Online-Dossier zu COVID-19.
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Springer Medizin informiert Sie kostenfrei über die wichtigen Fakten und neuesten Entwicklungen online in einem eigenen Dossier unter www.springermedizin.de/covid-19
Zudem finden Sie freizugänglich in englischer Sprache die neuesten Forschungsergebnisse unter www.springernature.com/gp/ researchers/campaigns/coronavirus

Weitere wichtige Informationsquellen:
Robert Koch Institut: Risikobewertung, Fallzahlen, Informationen zu Diagnose, etc. (www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html)
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie: Informationen zu Diagnose und Therapie von COVID-19 (https://pneumologie.de/aktuelles-service/aktuelles/?L=0)
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI): Register der Kliniken mit freien Beatmungsbetten (www.divi.de/register/intensivregister)
Bundesministerium für Gesundheit: Tagesaktuelle Informationen (www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html)
(Long-)COVID ist immer noch Thema!
Das große mediale Interesse an COVID-19 ist abgeflacht. In Zeitungen, im Fernsehen und Co. machen längst andere Beiträge Schlagzeilen. Für Menschen mit persistierenden oder neu nach akuter COVID-19 aufgetretenen Beschwerden ist das Thema aber nicht nur weiter präsent, sondern auch sehr belastend. Lesen Sie im Schwerpunkt "Infektiologie" ab Seite 10, was bisher über das Krankheitsbild Long- und Post-COVID bekannt ist. Viel Spaß wünscht

Alessandra Böck
Redakteurin
Deutscher Apothekerverband und GKV vereinbaren Grippeimpfung.
Der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband haben sich nach längeren Verhandlungen auf "die Modalitäten zur Durchführung von Grippeschutzimpfungen in Apotheken verständigt", wie der Apothekendachverband ABDA Ende September mitteilte. Der Vertragstext muss nun nur noch von beiden Parteien unterschrieben werden. Dann sollen weitere Details der Übereinkunft bekanntgeben werden. Die regelhafte Teilhabe der freiberuflichen Pharmazeuten an der Grippeimpfung wurde mit dem Pflegebonusgesetz Ende Juni beschlossen.
DAV und GKV hätten wesentliche Vertragsinhalte bereits bis Ende August festlegen sollen. Anschließend wäre die Schiedsstelle am Zug gewesen. Nachdem jedoch bereits in Sachen pharmazeutische Dienstleistungen das Schiedsgremium gefordert war, wollte man offenkundig nicht schon wieder die Initiative aus der Hand geben.
HPV-Impfung wirkt.
Sowohl die Prävalenz als auch die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion gegen humane Papillomaviren (HPV) konnten durch die Einführung der HPV-Impfung deutlich gesenkt werden. Das ergab eine US-Studie, in der 2.698 Frauen zwischen 18 und 26 Jahren untersucht wurden.
Die Prävalenz von HPV-16/18 war bei den in den 1990er Jahren geborenen Teilnehmerinnen signifikant niedriger als bei den in den 1980er Jahren Geborenen (5,6% vs. 12,5%). Im Zyklus 2015-2016 hatten 55% der 18- bis 20-jährigen Frauen, 52% der 21- bis 23-jährigen Frauen und 50% der 24- bis 26-jährigen Frauen eine oder mehrere Dosen des HPV-Impfstoffs erhalten. Bei den Frauen im Alter von 18 bis 26 Jahren lag die HPV-16/18-Prävalenz insgesamt vor Einführung der Impfung (2005-2006) bei 15,2% und danach (2015-2016) bei 3,3%.

Die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer HPV-16/18-Infektion war bei Frauen, die in den 1990er Jahren geboren wurden, um 54% niedriger als bei in den 1980er Jahren geboren Frauen (6,3% vs. 13,6%).
JAMA Health forum 2022; online 19. August.
Körperliche Aktivität reduziert Risiko für schwere COVID-19-Infektion.
Spanische Forschende führten eine Metaanalyse durch, um einen Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und dem Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion, einer COVID-19-assoziierten Krankenhauseinweisung, einer schweren Erkrankung und des Todes aufgrund von COVID-19 zu quantifizieren. Die 16 eingeschlossenen Studien umfassten insgesamt 1.853.610 Erwachsene (Durschschnittsalter 53 Jahre).
Die Analyse der gepoolten Daten ergab: Personen, die regelmäßig körperlich aktiv sind, haben im Vergleich zu ihren inaktiven Altersgenossen ein verringertes Risiko für SARS-CoV-2-Infektionen um 11%, Krankenhausaufenthalte um 36%, schwere COVID-19-Erkrankungen um 34% sowie COVID-19-bedingte Todesfälle um 43%. Der größte Nutzen ist bei 150 Minuten moderater oder 75 Minuten intensiver körperlicher Aktivität pro Woche gegeben.
BMJ 2022; online 22. August.
