pakete unterteilt, die den Praxisbedarf abbilden. Über die Landesvorsitzenden können Präsentationen zu den Angeboten der DermaMed eG angefordert werden. Zusätzlich werden monatlich aktuelle Angebotsjournale ausgesandt. Die Mitgliedschaft ist mit einer Einlage von 50 Euro verbunden, die bei Austritt aus der Genossenschaft rückerstattet wird. Eine lohnende Investition.
Die Angebote der DermaMed finden Sie auf: www.bvdd.de/service/fuer-die-praxis/einkaufsgenossenschaft-dermamed
Die Dermatologie wird immer weiblicher.
Thyra Caroline Bandholz
Generalsekretärin, Leiterin JuDerm

Der BVDD zählt Stand 31. Dezember 2021 insgesamt 3.658 Mitglieder. Im Jahr 2021 gab es 165 Eintritte und 147 Austritte. Der Anteil der Dermatologinnen ist gestiegen und liegt nun bei 53 Prozent. Erfreulicherweise gab es erneut zahlreiche neue Mitglieder (95) im Bereich der Weiterbildungsassistenten, sodass wir derzeit im Verband 299 junge Kolleginnen und Kollegen zählen.
Zur weiteren Mitgliederwerbung und Präsentation des BVDD wurde von der Geschäftsführung gemeinsam mit dem Vorstand ein Flyer konzipiert unter dem Titel: "Wir. Für Sie. Mit Ihnen". Diesen Flyer können Sie in der Geschäftsstelle anfordern.
Um einen besseren Überblick darüber zu bekommen, wie viele und welche Kolleginnen und Kollegen unter den Mitgliedern des BVDD aktiv im Verband und in den Organen der ärztlichen Selbstverwaltung tätig sind, wurde im Herbst 2021 eine Abfrage per Mail an alle Landesverbandsvorsitzenden ausgesendet. Erfragt wurde dabei neben der Anzahl und den Namen der Delegierten und Ersatzdelegierten in den einzelnen Landesverbänden, welche Positionen in Gremien, Ausschüssen der Kassenärztlichen Vereinigungen, Ärztekammern und anderen Institutionen von unserer Fachgruppe ausgefüllt werden.
Inhalt dieser Mail war auch eine "Muster-Geschäftsordnung" für die Landes- verbände, die im Rahmen der Landesverbandssitzungen von den Mitgliedern verabschiedet werden soll. Da noch nicht aus allen Landesverbänden Rückmeldungen vorliegen, werden wir die Aussendung dieser Abfrage im ersten Quartal 2022 wiederholen.
Zehn Jahre JuDerm
Das erste Highlight im Jahr 2021 für die Jungen Dermatologen (JuDerm) im BVDD war Anfang März die virtuelle Party anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Gruppe. Eine gute Gelegenheit auf das zu schauen, was bereits erreicht wurde, und vor allem auch um Pläne zu schmieden, wie es erfolgreich weitergehen soll im Bereich der Nachwuchsakquise und -förderung.
Entstanden ist daraus unter anderem unter dem Titel "JuDerm auf einen Blick" eine Übersicht über alle Aktivitäten der Gruppe wie Workshops, Kampagnen, Filme, Publikationen, Entwicklung der Medienformate, insbesondere der Social-Media-Aktivitäten.
Darüber hinaus standen viele neue, aber auch bewährte Aktionen auf dem Plan für 2021. So wurden wie schon im Jahr zuvor unsere Workshops aus der Reihe "Fit für die Praxis" pandemiebedingt als Webinare vorbereitet. Diese Workshops sollen vor allem jungen Praxisgründern und -einsteigern Hilfestellung sowohl in Fragestellungen zu Organisation und Management der Praxis als auch für besonders praxisrelevante, fachliche Situationen bieten.
Neben Themen wie ambulantes Ope- rieren, Abrechnung, Magistrale Rezepturen, Dermatosen bei Kindern und in der Schwangerschaft, Auflichtmikroskopie und Berufsdermatologie standen auch die bei den Teilnehmern immer beliebten Themen Teambildung und Motivation, Praxisorganisation oder auch Marketing auf dem Jahresprogramm. Diese Webinare fanden bei den Teilnehmern auch in 2021 wieder großen Anklang und waren durch das virtuelle Format einem deutlich größeren Teilnehmerkreis zugänglich. Die Workshop- reihe "Fit für die Praxis" wird auch im Jahr 2022 fortgesetzt.
| Im Jahr 2021 verstorbene Mitglieder des BVDD | |
|---|---|
| Prof. Dr. med. Dr. phil. Siegfried Borelli | Schweiz |
| Prof. Dr. med. Reinhard Breit | LV Bayern |
| Dipl. med. Beate Koschinski | LV Brandenburg |
| Dr. med. Christine Nachtwey-Redl | LV Bayern |
| Dr. med. Christine Oberliesen | LV Westfalen |
| Gerhard Saalmann | LV Westfalen |
| Dr. med. Hans Joachim Schneider | LV Bayern |
| Dr. med. Richard Wiehl | LV Baden-Württemberg |
Im April 2021 präsentierte sich JuDerm erneut auf der DDG-Tagung, die dieses Mal pandemiebedingt rein virtuell stattfand. Studierende hatten im Rahmen ei- nes Kongressstipendiums die Gelegenheit, am gesamten Kongress teilzunehmen. Gemeinsam mit Prof. Dorothee Nashan moderierten wir das inzwischen schon traditionelle "Studierenden-Symposium" im Rahmen der Tagung. Mit namhaften Kollegen aus Klinik und Praxis als Referenten wurde den jungen Medizinern anhand persönlicher Werdegänge das breite Spektrum der Dermatologie nähergebracht.
Das 2019 initiierte und vom Bundes- ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Lehrprojekt von Prof. Regine Gläser an der Hautklinik Kiel in Kooperation mit JuDerm hat auch 2021 weitere Früchte getragen. So erschien unter dem Titel "Aus der (Haut-)Arztpraxis in den Hörsaal. Ein innovatives praxisorientiertes mediengestütztes Lehrprojekt mit überregionalen interdisziplinären Nut- zungsoptionen" eine Originalarbeit im JDDG dazu und Prof. Gläser erhielt im Rahmen der DDG-Tagung den "DDG Preis für Akademische Lehre 2021" für dieses Projekt.
JuDerm unterstützt weiterhin das Ziel, die didaktischen Lehrvideos für Studierende und Lehrende überregional nutzbar zu machen. So können wesentliche dia- gnostische und therapeutische Techniken in der Dermatologie Studierenden frühzeitig und möglichst realistisch vorgestellt und das Interesse am Erlernen dieser Fertigkeiten sowie an unserem Fach geweckt werden. Die Lehrvideos eignen sich auch optimal zur Vorbereitung auf eine Famulatur oder das Praktische Jahr im Fach Dermatologie. Alle Videos finden sich auf der JuDerm-Webseite beziehungswei- se unserem Youtube-Kanal und erfreuen sich großer Beliebtheit mit teilweise über 91.000 Aufrufen.
Auch in 2021 informierten wir auf der JuDerm-Webseite über aktuell erschienene und überarbeitete Leitlinien. In Form von Kurzzusammenfassungen der Leitlinien durch die Autoren wird auf die Aktuali- sierungen aufmerksam gemacht und der Link zur Originalversion hergestellt. Dieses Ende 2020 begonnene Projekt verdanken wir einer Kooperation mit Matthew Gaskins von der Division Evidence Based Medicine (dEBM) an der Berliner Charité.
Ein wichtiger Teil unserer Arbeit in 2021 war zudem die ständige Weiterentwicklung unserer vielbesuchten Webseite. Wir konnten zwei hochmotivierte Weiterbildungsassistentinnen gewinnen, unseren "JuDerm-Blog" zu betreuen, und so entstehen in regelmäßigen Abständen spannende Beiträge zu vielfältigen Themen wie der Facharztvorbereitung, die Anleitung zur Erstellung von Fallberichten, Arbeiten in Teilzeit oder auch Workshopberichte. Unsere Rezensionen von Fachbüchern, Kongressberichte und auch Gastartikel in verschiedenen Journalen beleben zusätzlich die Webseite.
Auch unser Facebook-Auftritt und der JuDerm Instagram-Account erfordern wei- terhin viel Aufmerksamkeit und wachsen erfreulicherweise stetig weiter. Das ver- gangene Jahr mit den rar gesäten Möglichkeiten zur Kommunikation in Präsenzveranstaltungen hat die Bedeutung unserer Social-Media-Aktivitäten als besonders wichtige Schnittstellen in der Kommunikation mit unserer Zielgruppe bekräftigt.
Abrechnungsthemen in neuen Händen.
Cora Lu Overbeck
3. Beisitzerin

Das Jahr 2021 war ein ganz besonderes Jahr. Coronabedingt konnte die Neuwahl des Vorstandes später als geplant erst im Juni durchgeführt werden. Ich durfte neu dazu stoßen, ebenso wie Jan Ter-Nedden und Uwe Schwichtenberg. Ich freue mich sehr, mich für die Belange des BVDD einsetzen zu können.
Bereits vor der Wahl konnte ich mich in die Überarbeitung der Weiterbildungsordnung und in der Corona-Taskforce einbringen. In der neuen WBO ist der Gedanke des kompetenzbasierten Lernens verankert. Im Mittelpunkt steht nun der Erwerb spezieller ärztlicher Kompetenzen im Rahmen der Weiterbildung anstelle des bloßen Erfüllens von Zeiten und Zahlen. Wie dies in der Praxis allerdings aussieht, werden wir erst noch alle erleben. Sicherlich bedeutet es einen bürokratischen Mehraufwand, der bislang in dieser Art der Dokumentation nicht erforderlich war. Es bleibt zu hoffen, dass diese Herausforderung gelingt und auch die Weiterzubildenden nicht durchs Land ziehen müssen, um alle Kompetenzbereiche erlernen zu können.
In der Corona-Taskforce, zusammengesetzt aus Mitgliedern der DDG und des BVDD, werden in regelmäßigen Abständen die aktuellen Ereignisse diskutiert, evaluiert und Handlungsempfehlungen gegeben. Die aktuellen Mitteilungen sind auf unserer Homepage des BVDD unter "Corona-Taskforce" jederzeit nachzulesen. In 2021 wurden informative Artikel zu folgenden Themen veröffentlicht: Impfbereitschaft der Hautärzte, Nebenwirkungen von Coronaimpfungen, Erwerb eines DDA Impfzertifikats, Impfungen unter immunmodulierender Therapie, Hygienezuschlag, Rückgang von Früherkennungsuntersuchungen in der Pandemie, Abrechnung von Kurzarbeitergeld und Lockdown- politik.
Das andere große Thema ist die Gebührenordnung. Nach zwölf Jahren im Berufsverband hat sich Steffen Gass aus der aktiven Vorstandsarbeit zurückgezogen. Ich bin sehr dankbar, dass er dem Verband weiterhin als Gebührenordnungsreferent mit seinem enormen und unverzichtbaren Wissen erhalten bleibt. Gemeinsam betreuen wir nun diesen Bereich. Wir haben uns mehrfach ausgetauscht und aktuelle Themen zur UV-GOÄ, GOÄ und zu EBM-Bewertungen besprochen sowie Mitgliederanfragen zu Abrechnungsthemen beantwortet.
Wichtige Informationen wie zum Beispiel die Kopf-Hand-Regel kommentierten wir über die Verbandszeitschrift. Im letzten Jahr fanden zahlreiche Sitzungen zur Neugestaltung des Kapitel 31 im EBM statt. Sobald hier finale Ergebnisse vorliegen, werden wir dies für Sie übersichtlich zusammenfassen. Für die nächsten Jahre planen wir, gemeinsam regelmäßige Informationen und Übersichtsartikel zu spezifischen dermatologischen abrechnungsrelevanten Fragestellungen zu publizieren.
Positives Grundrauschen für die Fachgruppe in den Medien erzeugen.
Uwe Schwichtenberg, Wolfgang Hardt
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Ein neues Gesicht über dem Bericht des Referats Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Seit Juni 2021 ist ein neuer Vorstand in Amt und Würden. Mein Vorgänger firmiert heute als Präsident des BVDD und ich darf seit dieser Zeit das Amt des vierten Beisitzers bekleiden und bin damit für den gesamten Bereich von Pressestelle, Redaktion und Projektmanagement verantwortlich. Das Feld war gut bestellt. Sowohl Vorgänger als auch Hauptamtliche hatten ihre Hausaufgaben gemacht. Da war es nicht so schlimm, dass ich meine Amtszeit gleich mit einer längeren krankheitsbedingten Auszeit beginnen musste. Es wäre also unangemessen hier seitenlang über "meine Arbeit" zu berichten.
Ein Highlight war die Übergabe des Innovationspreises des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen mit Unterstützung der Unna-Akademie auf der DERM in Frankenthal an Dr. Brigitte Stephan vom UKE Hamburg. Das Feld der Bewerber war großartig besetzt und die Jury hätte jedes der vorgestellten Projekte zum Sieger küren können. Die Siegerin präsentierte ihre Arbeit über dermatologische Videokonsile zur Sicherstellung der fachmedizinischen Versorgung für Patienten im Justizvollzug. Es waren vor allem die Kriterien der Praxisrelevanz, der Interdisziplinarität und der Möglichkeit, dies überall in der Republik in gleicher oder ähnlicher Weise nachzuahmen, die uns veranlassten gerade dieses Projekt auszuzeichnen. Ich bin gespannt auf die Bewerbungen für die Innovationspreise der kommenden Jahre.
Intern ergaben sich Änderungen im Personaltableau. Die Projektarbeit liegt jetzt in den Händen von Dr. Maria Keil mit Unterstützung von Sonja Junge. Eine unruhige Zeit, um sich in das Team und die Aufgaben hineinzufinden. Als wäre COVID-19 nicht schon Belastung genug, mussten wir auch noch den flutbeding- ten Verlust der Pressestelle in Euskirchen beklagen. Zum Glück waren die Schäden in unserem Bereich rein materieller Natur. Es war dennoch eine Herausforderung von heute auf morgen ein neues Büro aus dem Boden zu stampfen und dabei das schnelllebige Geschäft der Pressearbeit einschließlich der Herausgabe des "Deutschen Dermatologen" weiter zu bewältigen. An dieser Stelle möchte ich im Namen des Verbandes den Betroffenen vor Ort nicht nur meinen Dank, sondern vor al- lem meinen allergrößten Respekt aussprechen.
Einige Weichen waren zu stellen. Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen ist die Vertretung der niedergelassenen Dermatologinnen und Dermatologen. Wir repräsentieren die ambulante dermatologische Versorgung in all ihren Facetten. Dies müssen wir nach außen kommunizieren können. Wir benötigen eine leistungsstarke Arztsuche auf unserer Website, die das hervorragende Leistungsspektrum unserer Mitglieder abbildet. Hier gab es große technische und juristische Schwierigkeiten in der Vergangenheit. Diese konnten ausgeräumt werden und nun kann diese Großbaustelle in Angriff genommen werden.
Unser Verbandsorgan firmiert unter dem Titel "Der Deutsche Dermatologe". Nun ist der deutsche Dermatologe, der Mitglied unseres Verbandes ist, gar nicht zwingend Deutscher und ganz oft ist er eine Dermatologin. Der Vorstand war sich einig, der Titel passt so nicht mehr in die Zeit. Im Sommer öffnet sich ein Zeitfenster für eine Umbenennung, denn Zeitschriftentitel kann man nicht mal so eben ändern. Der neue Name soll natürlich möglichst nah am Alten sein, um den Wiedererkennungseffekt nicht zu verlieren. Es gab viele Listen mit vielen möglichen Namen, um jeden Buchstaben wurde gerungen. Der Vorstand hat sich für "Deutsche Dermatologie" entschieden und dies auf der Beiratssitzung am 14. November 2021 vorgestellt. Zu unserer großen Erleichterung war die Resonanz positiv.
Zahlen, Daten, Fakten zur Pressearbeit
Zur täglichen Arbeit der Pressestelle in Eus- kirchen gehört die Vermittlung von Experten an die Redaktionen von Presse, Rundfunk und Fernsehen, die zu den unterschiedlichsten Hautthemen Auskünfte, Meinungen und Fakten benötigen. Um die vielfältigen Anfragen bearbeiten zu können, verfügt die Pressestelle über eine regelmäßig aktualisierte und ergänzte Datenbank mit rund 175 Mediendermatologen, mit den unterschiedlichsten Themenschwerpunkten. BVDD-Mitglieder, die als Mediendermatologe tätig werden möchten, melden sich gerne - formlos - bei Sylvia Adams, E-Mail: s.adams@bvdd.de.
Erneut waren die Mediendermatologen im Berichtszeitraum sehr gefragt. Insgesamt lag die Anzahl der Medienanfragen mit 193 aber unter den beiden vorherigen Spitzenjahren mit jeweils 240 Medienanfragen (Abb. 1). Mit 26 % den größten Anteil hatte dabei die Gruppe der freien Journalisten, was ein Plus von 6 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Steigerungen verbuchten auch die Anfragen von Hörfunk- redaktionen (+4 %), der überregionalen Tagespresse (+3 %) und von Publikumszeitschriften (+1 %). Leichte Rückgänge gab es bei den Anfragen der Fernsehredaktionen (-2 %). Sowohl Agenturen (-5 %) als auch Online-Redaktionen (-7 %) verbuchten die höchsten Rückgänge, während die Anteile der Anfragen von Fachzeitschriften und der regionalen Tagespresse gleichgeblieben sind.
Bei den nachgefragten Themen stand einmal mehr alles rund um die Hautpflege an der Spitze des Rankings, gefolgt vom für die Fachgruppe wichtigen Thema UV-Schutz auf dem zweiten Platz (Abb. 2). Corona-Themen, zu denen Fragen zur Haut und Maskentragen ebenso zählen wie Händedesinfektion und -pflege, aber auch COVID-Zehen und andere Auswirkungen von SARS-CoV-2 auf die Haut, lagen auf dem dritten Platz. Erfreulich: Berufspolitische Themen erhöhten ihren Anteil auf 5,2 % nach 2 % im Vorjahr.
Neben der Expertenvermittlung gehörte im Berichtszeitraum wie immer auch die Auswertung der Medienbeobachtung zu den Aufgaben der BVDD-Pressestelle. Aus Kostengründen beschränkt sich die Medienbeobachtung zum einen auf den Printbereich zum anderen auf den Suchbegriff "Berufsverband der Deutschen Dermatologen" beziehungsweise "BVDD". Beiträge, in denen sich (Medien-)Dermatologen äußern, aber nicht als Mitglieder des BVDD genannt werden, bleiben unter dem Radar des Ausschnittdienstes. Zurzeit erarbeitet die Pressestelle gemeinsam mit dem Dienst- leister "Meltwater", der für den BVDD die Online-Medien beobachtet, eine passsende Möglichkeit, um künftig auch Online-Artikel mit in die Reichweitenzählung integrieren zu können.
Abb. 3 zeigt, welche Reichweiten die genannten Themen in den Print-Medien im Jahr 2021 erzielen konnten. Ins Auge fällt hier, dass sich die Reichweite des Themas "Hautkrebs" deutlich erhöht und nun für den Spitzenplatz gereicht hat, nachdem es im Vorjahr nur den vierten Platz belegt hatte. Erfreulich auch die große Reichweite des Themas berufsbedingte Hautkrankheiten. Dass das Thema Corona seine Reichweite im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdreifachen konnte, überrascht hingegen kaum.
Insgesamt zielen sämtliche verbandlichen PR-Aktivitäten darauf ab, dermatologische Themen in der medialen Öffentlichkeit zu platzieren, die Kompetenz der Hautärzte und die Breite des Faches darzustellen und bei für die Fachgruppe politisch heiklen Fragen die Sicht des BVDD zu vermitteln. Dazu dienen auch Medienkooperationen - beispielsweise mit TV-Wartezimmer, dem HautinForm-Patientenmagazin und dem Reflex-Verlag -, die dem BVDD die Möglichkeit bieten, seine Anliegen in das jeweilige Medium einzubringen.
Redaktion "Der Deutsche Dermatologe"
Die Verbandszeitschrift erschien im Berichtszeitraum in ihrem 69. Jahrgang. Dabei konnte der Heftumfang mit 1.044 Seiten erneut gesteigert werden nach 988 Seiten im Vorjahr. Im Jahr 2021 wurde die Berichterstattung durch die Online-Teilnahme an zahlreichen Kongressen, Tagungen und Seminaren zur Routine.
Das Anzeigenaufkommen konnte erneut gesteigert werden. Hier hat "Der Deutsche Dermatologe" im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 14 % zugelegt. Am Gesamtmarkt Dermatologie hat die Verbandszeitschrift im Vergleich zum Vor- jahr dagegen erneut etwas eingebüßt, bleibt aber mit 18,5 % Marktanteil der mit Abstand marktführende Titel. Der Verlust beruht darauf, dass die Mitbewerber Umsatzzuwächse im Anzeigengeschäft verbuchen konnten. Insgesamt unterstreicht diese Entwicklung die Bedeutung der Dermatologie als innovatives und dynamisches Fach.
Verzahnung Pressestelle - Projektmanagement
Die Pressestelle des BVDD und das Projektmanagement verbinden übergreifende Ziele. Beide dienen der Information und Kommunikation innerhalb der Fachgruppe:
"Der Deutsche Dermatologe"
Verbandswebsite www.bvdd.de
Rundbrief
Verbandsveranstaltungen
Beide schaffen Motivation, an den Aktivitäten des BVDD mitzuwirken, und bieten Beteiligungsmöglichkeiten an:
Mitgliederbefragung
Kampagnen zur gesundheitlichen Aufklärung
Beide bieten den Organen des Verbandes und den Mitgliedern Serviceleistungen an:
Recherche, Aufbereitung und Dokumentation gesundheitspolitischer Informationen
Hilfen beim Praxismarketing
Niederlassungsseminare
Moderatorenworkshops
Workshop Junge Hautarztpraxen
Und sie tragen zur Refinanzierung des Berufsverbandes bei:
Drittmittelakquise, Sponsorengewinnung
Förderkreis
-
Dienstleistungen für die Industrie
- Bannerwerbung auf den Webseiten des Verbandes
- Marktforschung
Beide prägen die Außendarstellung des Berufsverbandes und der Dermatologie in der Öffentlichkeit:
Aufklärungskampagnen
Pressearbeit
Pressekonferenzen
Medienkooperationen
Vermittlung von Experten auf Medienanfragen
Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BVDD.










Opfer der Fluten.
Das alles überschattende Ereignis im vergangenen Jahr war die schwere Flut in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021, die die in der Euskirchener Innenstadt gelegene BVDD-Pressestelle mit voller Wucht traf. Personen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden. Und Glück im Unglück: Die Räume liegen Hochparterre, sodass die Wassermassen an den Schreibtischunterkanten stehen blieben - sämtliche Rechner und Daten konnten gerettet werden. Darüber hinaus allerdings nur ein paar Ordner. Bereits Ende des Monats konnte die Pressestelle in Teilen - der Chefredakteur verblieb im Homeoffice - einen Raum in einem Officepark in Euskirchen beziehen und die Arbeit fast problemlos fortführen. Diese "Notlösung" besteht zurzeit fort.


Neben der Pressestelle wurde auch die in Belgien liegende Druckerei des Deutschen Dermatologen komplett zerstört - und mit ihr die Juli-Ausgabe der Verbandszeitschrift, die nachgedruckt werden musste. Der Springer Medizin-Verlag fand zwar rasch eine Ersatzdruckerei. Doch für gewöhnlich sind Druckereien lange im Voraus für den Jahresverlauf ausgebucht. Die Folge: Der Deutsche Dermatologe wird so gut es geht zwischen die bereits bestehenden Aufträge geschoben, sodass manche Ausgaben nur mit Verzögerung erscheinen konnten. Wir bitten dies nochmals zu entschuldigen und verweisen auf das ePaper des Deutschen Dermatologe, das stets pünktlich vorliegt.
Um dieses Angebot zu nutzen, müssen sich BVDD-Mitglieder einmalig und kostenfrei bei springermedizin.de registrieren. Dabei wird abgefragt, welche Print-Titel als Verbandsorgan bezogen werden. Bei der Angabe der Liefer- adresse wird dann die Mitgliedschaft im BVDD automatisch erkannt und der Zugang freigeschaltet.
Projekte und Kampagnen in neuer Besetzung.
Maria Keil
Referentin Projekte und Kooperationen

Auch im letzten Jahr konnten aufgrund der Coronapandemie einige Aktionen, die vorher in Präsenz stattfanden, entweder gar nicht oder nur digital veranstaltet werden. Den Mehrwert des Digitalen und Hybriden haben wir für die meisten Projekte und Aktionen gewinnbringend nutzen können. Im ersten Halbjahr war die Position im Projektmanagement vakant, am 1. Juli ist Dr. Maria Keil als Referentin für Projekte & Kooperationen eingestiegen.
Projekte im Jahreslauf
Das Jahr beginnt für das Projektmanagement mit den Vorbereitungen zum Innovationspreis Dermatologie, der traditio- nell jährlich im März auf der DERM in Frankenthal verliehen wird. 2021 war die Verleihung in den September verschoben worden. Und schon im Oktober wurde der Innovationspreis Dermatologie für 2022 ausgeschrieben. Es wird angestrebt, wieder in den alten Rhythmus zurückzukommen. Der Innovationspreis Dermatologie wird von der Professor Paul Gerson Unna-Akademie unterstützt.
Hautkrebsmonat Mai und Euromelanoma-Woche
Mit dem Frühling kommt die Sonne und die Projekte des BVDD konzentrieren sich auf die Hautkrebsprävention. Laut WHO hat sich in den letzten zehn Jahren die Anzahl der jährlichen Melanoma-Fälle fast verdoppelt. Der Mai wurde 2020 und wird zukünftig vom BVDD, anschließend an internationale Aktivitäten, als Awareness-Monat zum Thema Hautkrebs veranstaltet. Geplant war 2021, dass alle Aktivitäten und Informationen zum Thema Hautkrebs unter einer neuen Webseite "gemeinsam-gegen-hautkrebs" zusammengefasst werden. Erste Arbeiten an der Struktur und zum Inhalt wurden begonnen, konnten jedoch nicht abgeschlossen werden.
Aufgrund der Coronapandemie wurde außerdem entschieden, die Kindergarten-Aktion im Jahr 2021 nicht durchzufüh- ren. Vom 17. bis 21. Mai fand dennoch bundesweit eine vom BVDD organisier- te Euromelanoma-Woche statt. Der Ursprung der steigenden Fälle des hellen und schwarzen Hautkrebses liegt häufig zwanzig bis dreißig Jahre zurück. Darauf spielte die europaweite Euromelanoma-Kampagne mit ihrem Slogan "Hautkrebs: Deine Vergangenheit bestimmt Deine Zukunft" an. Der BVDD unterstützte in diesem Rahmen eine große Hautkrebsscreening-Aktion mit mehr als 200 Mitarbeitern während der Gesundheitswoche der Diakonischen Stiftung Wittekindshof (Westfalen-Lippe). Der Fokus der teilnehmenden Hautärzte lag besonders auf der Aufklärung von Kindern und Jugendlichen sowie auf der Stärkung des Risikobewusstseins in der Berufsgruppe der Außenarbeiter. Die Sponsoren für Euromelanoma waren AbbVie, Dermapharm, Eucerin und Sanofi Genzyme.
Ganzjährig "Bitte berühren"
Die Kampagne "Bitte berühren" läuft natürlich ganzjährig. Es werden sukzessive neue Inhalte erstellt, alte Inhalte gepflegt und die Themen weiterentwickelt. Besonders in Social Media sind kulturelle Jahresthemen von Bedeutung. Die Kampagne begleitet daher diese mit passenden Rezepten oder Fragen, zum Beispiel wie die Follower den Advent verbringen. Für die Interaktionen mit Betroffenen und Angehörigen wurden neue Formate entwickelt. Die Reichweite der Postings auf Facebook beträgt etwa 60.000 Ansichten pro Monat. Der reichweitenstärkste Post in 2021 lautete "Mythen Schuppenflechte". Der "Bitte berühren"-Facebook-Account hatte das Jahresziel - die Zahl von 4.000 Follower zu knacken - Anfang Dezember erreicht.
Mit dem Launch des neuen Kampagnen- arms für Atopische Dermatitis am 14. September, dem Welt-Neurodermitis-Tag, gibt es nun hier neben dem Welt-Psoriasis-Tag am 29. Oktober zwei Jahreshighlights der Kampagne. Das Gesicht der neuen Neurodermitis-Kampagne ist Romina Lass, die auch eigene Videos beiträgt. Kooperatio- nen wurden außerdem mit dem Netzwerk Autoimmunkranker (NIK) und dem Deutschen Neurodermitis Bund (DNB) vereinbart. Sponsoring durch Amgen (Pso), Almirall Hermal (Pso), AbbVie (Pso+AD), Janssen-Cilag (Pso), LEO Pharma (Pso+AD), Lilly (Pso+AD), Novartis (Pso), Pfizer (Pso+ AD) und Sanofi Genzyme (AD).
Außerdem läuft ganzjährig die deutschlandweite Aufklärungskampagne "Anhaltende Gesichtsrötungen - Aktiv gegen Rosazea". Etwa zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Rosazea. Und viele von ihnen wissen nicht, dass sie betroffen sind. Der BVDD informierte unter anderem mit einem Beitrag im "Hautin- Form"-Patientenmagazin über die Vorteile einer frühzeitigen Behandlung gemeinsam mit der Deutschen Rosazea-Hilfe e.V. und der Galderma Laboratorium GmbH.
Verdichtung im Herbst
Am 8. September begrüßte der neue Vorstand seine Gäste des Förderkreises zum jährlichen Informationsgipfel im Innenhof der neuen Geschäftsstelle im Straßmannhaus in Berlin-Mitte. Am 14. September startete "Bitte berühren - Hand in Hand gegen Neurodermitis" mit dem Launch der Webseite https://neurodermitis.bitteberuehren.de.
Vom 25. bis zum 31. Oktober veranstaltete der BVDD gemeinsam mit dem Deutschen Psoriasis Bund, dem PsoNet Ham- burg und der DDG eine Aktionswoche zum Welt-Psoriasis-Tag. Das Jahresthema lautete "being united- grenzenlos vereint". Erstmals wurden dabei die Aktionen und Veranstaltungen über die gesamte Woche auf Social Media intensiv begleitet, mit Unterstützung einer Hamburger Social Media-Agentur und einem vergrößerten Budget für Werbung auf Facebook und Instagram. Mit 21.860 Ansichten die höchs- te Reichweite erzielte ein Beitrag zu den Wünschen von Menschen mit Psoriasis, laut "Global Report on Psoriasis" (2016) der WHO. Sponsoren waren AbbVie, Almi- rall Hermal, Dermapharm, Janssen-Cilag, LEO Pharma und UCB.
Vom 8. bis zum 12. November bündelte der BVDD seine Aktivitäten zu Berufsdermatosen. Träger der Aktionswoche haut+ job sind der BVDD, die DDG und die ABD. Inhaltlich wurde die Woche hauptsächlich getragen von den Erkenntnissen aus aktuellen Studien von Prof. Swen Malte John. Das Thema "Desinfizieren statt Waschen verhindert Handekzeme" erzeugte erneut große mediale Resonanz. Mit Unter- stützung einer Praktikantin hat das Team Projekte die Aktionswoche "haut+job" auf Facebook begleitet. Die Aktionswoche, inklusive Druck und Versand der Flyer und Plakate, wurde unterstützt von Almirall Hermal, Biofrontera, Dermapharm, Klinge und Sanofi Genzyme.
| Webseiten | Besucher gesamt 2021 |
| bvdd.de | 403.617 |
| Bitte berühren Psoriasis | 347.263 |
| Bitte berühren Neurodermitis | 73.473 |
| haut+job | 36.133 |
| In meiner Haut | 12.460 |
Außerdem fand im November einmal mehr der beliebte Workshop für Junge Hautarztpraxen unter der Leitung von Dr. Klaus Strömer in Köln statt. Das Sponsoring verdanken wir Almirall Hermal.
Mein persönliches Jahreshighlight war die Einladung zum Dinner mit Königin Margarethe von Dänemark, das in Berlin im Rahmen einer Konferenz zu nachhal- tigem Wirtschaften veranstaltet wurde. Herzlichen Dank an Dr. Hans Joachim Hutt von LEO Pharma.
Gemeinsame Corona-Taskforce setzt die Arbeit fort.
Peter Elsner
Vorstandsmitglied, von der DDG benannt

Seit 2017 ist vom DDG-Vorstand Prof. Peter Elsner, Jena, in den BVDD-Vorstand delegiert (Vertreter: Prof. Swen Malte John, Osnabrück). Der DDG-Vertreter nimmt regelmäßig an den Telefonkonferenzen und Sitzungen des Vorstands teil.
Das Jahr 2021 war wie schon das Vorjahr in der Zusammenarbeit zwischen DDG und BVDD geprägt durch die COVID-19-Pandemie. Von den beiden Gesellschaften wurde 2020 eine Corona-Taskforce eingesetzt, an der der DDG-Vertreter im BVDD-Vorstand teilnahm. Im Rahmen der 2021 fortgeführten regelmäßigen virtuelle Treffen der Taskforce erfolgte ein Erfahrungsaustausch sowie die Erarbeitung von Stellungnahmen, die auf den Webseiten der Gesellschaften veröffentlicht wurden (für die DDG: https://derma.de/corona).
Die Öffentlichkeitsarbeit der DDG wurde weiterhin mit dem BVDD eng abgestimmt; die regelmäßigen gemeinsamen Projekte "Euromelanoma" und "haut+job" wurden auch in 2021 wieder durchgeführt. Für 2022 ist ein verstärktes Engagement der DDG an der Konzeption der Kam- pagnen geplant. Dies wird von DDG-Seite durch Prof. Silke Hofmann, Hautklinik des Helios Universitätsklinikums Wuppertal, wahrgenommen werden, die sich im Team der DDG-Öffentlichkeitsarbeit zunehmend einbringt. Die hauptberuflich in der DDG-Geschäftsstelle für die Öffentlichkeitsarbeit tätige Mitarbeiterin, Dagmar Arnold, koordiniert die laufende Öffentlichkeitsarbeit mit ihren Ansprechpartnern beim BVDD und die gemeinsame Pressekonferenz bei der Tagung Dermatologie Kompakt & Praxisnah in 2022.
Seit 2020 ist der DDG-Vertreter im BVDD-Vorstand Vizepräsident der DDA, die von Prof. Klaus Fritz (BVDD) geleitet wird. Das 2019 neu eingeführte Zertifikat "Impfen für Dermatologen" erfreute sich 2021 großen Interesses; aktuell wurde ein neues Zertifikat "Patientensicherheit" inauguriert, das das Engagement beider Verbände auf diesem Gebiet dokumentiert.
Von Bühnen und Baustellen - oder ein Blick hinter die BVDD-Kulissen.
Sophia Schlette
Hauptgeschäftsführerin

Als wäre ein zweites Corona-Jahr mit immer neuen Varianten und einer den Entwicklungen stets hinterherlaufenden Politik nicht genug Herausforderung gewesen: Ganz nach Murphy's Law traf die Flutkatastrophe den BVDD in Euskirchen und ein Malheur mit Ansage ereignete sich in der Buchhaltung - weil, ja, weil - auch Fehlbesetzungen passieren. Verbandsmanagement läuft in der Regel im Hintergrund und geräuschlos. Keiner schert sich groß drum, weil - es läuft ja. Erst wenn es ruckelt, guckt man genauer hin. Und ja, es ruckelte im letzten Jahr! Und dennoch: Trotz Corona haben wir Klippen umschifft, Altlasten abgeworfen und uns in vieler Hinsicht neu aufgestellt.
Im ersten Halbjahr wurde das gesam- te Projektmanagement neu strukturiert. Nachdem Anfang des Jahres die Projektmanagementstelle vakant geworden war, lag die Entscheidung nahe, den in Projekte und Kooperationen umbenannten Bereich von Euskirchen nach Berlin zu holen und der Hauptgeschäftsführerin neben Personalverantwortung auch die Projektleitung zu übertragen, schon um diese zentrale Schaltstelle des Verbands enger an die Lobby-Netzwerke der Industrie in der Hauptstadt anzubinden. Auch für die Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen in Berlin ist es wichtig, wenn man vor Ort zusammenarbeitet, Ortskenntnisse und kurze Wege nutzen kann.
Das lange Such- und Auswahlverfahren hat sich gelohnt: Als Referentin für Projekte und Kooperationen konnten wir im Juli Dr. Maria Keil gewinnen. Um den stetig gewachsenen Aufgabenbereich - Partnermanagement, Vertragsmanagement, Event- Management, Öffentlichkeitsarbeit - optimal zu bewältigen, konnten wir im Dezember eine weitere patente Mitarbeite- rin als Projektassistentin für den BVDD begeistern: Sonja Junge, die aus Bremen kommt, ist seit Januar 2022 in Berlin an Bord.
Mehr Leute brauchen mehr Platz. Die Geschäftsstelle im altehrwürdigen Gebäude der Kaiserin-Friedrich-Stiftung war schon länger zu eng für uns. Wir hatten großes Glück: Nach eineinhalb Jahren Suche auf dem aufgeheizten Berliner Gewerbeimmobilienmarkt wurden wir in un- mittelbarer Nachbarschaft von DDG und Charité fündig und zogen in das traditionsreiche Straßmannhaus, benannt nach dem Gynäkologen Prof. Paul Straßmann, der dieses Haus 1909 als erste privatärzt- liche Geburtsklinik errichten ließ.

Während das Tagesgeschäft weiter lief, begann mit dem Umzug die Einrichtung, und auch die zog sich hin. Coronabedingt mit längeren Lieferzeiten und Krankheitsausfällen - aber es gab auch: Sonderangebote und Schnäppchen. Als noch Stück um Stück die Besprechungstische, die Arbeitsplätze, die Leuchten und die Regale eintrudelten, organisierten wir - inmitten von Umzugskisten - die Moderatorenschulung und machten aus der Bürobesichtigung während des Infogipfels ein Happening für Förderkreismitglieder.
Jetzt, über ein halbes Jahr nach Einzug, haben wir es geschafft, sind wir vollständig eingerichtet. Unbemerkt, gleichwohl ebenfalls nervenzehrend haben wir den Kampf mit Bürotechnik und Telekom, Hardware und Software, Hausverwaltung und Monteuren aufgenommen und gewonnen. Wir haben, nach außen ebenfalls hoffentlich kaum wahrnehmbar, den Schritt in eine neue Verbandsmanagement-Welt getan und arbeiten nun mit MS 365 - eine große Umstellung für die Hauptamtlichen wie für den Vorstand. Und wir haben neue Dienstleister hinzugezogen, die uns bei der IT-Administration und beim Übergang in die neue Office-Umgebung freundlich und kompetent beraten.
Cui bono, fragen Sie sich? Ihnen natürlich! Die umfangreichen Veränderungen dienen allesamt allein dem Zweck, für unsere Mitglieder effizienter, transparenter und serviceorientierter arbeiten zu können.
Abschluss "In Meiner Haut"
Mit der virtuellen Premiere des Erklär- Videos "In Meiner Haut" auf der DDG- Tagung am 13. April 2021 fand das Versorgungsforschungsprojekt ECHT (2018−2020) seinen krönenden Abschluss. Den zweiminütigen Film hatte ein elfköpfiges Videoredaktionsteam erarbeitet - und dabei jedes Wort, jeden Charakter, jede Farbe, jede Hautläsion, jeden Frame diskutiert und abgestimmt. Zielgruppe des Films sind in erster Linie junge Menschen. Die Kernbotschaft ist, dass sichtbare (Haut)Krankheiten nicht ansteckend sind und dass man proaktiv viel gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung tun kann.

Gerade Patientenorganisationen arbeiten gern mit dem Film, der sich über soziale Medien gut teilen lässt. Auf der gleichnamigen Landeseite findet man Hintergrundinformationen sowie Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Beratung, Information und Hilfestellungen für von Vorurteilen und Ausgrenzung betroffene Menschen mit sichtbaren chronischen Hautkrankheiten. Ob es mit der Initiative "In Meiner Haut" weitergeht, will im Frühjahr 2022 ein Plenum des ECHT-Konsortiums erörtern. An der Unterstützung der formal noch gar nicht konstituierten Initiative haben zum Beispiel Gründer digitaler Gesundheitsanwendungen wie NalaCare, HelloBetter und Skinuvita ebenso Interesse bekundet wie der Deutsche Vitiligo-Bund, die Adipositas Hilfe Deutschland und der Urtikariaverband mit Sitz in Wien. Applaus kam sogar von der Weltgesundheitsorganisation. So waren wir hoch erfreut, als Dr. Rüdiger Krech, WHO-Abteilungsleiter für Prävention und Gesundheitsförderung, uns ausdrücklich beglückwünschte: unser Erklär-Video sei "ein wunderbarer Film" geworden, "aufs Feinste abgestimmt" und "über Kulturen hinweg" aussagekräftig. Ausdrücklich ermunterte er uns, den Erklär-Film beim WHO Filmfestival Health for All einzureichen. Bei so viel positivem Echo fühlen wir uns bestärkt, über die weitere Verbreitung der Ergebnisse des ECHT-Projekts nachzudenken.
Digi Derma Day 2.0
Bereits im zweiten Jahr in Folge fand am 17. September 2021 das Digi Derma Start- up Café statt. Wie schon 2020 hatte der BVDD ins Columbia Theater eingeladen, wo sich sechs Start-ups einer kritischen Jury stellten. Unter dem Dach des nun Digi Derma Day getauften Events fanden allerhand Neuerungen statt:
Für die Schirmherrschaft konnten wir die gematik gewinnen. Neben der Videobotschaft von Geschäftsführer Dr. Markus Leyck Dieken standen zwei gematik-Mitarbeiter während der abendlichen Diskussionsveranstaltung den kritischen Fragen der Kolleginnen und Kollegen rund um TI, ePA, eRezept, eAU & Co. Rede und Antwort.
Neu war auch die Beteiligung von Start-ups aus europäischen Ländern, die beeindruckend schilderten, wie künstliche Intelligenz Dermatologen in ihrer Arbeit wirkungsvoll unterstützen und entlasten kann. Gespannt lauschten die Teilnehmer dem Videovortrag von Google Health: Als Dr. Cían Hughes von London aus die KI-gestützte, ehrgeizige Diagnoseplattform Dermassist vorstellte, konnte man die sprichwörtliche Nadel fallen hören - so still war es im Saal. Dermassist kündigte an, über 270 verschiedene dermatologische Indikationen präzise diagnostizieren zu können. Warum Google das macht? Die Antwort ist einfach: weil sie es können. Sie analysieren Suchanfragen ihrer Nutzer, haben die Ressourcen, eine Forschungsabteilung, die mit Spitzenuniversitäten an der Westküste zusammenarbeitet, und sie haben mit Dr. Karen DeSalvo eine ausgewiesene Expertin an der Spitze der Gesundheitsabteilung. Demgegenüber wollen europäische Start-ups wie beispielsweise Legit.Health aus Bilbao eigene europäische Lösungen entwickeln - unabhängig von den großen US-amerikanischen Playern, konform mit der DSGVO und den hohen Anforderungen an Datensicherheit und Datenschutz.
Last but not least konnten wir mit Skinvision und Doctolib neue Sponsoren und somit potenzielle Kooperationspartner gewinnen. Start-up Café und Diskussionsveranstaltung wurden live gestreamt und aufgezeichnet; die Mitschnitte sind auf unserem YouTube-Kanal abrufbar.
Inzwischen hat der Vorstand entschieden, dieses Format fortzuführen - ab dem dritten Mal ist es schon eine Tradition! Er erwägt derzeit, im Rahmen einer umfassenden Digitalstrategie des Verbands den Austausch zwischen Start-ups und niedergelassenen Dermatologen nunmehr auch unterjährig zu fördern.
Mitgliedergewinnung
Lohnt es sich eigentlich, Mitglied im BVDD zu werden? Unbedingt - aber weiß das die Fachgruppe und weiß unser Nachwuchs das? Um nach außen und nach innen sichtbarer zu machen, wie vielfältig sich der Berufsverband für die Interessen seiner Mitglieder und des gesamten Fachs einsetzt, entwickelten wir Anfang 2021 eine neue Rubrik "Mitglied werden" und eine gleichnamige Broschüre. Wir waren selbst überrascht über den Strauß an Aktivitäten, Schulungen und Projekten, die wir auf die Beine stellen - viele davon partizipativ und zum Mitmachen einladend.
Steigende Nutzerzahlen auf Twitter und LinkedIn
Folgen Sie uns schon auf den sozialen Medien? Erfreulich ist, dass wir auf Twitter die Zahl der Follower seit 2019 um das Zwölffache auf knapp 700 steigern konnten. In unserer Twitter-Bubble finden sich Verbände, Journalisten und Einzelex- pert:innen. Auch auf dem professionellen Netzwerk LinkedIn verzeichnen wir zunehmend Interesse - hier überwiegend aus dem Bereich der pharmazeutischen Unternehmen, Digitalunternehmen und aus der Start-up-Welt.
Intensive Rechtsberatung bei Kooperations- und Sponsoringverträgen.
Andrea Schannath
Verbandsjustiziarin

Auch 2021 lag mein Arbeitsschwerpunkt in der Überprüfung von Kooperations- und Sponsoringverträgen des BVDD. 67 Verträge mit Pharmafirmen mussten gelesen, gegebenenfalls korrigiert und zur Unterschrift für den Präsidenten freigegeben werden. Von großem Vorteil war dabei die gute Zusammenarbeit mit der Pressestelle in Euskirchen und der Geschäftsstelle in Berlin. Auch zahlreiche arbeitsrechtliche Fragen bezüglich bestehender Arbeits- verträge, aber auch bezüglich des Ausscheidens einer Mitarbeiterin lagen auf meinem Schreibtisch. Durch die Einstellung neuer Mitarbeiter waren auch neue Arbeitsver- träge zu erstellen und zu überprüfen. Ebenso bearbeitete ich einen Vertrag mit einem freien Mitarbeiter für JuDerm.
Intensiv beschäftigte mich zudem der Umzug der Berliner Geschäftsstelle sowohl hinsichtlich der Kündigungsmöglichkeiten des alten Mietvertrages und seiner Beendigung als auch der Gestaltung des neuen Mietvertrages. Auch das Hochwasser in der Euskirchener Pressestelle und der damit verbundene Umzug in andere Büroräume verursachte vielerlei rechtliche Probleme und beanspruchte viel Zeit.
Neben diesen Themen traten auch Fragen zu den Landeshauptversammlungen und notwendigen Neuwahlen der Landesvorstände während der Coronapandemie auf. So zum Beispiel, ob auch die Möglichkeiten einer Briefwahl für einen Landesverband oder die Möglichkeit einer Einladung zur Landeshauptversammlung per E-Mail besteht. Ich musste auch Anfragen zur Werbung mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und der Zulässigkeit von Laserleistungen in einem Kosmetikinstitut beantworten.
Im Rahmen einer Telefonkonferenz war mein Rat zur Durchführung der Delegiertenversammlung im April 2021 gefragt. Danach mussten mehrfach Fragen zu Rechnungen an den BVDD durch die beauftragte Firma Kindler geklärt werden. Und auch die Fragen, was kann über Sprechstundenbedarf bezogen werden und wann droht ein Regress, waren Themen meiner Rechtsberatung.
Es musste geklärt werden, ob ein Urologe Mitglied des BVDD werden könne. Zudem prüfte ich die vertraglichen Regelungen zur Beauftragung eines Dienstleisters für die Finanzbuchhaltung und die Notwendigkeit von Corona-Schnelltests für medizinisch nicht indizierte Leistungen. Und auch Fragen zur Aufbewahrung von Patientenunterlagen wurden von mir beantwortet. Ebenso musste ich Fragen zur Steuerbescheinigungen und zum Schutz eines Namens durch das Deutsche Patentamt klären. Es folgte ein Kontingentvertrag und ein Dienstleistungsvertrag mit der Firma Nexos.
Rechtsberatung war erforderlich zum Impressum auf der Webseite von JuDerm. Außerdem stellten sich Fragen zum Ablauf der Neuwahlen zum Bundesvorstand auf der Delegiertenversammlung. Aber auch der Ablauf der Mahnungen an säumige Mitglieder musste besprochen werden.
Der Juni startete mit meiner Teilnahme an den Vorstandssitzungen des alten und neuen Vorstandes und an der Delegiertenversammlung in Berlin-Schönefeld. Die Erstellung einer neuen Reisekostenregelung beanspruchte mich ebenso wie die Sprechstundenbedarfsregelung in Baden-Württemberg. Auch die Satzung des BVDD wurde thematisiert.
Immer wieder tauchten Probleme mit der steuerlichen Betreuung des BVDD auf und es galt, einen neuen Vertrag mit einem Steuerberater zu beurteilen. Dann musste ich Fragen zum Transparenzregister und einer Datenbank klären und beurteilen, ob die PKV das Recht hat, ihre Leistungspflicht zu überprüfen.
Im November nahm ich an der Bundesvorstandssitzung und der Sitzung des Beirats in Berlin teil. Zudem gehörte die Teilnahme an den monatlichen Telefonkonferenzen des Bundesvorstandes zu meinen Aufgaben.
Neufassung des Kapitels ambulante Operationen im EBM.
Steffen Gass
Referat Gebührenordnungsfragen

In 2021 war der Schwerpunkt der Tätigkeit die Neufassung des Kapitels ambulante Operationen im EBM. Da hier einer der "big points" der dermatologischen Vergütung aufgerufen wird, ist bei der Neufassung und vor allem Neuberechnung höchste Aufmerksamkeit gefragt.
Im Rahmen dieser äußerst zähen Verhandlungen und Meetings kam auf den Tisch, dass dermatologische Operationen über ein Fünftel aller Operationen ausmachen. Diese Tatsache erfüllt mich zwar mit Stolz für unser Fach, bereitet uns aber bei der Neuberechnung der OP-Leistungen auch das Problem, dass wir eine hohe Auslastung im OP haben und dadurch der Sachkostenanteil pro Operation sinkt - was eine Abwertung der Leistungen bedeuten könnte. Dies gilt es zu verhindern. Die freudige Nachricht kam zu Anfang 2022: Die Kopf-Hand-Regel gilt auch für das Kapitel 31, somit sind alle Eingriffe an Hand oder Kopf auch als große 31er-OP abrechenbar, endlich Klarheit.
Leider wird in diesem Jahr das Kapitel Bereinigung im Rahmen des TSVG nochmals aufgerufen. Dass hier einige KVen die Neufälle nicht ordentlich gemeldet haben, hat leider den Kassen die Möglichkeit eröffnet, beim Ministerium dafür zu plädieren, hier einen neuen Bereinigungszeitraum aufzumachen, da der letzte Zeitraum aufgrund Corona ja nicht repräsentativ gewesen sei.
GOÄ und UV-GOÄ
Bei der UV-GOÄ kann jetzt das Screening bei Malignompatienten häufiger abgerechnet werden. Bei der GOÄ gibt es leider nicht viel Neues. Der Entwurf der Ärzteseite steht, er muss noch abschließend mit den Kassen beraten und dann in die Politik zum Beschluss gegeben werden. Der Hygienezuschlag besteht unter anderer GOP weiter und wurde leider wieder abgesenkt. Natürlich gab es von Mitgliederseite wieder viele Nachfragen, allerdings ohne, dass ein besonderer Schwerpunkt bestanden hätte.
Hohe Taktzahl an Leitlinien.
Martin Schlaeger
Referat für CME, Leitlinien und Fortbildung (bis 5. Juni 2021)

Mit einer trotz hoher Erstellungskosten flotten Taktzahl wurden zahlreiche neue und aktualisierte Leitlinien fertiggestellt und von unseren Mandatsträgern als Autoren sowie in Konsensuskonferenzen abgestimmt und anschließend in der paritätisch besetzten 2+2 Kommission auf inhaltliche oder auf Praxistauglichkeit überprüft. Ich konnte mitarbeiten bei erneuten Aktualisierungen der Psoriasisleitlinie auch für Kinder und bei der 2021 endlich publizierten Leitlinie Hautkrebsprävention sowie bei der Adaptation der Europäischen Leitlinie Psoriasistherapie an nationale Versorgungsgegebenheiten. Beim Review habe ich unter anderem beurteilen dürfen: Leitlinien über Urtikaria, Lasertherapie, Kontaktekzem und kutane Lymphome. Die Leitlinien zu Myositissyndrome, Extrakorporale Photopherese sowie Kaposi-Sarkom sind bei aller Seltenheit der Krankheiten im Ergebnis praxisnahe und mit hervorragenden Anleitungen zu Diagnostik und Therapie versehene Übersichten. Sie stellen eine gute und evidenzbasierte Absicherung unseres dermatologischen Tuns da.
DDA
Wissen sichtbar machen! Diese Idee der DDA ist besonders erfolgreich durch die praxisnahen Zertifikate der DDA, die als Antwort auf die Frage nach fachlicher Kompetenz geschaffen wurden wie beispielsweise Psoriasistherapie, Impfen oder Tropenmedizin. Auch die Schulung von Mitarbeiterinnen in den für die dermatologische Praxis relevanten Bereichen kann auf Tagungen gut mit der eigenen Fortbildung kombiniert werden. Eine entsprechende Qualifikation ist Voraussetzung für die Teilnahme an den wenigen Versorgungsverträgen in der Dermatologie.
Als Referent für Zertifizierung der DDA beobachte ich, dass durch die 2021 erfolgte Professionalisierung des Sekretariats der DDA (E-Mail: sekretariat-dda@logi-vent.de) und eine neue Homepage eine rasche und effiziente Zertifizierung der Antragsteller gewährleistet ist. Unter der Expertensuche auf unserer Homepage sind die Spezialisten für die Interessierten (Patienten und Medien) gut erreichbar, auch über die verlinkte Arztsuche des BVDD. Zertifizierungen und Rezertifizierungen erreichen wieder stolze Zahlen, ein zusätzlicher Beweis der in unserem Fach vorhandenen Kompetenz. Hierfür stehen die immer gemeinsam mit der DDG entwickelten Curricula, die ständig aktualisiert und um neue Themen erweitert werden.
Redaktion
2021 wurde vieles anders. Die letzten zwei Jahre gab es keine persönliche Redaktionskonferenz mehr! Die Pandemie hat die Redaktionsarbeit fast nur noch digital abgestimmt werden lassen, und die Flut 2021 hat die Redaktion und die Druckerei schwer getroffen. Die "Mannschaft" in Eus- kirchen hat trotzdem praktisch unterbrechungsfrei weitergemacht und in hochprofessioneller Runde in bekannter Taktzahl eine Fülle von inhaltlichen und optischen Neuigkeiten im "Heft" präsentiert, online ebenfalls verfügbar und heiß begehrt. Selbst der eine oder andere Leserbrief zu kontroversen Themen erreicht die Redaktion. Gefragt sind auch regionale Themen. Die Kenntnis von Gegebenheiten der Landesverbände ist wichtig und sollte kommuniziert werden.
QM
Eine gute und konsequente und unabhängig von den KV- und Kammerstrukturen stattfindende Ausbildung von dermato- logischen Moderatoren und ein Ausbau der Strukturen der Qualitätssicherung im BVDD sind mir wichtig: Die regelkonforme Ausbildung einer ausreichenden Menge von dermatologischen Qualitätszirkelmoderatoren und Tutoren sichert im System einem quantitativen "Skontofach" eine qualitative und berufspolitische Überlegenheit, besonders vor Ort! Ich kann nur jeden ermuntern, sich das Wissen über die Moderatorenschulungen des BVDD anzueignen, einen Qualitätszirkel zu moderieren!
Atmosphärische Störungen zwischen den allergologischen Fachgebieten.
Ralph von Kiedrowski
Sonderreferat Allergologie

Die Allergologie bleibt ein wichtiger Kernbereich unseres Faches, deshalb habe ich dieses Sonderreferat sehr gerne von Klaus Strömer im letzten Sommer übernommen.
Auch im Jahr 2021 ist nicht wirklich Beruhigung in diesem Bereich eingekehrt. Weiterhin sind viele Landesärztekammern mit der - zum Teil deutlich unterschiedlichen - Umsetzung der Musterweiterbildungsordnung beschäftigt. Zudem müssen die ehemaligen Weiterbildungszeiten in Weiterbildungskompetenzen umgewandelt werden, auch im Bereich der Allergologie wird die Weiterbildungslandschaft zu einem Flickenteppich.
Derzeit laufen weiter Bestrebungen, auf Bundesebene über den sogenannten FEWP (Fachlich empfohlener Weiterbildungsplan) die Inhalte und Qualifikationen entsprechend so zu definieren und vorzugeben, dass die Qualität und Kompetenz durch eine (nur) berufsbegleitende Erlangung der Zusatzbezeichnung Allergologie nicht abfallen oder ausgehöhlt werden. Weiterhin bestehen deutliche atmosphä- rische Störungen zwischen den einzelnen allergologischen Fachgebieten.
Auf KV-Ebene drängen die Kostenträger zunehmend auf eine Beschränkung der AIT-Verordnungen im Hinblick auf den Zulassungsstatus, dies sowohl über die Ebene der Arzneimittelvereinbarungen als auch durch zahlreiche Rundschreiben direkt in die Praxen. Ziel ist nicht zuletzt (und wie so oft), eine allgemeine Verunsicherung zu schaffen, da dies schon immer gereicht hat, um ärztliche Verordnungen zu limitieren.
Vor dem Hintergrund der regional auch weiterhin sehr unterschiedlichen Vergütungssituation für allergologische Leistungen - von RLV-Budget bis EGV als besonders förderungswürdige Leistungen oder Sonderbudgets -, ist zu befürchten, dass die Unterversorgung von Allergikern fortbesteht oder sogar zunimmt. Trotzdem ist es unerlässlich, dass die allergologische Kompetenz in unserem Fach weiterhin abgebildet und auch erbracht wird. Es bleibt zu hoffen und abzuwarten, ob sich die neue Re- gierungskoalition hier stärker einbringen wird, um die Rahmenbedingungen für Allergiker, aber auch für Allergologen, nachhaltig zu verbessern. Ich werde berichten.
Bade-PUVA bei Neurodermitis wäre sinnvoll.
Bernd Salzer
Sonderreferat Ambulante Rehabilitation/Balneo-Phototherapie

Im vergangenen Jahr gab es - wahrscheinlich coronabedingt - nur wenige Anfragen an das Sonderreferat. Bei den Fragen ging es um Abrechnungsmodalitäten, die Anwendung bei Patienten mit atopischem Ekzem sowie um die Erstattung durch die privaten Krankenkassen.
Des Weiteren wurde über die Frage diskutiert, warum eine PUVA-Badetherapie nicht bei Neurodermitis zugelassen ist. Seitens der KBV wurde betont, dass es analog zur Anwendung der asynchronen Soletherapie schon ein Erfolg sei, dass auch die synchrone Soletherapie in den Katalog der erstattungsfähigen Leistungen mit aufgenommen worden ist. Gegebenenfalls müsste man, um die Bade-PUVA auch bei Neurodermitis anwenden zu können, was meines Erachtens sehr sinnvoll wäre, entsprechende Untersuchungen durchführen. Hierzu muss die Pandemielage abgewartet werden.
Eigenständige Klinik für Andrologie geschaffen.
Gerhard Haidl
Sonderreferat Andrologie

Es gab 2021 keine Anfragen an mich, womöglich hängt das auch mit meiner Versetzung in den Ruhestand zusammen. Erwähnenswert ist, dass seit meiner Pen- sionierung an der Universitätshautklinik Bonn keine andrologische Abteilung mehr existiert. Es wurde am Universitätsklinikum Bonn eine eigenständige Klinik für Andrologie geschaffen, zu deren Direktor mein Schüler, Prof. J.P. Allam, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, ernannt wurde. Die Klinik ist weiterhin als Ausbildungszentrum der Europäischen Akademie für Andrologie anerkannt, Prof. Allam besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung für die Zusatzbezeichnung "Andrologie", sodass hier für interessierte Kollegen aus der Dermatologie die Möglichkeit besteht, die Zusatzbezeichnung zu erwerben.
Die Belegärzte traf die Pandemie besonders hart.
Hans Michael Ockenfels
Sonderreferat Belegarzttätigkeit/Belegarztfragen

Die Belegabteilungen in Deutschland haben wie die Krankenhäuser deutlich stärker als die rein ambulanten Praxen unter der Coronapandemie gelitten. Zum einen kam es zu einer Bettenreduktion in den Fachabteilungen von circa 20 bis zum Teil 50 %, sodass neue Stationen für nicht intensivpflichtige Coronapatienten geschaffen werden konnten. Zum anderen bewirkte Corona zu Beginn des Jahres 2021, dass nur geimpfte neben geimpften Pati- enten im Zimmer liegen konnten und Nichtgeimpfte für fünf Tage in den Genuss eines Einzelzimmers zur Isolation kamen. Auf diese Weise konnte über das Jahr 2021 eine Belegung der aufgestellten Betten von gerade mal 70 % im Schnitt erreicht wer- den.
Auffällig in unserer Klinik war eine Ballung von Patienten mit ausgesprochen großen und zum Teil bereits metastasierten Tumoren in den Monaten Mai bis August, die, zusammen mit der reduzierten Bettenzahl, die ein oder andere Abteilung in eine massive arbeitsmäßige Überlastung geführt hat. Das Aufarbeiten der "Kollateralschäden" der Pandemie durch hinausgezögerte Operationen und Arztbesuche wird verschiedene Fachgebiete noch länger beschäftigen.
Neben Corona wurde 2021 an der Analyse und Neuordnung der dreiseitigen AOP-Vereinbarung für ambulant erbringbare Leistungen gearbeitet, wobei erstmals auch konservative, also nicht operative stationsersetzende Leistungen erfasst und bewertet werden sollen. Hier wurde in der Vergangenheit begonnen, die Bemessung von "Patientenschweregraden" zu definieren und damit zusätzlich zur DRG-Vergütung eine Differenzierung nach dem Schweregrad der Fälle zur Finanzierung der stationären Leistungen aufzustellen. Diese Neustrukturierung im stationären Bereich wird sich in das Jahr 2022 hineinziehen und eine der ersten Aufgaben des neuen Bundesgesundheitsministers zur Neuordnung der intersektoralen Versorgung sein.
Da man sich rückblickend auf die letzten Jahre nicht daran erinnern kann, dass irgendeine Neuordnung, ein neuer Katalog oder irgendein anders geformtes neuartiges Programm für uns Ärzte im belegärztlichen Bereich, aber auch im rein niedergelassenen Bereich, irgendwelche Vorteile erbracht hätte, kann man fast wünschen, dass sich Corona auf solche Neuordnungen positiv auswirkt und wir zunächst auf alten Pfaden weiterwandeln können. Es wird ein spannendes Jahr.
Wegfall des Unterlassungszwangs: Neues Verfahren erarbeitet.
Arno Köllner
Sonderreferat Berufsdermatologie

Für die Berufsdermatologie war das Jahr 2021 geprägt durch die Reform des Berufskrankheitenrechtes und die daraus notwendigen Anpassungen. Seit dem 1. Januar 2021 besteht nicht mehr der Zwang zur Aufgabe der schädigenden Tätigkeit, um eine Berufskrankheit anerkennen zu können. Der Text der BK 5101 lautet nun: "Schwere oder wiederholt rück- fällige Hauterkrankungen".
Die Arbeitsgruppe Bamberger Empfehlung, in der wir als Berufsverband intensiv mitarbeiten, musste Vorschläge erarbeiten, wie zukünftig zu verfahren ist. Zunächst mussten wir den Begriff der Schwere nun deutlich exakter definieren als zuvor. Unverändert bleibt, dass die klinische Ausprägung einer Dermatose die Schwere begründen kann. Bei klinisch nicht schweren Dermatosen kann die Schwere durch die Länge der Behandlungsbedürftigkeit gegeben sein. Die Notwendigkeit einer regelmäßigen Hautpflege sollte aber alleine nicht die Schwere begründen können. Nur wenn pharmakologisch wirksame Sub- stanzen - beispielsweise Steroide, Calcineurinantagonisten - über einen Zeitraum von mehr als sechs Monate notwendig sind, kann von einer schweren Hauterkrankung im Sinne der Berufskrankheitenverordnung ausgegangen werden. Neu ist, dass auch eine Sensibilisierung gegen einen nicht meidbaren Arbeitsstoff die Schwere begründen kann.
Die Fortsetzung der beruflichen Tätigkeit bei anerkannter Berufskrankheit kann zu einer stärkeren Ausprägung der Hauterkrankung führen. Bei nicht angepassten Kriterien zur Einschätzung der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) würde dies gegebenenfalls zu einer Schlechterstellung der Personen führen, die ihren Beruf aufgeben mussten und dies auch getan haben. Um diesen Effekt zu verringern hat die AG Bamberger Empfehlung empfohlen, zunächst das Ausmaß der berufsbedingten Haut- veränderungen wie gewohnt zu bemessen und bei der Verwendung der MdE-Tabelle diesen Schweregrad um eine Stufe zu vermindern. So kann eine Gleichbehandlung Betroffener möglichst gut erreicht werden.
Zur Einschätzung der MdE gibt es eine weitere, in die Zukunft gerichtete Überlegungen, die ICF als Grundlage der MdE-Einschätzung heranzuziehen. Die ICF ist die internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit der WHO. Mir war die ICF bis dahin nicht bekannt, ich habe aber unter anderem mittlerweile gelernt, dass auch die Kategorien, nach denen Sportler bei den Paralympics gegeneinander antreten, ICF-basiert sind.
Das Berichtswesen bleibt weitgehend unverändert. Auch weiterhin wird der Hautarztbericht das zentrale Berichtsmedium bleiben. Bei Fällen mit anerkannter BK und Fortsetzung der Heilbehandlung werden die Vorstellungsintervalle und die Berichtsintervalle den tatsächlichen Notwendigkeiten der jeweiligen Erkrankung angepasst, zum Beispiel Berichte in sechs- oder zwölfmonatigen Abständen.
Positiv zu vermelden sind Verbesserungen der Vergütungen in der Berufsdermatologie. Ab dem 1. November 2021 kann die Ganzkörperuntersuchung bei der Nachsorge der BK 5103 die Ziffer 6b (17,11 €) angesetzt werden. Die Exzisionen von malignen Tumoren im Kopfbereich und an den Händen sind jetzt wieder eine "große Exzision", also mit der Ziffer 2404 und dem Zuschlag 443 abrechenbar. Die Gutachtenhonorare steigen ab dem 1. Januar 2022 bei der Ziffer 160 auf 330 Euro, bei der Ziffer 161 auf 570 Euro und bei der Ziffer 162 auf 840 Euro. Dies könnte vielleicht doch dazu ermutigen, als Gutachter für die Unfallversicherer tätig zu werden.
Anfragen einzelner Kollegen zu Abrechnungsfragen und Problemen bei der Begutachtung von Berufsdermatosen konnten in quasi allen Fällen schnell und abschließend per Mail oder Telefonat geklärt werden.
Aufnahme der Dermatopathologie in die ASV gefordert.
Jan Ter-Nedden
Sonderreferat Dermatopathologie

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) umfasst die Dia- gnostik und Behandlung komplexer, schwer therapierbarer und/oder seltener Erkrankungen. Hierbei ist nach der bisher bestehenden Regelung die Beteiligung der Dermatopathologie nicht berücksichtigt. In einer ersten Anfrage des BVDD an den G-BA im Herbst 2020 wurde die Bitte der Aufnahme der Dermatopathologie in die ASV ohne Begründung abgelehnt.
In der nächsten turnusgemäßen Überarbeitung im Herbst 2021 haben DDG und BVDD gemeinsam diesen Änderungswunsch in der ASV an den G-BA herangetragen. Da dies ein für das Gesundheitssystem kostenneutraler Vorgang ist, die dermatopathologischen Labore routinemäßig bereits in die Diagnostik eingebunden sind und durch die hohe Spezialisierung ein hohes Niveau der dermato(-pathologischen) Befundung gewährleisten, sehen wir die Aufnahme der Dermatopathologie in die ASV als sinnvoll und notwendig an. Dies ist auch wichtig, da die ASV in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird. Die Antwort des G-BA hierzu wird für den März 2022 zu erwarten sein.
Weiterbildungsermächtigung Dermatopathologie
Im Zuge der Neuregelung der Weiterbildungsordnung zeigt sich ein unterschiedliches Umsetzungsverhalten in den jeweiligen Bundesländern. Die regionalen Ärztekammern sind hier für die Umsetzung zuständig. Wenn Sie eine Weiterbildungsermächtigung nach neuer Weiterbildungsordnung beantragen möchten oder Ihre bestehende Weiterbildungsermächtigung auch nach der neuen Weiterbildungsordnung ausüben wollen, treten Sie bitte rechtzeitig in Kontakt mit ihrer zuständigen Ärztekammer. Aufgrund der unterschiedlichen regionalen Handhabungen in der neuen WBO können hier keine generellen und allgemeingültigen Hinweise gegeben werden.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit wurde ausgeweitet.
Petra Staubach-Renz
Sonderreferat Dermatologische Rezeptur

2021 wurden die Aktivitäten und Innovationen im Bereich der "Rezepturen" optimiert. Die Zusammenarbeit zwischen Apothekern und Ärzten und der Pharmaindustrie inklusive Dermokosmetik und Rohstofflieferanten wurde interdisziplinär ausgeweitet.
Fortbildungen fanden im Bereich der Apotheken und Ärzte in verschiedenen Disziplinen wie der Dermatologie, der Pädiatrie, HNO, Gynäkologie und Inneren statt. Besonders die Dermokosmetik ist hier in 2021 sehr aktiv geworden, um geeignete Rezepturgrundlagen mit einer geeigneten Qualität zur Verfügung zu stellen. Bedingungen, eine solche Grundlage auch rezeptieren zu können, sind: Arzneibuchqualität der Rohstoffe und adäquate Herstellung sowie Überprüfung der Herstellung des Dermokosmetikums. Die Firmen selbst sind für die Plausibilität ihrer empfohlenen Rezepturen verantwortlich und können dies auch veröffentlichen.
Das Fortbildungsformat der Unna Akademie, das vorwiegend für Dermatologen Fort- und Weiterbildungen durchführt, wurde zum Thema Galenik und Rezepturen im 21. Jahrhundert auch 2021 regelmäßig genutzt.
Neben regionalen und nationalen Fortbildungsveranstaltungen der Dermato- logen, Pädiater, Allgemeinärzte/Internisten, Apotheker zu dem Thema "Rezepturen" - meist im Online-Format -wurden in der Fachgruppe "Magistralrezepturen" der Gesellschaft für Dermopharmazie (GD) neue innovative Rezepturvorschläge erarbeitet. Die NRF-Teilkommission der DAC/NRF-Kommission, die sich jährlich zweimal trifft und mit Pharmazeuten, Pädiatern sowie Dermatologen besetzt ist, erarbeitet additiv neue Rezepturoptionen oder überprüft bereits be- stehende.
Die NRF-Hotline stellt alle Neuerungen zu Rezepturen für Ärzte kostenfrei zur Verfügung (https://dacnrf.pharmazeutische-zeitung.de). Eine Zusammenfassung relevanter NRF-Rezepturen steht als Buch im Kitteltaschenformat ab Frühjahr 2022 als Update zur Verfügung. Europaweit ist Deutschland mit seinen Magistralrezepturen weiterhin federführend. In dem Publikationsorgan "Hautarzt" gibt es zum Thema Rezepturen regelmäßige Beiträge. Hier werden aktuelle Themen inklusive Probleme oder Updates zum Rezeptieren intensiv besprochen.
BVDD und die Deutsche Dermatologische Akademie (DDA) erarbeiteten 2020 ein Curriculum zur Fortbildung von Pflegepersonal, das das Thema Rezepturen inkludiert.
Rezeptur-Interessierte sind herzlich willkommen, in verschiedenen Fachgruppen innovativ mitzuarbeiten. Das Sonderreferat "Dermatologische Rezepturen" des BVDD ermöglicht die Kontaktaufnahme mit der Sonderreferentin für Rezepturen, um so aktuelle Fragen zur Rezeptur zu stellen oder Wünsche für neue Rezepturen umzusetzen. Nicht zuletzt durch die Unterstützung des NRFs und der interessierten Industrie können viele Fragen der BVDD-Mitglieder beantwortet und Rezeptur-Optimierungen erarbeitet und weitergegeben werden. Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr 2022.
Vernetzung mit der Digital-Branche vorangetrieben.
Klaus Strömer
Sonderreferat Digital Health

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen wird ohne Zweifel schon bald das Gesicht der Dermatologie in der ambulanten und stationären Versorgung verändern. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir sehr schnell, effektiv, konzertiert und auch risikoaffin handeln müssen. Nachdem ich im Juni nicht für eine weitere Legislatur als Präsident kandidiert habe, habe ich das neue Referat übernommen. Nun nicht mehr in politischer Verantwortung ist eben diese in meinen Augen erforderliche Risikoaffinität in die Hände des neuen Vorstands gelegt, der sich viel Zeit nimmt, Risiken und Chancen abzuwägen.
Anbieter von Beratungsleistungen für kosmetisch-ästhetische Bereiche unseres Fachs treten in direkte Konkurrenz zu uns, künstliche Intelligenz schickt sich an, definierte Fragestellungen treffsicherer zu beantworten, als wir es könnten. Die Mustererkennung in histologischen Präparaten in Sekundenschnelle durch KI ersetzt die Dermatohistologen sagen die einen, sie unterstützt sie in ihrer Entscheidungsfindung sagen die anderen.
Adhärenzverbesserung durch Apps mit enzyklopädischem Wissen, für medizinische Laien verständlich aufbereiteten Informationen und intelligenter Programmierung von Chatbots entlasten uns in der Gesprächs- und Therapieführung oder stellen unsere Kompetenz in Frage; alles eine Frage der Sichtweise, des Umgangs und der Gewichtung. Mit diesen und einer Reihe weiterer Fragestellungen beschäftige ich mich seit Juni, wie auch schon seit Jahren davor in einem anderen Amt. Der Vorstand sucht Antworten auf nicht eindimensional zu beantwortende Problemstellungen grundsätzlicher Natur. Keine einfache Aufgabe, die leichtfertig betrachtet werden sollte.
Auf der anderen Seite sehen wir eine unglaubliche Dynamik, die nach dem Regierungswechsel von politischer Seite zwar deutlich an Fahrt eingebüßt hat, die aber auf internationaler Seite der Technik-Branche eher noch an Geschwindigkeit zunimmt. Viel Zeit bleibt also nicht. Eine "wait and see"-Strategie verbietet sich. Eine "embracing-strategy" hält uns auf dem Laufenden, erweitert unsere Einflusssphäre, vermehrt unser Wissen. Es führt aber zwangsläufig auch zu einem "know-how-transfer" und wir werden zum Steigbügelhalter beim "market access". Sie sehen allein schon an den bewusst gewählten Ang- lizismen, dass das Gesundheitsgeschäft erkennbar international wird und wir uns nicht mehr auf den Schutz einer nationalen Regulierung verlassen können.
In dieser schwierigen Gemengelage habe ich versucht, Kontakte zu Start-ups herzustellen, deren Geschäftsmodelle zu verstehen und uns zu vernetzen mit den Entscheidungsträgern und neuen Playern, die sicher noch viel Detailwissen zum deutschen Gesundheitsmarkt brauchen, aber schnell lernen. Wir wissen zunehmend, wie die Branche tickt, welche Spielregeln gelten, von wieviel Geld das System angetrieben wird und welche Herausforderungen sich daraus ergeben.
Wenn wir noch mitgestalten und die Dermatologinnen und Dermatologen im Mittelpunkt des Geschehens halten wollen, brauchen wir Risikoaffinität, Schnelligkeit und Gewitztheit. Das darf nicht verwechselt werden mit mangelnder Sorgfalt, Blauäugigkeit und Technikgläubigkeit. Über allem steht der Facharztstandard. In den nahezu 20 Jahren meiner Mitarbeit im Vorstand unseres Verbandes gab es, wie ich glaube, keine größere Herausforderung.
Ich beneide den Vorstand nicht, diese Aufgabe angehen zu müssen. Wir werden gemeinsam Fehleinschätzung bei der Wahl unserer Partner erleben, werden Niederlagen einstecken müssen, die Navigation immer wieder nachjustieren müssen. Es wird ein Hochgeschwindigkeitsritt in unbekanntem Gebiet. Wir müssen unsere Mittel beherzt einsetzen, austarieren zwischen den Technikaffinen und den Konservativen in unserem Verband. Wir werden viel miteinander diskutieren müssen und streiten. Es wird Vorwürfe geben, Zweifel an der Richtigkeit von Entscheidungen unseres Vorstands. Aber besser im Sturm zum Festland segeln als auf einer Insel zu verhungern.
Unterstützen Sie Ihren Vorstand, dem keine leichte Aufgabe bevorsteht, und vertrauen Sie in ihre eigene Stärke. Wir sind schon heute wesentlich besser vorbereitet als die allermeisten anderen Fachgruppen. Aber darauf können wir uns nicht ausruhen. Wir müssen Risiken eingehen und bereit sein, Fehler zu machen, aus denen wir dann lernen können. Der größte Fehler wäre, abzuwarten. Ich vertraue auf unseren Vorstand, der in diesen Tagen die Weichenstellungen vornimmt.
Sehr wenige Anfragen im Berichtszeitraum.
Ulrich Koch
Sonderreferat IT in der Praxis

Ob es nun pandemiebedingt war oder in der Natur des Themenkomplexes liegt, vermag ich nicht zu sagen: Meine Tätigkeit beschränkte sich auf sehr wenige Anfragen von Kollegen zu EDV-Themen in der Praxis. Die geschilderten Probleme waren meines Erachtens vor allem durch verbesserungsbedürftige fachliche EDV-Betreuung in den Praxen vor Ort verursacht und konnten beratend und aus der Ferne nicht gelöst werden. Der BVDD selber hat im Berichtszeitraum keine Aktivitäten entfaltet, in die ich in meiner Rolle als Sonderreferent involviert wurde. Sollte sich der Trend 2022 fortsetzen, werde ich anregen, dieses Sonder- referat nicht weiterzuführen.
Sehr guter Kenntnisstand beim Labor-Kolloquium.
Matthias Gruschwitz
Sonderreferat Laborfragen

Zur Durchführung von Speziallabor-Leistungen (O III.) bedarf es entsprechender Kenntnisse, die in einem Labor-Kolloquium nachgewiesen werden müssen. Im Allgemeinen zeigten dabei die Bayerischen Kolleginnen und Kollegen einen sehr guten Kenntnisstand. Ebenfalls konnten entsprechende Stichprobenprüfungen zur Qualitätssicherung labormedizinischer Untersuchungen bestanden werden. Nach den bundesweiten Vorgaben der Qualitätssicherungsvereinbarung Spezial-Labor (seit 1. April 2018) werden dabei pro Jahr von 15 Prozent der abrechnenden Ärzte Dokumentationen angefordert, die Aussagen über das interne Qualitätsmanagement-System und die Teilnahme an der externen Qualitätssicherung (Ringversuche) belegen.
Lipödem: Dermatologische Qualität setzt sich durch.
Hans Wilfried Jungkunz
Sonderreferat Lymphologie

Im letzten Jahresbericht hatten wir über die für das Jahr 2021 kommende Erprobungsstudie des G-BA unter "Lipödem: Deutsche Dermatologen auf allen Ebenen führend. Wir haben bei neuer G-BA Lipödem-Studie den Hut auf!" berichtet. Die Rekrutierung der Erprobungsstudie des G-BA ist abgeschlossen. Die Studie ist mittlerweile mit etwas coronabedingter Verspätung am 8. Februar 2021 unter "LIPLEG - Liposuktion bei Lipödem in den Stadien I, II oder III" mit der Registrierungsnummer NCT04272827 angelaufen; die ersten Patientinnen sind operiert.
Die randomisierte, kontrollierte, multizentrische Studie findet unter der klinischen Leitung des Dermatologen PD Dr. Maurizio Podda, Chefarzt der Hautklinik Darmstadt statt und es sind zahlreiche dermatologische Zentren beteiligt. Die stationären und ambulanten Behandlungskosten der Studienteilnehmerinnen tragen die gesetzlichen Krankenkassen.
Der G-BA beauftragte als unabhängige wissenschaftliche Institution das Zentrum für Klinische Studien (ZKS) der Universität zu Köln, Leiter Prof. Oliver Cornely (oliver.cornely@uk-koeln.de), gemeinsam mit der Hautklinik des Klinikums Darmstadt (hautstudien@mail.klinikum-darmstadt.de) die geplante Studie wissenschaftlich zu begleiten und die Ergebnisse auszuwerten.
Nach dem PICO-Schema werden allerdings nur Patientinnen mit einem Lipödem der Beine ("LIPLEG"), jedoch aller drei Stadien, eingeschlossen. I wie Intervention ist Liposuktion plus Komplexe Physikalische Entstauungstherapie KPE, Comparator (Vergleichsgruppe) nur KPE.
Primärer Endpunkt: Relevante Reduktion des durchschnittlichen Schmerzes der letzten vier Wochen in den Beinen, zwölf Monate nach abgeschlossener Liposuktionsbehandlung (Interventionsgruppe) beziehungsweise nach Randomisierung (Kontrollgruppe). Hauptziel ist es somit, zu überprüfen, mit welcher Methode nach zwölf Monaten der Schmerz der Patientin erfolgreicher gelindert werden konnte.
Weitere Endpunkte: Veränderung zwölf Monate nach abgeschlossener Liposuktionsbehandlung (Interventionsgruppe) beziehungsweise nach Randomisierung (Kon- trollgruppe) im Vergleich zum Zeitpunkt der Randomisierung hinsichtlich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, Depressionsneigung, Rezidiveingriffen und (schwerwiegender) unerwünschter Ereignisse.
Der feine Unterschied
Unsere hochqualifizierten dermatologischen Liposukteure haben seit der Einführung der Liposuktion des Lipödems in die Medizin durch den Dermatologen Dr. Gerhard Sattler die Methode sukzessive derart optimiert, dass oft Welten zwischen dieser und der üblichen plastisch-chirurgischen Standardliposuktion liegen.
Das zeigt sich nicht nur durch die äußerst geringe Quote von Komplikationen - zum Beispiel kaum Lymphozelen durch Lymphkollektorenläsionen und geringere postoperative Hämatomlast, welche durch sofortige MLD/KPE inklusive gezielter Kompression auch noch rascher abgebaut wird -, sondern auch durch die optimierte Liposuktion der relevantesten Lipödem-Problemzonen, wie beispielsweise der suprapatellaren oder medial der Knie gelegenen Wammenüberhänge, Lipödem-"Beu- len" über der Tuberositas tibiae ("2. Knie") oder supramalleolären "Suavenhosen". Und zwar bis in die nötige Tiefe. Denn gerade dieser fibröse - sonografisch sehr echoreiche - tiefergelegene Subkutisanteil verursacht die Lipödem-Schmerzen, behindert die Bewegung, führt zu einem falschen Gangbild und zu schwerwiegenden orthopädischen Sekundärkomplikationen, welche dann später aufgrund des überbordenden Lipödems (Circulus vitiosus) ganz schwierig beziehungsweise kaum mit TEPs zu sanieren sind. Die Liposuktion in solch sensiblen Arealen in der Nähe von Leitungsbahnen erfordert ein hohes Maß an Erfahrung und besonderes Geschick im Umgang mit feinen Vibrationskanülen.
Bei der Standardliposuktion hingegen bleiben gerade diese Problemareale oft stehen, sodass sich an den Schmerzen und Sekundärkomplikationen kaum etwas ändert. Nach hochqualifizierter dermatologischer Liposuktion jedoch berichten die Patientinnen oft über ihr "neues Leben".
Neue Lipödem AG der DGP
Auf der 63. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP) wurde im September in Aachen die Arbeitsgemeinschaft Lipödem gegründet (kurz: AG Lipödem). Auf der Gründungssitzung wur- den der Dermatologe Dr. Stefan Rapprich, Bad Soden am Taunus, als Vertreter der operativ tätigen Experten und die Allgemeinmedizinerin Gabriele Faerber als Vertreterin der konservativ tätigen Experten zu den Vorsitzenden gewählt.
In den Beirat gewählt wurden: Dr. Manuel Cornely, Düsseldorf, Dermatologe, Dr. Elly Cherwon, Mannheim, Chirurg, Dr. Hans Bayer, Bad Soden am Taunus, Dermatologe, Dr. Karsten Hartmann, Frei- burg, Dermatologe.
Stefan Rapprich, Manuel Cornely, Hans Bayer und Karsten Hartmann wurde übrigens vom G-BA die Qualifikation zugesprochen, mit ihren Zentren an der oben erwähnten Erprobungsstudie teilzunehmen - somit allen Dermatologen in diesem Vorstand.
Digitale Lösungen zur Befunddokumen- tation und Diagnostik befinden sich in der Entwicklung durch Dermatologen. Ziel ist auch die Einrichtung eines Lipödem-Registers unter dem Dach der DGP.
Lymphologische Leitlinien werden häufig zitiert
Möglicherweise haben gerade deutsche Dermatologen beharrlich, unter anderem auch mit einer DDG Leitlinie (www.awmf.de, 013-084) dazu beigetragen, dass die Lymphologie, das einstige "Stiefkind der Medizin", nun mehr Beachtung findet und, obwohl interdisziplinär, doch zunehmend gerade der Dermatologie zugeordnet wird.
Folgerichtig, da ja der klinisch relevanteste Teil des Lymphgefäßsystems im Haut- organ liegt und sich das Lymphödem vorwiegend und die häufigsten Folgen der Lymphostase wie dermale Lymphzysten und lymphokutane Fisteln (I89.8), lymphogene Ulzera (L98.4), lymphostatische Fibrosklerose des Hautorgans (L98.9) und auch das Lipödem (E88.20 bis 22) im Hautorgan manifestieren.
Bei der Jahrestagung der Leitlinien-/Qualitätskommission von DDG und BVDD berichtete ihr Leiter, Prof. Alexander Nast, auch Vorsitzender des Leitlinienkomitees des European Dermatology Forums (EDF), Leiter und zertifizierter Leitlinienberater der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaft- lichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF), dass lymphologische Leit- linien auffällig häufig zitiert werden.
Auch übergreifende Leitlinien, welche sich an die gesamte Ärzteschaft richten, beziehen zunehmend lymphologische Aspekte mit ein. Wie zum Beispiel die neue dermatologische Leitlinie zum "roten Bein": Differenzialdiagnose akuter und chronischer Rötungen im Bereich der Unterschenkel (www.awmf.de 013-100, vom Oktober 2021, gültig bis September 2026; Leitlinienkoordination: Prof. Alexander Nast und Dr. Miriam Zidane).
Die Differenzialdiagnose einer Rötung am Unterschenkel stellt für ärztliches Personal aller Disziplinen eine Herausforderung dar. Häufig wird die Diagnose "Erysipel" gestellt und Patienten mit einer Antibiotikatherapie (über-)therapiert. Die Verdachtsdiagnose "Erysipel der unteren Extremität" ist somit eine häufige Fehldiagnose, die zu einer vermeidbaren Antibiotikatherapie und/oder Krankenhauseinweisungen führt. Daten aus dem britischen Gesundheitssystem zeigen, dass bei 31 % der Patienten in der Notaufnahme, bei denen ein Erysipel der Beine diagnostiziert wird, eine Fehldiagnose gestellt wird. Innerhalb der Gruppe dieser fehldiagnostizierten Patienten, erhielten 92 % eine unnötige Antibiotikatherapie und 85 % eine vermeidbare Krankenhauseinweisung. Initiales, mit oder vor dem Erythem aufgetretenes Fieber, Frösteln und/oder Unwohlsein ist fast immer ein Zeichen für ein Erysipel. Diese Symptome sollten daher gezielt erfragt werden.
Die Leitlinie benennt jedoch auch die lymphologische Ausnahme von dieser Regel. Bei Lymphödemen mit ausgepräg- ter lymphostatischer Fibrosklerose ist das (Rezidiv-)Erysipel eine klassische Komplikation. Fieber und Schüttelfrost sind dann eher selten. Auch Leukozytose und CRP-Anstieg fehlen oft. Hier kann zusätzlich zur klinischen "flammenden Rötung mit Überwärmung" die hochauflösende Duplexsonografie zur Darstellung reicher pulsierender Vaskularisierung (mit sehr kleinen Gefäßen) für die Diagnosestellung und auch zur raschen quantitativen Beurteilung im Verlauf hilfreich sein.
Leitlinie Lipödem bzw. Lipohyperplasia dolorosa
An dem Update der 2015 publizierten und immer noch vielzitierten Leitlinie der DGP wird unter vorwiegend dermatologischer Federführung mit Hochdruck gearbeitet. Die Leitliniengruppe trifft sich online zweimal im Monat. Großen wissenschaftlichen Anteil an der Leitlinie haben die Dermatologen Dr. Anya Miller, Berlin, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie, Prof. Stefanie Reich-Schupke, Prof. Wilfried Schmeller, Prof. Manuel Cornely sowie Dr. Stefan Rapprich - einer der erfahrensten und auch international wissenschaftlich aktivsten Liposukteure des Lipödems, Vorsitzender der neuen AG Lipödem der DGP und Vorstand der Deutschen Lipödem-Gesellschaft. Die Fertigstellung wird bis Ende 2022 erwartet, vorausgesetzt, die Verabschiedung durch Fach- gesellschaften und Gremien erfolgt in time.
Kongress der DGL mit hoher Beteiligung
Moderiert von der Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie (DGL), der Dermatologin Dr. Anya Miller, Berlin, und dem Kongresspräsidenten Dr. Simon Classen, seit Oktober 2014 Direktor der Kerckhoff-Klinik GmbH in Bad Nauheim, ging Mitte April der 44. Lymphkongress der DGL unter dem Titel "Lymphologie 2021 digital" virtuell auf Sendung. Prof. Volker Großkopf und sein Team haben die Übertragung aus dem Kölner Studio stets hochprofessionell und reibungslos absolviert. Bis zu 300 Teilnehmer waren gleichzeitig online, diskutierten die hochkarätigen Vorträge und Workshops und konnten sich in der Industrieausstellung über neue Entwicklungen informieren. Selbst am zweiten Tag mit einem zehnstündigen Programm blieben die Teilnehmer am Ball.
Der 45. Jahreskongress der DGL 2022 wird in Hanau stattfinden. Schwerpunkt: Armlymphödem nach Brusttumorerkrankungen. 11.500 Patientinnen werden jährlich in Deutschland nach leitliniengerechter Therapie des Mammakarzinoms mit einem behandlungspflichtigen Lymphödem konfrontiert. Dieser Zustand motiviert dazu, eine Verbesserung bei der Vermeidung von Armlymphödemen wie auch bei der Diagnostik und Therapie des Lymphödems anzustreben. Die neuesten Forschungsergebnisse und Fortschritte bei der Diagnostik und Behandlung von Lymphödemen sollen in Präsenz diskutiert werden. In Hanau werden die neuesten Technologien in der Diagnostik des Lymphödems vor Ort sein - unter anderem mit einem 35-MHz-Ultraschallgerät zur Lymphgefäßdarstellung und einer Hyperspek- tralkamera zur nicht invasiven Messung der subkutanen Gewebequalität.
Coronaimpfung bei Lymphödem
Zur Impfung gegen Covid-19 werden sich auch Patienten einfinden, die an einem chronischen Armlymphödem leiden, entweder einseitig oder beidseitig. Aufgrund der lokalen Immunschwäche der betrof- fenen Extremität nach Entfernung der Lymphknoten oder auch bei Abflussbehinderung aus anderen Gründen (posttraumatisch, angeboren oder zum Beispiel nach Bestrahlung) ist eine Blutabnahme oder Injektion in den betroffenen Arm wegen der erhöhten Gefahr einer Infektion mit konsekutiver Verschlechterung des Ödems nicht zu empfehlen. Es sollte daher auf den gesunden Arm ausgewichen werden oder bei beidseitigen Lymphödemem in die Oberschenkelmuskulatur oder intragluteal geimpft werden.
Projekt LipoCheck
Das Projekt LipoCheck mit dem Ziel, die Diagnostik und Dokumentation des Lipödems aka Lipohyperplasia dolorosa weitestgehend zu standardisieren ist zwar noch im Aufbaustadium (www.lipocheck.de), spiegelt aber bereits in hohem Maße die dermatologische Kompetenz in diesem Bereich der Lymphologie wider.
Zwei Jahre Liposuktion des Lipödems Stadium III auf Kasse
Die Erfahrungen von Fachkollegen mit der Liposuktion des Stadium III auf Kasse (bei einem BMI von unter 35 offiziell Kassenleistung seit 1. Januar 2020) sind schlecht. Kollegen, die den Eingriff stationär in der Klinik durchführen, berichten, dass der MDK 40 % herausprüft. Damit lässt sich nicht arbeiten und es fehlt die Planungssicherheit. Verständlicherweise ist die Motivation hier gering. Geradezu grotesk mutet folgender Fall an:
Ein namhafter, wissenschaftlich sehr anerkannter und eigens vom G-BA als Leiter eines Studienzentrums für die G-BA LIPLEG Studie ausgewählter Liposukteur operiert eine Lipödempatientin im Stadium III, welche die G-BA Kriterien erfüllt, gut dokumentiert ambulant über die GKV. Prompt lehnt die Krankenkasse die Zahlung ab, weil er die Qualifikation nicht hätte. Leider kein Einzelfall. Nachdem er der Krankenkasse erklärt hatte, dass er ja gar nicht Studienzentrum des G-BA geworden wäre, wenn er nicht die Qualifikation hätte, wurde ihm empfohlen, alles nochmal neu zu beantragen. Fazit: Nicht nur Dumping-Preise, sondern auch zeitfressende Bürokratie.
Internationale Lymphologie mit deutschen Dermatologen
Bei der International Lymphoedema Frame- work Conference im November 2021 gab es zwei Präsentationen über das Lipödem (Lipohyperplasia dolorosa), die großes Interesse fanden:
"Ultrasonic measurement of Subcutaneous Depths in Lipoedema. Massey J, Jungkunz HW 2021, International Lymphoe- dema Framework Conference, Nov. 18-20 2021, Copenhagen, Denmark." Dazu wurden aus zwei Kollektiven jeweils randomisiert 50 Frauen ausgewählt:
Lipödempatientinnen ohne Adipositas und ohne Lymphödem, welche über ein Jahr regelmäßig an einem Programm mit Bewegungs- und gezielter Kompressionstherapie teilgenommen hatten.
Frauen ohne Lipödem, ohne Adipositas und ohne Lymphödem
An dem anatomisch gleichen Messpunkt (Hälfte der Strecke zwischen dem Mittelpunkt der Patella und der Spina iliaca anterior superior) wurde jeweils die Mächtigkeit des tieferen direkt suprafaszialen echoreichen Anteils der Subkutis und des direkt subkorialen echoarmen Anteils der Sub- kutis mittels hochauflösender Duplex- sonografie gemessen. Bei allen 100 Frauen wurde keinerlei freie Flüssigkeit gefunden.
Der Quotient echoreich zu echoarm betrug bei den Lipödempatientinnen durchschnittlich 12:11, bei den Nicht-Lipödempatientinnen durchschnittlich 1:1. Macht die tiefere echoreiche/fibröse Subkutisschicht den Unterschied? Die echoarme Subkutisschicht war bei den Nicht-Lipödempatientinnen doppelt so dick wie bei den Lipödempatientinnen mit Bewegungs- und Kompressionsprogramm. Signifikanz (p < 0.0001).
Die zweite Präsentation "Persistent Deep Pressure - a patient proves that patience pays. Massey J, Jungkunz HW, Nov. 18-20 2021, International Lymphoedema Framework Conference, Copenhagen, Denmark" fokussiert auf kaum beschriebene, aber dennoch häufige Lipödem-Problemzonen wie hier protuberierende echoreiche Subkutis über der Tuberositas tibiae ("wie 2. Knie") und topografische Tiefenkompression.
Ferner: Chronic Lymphatic Failure (Insufficiency) - Role of the heart? Massey J, Jungkunz HW, British Lymphology So- ciety Virtual Conference, Oct. 4-5 2021, und: Subcutaneous Depths in Lipoedema. Massey J, Jungkunz HW, British Lymphology Society Virtual Conference Oct. 4-5 2021
Für Ihre Fragen und Anliegen stehe ich Ihnen, wie seit 21 Jahren, unter leonjoshua@aol.com sowie unter Tel. 0172 4071101 gut erreichbar zur Verfügung.
Onkologie zwischen Evolution und Stagnation.
Rolf Ostendorf
Sonderreferat Onkologie

Evolution in Therapie und Diagnostik: Ohne jede Frage, die Fortschritte bei der Therapie unserer Hautmalignome sind gewaltig. Ob für die Therapie des Malignen Melanoms mit Relatlimab, einem Anti-LAG-3-Antikörper, dem Multikinase-Inhibitor Lenvatinib, autologen tumorinfiltrierenden Lymphozyten (TIL) oder ersten Medikamenten für das Aderhautmelanom wie Tebentafusp - es gibt reichlich neue Therapieansätze, die allerdings noch beweisen müssen, dass sie für die Routinetherapie des metastasierten Malignen Melanoms taugen. Bewährt ist hingegen nun schon Cemiplimab beim kutanen Platten- epithelkarzinom (cSCC). Hier ist der Zugang zu Innovationen nach Zulassung und vorher über Studien oder "compassionate use" in Deutschland weiterhin meist möglich. Und auch der Zugang zu innovativen Diagnosemöglichkeiten hat sich zumindest für das PET-CT in den letzten Jahren verbessert.
Aber im Übrigen leider vor allem Stagnation: Die einfache Lymphknotensonographie, Standard jeder Melanom-Nachsorge ab Stadium 1b, ist in der Versorgung kaum noch zu finden, die Position der Radiologen hierzu ist eindeutig: Warum sich die Finger weit unter jeder Kostendeckung schmierig machen im direkten Patientenkontakt, das System findet seinen "Ausweg" in hochtechnisierten (teuren) Leistungen.
Der Versorgungsnotstand ist somit weiterhin eklatant und wird durch unsinnige Einweisungen zu tagesklinischen Behandlungen oder durch unnötige Inanspruchnahmen der Hochschulambulanzen nicht ernsthaft gelindert. Das Systemversagen ist chronisch, die Bürokratisierung des Systems bei Sachfragen verschleppend und den Kassen dürfen wir hier mit ihrer chronischen Blockadehaltung eine erhebliche Schuld zuschreiben. Ambulante Operationen in einer unserer Praxen sind und bleiben bei allen Formen des Hautkrebses fast immer die Therapie der Wahl - kostengünstig, effektiv und vor Ort!
Für Frühformen oder Vorstufen stehen weitere, gut etablierte alternative Methoden zur Verfügung. Doch die Einführung neuer Prozeduren, wie die der Photodynamischen Therapie, in die GKV Versorgung scheitert an den Strukturen. Unsinnige EBM-Ausschlüsse bei Leistungen aus dem Kapitel ambulantes Operieren quälen uns weiter täglich.
Die qualifizierten operativen Leistungen beanspruchen bei immer strengeren und bürokratisierten Anforderungen an die Infrastruktur und gleichzeitig weiter steigenden Tumorinzidenzen immer größere Ressourcen in der täglichen Praxis. Die Sprengkraft dieser Schere bei sich andererseits zunehmend ausdünnenden Versorgerpraxen (Altersstruktur der Ärzte etc.) will außerhalb der Dermatologie niemand sehen.
Die Aufnahme der Hauttumoren in die ASV (ambulante spezialärztliche Versorgung) erschien als ein Schritt in die richtige Richtung, aber die komplexen und immensen bürokratischen Anforderungen verhindern selbst für die mittelgroßen Kliniken - für die diese ASV eigentlich attraktiv sein müsste - eine Teilnahme auch nun fast drei Jahre nach deren Einführung. An der bundesweiten Onkologievereinbarung nehmen in den 17 bundesdeutschen KVen weiterhin nur viel zu wenige Dermatologen teil. Regionale Sondervereinbarungen, die der besonderen Versorgungssituation in der Dermatologie gerecht werden, gibt es nur in den KVen Nordrhein und Westfalen-Lippe. Das Systemversagen muss hier leider weiterhin als chronisch bezeichnet werden.
Stagnation auch bei der Evaluation und der Qualität des Hautkrebsscreenings: So wird das gesetzliche Hautkrebs-Screening derzeit nur von circa 33−38 % der Berechtigten wahrgenommen, hier sollte die Teilnehmerrate erhöht, aber auch die Qualität verbessert werden (de Buhr Y. et al. Prävention von Hautkrebs. Onkologe 28; 49-54, 2022). Diesen Prozess zu begleiten, ist Aufgabe Ihres Berufsverbandes, dem sich der Vorstand, vertreten durch unseren Präsidenten Ralph von Kiedrowski und durch Vizepräsident Thomas Stavermann mit viel Energie in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP), der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) und der Nationale Versorgungskonferenz Hautkrebs (NVKH) widmet.
Hier inhaltlich voranzukommen, die auch primär und sekundär und eben nicht nur tertiär präventive Wirkung des Hautkrebsscreenings mehr in den Fokus zu bringen, die edukative Ausstrahlung in die Population zu erfassen und die Teilnah- me am Screening für Patienten und Ärzte attraktiver zu gestalten, ist eine gewaltige Aufgabe! Am wenigsten benötigen wir hier ein "Schlechtreden der Ist-Situation", sondern Fakten, wie sie in Dresden aus AOK Plus Krankenkassen-Daten der Jahre 2010 bis 2016 generiert wurden, die eine um 38 % geringere Sterblichkeit in der Gruppe mit Screening Teilnahme im Vergleich zu einer Gruppe, die nicht am Screening teilnahm, nachweisen konnte (Datzmann T. et al. Patients benefit from participating in the German skin cancer screening program? Br J Dermatol 186; 69-77, 2022).
"Das Hautkrebsscreening aus Sicht von Teilnehmerinnen und Teilnehmern und Patientinnen und Patienten" war eine zentrale Sitzung bei der Nationalen Versorgungskonferenz Hautkrebs 2022 mit Vorträgen zu den "Ergebnissen des repräsentativen Bevölkerungssurvey", zum "Hautkrebsscreening aus der Sicht der Selbsthilfe", zum "Input zum Hautkrebsscreening aus Sicht einer Patientenorganisation" und einem "Erfahrungsbericht aus Sicht von Patientinnen und Patienten".
Die Qualitätsoffensive und die Vision "Hautkrebsscreening 2030" von Prof. Eckhard Breitbart möchten wir und die DDG begleiten und fundiert mitgestalten. Nur Trainer-Zertifikate ablaufen zu lassen, die motivierten Kollegen erneut zur Kasse zu bitten und am Ende mit Sonntagsreden vor sich verflüchtigendem Publikum zu stehen, wird allerdings die Qualität unseres Screenings nicht verbessern. Ein Honorar für das Screening, das unter dem eines angestellten Impfarztes (dieser hat allerdings keinen Cent Betriebskosten!) liegt, ist leider auch ein Thema, zumal uns die Möglichkeit zur Abbildung des zusätzlichen fachärztlichen Aufwandes (Dermatoskopie) über einen IgeL-Behandlungsvertrag ohne Rücksprache mit dem Berufsverband genommen wurde.
Leitlinienarbeit, hier vor allem die Mitarbeit beim Update "Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Melanoms", und die Bearbeitung fachlicher Anfragen waren ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit im vergangenen Jahr neben der erneuten Organisation des Hautkrebs- und Systemtherapie Symposiums als Hybrid-Tagung am 20. und 21. August in Köln. Mit über 120 Teilnehmern war dies erneut ein gelungener Kongress. Ein großes Dankeschön auch an dieser Stelle an die Mitorganisatoren Herbert Kirchesch, Volkhard Schindler, Klaus Strömer, Jörg Weckbecker und vor allem an alle Referenten und Teilnehmer, die diese bewährte Veranstaltung mit praxisrelevanten Vorträgen zur Onkologie und Systemtherapie, einem Auflichtmikroskopiekurs sowie einem Praxisworkshop für MFA wieder zu einem großen Erfolg haben werden lassen. Am 11. Juni 2022 wir dieses Symposium wieder in Bochum stattfinden. Wir freuen uns schon wieder sehr auf diesen Austausch mit Ihnen und Ihre rege Teilnahme an dieser Veranstaltung von Niedergelassenen für Niedergelassene!
Gesamte Bandbreite der operativen Dermatologie abgedeckt.
Matthias Kießling
Sonderreferat Operative Dermatologie

Das Sonderreferat für Operative Dermatologie bearbeitete und beantwortete Anfragen zu sozialrechtlichen Vorgaben, die in den Richtlinien der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung ambulanter Operationen definiert sind, insbesondere zu baulichen, apparativ-technischen und hygienischen Voraussetzungen eines ambulanten Operationsraums sowie eines Eingriffsraums, zum Leistungskatalog der operativen Dermatologie, inklusive kosmetisch-ästhetische Dermatochirurgie, zur Qualitätssicherung (Ergebnis- und Strukturqualität), zur Abrechnung operativer Leistungen nach EBM und GOÄ, zu Zeitbewertungen und Einteilungen stationsersetzender Operationen. Es nahm darüber hinaus Stellung zu Inhalt und Entwürfen von Patientenaufklärungsbögen für dermatologische, dermatochirurgische und kosmetisch-ästhetische Eingriffe. Es beriet zu onkologischen Themen wie Tumornachsorge und Meldungen an Krebsregister und unterstützte die Manifestierung von Verbindungsachsen zwischen dem Sonderreferat des BVDD zum Bundesverband Ambulantes Operieren (BAO), zum örtlichen Verband Hamburgische Gesellschaft für Ambulantes Operieren (HGAO) und zu Fachgruppenvertretungen.
Keine Anfragen im vergangenen Jahr.
Karsten Hartmann
Sonderreferat Phlebologie/Angiologie

Der Sonderreferent für Phlebologie/ Angiologie wurde im Berichtszeitraum nicht konsultiert.
Keinerlei Anfragen im Berichtszeitraum.
Thomas Dirschka
Sonderreferat Plastische und Ästhetische Dermatochirurgie

Im gesamten Jahr 2021 habe ich keine einzige Anfrage erhalten.
Keine Anfragen zur Proktologie.
Jan Kirsch
Sonderreferat Proktologie

Im Jahr 2021 gab es keine Anfragen bezüglich des Teilgebietes Proktologie.
Keine Anfragen im Berichtszeitraum.
Steffen Gass
Vizepräsident, Sonderreferat Psychosomatische Dermatologie

Im Bereich Psychosomatik gab es im Berichtszeitraum keine Anfragen





