Eine medizinische Maske filtert Partikel ab einem Durchmesser von 3 µm und FFP2-Masken Partikel ab einer Größe von 0,04 µm. Karl-Christian Bergmann, Berlin, und sein Team testeten in einer Expositionskammer, wie gut Mund-Nase-Masken dabei helfen können, allergische Symptome bei 14 Patienten mit Gräserpollen-induzierter allergischer Rhinokonjunktivitis zu vermeiden [Bergmann KC et al. Allergo J Int. 2021;30:176-82]. "Die Benutzung von der medizinischen Maske sowie der FFP2-Maske verringert erheblich die Beschwerden in der Pollensaison und das ohne wesentliche Unterschiede", fasste Bergmann zusammen. "Die Nasenbeschwerden werden am meisten reduziert, aber auch an den Augen sind die Beschwerden geringer", ergänzte er. "Die Mund-Nase-Maske ist eine einfache Maßnahme, die man an den Tagen benutzen kann, an denen man besonders viele Pollen in der Luft erwartet. Man sollte also die Pollenflugvorhersage beachten, dann kann man sich besser schützen", so Bergmann.
Mund-Nase-Masken und das Beachten von Pollenflugvorhersagen haben sich auch in einer Literaturauswertung von Bergmann und Kollegen als sinnvoll erwiesen, um die individuelle Pollenbelastung zu senken [Bergmann KC et al. Allergol Select. 2021;5: 349-60]. Als weitere effektive nichtmedikamentöse Methoden benannten sie Autofilter, Luftreiniger, Nasenspülungen mit einfacher Kochsalzlösung, Pollenschutzgitter und eine Sonnenbrille, die auch die Augen an den Seiten abdeckt. Bergmann verwies aber darauf, dass diese Erkenntnisse nicht evidenzbasiert seien und die Methoden zu unterschiedlich, um direkt miteinander verglichen zu werden.
Bergmann KC. "Allergene in Außenluft und Innenräumen", 12. Allergologie-Update-Seminar, 18. bis 19. März 2022
