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. 2022 Oct 14;52(5):9. [Article in German] doi: 10.1007/s00060-022-8408-2

Millionen langfristig mit COVID-Spätfolgen

Christina Ott 1,
PMCID: PMC9560737  PMID: 36258688

Mehr als 5 % der Personen mit COVID-19 können eine lang anhaltende Veränderung ihres Geruchs- oder Geschmackssinns erleiden. Das ergab eine speziell rekonstruierte Metaanalyse von Forschenden aus Singapur [Tan BKJ et al. BMJ. 2022;378:e069503].

Die Forschenden haben 18 Studien mit insgesamt 3.699 Patienten ausgewertet. Ihre Ergebnisse: Der Geruchsverlust kann bei 5,6 % der Patienten bestehen bleiben, während 4,4 % ihren Geschmackssinn womöglich nicht wiedererlangen. 30 Tage nach der Erstinfektion berichteten nur 74 % der Betroffenen über eine Wiederherstellung des Geruchs und 79 % über einen wiederhergestellten Geschmack. Nach 60, 90 bzw. 180 Tagen kam es bei 86, 90 und 96 % der Patienten zu einer Geruchsverbesserung, und 88, 90 und 98 % berichteten von einer Verbesserung des Geschmackssinns.

Am meisten Probleme, ihren Geruchs- und Geschmackssinn wiederzuerlangen, hatten Frauen. Zudem erlangten Patienten mit zu Beginn stärkerem Geruchsverlust oder mit verstopfter Nase ihren Geruchssinn weniger wahrscheinlich zurück.


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