Abstract
Die Diagnostik von Dünndarmerkrankungen stellt eine besondere Herausforderung dar, da dieser Darmabschnitt endoskopisch nur eingeschränkt zugänglich ist und die klinische Symptomatik häufig unspezifisch bleibt. Zudem wird die Beurteilung durch die Darmmotilität sowie die Abhängigkeit von einer Kontrastmittelgabe und einer luminalen Distension zusätzlich erschwert. Moderne Schnittbildverfahren, insbesondere die CT(Computertomographie)- und MR(Magnetresonanz)-Enterographie, haben die bildgebende Diagnostik von entzündlichen, neoplastischen und vaskulären Dünndarmerkrankungen revolutioniert. Die präzise Differenzierung der verschiedenen Pathologien des Dünndarms erfordert fundierte Kenntnisse charakteristischer Bildgebungsmuster. Wandverdickungen, deren Ausdehnung, Verteilung und Kontrastmittelaufnahmemuster, mesenteriale Gefäßveränderungen und begleitende extraintestinale Befunde liefern entscheidende diagnostische Hinweise. Die Integration klinischer Parameter mit morphologischen und funktionellen Bildgebungskriterien ermöglicht eine zeitnahe und zielgerichtete Therapieplanung.
Schlüsselwörter: Schnittbildgebung, Intestinale Neoplasien, Entzündliche Darmerkrankungen, Mesenteriale Ischämie, Darmobstruktion
Abstract
The diagnostics of small bowel diseases represent a special challenge as this intestinal segment is not readily accessible endoscopically and the clinical symptoms are often nonspecific. The assessment is further complicated by the bowel motility and the dependency on contrast agent administration and luminal distension. Modern cross-sectional imaging techniques, particularly computed tomography (CT) and magnetic resonance (MR) enterography, have revolutionized the diagnostics of inflammatory, neoplastic and vascular small bowel diseases. The precise differentiation of the various small bowel pathologies requires thorough knowledge of characteristic imaging patterns. Bowel wall thickening, the extent, distribution and pattern of contrast enhancement uptake, mesenteric vascular changes and associated extraintestinal findings provide crucial diagnostic indications. The integration of clinical parameters with morphological and functional imaging criteria enables timely and targeted treatment planning.
Keywords: Cross-sectional imaging, Intestinal neoplasms, Inflammatory bowel diseases, Mesenteric ischemia, Intestinal obstruction
Lernziele
Dieser Übersichtsartikel fasst die differenzialdiagnostischen Bildgebungsmerkmale der wichtigsten Dünndarmerkrankungen zusammen und bietet evidenzbasierte Entscheidungshilfen für die radiologische Routine. Nach Absolvieren dieser Fortbildungseinheit …
können Sie entzündliche Darmerkrankungen erkennen und ihre Aktivität anhand bildgebender Kriterien einschätzen
sind Sie in der Lage, in akuten klinischen Situationen wie bei gastrointestinaler Blutung, mechanischer Obstruktion und mesenterialer Ischämie therapieentscheidende radiologische Informationen zu liefern.
kennen Sie die differenzialdiagnostischen Bildgebungsmerkmale benigner und maligner Dünndarmtumoren.
verstehen Sie die Integration klinischer und bildgebender Parameter zur präzisen Differenzierung der wichtigsten Dünndarmerkrankungen im radiologischen Alltag.
Einleitung
Die bildgebende Diagnostik des Gastrointestinaltrakts hat durch moderne CT(Computertomographie
Computertomographie
)-Geräte und Weiterentwicklungen der abdominalen Magnetresonanztomographie
Magnetresonanztomographie
(MRT) einen Paradigmenwechsel erfahren. Die Wahl der optimalen Modalität richtet sich nach der klinischen Situation, möglichen Differenzialdiagnosen und Patientenfaktoren. Nachfolgend werden verschiedene Dünndarmerkrankungen in Bezug auf ihre charakteristischen bildgebenden Merkmale unter Integration klinischer Informationen und ihrer Bedeutung für die weitere individualisierte Therapieplanung diskutiert.
Fallbeispiel
Ein 16-jähriger Patient kommt in die Notfallaufnahme mit seit 2 Tagen zunehmenden Bauchschmerzen und Erbrechen. Neben erhöhten Entzündungswerten (C-reaktives Protein [CRP]: 9 mg/dl, Normwert: < 1 mg/dl) sind die übrigen Laborwerte unauffällig. Aufgrund des klinischen Bildes eines akuten Abdomens wird eine CT in der venösen Phase durchgeführt (Abb. 1).
Abb. 1.

Venöse Computertomographie in koronaler (a), sagittaler (b) und axialer (c) Rekonstruktion
Tumoren
Obwohl der Dünndarm mehr als 90 % der mukosalen Oberfläche des Gastrointestinaltrakts ausmacht, entfallen nur weniger als 5 % der gastrointestinalen Tumoren auf dieses Organ [1]. Die Inzidenz dieser Tumoren nimmt zu, während die Mortalitätsrate weitgehend unverändert bleibt [1]. Aufgrund der eingeschränkten endoskopischen Zugänglichkeit und der unspezifischen klinischen Symptomatik kommt der Radiologie eine zentrale Rolle bei Detektion, Charakterisierung, Staging und Verlaufskontrolle zu [2].
Dünndarmtumoren treten meist solitär auf, können jedoch im Rahmen hereditärer Syndrome wie beispielsweise einer familiären adenomatösen Polypose
Familiäre adenomatöse Polypose
oder eines Peutz-Jeghers-Syndroms
Peutz-Jeghers-Syndrom
auch multipel vorkommen (Abb. 2). Die meisten Läsionen bleiben über lange Zeit klinisch asymptomatisch und werden oft erst zufällig im Rahmen operativer Eingriffe oder bildgebender Untersuchungen entdeckt.
Abb. 2.

53-jähriger Patient mit Neurofibromatose Typ I ohne abdominale Symptome. Die Computertomographie (CT) in der arteriellen Phase zeigt mehrere hypervaskularisierte, scharf begrenzte, exophytische Läsionen von Duodenum und Jejunum (Pfeile), assoziierten GIST(gastrointestinale Stromatumoren)-Tumoren entsprechend
Die topographische Verteilung der verschiedenen Tumorentitäten im Dünndarm zeigt charakteristische Muster (Tab. 1). Mögliche Komplikationen sind die Dünndarmobstruktion
Dünndarmobstruktion
und die enteroenterale Invagination
Enteroenterale Invagination
. Letztere wird mehrheitlich durch benigne Raumforderungen wie Polypen, Lipome, Leiomyome oder Meckel-Divertikel verursacht [3]. In der abdominalen CT können charakteristische Zeichen wie das Target-
Target-Zeichen
oder das Doughnut-Zeichen
Doughnut-Zeichen
mit konzentrischen Wandschichten unterschiedlicher Dichte bzw. das Bowel-within-a-bowel-Zeichen
Bowel-within-a-bowel-Zeichen
auf eine Dünndarmintussuszeption hinweisen. Aufgrund einer Passagebehinderung kann es zu einer prästenotischen Dünndarmdilatation
Prästenotische Dünndarmdilatation
kommen.
Tab. 1.
Typische Merkmale von Dünndarmtumoren
| Häufige Lokalisation | Typische Merkmale | KM-Verhalten | Assoziierte Befunde | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Adenom | Jejunum | Intraluminal, mukosal, weichteildicht | Kräftig homogen | – |
|
| Lipom | Jejunum + Ileum | Fetthaltig, dünner mukosaler Überzug | Nicht relevant | – |
|
| Adenokarzinom | Duodenum > Jejunum > Ileum | Zirkumferent, kurzstreckig, Schulterbildung | Moderat heterogen | Regionale LK-SBL |
|
| GIST | Jejunum | Exophytisch, weichteildicht, gut begrenzt | Heterogen | Keine LK-SBL, hypervaskularisierte Leber-SBL |
|
| Lymphom | Jejunum + Ileum | Deutliche Wanddicke, geringe KM-Aufnahme, aneurysmatische Dilatation, keine Obstruktion | Homogen | Splenomegalie, mesenteriale LK |
|
| NET | Distales Ileum | Kleines Primum, mesenteriale LK-SBL + desmoplastische Reaktion, Verkalkung, Kinking | Kräftig arteriell | Karzinoidsyndrom, Leber-SBL |
|
LK Lymphknoten, SBL sekundär-blastomatöse Läsionen, GIST gastrointestinale Stromatumoren, KM Kontrastmittel, NET neuroendokrine Tumoren
Manche Tumoren wie neuroendokrine Tumoren (NET) und gastrointestinale Stromatumoren (GIST) weisen eine signifikante arterielle Hypervaskularisation auf, die eine Untersuchung in der arteriellen Phase erfordert (Abb. 3).
Abb. 3.
Intraluminaler Tumor des Dünndarms (neuroendokriner Tumor, NET), der in der venösen Computertomographie (CT; a) nicht eindeutig, in der arteriellen Phase (b) jedoch als hypervaskularisierte intraluminale Läsion deutlich abgrenzbar ist (Pfeil)
Merke
Transiente Invaginationen können bei Untersuchungen mit starker Füllung und erhöhter Peristaltik (Enterographieprotokoll) v. a. bei Patient:innen mit Zöliakie oder M. Crohn beobachtet werden. Sie unterscheiden sich von pathologischen Invaginationen durch eine kürzere Länge, ein fehlendes Hypomochlion sowie fehlende begleitende Pathologien der Darmwand und deren Umgebung [4].
Adenokarzinome
Adenokarzinome des Dünndarms sind selten und finden sich am häufigsten im Duodenum. Sie können durch ein zirkumferentes konzentrisches Wachstum rasch zu einer Dünndarmobstruktion führen. Charakteristisch ist eine irreguläre Wandverdickung mit weichteildichter Struktur, inhomogenem Enhancement und einer sog. Schulterbildung, die den abrupten Übergang des Tumors zur normalen Darmwand beschreibt. Begleitend finden sich häufig eine prästenotische Dilatation, mesenteriale Lymphknoten und bei fortgeschrittenen Stadien Fernmetastasen in Leber und Peritoneum.
Neuroendokrine Tumoren
NET, früher Karzinoide
Karzinoide
genannt, sind häufig im Ileum lokalisiert. Sie werden anhand der Tumorzellproliferation und des Ki67(Kiel 67)-Index in gut differenzierte G1- bis G3-Tumoren und schlecht differenzierte neuroendokrine Karzinome klassifiziert [5]. Der Primärtumor ist meist unscheinbar und klein, weist aber ein starkes arterielles Enhancement auf. Die fibrotische Komponente des Tumors kann zu einer Retraktion der Dünndarmschlinge führen mit typischer „Haarnadelformation“ (Abb. 4). Charakteristisch ist die oft wesentlich ausgeprägtere lymphknotenmetastasenassoziierte desmoplastische Reaktion
desmoplastische Reaktion
des Mesenteriums, die zentrale Verkalkungen aufweisen kann [6].
Abb. 4.
72-jährige Patientin mit unspezifischen abdominalen Symptomen: Die koronale venöse CT(Computertomographie)-Abbildung (a) zeigt einen hypervaskularisierten Tumor des Dünndarms (Pfeil) mit charakteristischer Verziehung („Haarnadelzeichen“); b 3-dimensionale Rekonstruktion dieses Tumors
Die Darstellung von Somatostatinrezeptoren
Somatostatinrezeptoren
mittels spezifischer Radiopharmaka (Somatostatinanaloga DOTATATE, DOTATOC und DOTANOC) in der Hybridbildgebung ist diagnostisch wegweisend für SSTR(Somatostatinrezeptor)-affine G1- oder G2-Tumoren und Voraussetzung für eine nachfolgende Radiopeptidrezeptortherapie
Radiopeptidrezeptortherapie
[7]. Eine FDG(Fluordesoxyglukose)/PET(Positronenemissionstomographie)-CT ist bei neuroendokrinen G3-Karzinomen für das initiale Staging, das Restaging und den Rezidivnachweis indiziert [8]. Der publizierte NETPET-Score ermöglicht durch eine Kombination der SSTR-Expression und der FDG-Avidität eine verbesserte Tumorcharakterisierung mittels Dual-tracer-Untersuchung [9].
Gastrointestinale Stromatumoren
Diese Tumorgruppe zeigt ein heterogenes radiologisches Erscheinungsbild mit variablem Kontrastmittelverhalten, endoluminalem oder exophytischem Wachstumsmuster und fehlender Umgebungsreaktion. Meist präsentieren sich GIST als gut abgrenzbare Läsionen mit häufig zentral hypodensen Arealen, die Nekrosen oder zystische Umwandlungen repräsentieren [10]. Gastrointestinale Blutungen stellen häufig die Erstmanifestation dar. Für die Beurteilung des Therapieansprechens ist neben der Größenbestimmung die Evaluation der Tumorvitalität entscheidend. Gemäß Choi-Kriterien
Choi-Kriterien
entspricht eine Dichteabnahme in der CT von mehr als 15 % oder eine Größenreduktion von mehr als 10 % einem Ansprechen [11]. Bei Lebermetastasen ist nach erfolgreicher Chemotherapie und konsekutiv nekrotischer Umwandlung auf das intraläsionale Auftreten eines Nodule-within-a-mass-Phänomens zu achten, das auf ein Tumorrezidiv hinweisen kann [12].
Lymphome
Das primäre gastrointestinale Lymphom stellt die häufigste extranodale Manifestation eines Non-Hodgkin-Lymphoms vom B‑Zell-Typ
Non-Hodgkin-Lymphom vom B‑Zell-Typ
dar. Radiologisch zeigt sich typischerweise eine homogene, oftmals sehr ausgeprägte konzentrische Wandverdickung mit vermindertem oder fehlendem Kontrastmittel-Enhancement („graue Darmwand“
„Graue Darmwand“
; [13]). Durch die tumoröse Infiltration des myenterischen Plexus und der Muskularis entsteht häufig eine pseudoaneurysmatische Wachstumsform
Pseudoaneurysmatische Wachstumsform
, die trotz erheblicher Tumormasse selten zu einer intestinalen Obstruktion führt [14]. Enteropathieassoziierte T‑Zell-Lymphome
Enteropathieassoziierte T‑Zell-Lymphome
(EATL) treten bevorzugt bei Zöliakiepatient:innen auf. Neben der Wachstumsform von Lymphomen sind die begleitende Splenomegalie und mesenteriale Lymphknotenkonglomerate charakteristische Befunde.
Metastasen
Den häufigsten Primärtumor für Dünndarmmetastasen stellt das Melanom dar, gefolgt von Bronchialkarzinomen und Nierenzellkarzinomen. In der CT zeigen sich Metastasen meist als multiple, glatt begrenzte Läsionen, wobei das Enhancement-Muster vom Primärtumor abhängig ist (Abb. 5). Bei einer Peritonealkarzinose lagern sich die Tumorformationen im Gegensatz zu hämatogenen Metastasen als serosale Auflagerungen von außen an die Dünndarmschlingen an und zeigen häufig ein noduläres, girlandenförmiges Verteilungsmuster entlang der mesenterialen Anheftung. Bei Patient:innen mit einem bekannten Malignom ist bei Diagnostik einer Dünndarmraumforderung primär an das Vorliegen einer sekundär-blastomatösen Läsion zu denken.
Abb. 5.
76-jähriger Patient: Als Zufallsbefund bei einer Staging-Untersuchung bei bekanntem Melanom zeigt sich in der venösen Computertomographie eine kurzstreckige Raumforderung des Ileums (Pfeil) (a), die endoskopisch (b) als Melanommetastase verifiziert wurde. (Bildquelle: Innere Medizin III, Medizinische Universität Wien)
Entzündungen
Infektiöse Dünndarmerkrankungen
Das radiologische Erscheinungsbild infektiöser Dünndarmerkrankungen ist typischerweise uncharakteristisch mit ödematöser Wandverdickung, mukosalem Enhancement und mesenterialer Lymphadenopathie und erlaubt keine spezifische ätiologische Zuordnung. Bestimmte Erreger (Yersinia, Mycobacterium tuberculosis, Salmonella) weisen jedoch eine Prädilektion für das terminale Ileum auf, was bei der Differenzialdiagnose ileozökaler Pathologien relevant ist.
Autoimmune Darmerkrankungen
Autoimmune Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts zeigen eine zunehmende Prävalenz [15]. Die häufigsten primären Autoimmunerkrankungen des Dünndarms sind chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
(CED). Es werden 3 Phänotypen unterschieden: inflammatorisch, stenosierend und fistulierend. Die Differenzierung zwischen aktiv-entzündlichen und chronisch-fibrotischen Wandveränderungen ist therapeutisch entscheidend, da aktiv-entzündliche Läsionen medikamentös behandelbar sind, fibrotische Stenosen jedoch eine chirurgische Resektion erfordern. Da beide Komponenten simultan auftreten und ineinander übergehen können, sollte eine Beurteilung des prädominanten Phänotyps erfolgen. Tab. 2 definiert Zeichen der aktiven Entzündung (Abb. 6) und unspezifische Entzündungszeichen (Abb. 7), die unabhängig von der Krankheitsaktivität sowohl in akuten als auch in chronischen Phasen nachweisbar sind.
Tab. 2.
Charakteristische Zeichen entzündlicher Veränderungen des Dünndarms
| Pathologie | Definition |
|---|---|
| Zeichen einer aktiven Entzündung | |
| Murales Ödem | Intramural ↑ T2-Signal (Fatsat-Sequenz) vgl. mit Muskulatur; kann Schichtungsphänomen verursachen |
| Perienterales Ödem | ↑ T2-Signal um die Darmschlinge |
| Ulzera | Fokaler Defekt der Mukosa mit intramuraler Ausbreitung luminaler Inhalte |
| Darmwandverdickung | > 3 mm Wanddicke |
| Hyper-vaskularisation | Verstärkte KM-Aufnahme der Darmwand (oft „Target-Zeichen“) |
| Weitere Entzündungszeichen | |
| „Comb sign“ | Vermehrte + erweiterte Vasa recta auf Post-KM-Sequenzen |
| „Creeping fat“/„fat wrapping“ | Chronische Hypertrophie des mesenterialen Fettgewebes; Mesenteric Creeping Fat Index (Skala 1–8; [16]) |
| Antimesenteriale Sakkulation | Pouch-artige Ausstülpung antimesenterial durch chronische Entzündung und fibrotische Schrumpfung der mesenterialen Seite |
| Stenose | Trias aus > 25 % Wandverdickung, fixierter luminaler Stenose > 50 % und prästenotischer Dilatation (> 3 cm); gemäß SAR-Kriterien prästenotische Dilatation ab > 2,5 cm |
| Sinustrakt | Beginnend fistulierende, die Darmwand überschreitende penetrierende Veränderung, ohne Kontakt zu anderer epithelialisierter Oberfläche [17] |
| Fistel |
Simple Fistel: einfache enteroenterale/enterokolische Verbindung Komplexe Fistel: sternförmiges System oder Verbindung zum Urogenitaltrakt |
| Motilität | Reduzierte Peristaltik als Folge einer Entzündung |
fatsat fettgesättigt, KM Kontrastmittel, SAR Society of Abdominal Radiology
Abb. 6.
Zeichen einer aktiven chronisch-entzündlichen Darmerkrankung: a murales Ödem als T2-hyperintense Signalintensität der Darmwand (Pfeil); b lineare Ulzera des neoterminalen Ileums (Pfeile); c T2-hyperintenses Ödem um das terminale Ileum (Pfeil); d deutlich erhöhte Kontrastmittelaufnahme mit Schießscheibenzeichen des terminalen Ileums
Abb. 7.
Weitere Entzündungszeichen einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung: a „comb sign“ (Pfeil); b „creeping fat“ (Pfeil) um das terminale Ileum; c antimesenteriale Sakkulation (Pfeil) mit entzündlicher Wandverdickung der dem Mesenterium zugewandten Seite; d Sinustrakt (Pfeil); e enteroenterale Fistel (Pfeil)
Der Magnetic Resonance Index of Activity
Magnetic Resonance Index of Activity
(MaRIA bzw. „simplified MaRIA“) als häufigster in klinischen Studien angewandter Score quantifiziert die Entzündungsaktivität [18], wird jedoch in der klinischen Routine wenig verwendet. Das Therapieansprechen
Therapieansprechen
wird gemäß ECCO(European Crohnʼs and Colitis Organisation)-ESGAR(European Society of Gastrointestinal and Abdominal Radiology)-Empfehlungen als transmurale Remission, signifikantes transmurales Ansprechen, stabile oder progressive Erkrankung klassifiziert [19].
Weitere primär autoimmune Dünndarmerkrankungen umfassen die Zöliakie
Zöliakie
mit charakteristischer Inversion des jejunoilealen Faltenreliefs (Abb. 8a), die eosinophile Enteritis
Eosinophile Enteritis
in mukosaler, muskulärer oder serosaler Manifestation (Abb. 8b) – typischerweise assoziiert mit einer allergischen Anamnese und einer Eosinophilie – sowie die seltene IgG4(Immunglobulin G4)-assoziierte Enterokolitis
IgG4(Immunglobulin G4)-assoziierte Enterokolitis
mit einem unspezifischen radiologischen Erscheinungsbild.
Abb. 8.
a CT(Computertomographie)-Enteroklysma zeigt eine Zöliakie mit Faltenverlust jejunal und Faltenvermehrung ileal; b CT arteriell axial: serosale Form einer eosinophilen Enteritis mit verstärkt serosalem Kontrastmittel-Enhancement und mesenterialem Ödem; c CT venös koronal: akute GvHD („graft-versus-host disease“) mit flüssigkeitsmarkierten Dünndarmschlingen und deutlich hypervaskularisierter Darmwandverdickung; d MR(Magnetresonanz)-Enterographie mit dem chronischen Bild einer GvHD mit Faltenverlust und bandförmig angeordneten Dünndarmschlingen
Sekundäre autoimmune Dünndarmerkrankungen
Sekundäre autoimmune Dünndarmerkrankungen
treten bei Kollagenosen wie Morbus Behçet oder systemischen Vaskulitiden auf. Die akute intestinale „graft-versus-host disease“
„Graft-versus-host disease“
(GvHD) manifestiert sich 10 bis 40 Tage nach Stammzelltransplantation mit flüssigkeitsgefüllten Dünndarmschlingen, Wandverdickung und verstärktem mukosalen Enhancement bei meist fehlender mesenterialer Lymphadenopathie (Abb. 8c). Die späte Form der GvHD (> 100 Tage) zeigt eine Wandverdickung mit multifokalen Strikturen [20]. Der Faltenverlust führt zum charakteristischen „ribbon sign“, einem Erscheinungsbild eines faltenfreien bandförmigen Dünndarms (Abb. 8d).
Differenzialdiagnostisch müssen bei Patient:innen nach Stammzelltransplantation
Stammzelltransplantation
verschiedene Pathologien berücksichtigt werden, die sich jedoch in klinischer Anamnese und Lokalisationsmustern von der GvHD unterscheiden. Abzugrenzen ist besonders die CMV(Zytomegalievirus)-Kolitis. Diese betrifft jedoch nur das Kolon und zeigt im Gegensatz zur GvHD bei deutlicher Wandverdickung keine flüssigkeitsgefüllten Darmschlingen. Weitere Alternativdiagnosen schließen die medikamenteninduzierte Enterokolitis, virale Enteritiden, bakterielle Infektionen und die neutropenische Kolitis ein, die sich bevorzugt im Zökum manifestiert und zeitgleich mit der Neutropenie korreliert.
Andere
Die Divertikulose
Divertikulose
des Dünndarms weist mit einer Inzidenz von 0,3–2,3 % eine geringe Prävalenz auf und wird überwiegend bei Komplikationen wie Divertikulitis, Blutungen, intestinaler Obstruktion oder Perforation symptomatisch [21]. Pseudodivertikel
Pseudodivertikel
, bestehend aus Mukosa und Submukosa ohne Beteiligung der Muskularis, werden als Ausstülpungen der Darmwand meist als Zufallsbefund in der CT diagnostiziert. Diese sind typischerweise mesenterialseitig und bevorzugt im oberen Dünndarm lokalisiert.
Das Meckel-Divertikel
Meckel-Divertikel
stellt als echtes Divertikel eine embryologische Persistenz des Ductus omphaloentericus dar. Die klinische Relevanz lässt sich durch das „Gesetz der 2“ beschreiben: Es betrifft etwa 2 % der Bevölkerung, tritt im Verhältnis 2:1 (männlich zu weiblich) auf, ist typischerweise 2 Inch (ca. 5 cm) lang und manifestiert sich häufig in den ersten beiden Lebensjahren. Eine 99mTechnetium-Pertechnetat-Szintigraphie ermöglicht den Nachweis ektoper Magenschleimhaut im Meckel-Divertikel.
Ischämie und Vaskulitis
Mesenteriale Ischämien entstehen in bis zu 50 % durch arterielle Embolien, in 20–30 % durch arterielle Thrombosen und seltener durch venöse Thrombosen oder nichtobstruktive mesenteriale Ischämien (NOMI). Letztere sind mit einer höheren Mortalität assoziiert [22]. Aufgrund der rasch progredienten Darmnekrose mit einem Mortalitätsrisiko von über 80 % nach mehr als 24 h ist eine zeitgerechte radiologische Diagnostik entscheidend [23].
Im Frühstadium der Darmischämie
Frühstadium der Darmischämie
zeigt sich intraoperativ eine reversible Schädigung der Mukosa mit einem spastischen Darm und blassen Mesenterium, gefolgt von einer Schädigung der Muskularis und Hypotonie mit Wandausdünnung. Das Spätstadium ist durch eine transmurale Nekrose mit Pneumatose und dem klinischen Bild einer Paralyse und Schocksymptomatik charakterisiert [24].
Pathophysiologisch unterscheiden sich NOMI
NOMI
und obstruktive mesenteriale Ischämie
(Nicht‑)Obstruktive mesenteriale Ischämie (N)OMI
(OMI) fundamental: Bei der NOMI besteht initial ein Low-flow-Status mit Gefäßspasmen, während bei der OMI diese Minderperfusion inflammationsbedingt im Spätstadium auftritt. Die Pneumatose
Pneumatose
entwickelt sich bei einer NOMI früher und kann zu einer Überschätzung des Nekroseausmaßes führen, wohingegen sie bei der OMI ein Spätstadium signalisiert [25].
Typische radiologische Ischämiezeichen
Radiologische Ischämiezeichen
umfassen ein reduziertes oder gänzlich fehlendes Wand-Enhancement, eine Dilatation mit Wandausdünnung und die bereits erwähnte Pneumatosis intestinalis. Die Dual-energy-CT kann mittels Jod-Maps die Detektion minderperfundierter Areale erleichtern [26]. Bei der Beurteilung der Kontrastmittelaufnahme ist die physiologisch unterschiedliche Jodkonzentration in verschiedenen Darmabschnitten zu berücksichtigen, abnehmend von Magen/Duodenum zu Rektum [27].
Merke
Bei gleichzeitigem Vorhandensein unterschiedlicher Schweregrade einer intestinalen Ischämie in verschiedenen Darmabschnitten eines Patienten sind die korrekte Identifikation und Einschätzung des am schwersten betroffenen Areals entscheidend, da dies das weitere Management bestimmt.
Obstruktion
Der Großteil von Dünndarmobstruktionen wird durch Briden verursacht, gefolgt von inneren Hernien, Tumoren und anderen Ursachen. Bei bariatrischen Patient:innen ist jedoch die innere Hernie mit 42 % die führende Ursache einer Dünndarmobstruktion [28]. Bei häufig relativ unspezifischen klinischen Symptomen in dieser Patient:innengruppe [29] ist bei inneren Hernien an die meist fehlende pathologische Distension der betroffenen Darmschlingen zu denken [30]. Man unterscheidet Single-loop-
Single-loop-Obstruktionen
von Closed-loop-Obstruktionen
Closed-loop-Obstruktionen
. Während Single-loop-Obstruktionen durch eine singuläre Obstruktionsstelle charakterisiert sind, entsteht eine Closed-loop-Obstruktion (ca. 19 % aller Dünndarmobstruktionen) durch Blockade an 2 Darmabschnitten mit Ausbildung einer dazwischenliegenden geschlossenen Schleife. Bei Letzterer besteht ein erhöhtes Ischämierisiko durch externe Kompression des mesenterialen Gefäßstiels, Distension des „closed loop“ und möglichem Volvulus mit mesenterialer Torsion [31].
Typische CT-Zeichen
Typische CT-Zeichen
einer Single-loop-Obstruktion umfassen das „beak sign“ (vogelschnabelartige Zuspitzung am Kalibersprung) und das „fat notch sign“ (Einsenkung von mesenterialem Fettgewebe am Übergangsbereich). Closed-loop-Obstruktionen zeigen durch 2 Obstruktionsstellen häufig eine C‑förmige Konfiguration der betroffenen Darmschlinge und eine radiale Ausrichtung der mesenterialen Gefäße zu den Obstruktionspunkten.
Spezifische Befunde bei Closed-loop-Obstruktionen umfassen eine bereits nativ hyperdense Darmwand als Hinweis auf eine irreversible transmurale Nekrose und einen hyperdensen Darminhalt mit HU(Hounsfield Units)-Werten von mehr als 11 im Vergleich zu nichtbetroffenen Darmschlingen [32]. In 70 % zeigt sich eine Dilatation der zuführenden Schlinge, in 25 % ein Kollaps der betroffenen Darmschlinge und in weniger als 5 % keine prästenotische Dilatation der zuführenden Schlinge (Abb. 9a–c; [31]). Ein Abstand von weniger als 8 mm zwischen den Transitionszonen ist mit einer erhöhten Notwendigkeit einer Operation beschrieben worden (Abb. 9d, e; [31]).
Abb. 9.
Closed-loop-Obstruktionen [31]: a erweiterte zuführende Darmschlinge (Pfeil); b kollabierte Closed-loop-Schlinge (Pfeil) mit prästenotischer Dilatation; c innere Hernie (Pfeil) mit fehlender prästenotischer Dilatation (Flat-belly-Typ); d weiter Abstand (Pfeile) zwischen den beiden Obstruktionszonen; e Abstand von < 8 mm (Pfeile) zwischen den Transitionszonen
Merke
Eine lokalisierte Darmparalyse kann eine beginnende Dünndarmobstruktion imitieren. Meist wird sie durch entzündliche Veränderungen benachbarter Organe verursacht (z. B. Pankreatitis mit erweiterten Dünndarmschlingen im linken Oberbauch). Diese betroffenen aperistaltischen Dünndarmschlingen werden auch als Sentinel-loop-Schlingen bezeichnet.
Blutung
Die CT-Angiographie in der arteriellen Phase
CT-Angiographie in der arteriellen Phase
hat sich als die sensitivste Methode für die Detektion einer gastrointestinalen Blutung erwiesen [33]. Voraussetzung für die Detektion eines intraluminalen Kontrastmittelextravasats ist eine Blutungsrate von zumindest 0,1 ml/min [34]. Durch die Dual-energy-CT-Technik kann eine virtuelle Non-contrast-Serie die echte native Sequenz ersetzen. Die jodbasierte Karte (Jod-Mapping) kann die Genauigkeit in der Blutungsdetektion erhöhen und die Wahrscheinlichkeit einer korrekten Identifikation des Blutungsorts erhöhen [35]. Ein Areal erhöhter Dichte auf der nativen Sequenz (45–70 HU) wird als „sentinel clot sign“
„Sentinel clot sign“
bezeichnet und weist durch den höheren Hämatokritgehalt des akut geronnenen Bluts auf die anatomische Ursprungsstelle der aktiven Blutung hin [36].
Merke
Intraluminale hyperdense Darminhalte (Nahrungsmittelreste, Medikamente mit Bismuth- oder Kalziumgehalt, orales Kontrastmittel) oder Nahtmaterial können Kontrastmittelextravasate simulieren und damit akute Blutungen vortäuschen. Im Vergleich zu Blutungen sind diese bereits auf nativen Bildern sichtbar. Daher ist der Vergleich von CT-Bildern vor und nach Kontrastmittelgabe zu empfehlen.
Auflösung Kasuistik
Die CT zeigt das typische Erscheinungsbild einer Dünndarminvagination
Dünndarminvagination
. Neben invaginierten mesenterialen Gefäßen konnte eine umschriebene fetthaltige Läsion an der Spitze der Invagination identifiziert werden (mesenteriales Fettgewebe). Intraoperativ bestätigte sich die Verdachtsdiagnose eines Volvulus, ausgelöst durch ein invaginiertes Meckel-Divertikel
Meckel-Divertikel
(Abb. 10). Das betroffene Dünndarmsegment zeigte sich massiv aufgetrieben und hämorrhagisch alteriert, sodass eine Resektion erforderlich war. Differenzialdiagnostisch ist an ein ileales Lipom als alternative Ursache der Invagination zu denken.
Abb. 10.

Intraoperativer Befund: Bestätigung eines Dünndarmvolvulus mit ursächlich invaginiertem Meckel-Divertikel (Pfeil) mit hämorrhagischer Alteration des invaginierten Darmsegments (Pfeilspitze). (Bildquelle: Kinderchirurgie, Medizinische Universität Wien)
Fazit für die Praxis
Die bildgebende Diagnostik ermöglicht eine differenzierte Beurteilung des gesamten Spektrums von Dünndarmerkrankungen – von entzündlichen Prozessen über benigne und maligne Tumoren bis hin zu vaskulären und obstruktiven Pathologien.
Die Beurteilung charakteristischer Merkmale wie Wandverdickung, Kontrastmittelaufnahmemuster, Wachstumsform und mesenteriale Veränderungen erlaubt eine gezielte Eingrenzung möglicher Differenzialdiagnosen intestinaler Tumoren.
Bei akuten Erkrankungen wie Ischämie, Obstruktion und Blutung liefert die Computertomographiebildgebung managemententscheidende Informationen für interventionelle, konservative oder chirurgische Therapieoptionen.
Acknowledgments
Förderung
Keine.
CME-Fragebogen
Der Dünndarm macht mehr als 90 % der mukosalen Oberfläche des GI-Traktes aus. Wie hoch ist der Anteil an gastrointestestinalen Tumoren im Dünndarm? Weniger als...
1 %
3 %
5 %
10 %
15 %
Welches bildgebende Merkmal ist charakteristisch für neuroendokrine Tumoren des Dünndarms?
Zirkumferentes konzentrisches Wachstum mit rascher Obstruktion
Pseudoaneurysmatische Wachstumsform ohne Obstruktion
Desmoplastische mesenteriale Reaktion mit möglichen Verkalkungen
Exophytisches, gut begrenztes Wachstum ohne Umgebungsreaktion
Fetthaltige intraluminale Raumforderung
Welche Tracer-Kombination wird beim NETPET-Score zur verbesserten Charakterisierung neuroendokriner Tumoren (NET) verwendet?
PSMA (prostataspezifisches Membranantigen) und FDG (Fluordesoxyglukose)
SSTR(Somatostatinrezeptor)-Tracer und FDG
Cholin und PSMA
DOTATOC und Cholin
FDG und Gallium-68
Welche Kriterien sind für die Beurteilung des Therapieansprechens bei gastrointestinalen Stromatumoren nach Chemotherapie in der Computertomographie am geeignetsten?
Größenreduktion um mindestens 30 % nach RECIST (Response Evaluation Criteria in Solid Tumors)
Größenreduktion > 10 % oder Dichteabnahme > 15 %
Vollständige Kontrastmittelaufnahme des Tumors
Fehlen von Lebermetastasen im Follow-up
Normalisierung der Tumormarker
Welcher Befund in der Computertomographie ist ein spezifisches Zeichen für eine irreversible transmurale Nekrose bei einer Closed-loop-Obstruktion?
Prästenotische Dilatation
„Beak sign“ am Kalibersprung
Bereits nativ hyperdense Darmwand
C‑förmige Konfiguration der Darmschlinge
Fat-notch-Zeichen
Welches der folgenden radiologischen Merkmale ist kein spezifisches Zeichen einer aktiven Entzündung bei Morbus Crohn?
Ulkus
Murales Ödem
„Creeping fat“
Perienterales Ödem
Verstärkte Vaskularisation
Bei einem Patienten nach bariatrischer Operation mit klinischem Verdacht auf Dünndarmobstruktion ist welche Ursache am wahrscheinlichsten?
Adhäsionen mit Bridenileus
Innere Hernie
Dünndarmtumor
Intussuszeption
Meckel-Divertikel
Eine 48-jährige Patientin entwickelt 6 Monate nach allogener Stammzelltransplantation rezidivierende abdominale Schmerzen und Diarrhö. Die Magnetresonanzenterographie zeigt eine Dünndarmwandverdickung mit multiplen kurzen Stenosen und Verlust der normalen Schleimhautfaltung. Diese Befunde sind am ehesten vereinbar mit:
Akute intestinale GvHD („graft-versus-host disease“)
Chronisch intestinale GvHD
Morbus Crohn
CMV(Zytomegalievirus)-Enteritis
Intestinales Lymphom
Ein 72-jähriger Patient auf der Intensivstation unter Katecholamintherapie entwickelt abdominale Schmerzen. Die CT(Computertomographie)-Angiographie wird zum Ausschluss einer mesenterialen Ischämie durchgeführt. Welches vaskuläre Erscheinungsbild ist charakteristisch für eine nichtobstruktive mesenteriale Ischämie (NOMI)?
Atherosklerotische Plaques mit hochgradiger Stenose der A. mesenterica superior
Intravaskulärer Embolus im Hauptstamm der A. mesenterica superior
Isolierte Dissektion der A. mesenterica superior
Kollateralkreisläufe als Zeichen chronischer Insuffizienz der A. mesenterica superior
Diffuse Spasmen der A. mesenterica superior
Welche Entitäten zählen nicht zu den primär autoimmunen Darmerkrankungen?
Graft-versus-Host-Disease
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
Zöliakie
Eosinophile Enteritis
IgG4-assoziierte Enterokolitis
Funding
Open access funding provided by Medical University of Vienna.
Einhaltung ethischer Richtlinien
Interessenkonflikt
Gemäß den Richtlinien des Springer Medizin Verlags werden Autoren und Wissenschaftliche Leitung im Rahmen der Manuskripterstellung und Manuskriptfreigabe aufgefordert, eine vollständige Erklärung zu ihren finanziellen und nichtfinanziellen Interessen abzugeben.
Autoren
M. Scharitzer: A. Finanzielle Interessen: Lilly, Abbvie (Referentenhonorar); Faculty Member ESGAR Small Bowel Workshop (Referentenhonorar); Siemens (Usability Test Events). – B. Nichtfinanzielle Interessen: Stv. Abteilungsleiterin der Abteilung für Allgemeine und Kinderradiologie der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Medizinische Universität Wien | Mitglied Advisory Board Die Radiologie. T. Mang: A. Finanzielle Interessen: Organisator und Vortragender von ESGAR Virtual CT Colonography Workshops 2022, 2023, 2034 | Siemens CT-Kolonographie-Workshop 2023. – Advisory Board of Lument AB seit 2021. – B. Nichtfinanzielle Interessen: Facharzt für Radiologie, Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Medizinische Universität Wien | Stv. Leiter und Leiter der AG für GI-Radiologie der OERG. N. Bogveradze: A. Finanzielle Interessen: N. Bogveradze gibt an, dass kein finanzieller Interessenkonflikt besteht. – B. Nichtfinanzielle Interessen: Postdoktorale Mitarbeiterin, Medizinische Universität Wien. Es bestehen keine nichtfinanziellen Interessen. U. Attenberger: A. Finanzielle Interessen: RK und Hotel plus Honorar: Siemens Healthineers. – Bezahlte Beratungsleistungen, interne Schulungsvorträge, Gehaltsbezug o. Ä.: Bayer Healthcare, Siemens Healthineers. – B. Nichtfinanzielle Interessen: Klinikleiterin Radiologie, Universitätsklinikum Bonn: 12/2019–05/2024; Leiterin Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin/Medizinische Universität Wien/AKH Wien: 07/2024 bis laufend.
Wissenschaftliche Leitung
Die vollständige Erklärung zum Interessenkonflikt der Wissenschaftlichen Leitung finden Sie am Kurs der zertifizierten Fortbildung auf www.springermedizin.de/cme.
Der Verlag
erklärt, dass für die Publikation dieser CME-Fortbildung keine Sponsorengelder an den Verlag fließen.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Footnotes
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Hinweis des Verlags
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