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. 2022 Aug 2;37(4):335–336. [Article in German] doi: 10.1007/s12312-022-01099-z

GSK – ein Mitglied der Sektion C stellt sich vor

GSK—a member of Section C introduces itself

As diverse as our patients and partners

Inga Draeger 1,, Theresa Mühlthaler 2,
PMCID: PMC9344448

GSK ist ein global agierendes, forschendes Gesundheitsunternehmen, das mit seinen Arzneimitteln und Impfstoffen ein breites Spektrum an Indikationen abdeckt. Zu den Fokusgebieten zählen Atemwegserkrankungen, entzündliche Immunkrankheiten, Infektionskrankheiten, u. a. Infektionen mit dem humanen Immundefizienz-Virus (HIV), sowie globale Gesundheit, Impfstoffe und Krebserkrankungen.

Forschung und Entwicklung konzentrieren sich dabei auf das Immunsystem sowie die Nutzung humangenetischer Ansätze und anderer fortschrittlicher Technologien. Im Bereich der Onkologie nehmen wir die Erkrankung in ihrer ganzen Breite in den Blick. Wir entwickeln Therapien, die den individuellen Bedürfnissen der Patient*innen in allen Phasen der Erkrankung entsprechen und helfen sollen, die Lebensqualität zu erhalten. Bereits seit Jahrzehnten widmen wir uns der Arzneimittelforschung. Deutschland ist dabei ein wesentlicher Standort:

  • So führten wir im Jahr 2021 auch unter Pandemiebedingungen hierzulande 47 klinische Studien mit insgesamt 11.200 Patient*innen durch, in die ca. 680 Forschungseinrichtungen involviert waren.

  • In den letzten Jahren haben wir zudem jeweils 350 Mio. € in den Ausbau der Produktionsstätten in Marburg und Dresden investiert.

  • Derzeit befinden sich 43 Medikamente und 21 Impfstoffe in unterschiedlichen Stadien der klinischen Entwicklung, darunter zahlreiche Onkologika.

Vielfalt und Inklusion bei GSK

Hinter all diesen Zahlen steckt eine bunte und vielfältige Belegschaft bei GSK – hier kommen 99.000 Menschen mit individuellen Perspektiven, Kulturen, Erfahrungen und Leben zusammen. Dadurch schaffen wir ein Umfeld, in dem jede*r wachsen kann, um sein volles Potenzial zu erreichen.

Dieser Ansatz ist in unseren Augen essenziell, denn nach wie vor gibt es weltweit im Gesundheitswesen eine Unterrepräsentation der kulturellen und ethnischen Vielfalt [1]. Doch um den Bedürfnissen einer vielfältigen Bevölkerung gerecht zu werden und Patient*innen mit – nicht nur – Krebserkrankungen bestmöglich versorgen zu können, ist es unerlässlich, ethnische Vielfalt und kulturelle Kompetenz zu stärken [1].

Wir haben uns beispielsweise zu einem langfristigen Ziel verpflichtet, die Geschlechtervielfalt auf allen Ebenen zu erhöhen. Unser Ziel für 2022 ist es, einen Frauenanteil von über 37 % in Führungspositionen zu erreichen.

Auch bei klinischen Studien haben wir in den letzten fünf Jahren vermehrt darauf geachtet, dass diese so repräsentativ und zugänglich wie möglich sind und die Patient*innenvielfalt widerspiegeln.

Individuelle Krebstherapien für eine personalisierte Versorgung diverser Patient*innenpopulationen

In der onkologischen Forschung und Entwicklung sehen wir uns einem ganzheitlichen und personalisierten Ansatz verpflichtet, der die Patient*innen mit ihren individuellen und vielfältigen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist dabei nicht nur die Lebensverlängerung, es wird auch ein wesentlicher Fokus auf die Lebensqualität von Menschen mit einer Krebserkrankung gelegt. Patient*innen sollen die Chance auf ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben erhalten. Dazu ist ein breites Spektrum zielgerichteter Behandlungen erforderlich, die nicht zuletzt bei Rezidiven sowohl auf die jeweiligen Vortherapien als auch auf die individuellen Organfunktionen und Symptome abgestimmt sind. Zusätzlich berücksichtigt GSK auch Aspekte, die sich auf die Krebsversorgung auswirken und neue Anforderungen stellen, wie etwa die COVID-19-Pandemie, auf die schnell, effektiv und im Sinne der Patient*innen reagiert werden muss.

Onkologisches Engagement: vier Schlüsselbereiche

Die gynäkologische Onkologie und die Hämatologie sind zwei wichtige Indikationsgebiete der onkologischen Forschung und Entwicklung bei GSK. In der gynäkologischen Onkologie beinhaltet das Portfolio zugelassene Therapien für das Ovarialkarzinom [3] und das Endometriumkarzinom [4], in der Hämatologie liegt der Fokus auf der Behandlung des Multiplen Myeloms [5]. Mindestens genauso wichtig wie die Tumorindikation ist es in Zeiten zunehmend gezielter, molekular definierter Krebstherapien, ein Spektrum an Therapieprinzipien vorzuhalten, mit denen die jeweils individuellen Bedürfnisse der Patient*innen adressiert werden können und die sich ggf. sinnvoll ergänzen. GSK hat seine onkologische Forschung daher an vier Schlüsselbereichen ausgerichtet, deren Bedeutung für die Krebsversorgung in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach stark zunehmen wird:

  • Forscher*innen bei GSK arbeiten an Immunonkologika der nächsten Generation. Ziel ist der Aufbau eines vielfältigen Portfolios neuartiger immunonkologischer Therapien und Kombinationen, die das körpereigene Immunsystem bei der Bekämpfung von Krebszellen unterstützen. Eine Säule sind die Immuncheckpoint-Inhibitoren, die sich gegen PD‑1 (Programmed Cell Death Protein 1) und PD-L1 (PD-Ligand 1) richten und die dazu führen, dass T‑Zellen Krebszellen erkennen und beseitigen können. Ziel ist es, die Zahl der Patient*innen, die von hoch wirksamen immunonkologischen Therapien profitieren, stark zu erhöhen. Bisher profitieren nur etwa 15–30 % derjenigen Krebspatient*innen, für die eine solche Therapie geeignet ist [2].

  • Auch Verfahren der Zelltherapie folgen einem immunologischen Ansatz, etwa die CAR (chimärer Antigenrezeptor)-T-Zelltherapie und die TCR (T-Zell-Rezeptor)-Therapie. Bei Zelltherapien werden körpereigene Abwehrzellen, in der Regel T‑Zellen, entnommen und ex vivo gentechnisch so verändert, dass sie die jeweiligen Krebszellen gezielt angreifen und zerstören können.

  • Dritter Schlüsselbereich ist das „Tumorzell-Targeting“. Mithilfe gezielter Therapien werden genregulierende Mechanismen in den Krebszellen adressiert, um das Tumorwachstum zu hemmen.

  • Die vierte Säule der onkologischen Forschung bei GSK ist die sogenannte synthetische Letalität. Bei diesem therapeutischen Ansatz sollen Mechanismen zur DNA-Reparatur in den Tumorzellen unterbunden werden. Die Herausforderung ist es, Therapien zu entwickeln, die gesunde Zellen nicht nachhaltig schädigen.

Die intensive Forschungsarbeit von Wissenschaftler*innen bei GSK in diesen vier Schlüsselbereichen hat bereits zu einer Reihe von Innovationen geführt, die sich aktuell in unterschiedlichen Stadien der klinischen Entwicklung befinden oder schon zugelassen sind und auf neue Therapiekontexte bzw. Erkrankungsphasen adaptiert werden. Das Ergebnis ist eine Onkologie-Pipeline mit Assets in allen Phasen der klinischen Entwicklung [6].

Das Entwicklungsprogramm spiegelt unseren Leitgedanken in der Onkologie wider, wonach die Patient*innen stets im Mittelpunkt stehen.

Dafür notwendig ist eine übergreifende, partnerschaftliche Herangehensweise, dank derer wir unsere Kräfte z. B. im Rahmen von Initiativen wie der „Nationalen Dekade gegen Krebs“ bestmöglich bündeln. Denn nur so können wir unterschiedliche Therapiekontexte und unterschiedliche Abschnitte der „Patient Journey“ in den Blick nehmen und Krebserkrankungen einen Schritt voraus sein.

Interessenkonflikt

I. Draeger und T. Mühlthaler geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Footnotes

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Literatur


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