Abstract
Die Transplantationsmedizin in Deutschland ist klar strukturiert und verbindlich geregelt. Zur Stärkung der Organspende wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren mehrfach angepasst. Dennoch bleibt die eingeschränkte Organverfügbarkeit die Hauptlimitation dieser Therapie, auch im Bereich der Herz- und Lungentransplantation. Beide Verfahren sind mittlerweile etablierte Therapieoptionen für selektierte Patienten mit terminalem Organversagen. Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität und des Überlebens. Der Erfolg der Therapie hängt maßgeblich von der Selektion geeigneter Empfänger sowie dem optimalen peri- und postoperativen Management ab, einschließlich einer lebenslangen spezialisierten Nachsorge. Die Komplexität der Therapie erfordert ein hohes Maß an speziellen Kenntnissen und Fertigkeiten. Der vorliegende Beitrag fasst den aktuellen Stand der Transplantationsmedizin thorakaler Organe mit dem Fokus auf den Inhalt der neuen Zusatzweiterbildung Transplantationsmedizin zusammen.
Schlüsselwörter: Organspende, Transplantationsgesetz, Immunsuppression, Transplantationsmedizin, Lebensqualität
Abstract
Transplantation medicine in Germany is clearly structured and strictly regulated. In recent years, various legal changes have been implemented to improve organ donation. Nevertheless, the restricted availability of donor organs remains the main limitation of the treatment, also in the field of heart and lung transplantation. Both procedures have now become established treatment options for selected patients with end-stage organ failure. The aim is to improve the quality of life as well as survival. The success of the treatment largely depends on the selection of suitable recipients as well as optimal perioperative and postoperative management including a lifelong specialized follow-up. The complexity of the treatment requires a high degree of specialized knowledge and skills. This article summarizes the current state of transplantation medicine of thoracic organs with a focus on the new additional subspecialty of transplantation medicine.
Keywords: Organ donation, Transplantation law, Immunosuppression, Transplantation medicine, Quality of life
Lernziele
Nach der Lektüre dieses Beitrags
wissen Sie, welche rechtlichen Rahmenbedingungen der Organspende und Transplantation zugrunde liegen, und welche organisatorischen Strukturen an der Ausführung beteiligt sind.
kennen Sie den aktuellen Stand der Herz- und Lungentransplantation in Deutschland, einschließlich der Organspende, im Hinblick auf Eingriffszahlen und Ergebnisse.
sind Sie in der Lage, die wesentlichen Indikationen und Kontraindikationen in Bezug auf die Spender- und Empfängerauswahl zu benennen.
sind Sie mit den Grundlagen der Immunsuppression vertraut, einschließlich der wesentlichen Nebenwirkungen der Therapie.
kennen Sie die häufigsten Komplikationen nach thorakaler Organtransplantation in Kurz- und Langzeitverlauf sowie die Grundlagen ihrer Behandlung.
Einleitung
Derzeit werden in Deutschland zwischen 600 und 700 Patienten mit terminalem Herz- oder Lungenversagen jährlich mit einem Spenderorgan versorgt. Als einzige kausale Therapie bei terminalem Organversagen
terminalem Organversagen
stellt die Herz- und Lungentransplantation nach wie vor den Goldstandard dar [1]. Hauptlimitation ist die eingeschränkte Organverfügbarkeit
Organverfügbarkeit
. Auch wenn sich die Widerspruchsregelung in Deutschland nicht durchsetzen konnte, wurden in den letzten Jahren verschiedene gesetzliche Maßnahmen zur Stärkung der Organspende umgesetzt. Wesentliche Faktoren für den kurz- und langfristigen Erfolg der Transplantation sind die Selektion geeigneter Empfänger sowie das optimale peri- und postoperatives Management, einschließlich einer lebenslangen spezialisierten Nachsorge
spezialisierten Nachsorge
. Die Komplexität dieses Fachbereichs erfordert spezielle Kenntnisse, nicht nur im Bereich der medizinischen Therapie, sondern auch der organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Die vorliegende Übersicht fasst den aktuellen Stand der Transplantationsmedizin im Bereich Herz- und Lungentransplantation mit dem Fokus auf die Inhalte der neuen Zusatzweiterbildung Transplantationsmedizin
Zusatzweiterbildung Transplantationsmedizin
zusammen.
Zahlen und Fakten
Während die Herztransplantation ihren Boom bereits Ende der 1980er-Jahre erlebte, hat sich die Lungentransplantation erst etwa 10 Jahre später langsam zu einer etablierten Therapieoption entwickelt. Bei einem gleichzeitigen zahlenmäßigen Rückgang der Herztransplantationen wurden 2011 im Eurotransplant(ET)-Bereich erstmals mehr Lungen als Herzen transplantiert, mit anhaltendem Trend (Abb. 1). Im Jahr 2020 wurden bundesweit 528 Patienten neu auf die Warteliste zur Herztransplantation aufgenommen, gegenüber 339 durchgeführten Transplantationen. Im Bereich der Lunge standen 417 Neuaufnahmen auf die Warteliste 361 durchgeführten Transplantationen gegenüber [2]. Damit zeigt sich im Bereich der Lunge ein gleichbleibend günstigeres Verhältnis zwischen Organangebot und Nachfrage im Vergleich zur Herztransplantation. In ihren jährlich aktualisierten Berichten stellen die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) und ET einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Transplantationsmedizin zur Verfügung [2, 3].
Organisationsstruktur der Transplantationsmedizin in Deutschland
Die Transplantationsmedizin in Deutschland ist in 3 organisatorisch und personell voneinander getrennte Bereiche aufgeteilt: die Organspende, die Organvermittlung und die Organtransplantation. Jeder der 3 Bereiche ist in unterschiedlichen Institutionen angesiedelt [2].
Organspende
Der Ablauf einer Organspende ist ein komplexer Prozess, der die reibungslose und effiziente Zusammenarbeit verschiedener Akteure voraussetzt. Basierend auf der Identifizierung eines potenziellen Organspenders und nach Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls
irreversiblen Hirnfunktionsausfalls
(IHA) erfolgt die Meldung an die DSO. Bei Zustimmung zur Organspende erfolgt die Spenderevaluation
Spenderevaluation
. Sind Organe zur Transplantation geeignet, wird der Spender an ET gemeldet. Nach Allokation der Organe schließen sich die Organentnahme und der Transport zu den Transplantationszentren an.
Deutsche Stiftung Organtransplantation
Seit 2000 ist die DSO zentrale Koordinierungsstelle
zentrale Koordinierungsstelle
für die Organspende. Ihre Aufgaben sind gemäß Transplantationsgesetz (TPG) in einem Vertrag mit der Bundesärztekammer (BÄK), dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) festgelegt. Die DSO ist in 7 Organspenderegionen
Organspenderegionen
unterteilt, mit Hauptsitz in Frankfurt. In den einzelnen Regionen werden alle Organspendeaktivitäten über die jeweiligen Organisationszentralen
Organisationszentralen
koordiniert. Dabei fungieren die Koordinatoren der DSO als zentrale Ansprechpartner für alle beteiligten Akteure. Jede Region wird von einem regionalen Fachbeirat
regionalen Fachbeirat
beraten [2].
Entnahmekrankenhäuser
Die DSO unterstützt die Krankenhäuser dabei, ihre gesetzlich festgelegte Mitwirkungspflicht
Mitwirkungspflicht
bei der Organspende zu erfüllen. Derzeit werden insgesamt 1248 Krankenhäuser, die über eine Intensivstation mit Beatmungsplätzen verfügen, als Entnahmekrankenhäuser von den Koordinatoren der DSO betreut. Die Krankenhäuser werden in verschiedene DSO-Kategorien
DSO-Kategorien
(A–C) eingeteilt, darunter 38 Universitätskliniken (A), 125 Krankenhäuser mit Neurochirurgie (B) und 1085 Krankenhäuser ohne Neurochirurgie (C). In diesen Krankenhäusern findet der wesentliche Anteil des Organspendeprozesses statt: angefangen bei der Identifikation potenzieller Organspender über die Kontaktaufnahme zur DSO, den IHA-Nachweis, die Angehörigengespräche bis hin zur Realisierung der Organspende durch die Organentnahme [2].
Transplantationsbeauftragte
Um eine wirksame Umsetzung der Gemeinschaftsaufgabe Organspende zu erreichen, sind die Entnahmekrankenhäuser seit 2012 dazu verpflichtet, transplantationsbeauftragte Ärzte und Pflegende zu benennen und freizustellen. Die Freistellung erfolgt auf der Basis der Zahl vorhandener Intensivbetten. Zu den Aufgaben der Transplantationsbeauftragten (TxB) gehören u. a. unterstützende Tätigkeiten
unterstützende Tätigkeiten
bei
der Meldung potenzieller Organspender,
der Angehörigenbetreuung,
der Optimierung von Handlungsabläufen im Organspendeprozess sowie
der Durchführung von Fortbildungen.
Zur fachlichen Qualifizierung
fachlichen Qualifizierung
der TxB werden von der DSO entsprechende Fortbildungskurse durchgeführt [2].
Organspende unter Pandemiebedingungen
Nachdem die Zahl der postmortalen Organspenden in Deutschland 2017 ihren Tiefstand erreicht hatte, war im Folgejahr erstmals ein Trendwechsel hin zu einem Anstieg zu erkennen. Unter der derzeitigen durch die „coronavirus disease 2019“ (COVID-19) ausgelösten Pandemie konnte dieser positive Trend jedoch nicht fortgesetzt werden. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, die einen durchschnittlichen Rückgang von 13 % zu verzeichnen hatten, blieben die Zahlen in Deutschland jedoch noch verhältnismäßig stabil (−2 %; Abb. 2). Dies lässt sich u. a. auf die vergleichsweise hohen intensivmedizinischen Kapazitäten
intensivmedizinischen Kapazitäten
sowie auf die offenbar günstigeren politischen Rahmenbedingungen in Deutschland zurückführen [2].
Organvermittlung über Eurotransplant
Für die Vermittlung (Allokation) der Spenderorgane in Deutschland ist die gemeinnützige Stiftung ET zuständig. Wie bei der DSO sind ihre Aufgaben in einem Vertrag mit der BÄK, dem GKV-Spitzenverband und der DKG festgelegt. Der ET-Verbund umfasst insgesamt 8 Länder: Belgien, Niederlande, Luxemburg, Österreich, Deutschland, Kroatien, Ungarn und Slowenien. Auf der gemeinsamen Warteliste
Warteliste
sind derzeit über 14.000 Patienten registriert [3]. Die Vergabe der Spenderorgane richtet sich nach festgelegten Kriterien, die sich für die einzelnen Organe unterscheiden. Gemeinsame Grundlage der Allokationskriterien
Allokationskriterien
sind Dringlichkeit und Erfolgsaussicht der Transplantation. Die in Deutschland gültigen Richtlinien für die Organvermittlung werden von der BÄK festgelegt und regelmäßig aktualisiert [4].
Organtransplantation und Transplantationszentren
Organtransplantationen dürfen in Deutschland nur in hierfür zugelassenen Transplantationszentren durchgeführt werden. Die Zulassung
Zulassung
und Anerkennung
Anerkennung
erfolgen durch die zuständigen Landesbehörden. Ziel dieser Steuerung ist die Sicherung einer bedarfsgerechten, leistungsfähigen und wirtschaftlichen Versorgung bei bestmöglicher Versorgungsqualität. Die 46 derzeit zugelassenen Transplantationszentren nehmen die Patienten nach entsprechender Evaluation und Konsentierung in der interdisziplinären Transplantationskonferenz
interdisziplinären Transplantationskonferenz
auf ihre Warteliste auf und leiten die Daten entsprechend an ET weiter [2]. Es besteht eine verpflichtende Qualitätssicherung
verpflichtende Qualitätssicherung
, die jährlich durch das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) veröffentlicht wird [5, 6].
Rechtliche Rahmenbedingungen
Transplantationsgesetz
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Transplantationsmedizin sind in Deutschland seit 1997 im „Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen und Geweben“ vorgegeben (Transplantationsgesetz, TPG, [7]).
Um dem kontinuierlichen Rückgang der Organspende in den letzten 10 Jahren entgegenzuwirken, wurden verschiedene gesetzliche Regelungen erlassen bzw. angepasst.
Im April 2019 ist eine Änderung des TPG zur „Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende“ in Kraft getreten: Dabei wurden verbindliche Rahmenbedingungen für die Arbeit der TxB geschaffen sowie eine leistungsgerechte und insgesamt verbesserte Vergütung der Entnahmekrankenhäuser eingeführt. Darüber hinaus soll eine flächendeckende Berichtspflicht
flächendeckende Berichtspflicht
für mehr Verbindlichkeit und Transparenz in der Erkennung möglicher Organspender sorgen [7].
In Ergänzung zu der genannten Gesetzesänderung wurde im Juni 2019 durch eine gemeinschaftliche Initiative aller wesentlichen Akteure im Bereich der Organspende, der „Gemeinschaftliche Initiativplan Organspende“ verabschiedet. Dieser enthält konkrete Empfehlungen für die praktische Umsetzung im klinischen Alltag mit Fokus auf die Entnahmekrankenhäuser, die Tätigkeit der TxB und die Aufklärungsarbeit
Aufklärungsarbeit
[8].
Schließlich wurde am 16.01.2020 nach einer intensiven öffentlichen Diskussion im Bundestag über die Neuregelung der Organspende abgestimmt. Anders, als von Transplantationsmedizinern erhofft, konnte sich die Widerspruchsregelung nicht durchsetzen (ja 43 %; nein 56 %). Stattdessen wurde das „Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende“ beschlossen. Damit blieb es im Grundsatz bei der geltenden Regelung, der „Entscheidungslösung“
„Entscheidungslösung“
. Diese ist eine Abwandlung der „erweiterten Zustimmungslösung“
„erweiterten Zustimmungslösung“
: Organe und Gewebe dürfen nach dem Tod nur entnommen werden, wenn die betreffende Person dem zu Lebzeiten zugestimmt hat, einen Organspendeausweis besitzt oder die Angehörigen der Entnahme zugestimmt haben. Zusätzlich werden die Bürger regelmäßig neutral über das Thema informiert. Das Gesetz sieht vor, dass die Organspendebereitschaft
Organspendebereitschaft
außerdem regelmäßig abgefragt wird. Weiterhin werden ein bundesweites Onlineregister
bundesweites Onlineregister
eingerichtet, die Übermittlung von Informationsmaterial durch öffentliche Stellen verbessert sowie eine hausärztliche Beratung
hausärztliche Beratung
zum Thema Organspende angeboten. Das Gesetz tritt voraussichtlich 2022 in Kraft [7].
Der Gesetzestext des TPG sowie alle weiteren wesentlichen gesetzlichen Regelungen sind online auf der Organspende-Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verfügbar (BZgA, [7]).
Richtlinien der Bundesärztekammer
Die grundlegenden Aspekte der praktischen Umsetzung des TPG werden in den Richtlinien der BÄK geregelt. Diese werden regelmäßig aktualisiert und nach der Zustimmung durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) umgesetzt. Derzeit liegen Richtlinien zu den folgenden Bereichen vor:
Feststellung des Todes,
Wartelistenführung und Organvermittlung,
Spendererkennung,
Empfängerschutz sowie
Maßnahmen zur Qualitätssicherung.
Die Kenntnis, das Verständnis und die korrekte Umsetzung der aktuellen Richtlinien sind für den Transplantationsmediziner in der klinischen Praxis von essenzieller Bedeutung. Die Richtlinien zur Organtransplantation sind online über die Homepage der BÄK abrufbar [4].
Gesetzliche Kontrollen
Die Transplantationsmedizin in Deutschland unterliegt einer besonders strengen Kontrolle. Auf der Grundlage des TPG wird die Kontrollfunktion durch die Prüfungs- und Überwachungskommission (PÜK) sowie übergeordnet durch die Ständige Kommission Organtransplantation (StäKO) ausgeübt. Die Prüfungskommission
Prüfungskommission
überprüft die Transplantationszentren und die Vermittlungsstelle ET. Die Überwachungskommission
Überwachungskommission
überprüft die Transplantationszentren und Entnahmekrankenhäuser sowie die Koordinierungsstelle DSO. Beide Kommissionen melden mögliche Verstöße an die zuständigen Landesbehörden. Die Prüfberichte
Prüfberichte
der PÜK sind öffentlich einsehbar und werden regelmäßig auf der Website der BÄK veröffentlicht. Die StäKO erarbeitet u. a. Empfehlungen zu Grundsätzen und Richtlinien für die Organspende und Organvermittlung entsprechend dem aktuellen Wissensstand. Die Kommissionen setzen sich aus BÄK, GKV, DKG sowie Landesbehörden zusammen; in der StäKO sind zusätzlich die Deutsche Transplantationsgesellschaft (DTG) und die DSO sowie Vertreter der Patienten, der Angehörigen von Organspendern und der Akademie für Ethik vertreten [2, 4].
Transplantationsmedizin im Bereich Herz- und Lungentransplantation
Im Folgenden werden die wesentlichen klinischen Aspekte der Herz- und Lungentransplantation zusammengefasst.
Herztransplantation
Derzeit leiden in Deutschland etwa 2,5 Mio. Menschen unter einer chronischen Herzinsuffizienz
chronischen Herzinsuffizienz
, mit steigender Tendenz. Mit fast 0,5 Mio. Krankenhausaufenthalten im Jahr ist die Herzinsuffizienz seit Jahren der häufigste Grund für einen stationären Aufenthalt im Krankenhaus. Die Herzinsuffizienz geht damit nicht nur mit einer deutlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität der betroffenen Patienten einher, sondern auch mit einer erheblichen Mortalität. Als einzige kausale Therapie für geeignete Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz ist die Herztransplantation (HTx) weiterhin der Goldstandard [1]. Hauptlimitation ist die eingeschränkte Organverfügbarkeit, sodass im letzten Jahr lediglich 329 Patienten mit einem passenden Spenderorgan versorgt werden konnten.
Empfängerselektion.
Wie auch bei allen anderen Organtransplantationen, entscheidet eine sorgfältige Auswahl der Empfänger nicht nur maßgeblich über Erfolg oder Nichterfolg der Transplantation, sondern ist darüber hinaus im TPG verpflichtend vorgeschrieben.
Indikationen und Kontraindikationen. Die Entscheidung für eine Listung zur HTx wird für jeden Patienten individuell getroffen. Die Indikationsstellung basiert auf der Symptomatik
Symptomatik
und Prognose
Prognose
der Erkrankung sowie auf der Erfolgsaussicht
Erfolgsaussicht
. Grundsätzlich gilt, dass alle konservativen Therapiemaßnahmen, einschließlich der interventionellen und Device-Therapie, ausgeschöpft sein müssen, bevor eine Listung zur HTx erwogen werden kann. Zur Indikationsstellung und zum Ausschluss von Kontraindikationen sind verschiedene Untersuchungen vor einer Listung erforderlich (u. a. Rechtsherzkatheter, Echokardiographie, radiologische und sonographische Bildgebung, psychologische Evaluation). Indikationen und Kontraindikationen auf der Basis der Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) sind in Tab. 1 aufgeführt [9].
| Indikationen | Endstadium der Herzinsuffizienz mit schweren Symptomen, schlechter Prognose und ohne alternative Therapieoptionena |
| Motivierte, gut informierte und emotional stabile Patienten | |
| Postoperative Compliance wahrscheinlich | |
| Kontraindikationen | Aktive Infektion |
| Schwere periphere arterielle und zerebrovaskuläre Erkrankung | |
| Medikamentös irreversible pulmonale Hypertonie | |
| Tumorerkrankung | |
| Irreversible Niereninsuffizienz (z. B. Kreatinin-Clearance <30 ml/min) | |
| Systemerkrankung mit Multiorganversagen | |
| Andere schwerwiegende Komorbiditäten mit schlechter Prognose | |
| BMI >35 kg/m2 | |
| Gegenwärtiger Alkohol- oder Drogenabusus | |
| Inadäquates soziales Umfeld für eine angemessene Nachsorge |
Grunderkrankungen.
Die häufigsten Grunderkrankungen sind die nichtischämische (überwiegend dilatative) Kardiomyopathie
Kardiomyopathie
(62 %), die ischämische Kardiomyopathie (21 %) und angeborene Vitien
angeborene Vitien
(7 %) [12]. Der Anteil der Patienten mit ischämischer Kardiomyopathie ist in den letzten Jahren kontinuierlich rückläufig, am ehesten bedingt durch die verbesserte Primärversorgung des akuten Myokardinfarkts. Zwischen 6 und 16 % der Transplantationen werden bei Kindern unter 16 Jahren durchgeführt [12].
Organallokation.
Die gegenwärtige Organallokation im Bereich der HTx basiert auf der Dringlichkeit und Wartezeit. Der Wartelistenstatus
Wartelistenstatus
wird gemäß „transplantabel“ (T), „nichttransplantabel“ (NT) und „hochdringlich“ („high urgency“, HU) unterschieden. Der High-urgency-Status
High-urgency-Status
muss bei ET beantragt werden und wird durch ein Audit-Komitee entschieden. In regelmäßigen Abständen erfolgen Reevaluationen. Bei den Kriterien für eine hohe Dringlichkeit wird zwischen Patienten mit und ohne Herzunterstützungssystem
Herzunterstützungssystem
unterschieden. Mögliche Indikationen für einen HU-Status sind eine katecholaminpflichtige Herzinsuffizienz
katecholaminpflichtige Herzinsuffizienz
sowie schwerwiegende Komplikationen am Herzunterstützungssystem [4]. Der Anteil der HU-Patienten bei HTX beträgt derzeit über 80 %. Im NT-Status liegen vorübergehende Kontraindikationen gegen eine Transplantation vor, z. B. eine akute Infektion. Das aktuelle Allokationssystem weist erhebliche Defizite auf, sodass bereits seit einigen Jahren ein alternatives System entwickelt wird, der „Cardiac Allocation Score“
„Cardiac Allocation Score“
(CAS), basierend auf dem Seattle Heart Failure Model [13] nach dem Vorbild des „Lung Allocation Score“ (LAS; s. unten). Die klinische Einführung steht jedoch weiterhin aus.
Spenderkriterien.
Im ET-Bereich kommt es derzeit bei etwa 30 % der Organspender zu einer Herzspende (2020: 586 von 1837; [3]). Die aktuellen Empfehlungen zu den organspezifischen Spenderkriterien sind im Guide to the quality and safety of organs for transplantation zusammengefasst [14].
Als grundsätzliche (organunabhängige) Kontraindikation
(organunabhängige) Kontraindikation
zur Organspende gelten Erkrankungen, die durch das Spenderorgan auf den Empfänger übertragen werden können, ohne dass eine kurative Therapie existiert, z. B. ein metastasiertes Malignom
metastasiertes Malignom
oder eine nicht kurativ behandelbare Infektion. Die organspezifischen Spenderkriterien für die HTx sind in Tab. 2 zusammengefasst [14]. Die ausreichende Organqualität ist keine absolute Größe, sondern vom jeweiligen Empfänger abhängig. Sie basiert auf einer individuellen Abwägung der Kurz- und Langzeitprognose gegenüber der Sterblichkeit auf der Warteliste.
| Kriterien | Alter ≤70 Jahre |
| Keine relevante kardiale Vorerkrankunga | |
| Keine hochdosierte Inotropikatherapie bei irreversibler kardialer Dysfunktion (z. B. nach akuter RV-Distension bei LAE) | |
|
Keine grundsätzlichen Kontraindikationen sind – Höher dosierte Vasopressortherapie (z. B. bei peripherer Vasoplegie) – Z. n. Reanimation – Erhöhung der Herzenzyme (CK/CK-MB, Troponin) | |
| Diagnostik | Laborbefunde, EKG, Echokardiographie |
| Ggf. Koronarangiographie (bei Spenderalter >55 J bzw. >45 J bei mehr als einem Risikofaktor) |
CK Kreatinkinase, MB Myokardtyp, LAE Lungenarterienembolie, HTx Herztransplantation, RV rechtsventrikulär
aSpenderorgane mit geringgradiger koronarer Eingefäßerkrankung, geringgradigem Herzklappenvitium (Grad I), geringgradiger linksventrikulärer Hypertrophie (Interventrikularseptum [IVS] <16 mm), anamnestisch erfasste Arrhythmien, passagerer ventrikulärer Dysfunktion (z. B. Tako-Tsubo-Kardiomyopathie) können zur Transplantation erwogen werden
Organentnahme.
Die Entnahme der thorakalen Organe erfolgt durch ein Entnahmeteam des Empfängerzentrums. Für die Funktion des Spenderherzens spielt das Management des Organspenders eine wichtige Rolle, insbesondere die Volumen- und Katecholamintherapie. Vor der abschließenden Beurteilung des Organs sollte das Spendermanagement daher möglichst optimiert werden. Die Organkonservierung
Organkonservierung
basiert auf einer Perfusion mit kalter Kardioplegielösung und einer anschließenden Lagerung in der Kühlbox. Hierzu wird das Herz mit kalter Konservierungslösung perfundiert und nach Entnahme auf Crushed Ice gelagert. Eine maximale Ischämiezeit
Ischämiezeit
von 4–5 h sollte nicht überschritten werden, um die Transplantatfunktion nicht zu gefährden. Insbesondere für komplex voroperierte Empfänger, bei denen sich die Ischämiezeit nur schlecht kalkulieren lässt, steht ein Perfusion-Transport-System zur kontinuierlichen Ex-vivo-Maschinenperfusion
kontinuierlichen Ex-vivo-Maschinenperfusion
zur Verfügung [15].
Operative Technik.
Die HTx erfolgt unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine
Herz-Lungen-Maschine
(HLM) über eine mediane Sternotomie. Der rechte und linke Vorhof sowie die A. pulmonalis und Aorta werden anastomosiert. Das Spenderherz kann entweder über eine rechtsatriale Anastomose
rechtsatriale Anastomose
(Lower und Shumway-Technik; [16]) oder über eine bikavale Anastomose (bikavale Technik) angeschlossen werden. Die bikavale Anastomose
bikavale Anastomose
ist mit einer geringeren Inzidenz von Sinusknotendysfunktionen im Vergleich zur Shumway-Technik verbunden, darüber hinaus kommt es im Langzeitverlauf durch die erhaltene rechtsatriale Anatomie seltener zu relevanten Trikuspidalklappeninsuffizienzen. Derzeit sind über 40 % der Patienten zum Zeitpunkt der Transplantation am mechanischen Herzunterstützungssystem (VAD), insgesamt sind zwischen 50 und 60 % der Patienten mindestens einmal kardial voroperiert [5]. Dadurch erhöht sich die Komplexität des Eingriffs, mit entsprechend verlängerten Operations- und Ischämiezeiten.
Perioperative Therapie.
Im frühpostoperativen intensivstationären Verlauf erfolgen kontinuierliche oder intermittierende Messungen des Herzzeitvolumens
Herzzeitvolumens
sowie des pulmonalarteriellen Drucks
pulmonalarteriellen Drucks
über einen Pulmonaliskatheter. Insbesondere steht die rechtsventrikuläre Funktion
rechtsventrikuläre Funktion
im Fokus der Therapie. Eine angepasste Katecholamintherapie ist in dieser Phase ebenso entscheidend, wie eine adäquate (eher restriktive) Volumentherapie. Zusätzlich werden routinemäßig inhalatives Stickstoffmonoxid (NO) sowie Prostazyklinanaloga (Iloprost) zur Reduktion des pulmonalarteriellen Widerstands
pulmonalarteriellen Widerstands
eingesetzt. Im weiteren stationären Verlauf erfolgen regelmäßige echokardiographische Kontrollen der Transplantatfunktion. Darüber hinaus werden in einigen Zentren regelmäßige Myokardbiopsien zur frühzeitigen Diagnostik von Abstoßungsreaktionen
Abstoßungsreaktionen
durchgeführt; diese werden nach der Klassifikation der „International Society for Heart and Lung Transplantation“ (ISHLT) eingeteilt in 0 (keine Abstoßung) bis 3R (schwere Abstoßung) [17].
Nachsorge.
Wesentliche Aufgaben der Nachsorge sind die optimale patientenindividuelle Einstellung der immunsuppressiven Therapie
immunsuppressiven Therapie
sowie die Vermeidung, Erkennung und Behandlung von Kurz- und Langzeitkomplikationen nach HTx. Einen detaillierten Überblick über die derzeit geltenden Standards im Bereich der Nachsorge nach HTx sind in der entsprechenden Leitlinie der ISHLT zusammengefasst [18].
Immunsuppression. Ziel der immunsuppressiven Therapie ist der langfristige Erhalt der Transplantatfunktion bei möglichst geringem Nebenwirkungspotenzial. Die Immunsuppression nach HTx unterscheidet sich nicht wesentlich von den, bei anderen Organtransplantationen eingesetzten Kombinationstherapien.
Als Initialtherapie erfolgt eine intraoperative Steroidbolusgabe
intraoperative Steroidbolusgabe
vor Beginn der Reperfusion. Im Anschluss wird in einigen Zentren eine Induktionstherapie zur Vermeidung von früh-postoperativen Abstoßungen bzw. zur Verzögerung des Einsatzes nephrotoxischer Immunsuppressiva durchgeführt. Hierzu werden mono- oder polyklonale Antikörper, wie z. B. das Antithymozytenglobulin
Antithymozytenglobulin
(ATG) oder Interleukin-2-Rezeptor-Antagonisten
Interleukin-2-Rezeptor-Antagonisten
, verabreicht.
Die Erhaltungstherapie besteht aus einer Dreifachkombination vom einem Kalzineurininhibitor
Kalzineurininhibitor
(CNI; Cyclosporin A, Tacrolimus), einem Purinsyntheseinhibitor
Purinsyntheseinhibitor
(Mycophenolatmofetil, Azathioprin) sowie einer gering dosierten Steroidtherapie
Steroidtherapie
(Prednisolon). Weiterhin werden „Mechanistic-target-of-rapamycin“-Inhibitoren
„Mechanistic-target-of-rapamycin“-Inhibitoren
(mTOR-Inhibitoren; Sirolimus, Everolimus) im Langzeitverlauf in verschiedenen Kombinationen eingesetzt. Steroid- oder CNI-freie Regime sind grundsätzlich möglich.
In seltenen Fällen kommt es, auch unter konsequenter Immunsuppression, zu akuten, überwiegend zellulär vermittelten, Abstoßungsreaktionen. Die Therapie erfolgt in Abhängigkeit von histologischem Schweregrad und hämodynamischen Auswirkungen. Höhergradige Abstoßungen werden durch eine Steroidstoßtherapie über mehrere Tage behandelt sowie ggf. zusätzlich mit mono- oder polyklonalen Antikörpern. Bei humoralen Abstoßungen kommen B‑Lymphozyten-spezifische monoklonale Antikörper (z. B. Rituximab
Rituximab
) sowie die Plasmapheresetherapie
Plasmapheresetherapie
zum Einsatz.
Komplikationen in Kurz- und Langzeitverlauf. Zu den gravierendsten früh-postoperativen Komplikationen gehört das primäre Transplantatversagen
primäre Transplantatversagen
(„primary graft dysfunction“, PGD). Die Ursachen sind multifaktoriell (protrahierter intraoperativer Verlauf, Blutungskomplikationen, verlängerte Ischämiezeit, erweiterte Spenderkriterien; [19]). Eine hyperakute Abstoßungsreaktion ist nur sehr selten Ursache des PGD. Je nach Schweregrad ist die Unterstützung durch eine extrakorporale Zirkulation (ECLS) erforderlich. Als weitere Komplikationen in der Frühphase nach HTx kommt es gehäuft zum akuten Nierenversagen
akuten Nierenversagen
, oft sekundär bei PGD sowie zu bakteriellen oder viralen Infektionen
Infektionen
(v. a. Zytomegalievirus[CMV]-Infektion).
Im Langzeitverlauf sind die Patienten in erster Linie durch die Nebenwirkungen der Immunsuppressiva beeinträchtigt. Hierbei stehen v. a. die chronische Niereninsuffizienz sowie die erhöhte Inzidenz von Tumorerkrankungen
Tumorerkrankungen
im Vordergrund. Weiterhin bestimmt die chronische Abstoßung in Form der Transplantatvaskulopathie
Transplantatvaskulopathie
(TVP) die Langzeitprognose nach HTx. Zehn Jahre nach der Transplantation sind etwa 50 % der Patienten betroffen. Zur rechtzeitigen Diagnose und Therapie relevanter Koronarstenosen
Koronarstenosen
sind regelmäßige Koronarangiographien Bestandteil der Nachsorge.
Überleben und Lebensqualität.
Das mediane Überleben nach einer HTx beträgt derzeit 12,5 Jahre mit einer kontinuierlichen Verbesserung über die letzten Jahre. Nach einem Jahr beträgt die mittlere Überlebensrate 86 %, nach 5 Jahren 75 % und nach 10 Jahren 58 % [20]. Die entsprechenden Daten für Deutschland finden sich in den aktuellen Tätigkeitsberichten der Transplantationszentren, veröffentlicht durch die DSO [12]. Die Lebensqualität
Lebensqualität
nach HTx ist exzellent: Über 90 % der Patienten sind auch im Langzeitverlauf gar nicht oder nur gering eingeschränkt [20].
Lungentransplantation
Trotz erheblicher Fortschritte in der Behandlung chronischer Lungenerkrankungen in den letzten Jahren kommt es bei einigen Patienten, auch nach Ausschöpfung aller konservativen Therapiemaßnahmen, zu einer progredienten Verschlechterung der Symptomatik. Führendes Symptom ist die zunehmende Luftnot bis hin zur Erstickungsangst
Erstickungsangst
. In den letzten Jahren hat sich die Lungentransplantation (LTx) zu einer etablierten Therapie der terminalen Lungeninsuffizienz
terminalen Lungeninsuffizienz
entwickelt, die in erster Linie der Verbesserung der Lebensqualität dient und zusätzlich, in Abhängigkeit von der Grunderkrankung, zu einem verbesserten Überleben führt. Wie oben bereits erwähnt, konnte sich die LTx erst vergleichsweise spät als anerkannte Therapieform etablieren. Die Ursache für die zunächst nur zögerliche Akzeptanz ist die vergleichsweise hohe Komplexität in Bezug auf das peri- und postoperative Management der Patienten: Unter anderem steht die Transplantatlunge im Unterschied zu anderen transplantierten Organen in permanentem Kontakt mit der Umgebungsluft und ist daher besonders infektionsgefährdet.
Empfängerselektion.
Wie bei der Herztransplantation ist die Selektion geeigneter Empfänger entscheidend für den Erfolg der Therapie.
Indikationen und Kontraindikationen. Eine Indikation zur LTx besteht bei Patienten mit fortgeschrittener Lungenerkrankung, deren Lungenfunktion, körperliche Belastbarkeit sowie Lebensqualität nach Ausschöpfung aller konservativen Therapiemaßnahmen erheblich eingeschränkt sind und deren prognostizierte Zweijahresüberlebensrate
prognostizierte Zweijahresüberlebensrate
unter 50 % beträgt. Weiterhin sollte eine ausreichende Erfolgsaussicht gegeben sein (>80 %ige Überlebenswahrscheinlichkeit 5 Jahre nach LTx). Darüber hinaus existieren diagnosespezifische Indikationskriterien
diagnosespezifische Indikationskriterien
in Abhängigkeit von der Grunderkrankung [21].
Grunderkrankungen.
Die häufigsten Diagnosen bei Patienten zur LTx sind die chronisch obstruktive Lungenerkrankung
chronisch obstruktive Lungenerkrankung
(COPD; 32 %), die idiopathische Lungenfibrose
idiopathische Lungenfibrose
(ILF; 24 %) und die zystische Fibrose
zystische Fibrose
(CF; 15 %). Seltenere Grunderkrankungen sind die idiopathische pulmonalarterielle Hypertonie (PAH) und die Sarkoidose [22]. Rund 4 % der Transplantationen sind Retransplantationen
Retransplantationen
bei progredientem Transplantatversagen. Zugrunde liegt eine chronische Abstoßung, die als Chronische Transplantatdysfunktion (CLAD) bezeichnet wird und überwiegend in Form des Bronchiolitis-obliterans-Syndrom
Bronchiolitis-obliterans-Syndrom
(BOS) auftritt. Die Herz-Lungen-Transplantation (HLTx) kommt derzeit nur noch bei wenigen Patienten mit angeborenem Herzfehler und Eisenmenger-Syndrom zur Anwendung. Die Kontraindiktionen für eine LTx sind vergleichbar mit denen einer HTx (s. oben).
Organallokation.
Die Organallokation im Bereich der LTx erfolgt auf der Basis des Lung Allocation Score
Lung Allocation Score
(LAS). Dieser errechnet sich aus verschiedenen Parametern, darunter Vitalkapazität, 6‑min-Gehstrecke und Sauerstoffbedarf des Patienten. Er basiert auf der Abschätzung der Dringlichkeit und der Erfolgsaussicht. Höhere LAS-Werte sind mit einem größeren Überlebensvorteil durch die Transplantation verbunden und werden bei der Organvergabe bevorzugt berücksichtigt. Durch die Einführung des LAS in Deutschland 2011 konnten sowohl die Wartelistensterblichkeit (−26 %) als auch die Wartezeit (−58 %) signifikant reduziert werden [23].
Spenderkriterien.
Bei etwa 35 % der Organspender im ET-Bereich kommt es derzeit zu einer Lungenspende (2020: 649 von 1837, [3]). Damit ist der Anteil etwas höher als bei der Herzspende. Neben den organübergreifenden Kontraindikationen für eine Organspende (metastasiertes Malignom, nicht kurativ behandelbare Infektion; s. oben) sind die derzeit gültigen organspezifischen Spenderkriterien für die LTx entsprechend den in Tab. 3 genannten Empfehlungen zusammengefasst [14]. Auch bei der LTx erfolgt die Entscheidung über die Organakzeptanz individuell in Anhängigkeit vom potenziellen Empfänger. Es konnte gezeigt werden, dass auch mit Organen mit sog. erweiterten Spenderkriterien
erweiterten Spenderkriterien
gute Ergebnisse erzielt werden können [24].
| Kriterien | Alter: ≤80 Jahre |
| Keine relevante pulmonale Vorerkrankunga | |
| Keine akute Infektion | |
| Keine Aspiration | |
| Kein eitriges Sekret | |
| Kein relevantes Thoraxtrauma | |
| Keine thoraxchirurgischen Eingriffe in der Anamnese | |
| paO2 >250 mm Hg (FIO2 1,0; PEEP 5 cm H2O) | |
| Thoraxröntgenuntersuchung (ggf. Thorax-CT) ohne pathologischen Befund | |
| Keine grundsätzliche Kontraindikation: Raucheranamnese | |
| Diagnostik | Arterielle Blutgasanalyse |
| Thoraxröntgenuntersuchung, ggf. Thorax-CT | |
| Bronchoskopie |
CT Computertomographie, FIO2 inspiratorische Sauerstofffraktion, LTx Lungentransplantation, paO2 Sauerstoffpartialdruck, PEEP positiver endexspiratorischer Druck
aSpenderorgane mit pulmonalen Vorerkrankungen ohne strukturelle Parenchymveränderungen, wie z. B. Asthma oder Mikroemphysem, können zur Transplantation erwogen werden
Organentnahme.
Wie auch beim Herzen spielt das Management des Organspenders eine entscheidende Rolle für die Funktion der Spenderlunge, hierzu gehören insbesondere das Beatmungs- und Volumenmanagement, aber auch das Sekretmanagement
Sekretmanagement
sowie ggf. die Entlastung von Pleuraergüssen. Durch einfache Maßnahmen, wie Rekrutierungsmanöver
Rekrutierungsmanöver
, können die Lungenfunktionsparameter oft nochmals deutlich verbessert werden. Die abschließende Beurteilung der Organqualität sollte daher ebenfalls erst nach Optimierung des Spendermanagements erfolgen. Bestandteile der chirurgischen Evaluation sind die Durchführung einer Bronchoskopie
Bronchoskopie
vor der eigentlichen Organentnahme sowie eine aktuelle Blutgasanalyse
Blutgasanalyse
. Ist das Spenderorgan geeignet, folgen die Perfusion mit kalter Konservierungslösung bei gleichzeitiger optionaler Oberflächenkühlung sowie die anschließende Entnahme der Lunge en bloc. Der Transport wird routinemäßig auf Crushed Ice durchgeführt. Auch bei der Lunge ist der Einsatz eines Perfusion-Transport-Systems möglich.
Operative Technik.
Die LTx wird entweder als (sequenzielle) Doppellungentransplantation
Doppellungentransplantation
(DLTx) oder als Einzellungentransplantation (SLTx) durchgeführt. Auf die HLTx wird an dieser Stelle nicht weiter eingegangen. Die DLTx ist das mit Abstand bevorzugte Verfahren mit weltweit über 3600 Eingriffen/Jahr [25]. Der chirurgische Zugang kann entweder über eine „Clamshell“-Inzision
„Clamshell“-Inzision
(quere transsternale Thorakotomie) oder über eine bilaterale Thorakotomie
bilaterale Thorakotomie
, ggf. als anterolaterale Minithorakotomie, erfolgen. Der Einsatz der HLM ist optional; alternativ kann eine venoarterielle extrakorporale Membranoxygenierung
venoarterielle extrakorporale Membranoxygenierung
(ECMO) angewendet werden. Anastomosiert werden nacheinander der Hauptbronchus, die Pulmonalarterie sowie der linke Vorhof. Bei bestehendem Größen-Mismatch zwischen Spenderlunge und Empfängersitus kann eine atypische Resektion
atypische Resektion
erfolgen [26]. Eine SLTx wird heutzutage nur noch selten durchgeführt (18 % der LTx, [25]). Gründe sind die signifikant schlechteren Ergebnisse in Kurz- und Langzeitverlauf im Vergleich zur DLTx. Hauptindikation ist die Lungenfibrose.
Perioperative Therapie.
Bei stabiler Hämodynamik, ausreichendem Gasaustausch und Bluttrockenheit wird eine möglichst frühzeitige Extubation angestrebt. Ein eher restriktives Volumenmanagement
restriktives Volumenmanagement
sowie eine frühzeitige Mobilisation
frühzeitige Mobilisation
der Patienten stehen im Fokus der früh-postoperativen Therapie. Im weiteren Verlauf erfolgen regelmäßige radiologische und bronchoskopische Kontrollen der Transplantatlunge sowie regelmäßige Lungenfunktionsuntersuchungen
Lungenfunktionsuntersuchungen
.
Nachsorge.
Neben der sorgfältigen Einstellung der Immunsuppression stellen die Infektionsprophylaxe
Infektionsprophylaxe
sowie regelmäßige Kontrollen der Lungenfunktion (mithilfe der Heimspirometrie
Heimspirometrie
) wesentliche Bestandteile der Nachsorge dar [27].
Immunsuppression. Die Immunsuppression nach einer LTx unterscheidet sich nicht wesentlich von der oben beschriebenen Therapie nach HTx.
Komplikationen in Kurz- und Langzeitverlauf. Mit einer Inzidenz von 10–20 % gehört die PGD zu den bedeutsamsten Komplikationen in der Frühphase nach LTx [28]. Klinisch manifestiert sich die PGD durch einen eingeschränkten Gasaustausch sowie diffuse Verschattungen im Thoraxröntgenbild als Zeichen eines Kapillarlecks
Kapillarlecks
. In ausgeprägten Fällen ist eine ECMO-Therapie erforderlich. Als ursächlich wird ein Ischämie-Reperfusion-Schaden
Ischämie-Reperfusion-Schaden
angenommen. Hiervon abzugrenzen sind akute Abstoßungsreaktionen, die nach LTx ebenfalls vergleichsweise häufig auftreten und etwa ein Drittel der Patienten im ersten Jahr nach der Transplantation betreffen. Symptome sind oft unspezifisch: eine Verschlechterung der Lungenfunktion, begleitet von Abgeschlagenheit, subfebrilen Temperaturen und Dyspnoe. Die Therapie besteht aus einer Steroidstoßtherapie.
Weiterhin kommt es nach LTx vergleichsweise häufig zu Infektionen. Neben bakteriellen und viralen (v. a. CMV-)Infektionen sind insbesondere fungale Infektionen
fungale Infektionen
(v. a. mit Aspergillus) mit einer schlechten Prognose assoziiert. Ursächlich spielen neben der permanenten Exposition gegenüber der Umgebungsluft insbesondere der fehlende Hustenreflex, die beeinträchtigte mukoziliäre Clearance
mukoziliäre Clearance
sowie eine erhöhte Aspirationsgefahr durch gastrointestinale Transportstörungen
gastrointestinale Transportstörungen
(Schädigung des N. vagus) eine Rolle. Der Infektionsprophylaxe und -therapie kommt daher nach einer LTx eine besondere Bedeutung zu.
Die „Achillesferse“ der LTx ist nach wie vor die Bronchialanastomose
Bronchialanastomose
, die die Hauptlokalisation postoperativer Atemwegskomplikationen darstellt. Basierend auf einer Ischämie der Bronchialschleimhaut, kann es in diesem Bereich zu Nekrosen
Nekrosen
mit nachfolgenden Dehiszenzen und Stenosierungen kommen. Therapeutisch kommen Laserbehandlungen, Argon-Plasma-Koagulationen sowie Ballondilatationen und Stent-Implantationen zum Einsatz. Ebenso, wie nach HTx, bestimmt die chronische Abstoßung die Langzeitprognose nach LTx. Betroffen ist etwa jeder zweite Patient. Klinisch äußert sich das BOS in einer Verschlechterung der Lungenfunktionsparameter in Form einer obstruktiven Ventilationsstörung
obstruktiven Ventilationsstörung
, verbunden mit einer zunehmenden Einschränkung der Belastbarkeit und Lebensqualität. Langfristig wirksame therapeutische Ansätze sind bisher nicht verfügbar [29].
Überleben und Lebensqualität.
Das Überleben nach einer LTx hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert und beträgt 85 % nach einem Jahr und 59 % nach 5 Jahren. Das mediane Überleben beträgt derzeit 6,7 Jahre [25]. Insbesondere im ersten Jahr nach einer LTx kommt es zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität [30]. Auch 3 Jahre nach einer LTx bestehen bei über 70 % der Patienten keine oder nur geringe Einschränkungen im Alltag [25].
Weiterführende spezielle Aspekte
Auf verschiedene Aspekte der thorakalen Organtransplantation kann aus Umfangsgründen an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden: darunter die pädiatrische Transplantation, die blutgruppeninkompatible Transplantation, die Transplantation bei donorspezifischen „Human-leucocyte-antigen“(HLA)-Antikörpern sowie kombinierte Organtransplantationen.
Fazit für die Praxis
Die Transplantationsmedizin in Deutschland ist in die Bereiche Organspende, Organvermittlung und Organtransplantation aufgeteilt, die organisatorisch und personell voneinander getrennt sind.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind im Transplantationsgesetz vorgegeben. Die Richtlinien der Bundesärztekammer regeln die praktische Umsetzung, die strengen Kontrollen unterliegt.
Mit dem Ziel, die Organspende zu stärken, wurden in den letzten Jahren verschiedene Gesetzesänderungen verabschiedet.
Die Herz- und Lungentransplantation sind etablierte Therapieverfahren für selektierte Patienten mit terminalem Organversagen, verbunden mit guten Langzeitergebnissen im Hinblick auf Überleben und Lebensqualität.
Die häufigsten Komplikationen im frühpostoperativen Verlauf sind das primäre Transplantatversagen sowie Abstoßungsreaktionen und Infektionen.
Die Langzeitprognose nach Herz- und Lungentransplantation wird im Wesentlichen durch die chronische Abstoßung in Form der Transplantatvaskulopathie bzw. des Bronchiolitis-obliterans-Syndroms bestimmt.
CME-Fragebogen
Welche Aussage trifft in Bezug auf den Vergleich zwischen Herz- und Lungentransplantation in Deutschland zu?
Die Lungentransplantation ist im Vergleich zur Herztransplantation weniger komplex und konnte sich daher bereits etwa 10 Jahre früher etablieren.
Derzeit werden jährlich etwa doppelt so viele Herztransplantationen wie Lungentransplantationen durchgeführt.
Im Bereich der Lungentransplantation besteht ein günstigeres Verhältnis zwischen Organangebot und Nachfrage.
Die Lungentransplantation hat ihren „Boom“ Ende der 1990er-Jahre erlebt.
Die Anzahl der Herztransplantationen ist in den letzten 10 Jahren kontinuierlich gesunken.
In welche 3 Bereiche ist die Transplantationsmedizin in Deutschland aufgeteilt?
Koordinierungsstelle, Entnahmekrankenhäuser, Transplantationszentren
Organspende, Organentnahme, Organallokation
Organspende, Organvermittlung und Organtransplantation
Bundesärztekammer, Prüfungs- und Überwachungskommission, Ständige Kommission Organtransplantation
Spenderevaluation, Spendermeldung, Organallokation
Sie sind als Ärztin/Arzt in einem Entnahmekrankenhaus tätig. Ihr Vorgesetzter fragt Sie, ob Sie die Funktion des Transplantationsbeauftragten (TxB) übernehmen möchten. Welche Aussage zum TxB ist zutreffend?
Die Funktion des TxB ist eine ehrenamtliche Tätigkeit, die außerhalb der regulären Arbeitszeit ausgeübt wird.
Zum Aufgabenbereich des TxB gehört auch die Angehörigenbetreuung.
Die Funktion des TxB können bundesweit nur ärztliche Mitarbeiter ausüben.
Die Anzahl der TxB richtet sich nach der Größe des Krankenhauses.
Zu den Aufgaben des TxB gehört auch die Durchführung der Organentnahme.
Welche gesetzliche Regelung gilt in Deutschland in Bezug auf die Organspende?
Zustimmungslösung
Widerspruchslösung
Entscheidungslösung
Erweiterte Entscheidungslösung
Erweiterte Zustimmungslösung
Die Richtlinien der Bundesärztekammer regeln die praktische Umsetzung des Transplantationsgesetzes. Zu welchem Bereich liegt derzeit keine Richtlinie vor?
Feststellung des Todes
Wartelistenführung und Organvermittlung
Spendererkennung
Durchführung der Organentnahme
Maßnahmen zur Qualitätssicherung
Ein 54-jähriger Patient mit dilatativer Kardiomyopathie stellt sich bei Ihnen in der Herzinsuffizienzsprechstunde vor. Im Jahr zuvor wurde der Patient bereits 2‑malig bei kardialer Dekompensation stationär therapiert und medikamentös rekompensiert. Aktuell berichtet er über eine progrediente Belastungsdyspnoe sowie eine Gewichtszunahme von 10 kg in der letzten Woche. Welches Vorgehen ist am ehesten indiziert?
Sie planen eine Listung zur Herztransplantation und nehmen den Patienten zur Durchführung der erforderlichen Voruntersuchungen zeitnah stationär auf.
Sie nehmen den Patienten unmittelbar stationär auf und führen eine Listung zur Herztransplantation durch. Aufgrund der zunehmenden Herzinsuffizienzsymptomatik verzichten Sie auf weitere Voruntersuchungen.
Aufgrund der erheblichen Gewichtszunahme innerhalb kurzer Zeit ist von einer eingeschränkten Compliance auszugehen. Sie lehnen den Patienten daher zur Herztransplantation ab.
Sie sehen von einer weiteren Optimierung der medikamentösen Herzinsuffizienztherapie sowie einer geplanten Device-Implantation ab, um den Patienten möglichst zeitnah einer Herztransplantation zuzuführen.
Sie besprechen mit dem Patienten die ambulante Durchführung der erforderlichen Voruntersuchungen zur Herztransplantation und vereinbaren eine Wiedervorstellung in 6 Monaten.
Was gehört nicht zu den Kontraindikationen für eine Herzspende?
Metastasiertes Malignom
Koronare Dreigefäßerkrankung
Zustand nach Reanimation
Höhergradige Mitralklappeninsuffizienz
Höhergradig eingeschränkte rechtsventrikuläre Pumpfunktion
Welche Aussage bezüglich der Komplikationen im Kurz- und im Langzeitverlauf nach Herztransplantation (HTx) ist zutreffend?
Das primäre Transplantatversagen ist in der Regel durch eine hyperakute Abstoßung bedingt.
Die Langzeitprognose nach HTx wird im Wesentlichen durch akute Abstoßungsreaktionen bestimmt.
Die Transplantatvaskulopathie betrifft etwa 20 % der Patienten im Langzeitverlauf nach HTx.
In der Frühphase nach HTx kommt es gehäuft zum akuten Nierenversagen.
Infektionen spielen im Verlauf nach HTx keine wesentliche Rolle.
Welche Aussage zur Organentnahme bei der Lungentransplantation trifft zu?
Rekrutierungsmanöver vor Organperfusion sind zur Vermeidung von Parenchymschäden kontraindiziert.
Auf eine Bronchoskopie im Rahmen der Organentnahme wird in der Regel verzichtet.
Der Organtransport erfolgt routinemäßig im Perfusion-Transport-System.
Das Volumenmanagement beim Spender hat bei der Lunge keinen Einfluss auf die Transplantatfunktion.
Die Entnahme der Lunge erfolgt en bloc.
Im Rahmen des Informationsgesprächs vor geplanter Listung zur Lungentransplantation (LTx) klären Sie einen Patienten über mögliche Komplikationen im Kurz- und im Langzeitverlauf auf. Welche Aussage diesbezüglich ist zutreffend?
Akute Abstoßungen treten im Verlauf nach LTx aufgrund der verbesserten immunsuppressiven Therapie kaum noch auf.
Aufgrund der ausgedehnten perioperativen Antibiotikaprophylaxe kommt es in der Frühphase nach LTx nur selten zu Infektionen.
Zur Behandlung des Bronchiolitis-obliterans-Syndroms steht mittlerweile eine langfristig wirksame Therapie zur Verfügung.
Die primäre Transplantatdysfunktion stellt eine relevante Komplikation im Langzeitverlauf nach LTx dar.
Stenosen im Bereich der Bronchialanastomosen sind in der Regel ischämisch bedingt.
Einhaltung ethischer Richtlinien
Interessenkonflikt
Gemäß den Richtlinien des Springer Medizin Verlags werden Autoren und Wissenschaftliche Leitung im Rahmen der Manuskripterstellung und Manuskriptfreigabe aufgefordert, eine vollständige Erklärung zu ihren finanziellen und nichtfinanziellen Interessen abzugeben.
Autoren
H. Niehaus: A. Finanzielle Interessen: Patente, Geschäftsanteile, Aktien o. Ä. an einer im Medizinbereich aktiven Firma: Patent Fa. Biotronik EP0927561. – B. Nichtfinanzielle Interessen: Koordinatorin, Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), Region Nord, Hannover, Oberärztin, Klinik für Thorax‑, Herz- und Gefäßchirurgie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, Oberärztin, Klinik für Herz‑, Thorax‑, Transplantations- und Gefäßchirurgie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Mitglied Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Mitglied Deutsche Gesellschaft für Thorax‑, Herz- und Gefäßchirurgie. A. Haverich: A. Finanzielle Interessen: A. Haverich gibt an, dass kein finanzieller Interessenkonflikt besteht. – B. Nichtfinanzielle Interessen: Direktor der Klinik für Herz‑, Thorax‑, Transplantations- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover. F. Ius: A. Finanzielle Interessen: Berater von der Fa. Biotest. – B. Nichtfinanzielle Interessen: Oberarzt, HTTG, MHH, Hannover.
Wissenschaftliche Leitung
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Für diesen Beitrag wurden von den Autoren keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
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- 6.Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) (2021) Bundesauswertung zum Erfassungsjahr 2019 Lungen- und Herz-Lungen-Transplantation Qualitätsindikatoren und Kennzahlen. https://iqtig.org/downloads/auswertung/2019/lutx/QSKH_LUTX_2019_BUAW_V02_2020-07-14.pdf. Zugegriffen: 15. Jan. 2022
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