Zusammenfassung
Hintergrund Mit dem Modellprojekt GERDA („Geschützter e-Rezept-Dienst der Apotheken“) wurde von der Landesapothekerkammer (LAK) und dem Landesapothekerverband (LAV) in Baden-Württemberg die Möglichkeit geschaffen, Rezepte im Rahmen von Online-Sprechstunden über das von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg betriebene telemedizinische Portal „docdirekt“, zu verordnen. Vor diesem Hintergrund war das Ziel der Studie, Barrieren und fördernde Faktoren aufseiten der Apotheken für die Beteiligung an einer Versorgung, die eine elektronische Verordnung von Rezepten beinhaltet, zu explorieren und zu priorisieren. Auf Basis dieser Determinanten wurden Empfehlungen zur Optimierung einer erfolgreichen Implementierung ähnlicher Versorgungsangebote abgeleitet.
Methode Es wurde ein Mixed-Methods-Design gewählt, um die Determinanten zu explorieren und zu priorisieren. Im ersten Schritt wurden Determinanten für die Beteiligung an einem System, welches die elektronische Verordnung von Rezepten ermöglicht mithilfe von Einzelinterviews mit an docdirekt beteiligten Teleärzten, niedergelassenen Hausärzten und Apothekern exploriert. Anschließend wurden diese Determinanten in einem zweiten Schritt durch eine quantitative Befragung von Apothekern priorisiert.
Ergebnisse Von den 523 an der Umfrage teilgenommenen Apothekern war mehr als die Hälfte bereit sich an einem E-Rezept-System zu beteiligen, 8,5% schließen eine zukünftige Beteiligung aus. Insgesamt konnten 18 Determinanten für die Beteiligung an einem System, welches die elektronische Verordnung von Rezepten ermöglicht, exploriert werden. Der Schutz der freien Apothekenwahl wurde als wichtigster Aspekt für eine Beteiligung identifiziert. Gefolgt von der Möglichkeit einer Korrekturfunktion bei E-Rezepten (um z. B. Retaxierungen oder Medikationsfehlern zu vermeiden), der Integration des E-Rezepts in die bestehende Apotheken-EDV sowie dem gesetzlichen Ausschluss von direkten Verträgen mit Versandapotheken. Zeitersparnisse und eine ggf. höhere Vergütung wurden dagegen als weniger relevant bewertet.
Schlussfolgerung Insgesamt gab über die Hälfte der befragten Apotheken an, sich an einem E-Rezept-System beteiligen zu wollen. Für die ab Januar 2022 geplante flächendeckende Einführung von E-Rezepte kann der Einbezug der identifizierten fördernden Faktoren vonseiten der Politik, Softwareentwickler und Verbände eine wichtige Rolle bei der Implementierung spielen.
Einleitung
Mit der Einführung des elektronischen Rezepts (E-Rezept) ab Januar 2022 soll eine papierlose Verschreibung von Arznei- oder Hilfsmitteln in Deutschland ermöglicht werden. Das E-Rezept soll die Lücke in der telemedizinischen Betreuung von Patienten schließen, wenn diese im Rahmen einer Videosprechstunde das Rezept in elektronischer Form erhalten können 1 . Darüber hinaus soll das E-Rezept eine Schlüsselrolle dabei spielen, die unterschiedlichen Akteure im Gesundheitswesen (besonders Ärzte und Apotheker) im Hinblick auf die gemeinsame Versorgung des Patienten digital zu vernetzen und den Weg für weitere E-Health-Funktionen zu ebnen 2 .
Elektronische Verordnungssysteme haben sich in vielen Ländern bereits vollständig etabliert 3 und es konnten neben Zeit- und Kostenersparnissen aufseiten der Ärzte, Apotheker und Patienten 4 auch klinische Auswirkungen wie z. B. genauere Dosierungen sowie eine Reduzierung von Medikationsfehlern und unerwünschter Wechsel- oder Nebenwirkungen demonstriert werden 5 . In Deutschland sollte das E-Rezept ursprünglich im Jahr 2004 flächendeckend eingeführt werden. Neben technischen Problemen beim Aufbau der benötigten Infrastruktur durch die Telematik, führten Widerstände aufseiten aller Beteiligten zu Verzögerungen 6 .
Für den Erfolg einer E-Health-Anwendung wie ein E-Rezept ist die Akzeptanz der Beteiligten (Ärzte, Apotheker und Patienten) entscheidend 7 , 8 . Eine Akzeptanz erfolgt bei Innovationen zumeist nicht spontan, sondern in einem mehrstufigen Prozess, der sich über einen bestimmten Zeitraum erstreckt und eine Reihe von Handlungen beinhaltet 9 . In allen Stufen des Prozesses wird mittels Informationsbeschaffung oder dem Testen der Innovation versucht, bestehende Unsicherheiten bzgl. des neuen Angebots zu reduzieren.
Mittlerweile werden in über fünf Modellprojekten in Deutschland Erfahrungen zum E-Rezept gesammelt, die Erkenntnisse zu möglichen Barrieren und fördernden Faktoren bei der Akzeptanz aufzeigen sollen. Mit dem Modellprojekt GERDA („Geschützter e-Rezept-Dienst der Apotheken“) wurde von der Landesapothekerkammer (LAK) und dem Landesapothekerverband (LAV) in Baden-Württemberg die Möglichkeit geschaffen, Rezepte im Rahmen einer Videosprechstunde auszustellen, ohne dabei die freie Entscheidung des Patienten einzuschränken, in welcher der (beteiligten) Apotheken das Rezept eingelöst wird. Die Integration von GERDA erfolgte dabei in das Angebot der ausschließlichen Fernbehandlung „docdirekt“ der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), in welchem das E-Rezept für gesetzlich Krankenversicherte erprobt werden sollte 10 .
Vor diesem Hintergrund war das Ziel der Studie, Barrieren und fördernde Faktoren aufseiten der Apotheken für die Beteiligung an einer Versorgung, die eine elektronische Verordnung von Rezepten beinhaltet, zu explorieren und zu priorisieren. Auf Basis dieser Determinanten können Empfehlungen zur Optimierung einer erfolgreichen Implementierung ähnlicher Versorgungsangebote abgeleitet werden.
Methoden
Es wurde ein Mixed-Methods-Design gewählt, um die Determinanten zu explorieren und zu priorisieren. Im ersten Schritt wurden Determinanten für die Beteiligung an einem System, welches die elektronische Verordnung von Rezepten ermöglicht mithilfe von Einzelinterviews mit an docdirekt beteiligten Teleärzten, niedergelassenen Hausärzten und Apothekern exploriert. Anschließend wurden diese in einem zweiten Schritt durch eine quantitative Befragung von Apothekern priorisiert.
Einzelinterviews
Die Rekrutierung der Teilnehmenden für die qualitative Erhebung fand durch die KVBW (an docdirekt beteiligte Teleärzte), der LAK (Apotheker) sowie dem Institut für Allgemeinmedizin in Lübeck (Hausärzte) statt. Die Befragung der Probanden zu fördernden Faktoren und Barrieren bei der Beteiligung an einem System zur elektronischen Verschreibung von Rezepten wurde mithilfe eines zuvor entwickelten, teilstandardisierten Interviewleitfadens durchgeführt.
Fragebogen
Für die quantitative Befragung wurde auf Grundlage der Einzelinterviews ein Fragebogen erstellt. Dieser beinhaltete 18 aus den vorangegangenen Interviews ausgewählte explorierte Determinanten. Die Befragten konnten die Determinanten hinsichtlich des Einflusses auf ihre Bereitschaft, sich an einer Versorgung zu beteiligen, die ein E-Rezept mit beinhaltet, jeweils mittels der Ausprägungen „positiv“, „+/- Null“, und „negativ“ bewerten. Zusätzlich wurden neben den soziodemographischen Daten der Probanden auch allgemeine Fragen zur Einschätzung rund um die Entwicklung des E-Rezepts sowie deren generelle Bereitschaft zur Beteiligung an einem E-Rezept-System erhoben (Fragebogen siehe Online-Supplement). Der Fragebogen wurde nicht formal validiert, aber im Rahmen einer Pilotierung auf Klarheit und Verständlichkeit geprüft.
Der Link zur Onlineumfrage wurde an 2 verschiedenen Gruppen von Apotheken verschickt. Als erste Gruppe wurden alle Apotheken aus Baden-Württemberg eingeladen. Die zweite Gruppe bestand aus Apotheken aus ganz Deutschland, die sich im (öffentlich zugänglichen) Versandhandelsregister des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für den Internethandel registriert haben 11 . In Baden-Württemberg wurde die Umfrage von der LAK an 2.429 öffentliche Apotheken am 25. September 2020 und als Reminder am 2. und 14. Oktober 2020 per E-Mail verschickt. An die 1.200 Versandhandel-Apotheken wurde der Link am 20. und als Reminder am 27. November 2020 und 4. Dezember 2020 verschickt.
Statistische Analyse
Zu den einzelnen Determinanten wurden die jeweiligen Anteile derjenigen berechnet, die diese mit „positiv“ bewerteten. Die Reihenfolge in der Priorisierung wurde anschließend auf Basis der Anteile bestimmt. Zur Beschreibung der Zusammenhänge zwischen verschiedenen Eigenschaften der Befragten und der Bereitschaft sich an einer Versorgung zu beteiligen, die ein E-Rezept mit beinhaltet, wurde eine multivariate Regressionsanalyse (Ordinale Logistische Regression) durchgeführt. Die Beteiligungsbereitschaft wurde mit der Frage operationalisiert, ob sich die Apotheker bereits an einem E-Rezept-System beteiligt haben. Die Antwortmöglichkeiten („Ja.“, „Nein. Aber sobald es möglich ist, werde ich mich beteiligen.“, „Nein. Aber sobald es möglich ist, würde ich mich vielleicht beteiligen.“ oder „Nein. Ich will mich auch in Zukunft nicht daran beteiligen.“) wurden als ordinal skalierte Beteiligungsbereitschaft herangezogen. Die berücksichtigten Eigenschaften waren Variablen zur Soziodemografie (Geschlecht, Alter, Stadt), Apotheke (Anzahl an Mitarbeitenden, Entfernung zur nächsten Apotheke, DSL-Anschluss, Registrierung als Versandhandel-Apotheke) und medizinischen Versorgung (Einschätzung der medizinischen Versorgung, einer festen Stammapotheke für die Patienten und die Zusammenarbeit mit Ärzten vor Ort). Die statistischen Analysen wurden mit STATA 15 (StataCorp LLC, College Station, TX, USA) durchgeführt.
Ergebnisse
Exploration der Determinanten
Es wurden insgesamt 26 Interviews durchgeführt. Darunter waren 10 Teleärzte, die an docdirekt beteiligt waren (7 Allgemeinmediziner und 3 Pädiater), 9 Apotheker und 7 niedergelassene Hausärzte (6 Allgemeinmediziner und ein Internist). Das durchschnittliche Alter der Teilnehmenden betrug 54,3 Jahre (SD=8,9; min: 30 J., max: 71 J.), der Anteil der weiblichen Teilnehmenden betrug 33%.
Insgesamt konnten 18 Determinanten für die Beteiligung an einem System, welches die elektronische Verordnung von Rezepten ermöglicht, exploriert werden.
Quantitative Ergebnisse
Die an insgesamt 3.629 Emailadressen verschickten Einladungen führten zu 523 ausgefüllten Fragebögen (Rücklaufquote: 14%). Alle Rückläufer waren gültig und konnten in die Analyse eingeschlossen werden. Tab. 1 zeigt u. a. die soziodemographischen Merkmale der Studienteilnehmenden, Einschätzung zur Entwicklung und Möglichkeiten rund um das E-Rezept, sowie Beurteilung der medizinischen Versorgung.
Tab. 1 Deskriptive Statistiken.
| Variable | Mittelwert / n (Standardabweichung) |
|---|---|
| Soziodemografie | |
| Alter | 51,4 / 515 (10,4) |
| Weiblich | 261 / 515 (50,7)* |
| Männlich | 250 / 515 (48,5)* |
| Divers | 4 / 515 (0,8)* |
| Ländlich | 291 / 520 (56,0)* |
| Städtisch | 229 / 520 (44,0)* |
| Apotheke | |
| DSL-Anschluss | 363 / 521 (69,7)* |
| Registrierte Internet-Apotheke | 71 / 523 (13,6)* |
| Anzahl Mitarbeiter | 9,6 / 513 (5,2) |
| Autominuten zur nächsten Apotheke | 4,5 / 498 (4,1) |
| Hausarztpraxis | 2,3 / 425 (2,1) |
| Haben Sie sich bereits an einem E-Rezept-System beteiligt? | |
| Ja. | 75 / 518 (14,5)* |
| Nein. Aber sobald es möglich ist, werde ich mich beteiligen. | 199 / 518 (38,4)* |
| Nein. Aber sobald es möglich ist, würde ich mich vielleicht beteiligen. | 200 / 518 (38,6)* |
| Nein. Ich will mich auch in Zukunft nicht daran beteiligen. | 44 / 518 (8,5)* |
| Einschätzung zur Entwicklung und Möglichkeiten durch das E-Rezept | |
| Wie finden Sie die Möglichkeiten eines E-Rezepts? (5: sehr gut, … , 1 sehr schlecht) | 3,2 / 493 (1,2) |
| Ich sehe in E-Rezepten eine Chance, die Attraktivität der Services meiner Apotheke für meine Patienten zu erhöhen. (5: sehr hoch, … , 1 sehr gering) | 3,5 / 516 (1,2) |
| Mit der Bestandsanzeige meiner Ware könnte ich neue Patienten werben. (5: sehr hoch, … , 1 sehr gering) | 3,1 / 502 (1,3) |
| Die Teilnahme am E-Rezept würde eine Wertsteigerung meiner Apotheke bedeuten. (5: sehr hoch, … , 1 sehr gering) | 3,2 / 495 (1,3) |
| Wie gut fühlen Sie sich von den Organen der Selbstverwaltung (Landesapothekerkammer, usw.) über das E-Rezept informiert? (5: sehr gut, … , 1 sehr schlecht) | 2,7 / 479 (1,1) |
| Wie beurteilen Sie die Angebote der Online-Versandapotheken im Hinblick auf Ihr eigenes Geschäftsmodell? (5: sehr bedrohlich, … , 1 überhaupt nicht bedrohlich) | 4,5 / 520 (0,7) |
| Beurteilung der Versorgung | |
| Stammapotheke für Patienten (5: sehr wichtig, … , 1 sehr unwichtig) | 4,5 / 520 (0,6) |
| Austausch mit Ärzten vor Ort (5: sehr wichtig, … , 1 sehr unwichtig) | 4,7 / 516 (0,6) |
| Medizinische Versorgung vor Ort (5: sehr gut, … , 1 sehr schlecht) | 3,9 / 522 (0,9) |
* Anzahl / n (Anteil in %).
Das durchschnittliche Alter der befragten Apotheker betrug 51,4 Jahre (SD=10,4; min: 19 J., max: 71 J.). Die Hälfte von ihnen waren weiblich (50,7%), hatten ihre Apotheke in einer subjektiv als ländlich bewerteten Region (56,0%) und im Mittel wurden 9,6 Mitarbeitende beschäftigt. 75 Apotheken hatten sich bereits an einem E-Rezept-System beteiligt und 199 würden es sofort tun, falls dies möglich wäre. Somit gaben insgesamt über die Hälfte der Befragten an, dass sie sich an einem E-Rezept-System beteiligt haben oder dieses würden. Mehr als ein Drittel (38,6%) war noch unentschlossen und 8,5% der Apotheker schlossen eine zukünftige Beteiligung aus. Während einige Teilnehmende Chancen im E-Rezept sahen die Attraktivität des Services oder den Wert der eigenen Apotheke zu erhöhen, wurden die Angebote der Online-Versandapotheken im Hinblick auf das eigene Geschäftsmodell überwiegend als sehr bedrohlich eingestuft. Eine feste Stammapotheke für Patienten sowie der Austausch mit Ärzten vor Ort wurde als sehr wichtig bewertet, während die allgemeine medizinische Versorgung vor Ort im Mittel als gut empfunden wurde.
Bewertung der Determinanten
Für jede der 18 Determinanten wurde der Anteil derjenigen berechnet, die diese als einen positiven Einfluss bewerteten. Auf dieser Basis wurde für alle Teilnehmenden eine Rangordnung der Determinanten erstellt ( Tab. 2 ).
Tab. 2 Bewertung der Determinanten.
| Rg | Determinante | Anzahl / n (Anteil in %) mit positivem Einfluss |
|---|---|---|
| 1 | Freie Apothekenwahl bleibt geschützt | 494 / 520 (95,0) |
| 2 | Möglichkeit einer Korrekturfunktion | 490 / 521 (94,0) |
| 3 | Integration in die bestehende Apotheken-EDV | 476 / 519 (91,7) |
| 4 | Gesetzliches Verbot direkter Verträge mit Versandapotheken | 466 / 519 (89,8) |
| 5 | Analoge Rückfallebene | 465 / 520 (89,4) |
| 6 | Störungsfreie Software | 450 / 518 (86,9) |
| 7 | Übernahme der notwendigen Investitionen | 439 / 518 (84,7) |
| 8 | Transparenz über Kosten für notwendige Investitionen | 437 / 521 (83,9) |
| 9 | Möglichkeit des Zugriffs auf Medikationsplan | 431 / 521 (82,7) |
| 10 | Einfach Bedienbarkeit der Software | 423 / 519 (81,5) |
| 11 | Möglichkeit umfassender Mitarbeiterschulung | 411 / 520 (79,0) |
| 12 | Empfang des E-Rezepts auf möglichst vielen Endgeräten | 365 / 517 (70,6) |
| 13 | Datenschutzrechtlich sicheres System | 366 / 520 (70,4) |
| 14 | Patienten sind über die Nutzung von E-Rezepten informiert | 314 / 519 (60,5) |
| 15 | Möglichkeit, das E-Rezept an Dritte (z. B. Angehörige) zu übermitteln | 287 / 520 (55,2) |
| 16 | Zeitersparnis durch das E-Rezept | 272 / 520 (52,3) |
| 17 | Höhere Vergütung für ein E-Rezept als für ein „normales“ Rezept | 247 / 519 (47,6) |
| 18 | Möglichkeit der Onlineberatung | 233 / 519 (44,9) |
Den höchsten Anteil erzielte mit 95% der Schutz der freien Apothekenwahl. Gefolgt von der Möglichkeit einer Korrekturfunktion bei E-Rezepten (um z. B. Retaxierungen oder Medikationsfehler zu vermeiden), der Integration des E-Rezepts in die bestehende Apotheken-EDV sowie dem gesetzlichen Ausschluss von direkten Verträgen mit Versandapotheken. Auch die Existenz einer analogen Rückfallebene, falls es Schwierigkeiten mit der Software geben sollte, sowie die störungsfreie Funktion der nötigen Software für das E-Rezept wurden als hoch priorisiert. Einen mittleren Rang belegten Aspekte der Investitionen, der Bedienbarkeit der nötigen Software, die Möglichkeit eines Zugriffs auf den Medikationsplan, Mitarbeiterschulungen und des Datenschutzes. Die Möglichkeit, dass Patienten das E-Rezept an Dritte (z. B. Angehörige) übermitteln können, wurde von knapp der Hälfte der Apotheken als relevant für ihre Beteiligungsbereitschaft angesehen und belegte damit einen eher unteren Rang (15 von 18). Zeitersparnisse und eine höhere Vergütung wurden ebenfalls geringer bewertet, sowie die Möglichkeit eine Onlineberatung für Patienten anbieten zu können.
Regressionsmodell zur Beteiligungsbereitschaft
Zur Bewertung der Sensitivität der Ergebnisse der Ordinalen Logistischen Regression gegenüber den Modellspezifikationen, wurden 4 Modelle mit ansteigender Komplexität geschätzt. Im Modell mit der höchsten Komplexität wurde ein Interaktionseffekt zwischen der Einschätzung der Medizinische Versorgung und der Wichtigkeit des Austausches mit Ärzten vor Ort spezifiziert (Modell (4)). Die Ergebnisse sind in Tab. 3 abgebildet.
Tab. 3 Ordinales Logit-Modell zur Beteiligungsbereitschaft a .
| Variable | (1) | (2) | (3) | (4) | |
|---|---|---|---|---|---|
| Soziodemografie | |||||
| Alter | −0,008 | −0,001 | 0,005 | 0,007 | |
| Weiblich | −0,164 | −0,002 | −0,156 | −0,184 | |
| Städtisch | 0,369* | 0,08 | 0,023 | 0,038 | |
| Apotheke | |||||
| DSL-Anschluss | 0,174 | 0,191 | 0,182 | ||
| Registrierte Internet-Apotheke | 0,827** | 0,740** | 0,713* | ||
| Anzahl Mitarbeiter | 0,092** | 0,081** | 0,081** | ||
| Nächste Apotheke (min) | −0,028 | −0,029 | −0,026 | ||
| Beurteilung der Versorgung | |||||
| Stammapotheke für Patienten | −0,158 | −0,159 | |||
| Austausch mit Ärzten vor Ort | 0,375* | 0,363* | |||
| Medizinische Versorgung vor Ort | −0,015 | −0,005 | |||
| Einschätzung zu Möglichkeiten durch das E-Rezept | |||||
| Chance die Attraktivität des Services zu erhöhen | 0,424** | 0,428** | |||
| Interaktionseffekt | |||||
| medizinische Versorgung & Austausch mit Ärzten vor Ort | − 0,359* | ||||
| Schwellenwerte | α1 | −2,766** | −1,616** | 0,86 | 0,941 |
| α2 | −0,454 | 0,804 | 3,426** | 3,530** | |
| α3 | 1,455** | 2,878** | 5,573** | 5,685** | |
| LOGLIKE | −567,9 | −538,7 | −522,1 | −520,0 | |
| Akaike Info Criterion (AIC) | 1147,0 | 1097,4 | 1072,2 | 1070,0 | |
| R²-MacFadden (in %) | 1,81 | 4,61 | 7,55 | 7,92 | |
Signifikanz-Niveaus: * 5 %, ** 1 %; 463 Beobachtungen; a Haben Sie sich bereits an einem E-Rezept-System beteiligt? 4=„Ja.“, 3=„Nein. Aber sobald es möglich ist, werde ich mich beteiligen.“, 2=„Nein. Aber sobald es möglich ist, würde ich mich vielleicht beteiligen.“; 1=„Nein. Ich will mich auch in Zukunft nicht daran beteiligen.
Insgesamt waren die Schätzer der Regressionskoeffizienten stabil über die verschiedenen Modellspezifikationen. Nur der Einfluss der Stadt änderte sich und wurde insignifikant, nachdem Apothekeneigenschaften mitberücksichtigt werden. Größere Apotheken und für den Internethandel registrierte Apotheken waren eher bereit sich zu beteiligen sowie solche, die darin eine Chance sahen, die Attraktivität des Services für ihre Patienten zu erhöhen. Die Beteiligungsbereitschaft der Apotheker war umso größer, je wichtiger sie den Austausch mit den Ärzten vor Ort einstuften. Dieser Effekt war dabei umso stärker, je schlechter die allgemeine medizinische Versorgung vor Ort eingeschätzt wurde (Interaktionseffekt).
Diskussion
In der vorliegenden Analyse konnten Barrieren und fördernde Faktoren aufseiten der Apotheken für die Beteiligung an einer Versorgung, die eine elektronische Verordnung von Rezepten beinhaltet, exploriert und priorisiert werden.
Die als am wichtigsten erachteten Aspekte für eine Beteiligung betrafen vor allem den Schutz des Geschäftsmodells der Apotheken, wie die Sicherung der freien Apothekenwahl und dem Makelverbot für elektronische Verordnungen. Die Gefahr, die von dem E-Rezept durch eine starke Zunahme des Versandhandels für das eigene Geschäftsmodell ausgeht, wurde von fast allen Apothekern als sehr hoch bewertet. Bisher müssen die Rezepte postalisch an die Versandhändler geschickt werden, bevor die Ware an den Patienten versendet werden kann. Das E-Rezept kann dagegen vom Patienten direkt elektronisch weitergeleitet werden. Laut der SEMPORA Apothekenmarktstudie 2020 würde für 35% der Patienten die Attraktivität für den Apothekenversandhandel durch das E-Rezept steigen und weniger als die Hälfte (44%) würde das E-Rezept exklusiv in einer Apotheke vor Ort einlösen 12 . In den letzten 10 Jahren konnte ein Rückgang der Apotheken durch Filialschließungen von 11% beobachtet werden 13 . Das E-Rezept könnte diesen Trend weiter beschleunigen 14 . Inwiefern dies negative Auswirkungen auf die gesamte Versorgungslage haben kann, ist bisher noch nicht untersucht worden.
Die Apotheken, die sich für den Versandhandel registriert haben, haben generell eine höhere Bereitschaft sich an einem E-Rezept-System zu beteiligen. Das E-Rezept bietet aber auch für die nicht am Versandhandel beteiligten Apotheken Möglichkeiten ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Versandhandel zu stärken sowie auch Möglichkeiten für eine Verbesserung der allgemeinen Versorgungslage 15 . Die Apotheken könnten durch die für die Übermittlung des E-Rezepts vorgesehene Telematikinfrastruktur (TI) 16 eine direkte digitale Verbindung mit den Ärzten nutzen, um ihre Beratungskompetenz für den Patienten vor Ort auszubauen. Einige der befragten Apotheken scheinen in diesen Kooperationsmöglichkeiten eine Chance zu sehen; diejenigen, die den Austausch mit den Ärzten als wichtig einstuften, hatten auch eine höhere Beteiligungsbereitschaft. In Regionen, in denen die allgemeine medizinische Versorgung als schlechter eingeschätzt wurde, war dieser Effekt noch stärker. Eine Erklärung hierfür könnte sein, dass gerade in solchen Regionen die Beratungskompetenz der Apotheken eine größere Rolle für die allgemeine Versorgung der Patienten hat als in Regionen mit einer besseren medizinischen Versorgung. Das E-Rezept bietet hierbei eine neue Möglichkeit der Vernetzung und des Austausches mit den Ärzten vor Ort.
Fast 5,7% aller stationärer Aufnahmen in Deutschland gehen auf unerwünschte Wirkungen von Medikamenten zurück, von denen über die Hälfe als vermeidbar eingestuft werden. Besonders betroffen sind hiervon Patienten, die über 65 Jahre alt sind 17 . Ein Drittel aller über 65-jährigen nimmt 5 oder mehr Medikamente ein, zwischen 75 und 85 Jahren sogar mehr als acht 18 . Durch die Polymedikation erhöht sich neben der Anzahl an möglichen Arzneimittelinteraktionen auch die Zeit, welche pro Patienten bei der ärztlichen Beratung aufgewendet werden muss. Fehlerhafte, unvollständige oder schlecht lesbare Verschreibungen werden durch die Eindeutigkeit des E-Rezepts reduziert. Eine mögliche Anknüpfung des E-Rezepts an einen elektronischen Medikationsplan 16 würde es Ärzten und Apothekern darüber hinaus ermöglichen die Medikation eines Patienten gemeinsam im Blick zu haben. Hiervon könnten besonders Patienten profitieren, die zusätzlich zu den ärztlich verschriebenen Medikamenten auch Arzneimittel im Rahmen der Selbstmedikation einnehmen 19 . Besonders im Hinblick auf eine zu erwartende Zunahme der Multimorbidität und daraus resultierender Polypharmazie wird dieser Aspekt in der Zukunft für die Patientensicherheit sicherlich noch an Bedeutung gewinnen 20 .
Finanzielle Aspekte, mögliche Zeitersparnis durch das E-Rezept oder Bedenken wegen des Datenschutzes spielen dagegen eine geringere Rolle für die Akzeptanz der Apotheken. Dies lässt vermuten, dass viele Apotheker sich von finanziellen und datenschutzrechtlichen Risiken nicht abschrecken lassen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch das E-Rezept zu stärken. Die relativ geringere Bewertung von potentiellen Zeitersparnissen kann darauf hindeuten, dass die Möglichkeiten durch das E-Rezept für einen verbesserten Service die erwarteten Effizienzsteigerungen im Betriebsablauf überwiegen. Laut einer Apokix-Umfrage des IFH Köln aus dem Jahre 2019 gaben 90% der Apotheken an, dass sie den Kunden auch digitale Dienstleistungen anbieten müssen, um erhebliche Wettbewerbsnachteile vermeiden zu können. Diesen Ausbau der Dienstleistungen in Eigenregie zu bewerkstelligen sahen jedoch 87% als Herausforderung an 21 .
Zur Stärkung der Bereitschaft der Apotheken sich an einem E-Rezept-System zu beteiligen, sollte vor allem ein gesetzlicher Schutz der Apotheken vor Ort sowie vor sie umgehenden Verträgen (z. B. durch Rezeptmakler) forciert werden. Um die Nutzung der Möglichkeiten des E-Rezepts zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der vor Ort Apotheken hervorzuheben, sollten Verbände auf eine stärkere lokale Vernetzung zwischen den Leistungserbringern (vor allem Ärzte und Apotheken) sowie den Ausbau der Beratungsfunktion der vor Ort Apotheken drängen. Darüber hinaus könnten klare Empfehlungen an die Mitglieder zum Anschluss an das E-Rezept-System sowie damit verbundene weitere digitale Dienstleistungen die Bereitschaft der vor Ort Apotheken erhöhen.
Stärken und Schwächen
Die Studie priorisiert Barrieren und fördernde Faktoren aufseiten der Apotheken für die Beteiligung an einer Versorgung, die eine elektronische Verordnung von Rezepten beinhaltet. Darüber hinaus konnten weitere Assoziationen mit der Beteiligungsbereitschaft exploriert werden. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden Empfehlungen zur Optimierung einer erfolgreichen Implementierung des E-Rezepts abgeleitet.
Eine Stärke dieser Studie ist, dass die Ergebnisse sowohl auf Apotheken basieren, die sich für den Versandhandel registriert haben und solche, die sich nicht registriert haben. Zwischen beiden Gruppen konnten zwar Unterschiede in der allgemeinen Akzeptanz zum E-Rezept gefunden werden, jedoch gab es keine Unterschiede in der Priorisierung der explorierten Determinanten. Darüber hinaus wurden Apotheken befragt, die in ländlichen und städtischen Gebieten ansässig sind. Auch wenn die Einteilung in städtischen und ländlichen Regionen auf einer subjektiven Einschätzung der Apotheker/innen beruht, zeigt sie doch, dass die Ergebnisse der Studie auf einem breiten Spektrum der Apothekerschaft basieren. Eine Schwäche der Arbeit ist, dass wir nicht dafür kontrollieren konnten, welche Rolle oder Funktion die Teilnehmenden in ihrer Apotheke hatten. Da die große Mehrheit der Befragten (~95%) auch die strategischen Fragen zum Potential des E-Rezepts (z. B. Mit der Bestandsanzeige meiner Ware könnte ich neue Patienten werben.) beantworten konnten, gehen wir davon aus, dass die meisten befragten Apotheker/innen in unternehmerisch-strategischen Entscheidungen involviert sind und daher eine bedeutsame Rolle für die Implementierung des E-Rezepts in Deutschland spielen. Ein Selektionsbias der Studienprobanden kann aufgrund des eher geringen Rücklaufs (14%) nicht ausgeschlossen werden, wodurch die Ergebnisse vorsichtig interpretiert werden müssen. Weitere Analysen zeigten jedoch, dass die Priorisierung robust für verschiedene Subgruppen (z. B. mit unterschiedlichen Beteiligungsbereitschaften, Stadt vs. Land, Geschlecht) ist.
Schlussfolgerung
Insgesamt gab über die Hälfte der befragten Apotheken an, sich an einem E-Rezept-System beteiligen zu wollen. Auch wenn ab Januar 2022 Ärzte verpflichtet werden E-Rezepte auszustellen und Apotheken verpflichtet sind Arzneimittel auf Grundlage von E-Rezepten abzugeben, kann der Implementierungsprozess optimiert werden, um die Potenziale für die Verbesserung der Versorgung vollständig auszuschöpfen. Hierbei kann die Adressierung der Determinanten der Apotheken vonseiten der Politik, Technik-/Sotfwareanbieter und Verbände eine wichtige Rolle spielen.
Danksagung
Die Autoren danken allen an der Erhebung Beteiligten für Ihre Unterstützung, insbesondere der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, dem Landesapothekerverband Baden-Württemberg sowie der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg.
Footnotes
Interessenkonflikt Die Autoren geben keinen Interessenkonflikt an. Die Studie wurde finanziell durch die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg und das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg unterstützt. Die Studie erfolgte weisungsunabhängig.
Zusatzmaterial
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