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. 2022 Jul 28;25(7-8):38. [Article in German] doi: 10.1007/s15004-022-9116-1

CRS-Risiko, COVID-19-Impfung und Checkpointhemmung

Moritz Borchers 1,
PMCID: PMC9330985

Unter einer Krebsimmuntherapie mit Checkpointinhibitoren (ICI) besteht das Risiko für ein CRS ("cytokine release syndrome"), bei dem es zu einer massiven Freisetzung proentzündlicher Zytokine kommt - eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation. Ob eine COVID-19-Impfung das CRS-Risiko unter ICI (weiter) erhöht, hat ein Team des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg in einer kleineren Studie prospektiv untersucht [Walle T et al. Nat Cancer. 2022; https://doi.org/h4s2]. Die Rate für jedwede Nebenwirkungen (immunologische wie nicht immunologische) vom Grad ≥ 3 lag im Follow-up-Zeitraum (4 Wochen) bei 31 % unter ICI-Behandelten, die sich einer Impfung unterzogen hatten, und bei 18 % in der ICI-Gruppe ohne Impfung. In keiner der beiden Gruppen trat ein klinisch relevantes CRS (Grad ≥ 2) auf. In einer Subanalyse, beschränkt auf einen Teil der geimpften Gruppe, zeigte sich ein Anstieg verschiedener Zytokine im Kontext mit der Impfung. "Unter Therapie mit ICI scheint die COVID-19-Impfung zwar häufig die Ausschüttung CRS-assoziierter Zytokine auszulösen, aber nur selten Symptome zu verursachen", fasst Studienteammitglied Sunanjay Bajaj in einer Meldung des DKFZ die Befunde zusammen. Jetzt gelte es, diese in einer größeren Kohorte abzusichern, heißt es dort weiter.


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